@lime
Zitat:Das hätte die USA auch wesentlich günstiger bekommen können und die Taliban wären heute kein Thema mehr. Anstatt das Land demokratisieren zu wollen hätten die USA einfach das alte Warlord-System bestehen lassen können und den Warlords jährlich einige Milliarden in die Hand + Waffen in die Hand drücken können mit der Prämisse dass sie in Zukunft nur die Taliban bekämpfen und nicht mehr sich auch gegenseitig.
Ich denke nicht, dass das funktioniert hätte. Afghanistan ist ein zutiefst archaisch und kriegerisch geprägtes Land. Wenn sie ihre Ruhe haben, prügeln sie sich beinahe zum Sport untereinander, aber wenn ein ausländischer Akteur auftritt, dann verbündet man sich plötzlich gegen diesen, das lief bei den Westmächten ähnlich wie bei den Sowjets.
Ich glaube, ich habe es irgendwo mal bei Scholl-Latour gelesen, der meinte, dass man "die Afghanen zwar zeitweilig mieten könne, aber niemals kaufen". Insofern gehe ich mal von aus, dass sie die von dir genannten Milliarden Dollar zwar gerne genommen hätten und dann doch letztlich das gemacht hätten, was sie für richtig gehalten hätten.
Schneemann
Am Rande - der mehrheitlich konservativ dominierte und viel gescholtene Supreme Court, der ja teils schon als willfähriges Instrument der Administration Trump II tituliert wurde, hat dem Weißen Haus eine Entscheidung vorgesetzt, die diesem nicht gefallen dürfte:
Zitat:Der Oberste Gerichtshof spricht sich gegen strengere Regeln bei der Briefwahl aus [...]
Der Oberste Gerichtshof der USA hat im Streit um neue Regeln für die Briefwahl gegen ein Anliegen der Regierung von Präsident Donald Trump entschieden. Der Supreme Court lehnte es ab, die Entscheidung einer unteren Instanz auszusetzen, die die Regierung bislang davon abhält, ihre neuen Regeln umzusetzen.
Es sei unwahrscheinlich, dass die Regierung mit ihrer Anfechtung der einstweiligen Verfügung des unteren Gerichts in der Sache Erfolg haben werde, hiess es in der Begründung, die am Montag (14. 9.) veröffentlicht wurde. Trump hatte Ende März verfügt, dass die Post Briefwahlunterlagen nur noch an Personen übermitteln soll, die auf einer von den Gliedstaaten zuvor erstellten Wählerliste stehen. Eine Bundesrichterin hatte Trumps Pläne Ende August per einstweiliger Verfügung gestoppt.
https://www.nzz.ch/international/trumps-...ld.1856621
Schneemann
Zitat:"Nur noch Schatten ihrer selbst"
Trump greift eigens ernannte Richter am Supreme Court an
15.09.2026, 21:17 Uhr
und jetzt die nächste Renitenz:
Ob das Donald dem Großartigen gefallen wird - der ist wohl eher "not amused":
Zitat:FED-Zinsentscheid:
US-Notenbank erhöht Leitzins auf neue Spanne von 3,75 bis vier Prozent
16.09.2026, 20:03
US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor wiederholt für niedrigere Zinsen ausgesprochen. Es ist die erste Erhöhung seit 2023.
und
Zitat:Um 0,25 Prozentpunkte
US-Zentralbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023
16.09.2026, 20:03 Uhr
Die Inflation in den USA hält sich hartnäckig. Das veranlasst die dortige Notenbank zu einem Schritt, den es schon lange nicht mehr gab. Gleichzeitig ist das Vorgehen aber auch keine Überraschung. Die Reaktion an den Märkten fällt entsprechend zurückhaltend aus.
Die US-Notenbank macht im Kampf gegen die hohe Inflation ernst und erhöht den Leitzins erstmals seit Mitte 2023. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um einen Viertelpunkt angehoben - auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Von Reuters befragte Experten hatten damit gerechnet. Denn die vom Energiepreisschock infolge des Iran-Krieges befeuerte Inflation zeigte sich zuletzt äußerst hartnäckig.
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sowie
Zitat:US-Notenbank erhöht den Leitzins – erstmals seit Sommer 2023
Stand:16.09.2026, 20:27 Uhr
Washington – Die US-Notenbank Federal Reserve hebt wegen der hartnäckig hohen Inflation erstmals seit Sommer 2023 den Leitzins an. Dieser steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent, wie der Fed-Zentralbankrat mitteilte. Notenbank-Chef Kevin Warsh gerät damit auf Konfrontationskurs mit Donald Trump, nachdem die Fed seit Monaten nichts geändert hatte und die Forderungen des US-Präsidenten nach niedrigeren Zinsen wirkungslos geblieben waren.
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- ebenso
Zitat:US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit rund drei Jahren
Ein starker Arbeitsmarkt sowie die anhaltend hohe Inflation hatten für eine Erhöhung gesprochen. Die Notenbanker stellen sich somit gegen die Wünsche von US-Präsident Donald Trump.
Jana-Sophie Brüntjen, Antonia Mannweiler
16.09.2026 - 20:33 Uhr aktualisiert
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"Clarity Act" gescheitert
Zitat: Herbe Niederlage für Trump und die Republikaner
Mit dem Clarity Act wollte der US-Präsident die Kryptobranche revolutionieren – doch der US-Senat hat das Gesetz gestoppt. Dabei spielten wohl auch Trumps persönliche Geschäfte eine Rolle.
US-Präsident Donald Trump und die Republikaner haben im Senat eine empfindliche Niederlage erlitten. Der Clarity Act, ein umfassendes Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen, scheiterte am Dienstag in einer entscheidenden Abstimmung. Für die Republikaner, die das Vorhaben seit Monaten vorangetrieben hatten, ist dies ein schwerer Rückschlag.
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Der Kommentar der ZEIT spricht mir aus der Seele:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/...-eu-handel
Zitat:Maga? Das Gegenteil ist der Fall
Die Staatsfinanzen ruiniert, das Militär gedemütigt, die Welt vor einer Ölkrise: Donald Trump regiert, als wisse er nicht, was er tut. Vielleicht ist das so.
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