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Zitat:Zwei Jahre Barack Obama
Halbzeitbilanz eines Hoffnungsträgers

Das Versprechen vom Wandel brachte Barack Obama 2008 einen historischen Sieg - jetzt droht dem US-Präsidenten in der Hälfte seiner Amtszeit ein Desaster bei den Kongresswahlen. Zu Recht? Was hat Obama wirklich erreicht, was verpatzt? SPIEGEL ONLINE macht den Realitätscheck.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...68,00.html
Obama hat in zwei Jahren vieles anstoßen wollen und manches durchaus auch angestoßen, aber er hat - auch wenn er die Masse der Altlasten, die jetzt voll durchschlagen (und die ihren Anfang schon in den 80ern nahmen), eigentlich nur übernommen hat - vielleicht manches zu schnell umgesetzt und gegenwärtige Trends dabei nicht einkalkuliert. Das betrifft vor allem die Gesundheitsreform und in Teilen manches Konjunkturpaket (einiges dürfte sicher auch nötig gewesen sein, ja musste zwingend erfolgen).

Grundsätzlich kann man zu der Gesundheitsreform und den Konjunkturpaketen stehen, wie man möchte (ich persönlich denke nicht, dass sie die USA in den Sozialismus stürzen werden und halte auch die Gesundheitsreform für einen im Grunde durchaus sinnvollen Ansatz), aber Obama hätte zumindest mit der Umsetzung dieses Vorhabens abwarten können, inwieweit die Finanzkrise, zwei Kriege und der eine oder andere geerbte Hammer mancher Vorgängerregierung noch die Staatsverschuldung nach oben drücken in einer Zeit, in der sie eh explodiert. Und dann hätte er vielleicht gesehen, dass seine Finanz-, Konjunktur- und Gesundheitsreformprojekte DERZEIT noch nicht finanzierbar sind, weil die Staatsverschuldung sowieso eklatant nach oben geht und hierdurch, durch die zusätzlichen Vorhaben seinerseits, geradezu aus dem Ruder läuft.

Er hätte also überlegter und abwartender ob des Finanz- und Immobilienchaos handeln können, und dann erkennen können, dass seine Prestigevorhaben derzeit schlicht nicht mehr drin sind, und wenn es hundert Mal Wahlversprechen waren. Aber er hat sie unnachgiebig und stur durchgedrückt und die Staatsverschuldung damit (auch) auf 90+ Prozent gehoben, was für die USA als kritisch angesehen wird hinsichtlich Neuinvestitionen und Kreditvergaben (also das, was gebraucht wird, damit der Laden wieder in Schuss kommt). Und dieses jetzige existierende Problem kann er kaum mehr in den Griff kriegen, selbst Geithner kann nur noch die Notenpresse anschmeißen und hoffen, dass sich was tut. Zinssenkungen zumindest sind keine mehr drin.

Insofern: Ich werfe Obama nicht mal vor, dass der eine Gesundheitsreform umsetzen wollte und auch umgesetzt hat, ich werfe ihm (erstens) eher vor, dass er sie auf Biegen und Brechen und angesichts der Schuldenlage zu einem falschen Zeitpunkt in Angriff genommen hat, nur weil er meinte, dies sei jetzt zum Wohl des Landes und der Menschen notwendig (und wohl auch, weil er seine Wahlversprechen umsetzen wollte). Das er dabei aber (mit) zu beigetragen hat, dass der Schuldenkarren umso tiefer festsitzt und dass darunter irgendwo auch wiederum alle leiden müssen (weil sie schlicht keinen Job mehr kriegen, weil Neuinvestitionen ausbleiben), dass hätte er sich vielleicht mal trotz allem Populismus (mal böse formuliert) auch überlegen sollen.

Der zweite Kritikpunkt ist, dass Obama durch das Durchdrücken seiner Vorhaben auch dazu beigetragen hat, dass die von ihm selbst angekündigte „Einigung des Landes“ erst gerade dadurch erschwert und in weite Ferne gerückt wurde. Rechte Milizen und Rassisten gab es leider schon immer, aber dadurch, dass er rechten Demagogen mit seinem sturen Kurs geradezu Steilvorlagen hinsichtlich Polemik lieferte, hat er auch selbst teils beigetragen zu einer Verschärfung des innenpolitischen Konflikts. Und gerade jetzt, angesichts der Probleme im Land, brauchen die USA alles, aber nur keine weitere Vertiefung innenpolitischer Spannungen (die immer irgendwo schon vorhanden waren, aber eben jetzt verschärft zu Tage treten).

Und ich denke, dies wird sich auch in den jetzigen Wahlen niederschlagen (auch wenn evtl. nicht wenige nur Parolen aufzusitzen drohen, die sich auf eine wirklich teils gemeine und unter der Gürtellinie angesiedelte Madigmachung Obamas stützen). Nicht umsonst gilt der jetzige US-Wahlkampf als so bösartig und verleumderisch wie schon lange nicht mehr.

Auch wenn mancher Linke sich vielleicht freuen mag ob der Krise in den USA, ich wünsche mir, dass die Amerikaner bald wieder auf die Beine kommen und die Probleme im eigenen Land lösen. Und das mit Anstand und Weitsicht und nicht mit Tea-Party-Gegröle...

Schneemann.
Schneemann schrieb:Obama hat in zwei Jahren vieles anstoßen wollen und manches durchaus auch angestoßen, aber er hat - auch wenn er die Masse der Altlasten, die jetzt voll durchschlagen (und die ihren Anfang schon in den 80ern nahmen), eigentlich nur übernommen hat - ...

....., ich wünsche mir, dass die Amerikaner bald wieder auf die Beine kommen und die Probleme im eigenen Land lösen. Und das mit Anstand und Weitsicht und nicht mit Tea-Party-Gegröle...

Schneemann.
da stimme ich Dir voll inhaltlich zu ! Im Übrigen ist man noch nicht "antiamerikanisch" eingestellt, wenn man die Probleme der USA benennt.
Was sich bereits abgezeichnet hat und zu erwarten war...
Zitat:Schwere Kongresswahl-Schlappe für Obamas Demokraten

Washington (Reuters) - US-Präsident Barack Obama und seine Demokraten haben die Wut und Enttäuschung der Wähler über die schwierige Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit massiv zu spüren bekommen.

Bei den Kongresswahlen mussten sie eine der schwersten Niederlagen seit Jahrzehnten einstecken. Sie verloren Dutzende Abgeordnetenmandate an die Republikaner, die künftig das Repräsentantenhaus kontrollieren und so politische Vorhaben des Präsidenten direkt ausbremsen können. Auch im Senat ließen die Demokraten Federn, doch immerhin konnten sie ihre Mehrheit in der Kammer verteidigen. Ein völliges Wahldebakel blieb ihnen damit erspart. Aber bis zur nächsten Präsidentenwahl in zwei Jahren wird es für Obama schwierig, mit neuen Akzenten die Amerikaner wieder auf seine Seite zu ziehen.
Link: http://de.reuters.com/article/worldNews ... 0V20101103

Das Regieren wird für Obama dadurch sicher nicht leichter, aber man wird sehen müssen, wie die Lage in zwei, drei Jahren ist...

Schneemann.
Was für ein Sieg, obgleich ich um einige Demokraten die da abgegangen sind trauere gerade um den Vorsitzenden des Verteidigung Ausschusses des Hauses der von einer Amateurin aus dem Amt gejagt wurde. Auch hat diese Wahl generell die Flaschen Leute bei der Wahl eliminiert, viele der Blue Dog Demokraten sind heute nicht mehr, wohingegen die Linksradikalen in Position halten konnten. Auf der anderen Seite sind viele Tea Party Extremisten eingerückt, was nicht schlecht sein muss aber doch sehr gefährlich sind einige von denen Libertäre Spinner.

In Senat schaut die Lage besser aus, die schlimmsten radikalen haben es nicht geschafft mit Ausnahme von Rand Paul natürlich. Zwar behalten die Dems hier ihre Mehrheit aber die Hürden für wirklich gefährliche Linksprogramme sind nun unüberwindbar bzw. fast unüberwindbar geworden. Es bleibt zu hoffen das dies den New Start das Genick bricht obgleich nun Obama alles dransetzen wird diese Schandtat durchzudrücken und das bevor der neue Senat vereidigt wird.

Auf der anderen Seite sehe ich auch große Gefahren durch zu radikale Haushalts Kürzungen gerade auf Kosten des DODs wenn auch die GOP hier mit Sicherheit 1000 mall besser ist als die Linksradikalen Dems um Barney Frank rum. Nun ist es Zeit für die Rache, könnte man meinen, denn ich bin fast überzeugt das die GOP die letzten 2 Jahre unter Obama nicht vergessen hat und man wird daher sicherlich ob zum Wohle oder zum unwohle des Landes alles dran setzen um Rache an den Linken und ihren Priester Obama zu nehmen.

Was nun Schneemanns Analyse angeht so kann ich in Prinzip auch nur zustimmen wobei was die Gesundheitsreform angeht so muss man doch klar sagen das Obamas Vorgehen mehr als nur dickköpfig war, ja sein Vorgehen war der eines Linken Fanatiker. Egal ob gut oder böse, die Art wie er agierte und das Timing war einfach katastrophal und trug maßgeblich zu seiner Niederlage bei. Die Gesundheitsreform währe etwas für fette Zeiten gewesen, etwas für 90er Jahre als das Geld sprudelte nicht etwas für die Heutige Zeit.

Denn das Gesundheitssystem frisst 2500 Milliarden Dollar in Jahr weg das meiste davon ist dabei pure Verschwendung, dank Obama könnten nun gar 1000 Milliarden hinzukommen. Zugleichen zeit vermodert die Infrastruktur und die Militärische Vorherrschaft der USA ist ebenfalls auf der Kippe, wehrend Forschung und Prestige Projekte gar nicht oder nur noch unterfinanziert werden. Kurz das größte Milliardengrab der Welt wurde unter Obama noch einige Meter tiefer gegraben, alleine dafür ist die Niederlage von Mr. Obama mehr als verdient.

Obama hat die Historische Chance verspielt das Gesundheitssystem zu sanieren, nein er versäumte es nicht nur dies zu tuchen er machte alles um ein vielfaches schlimmer durch seine Reformen. Den wer soll die Zähe nun zahlen, dabei währe die Lösung so einfach gewesen und hätte dank der super Mehrheit die er eine Weile hatte auch alle Aussichten gehabt und es währe der Bevölkerung auch zu vermitteln gewesen.

Sprich Deutschland gibt ca. 150 Milliarden für die Gesundheitsversorgung aus, sie mag zwar nicht überragend sein aber sie ist absolut ausreichend. Nun die Bevölkerung Deutschlands beträgt ca. 82 Millionen, die USA müssten also bei 309 Millionenen Bürgern für dieselbe Versorgung ca. 570 Milliarden in Jahr ausgeben also 1930 Milliarden Dollar weniger in Jahr als jetzt, die US Volkswirtschaft währe damit mit einen Schlag saniert worden.

Man hätte dafür einfachen nur ein an das deutsche System angelehntes Model verwenden müssen und zugleich die Klage Exzesse per Gesetz in den USA eindämmen müssen. Dies währe mit der Mehrheit der Demokraten möglich gewesen sofern der Willen dazu bestanden hätte, an statt denn Fokus auf Ausgaben Senkung zusetzen aber legte man den Fokus darauf ein unbezahlbares System auf weitere 30-40 Millionen Menschen auszudehnen. Nun steht man vor den Ruin in jeder Hinsicht.
Zitat:Präsident Demut geht auf Republikaner zu

Nach den schweren Verlusten der Demokraten bei der US-Kongresswahl hat Präsident Obama den Republikanern Zusammenarbeit angeboten. Er übernahm die Verantwortung für die Wahlschlappe und räumte ein, zu wenig für neue Jobs getan zu haben.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/
Zitat:Forbes-Ranking

Hu Jintao schlägt Obama

Barack Obama gilt nicht mehr als der mächtigste Mann der Welt. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ setzt Chinas Staatschef Hu Jintao auf den ersten Platz und erteilt damit dem amerikanischen Präsidenten die zweite herbe Schlappe in einer Woche.

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Und der größte Witz daran - die meisten Menschen dürften ihn nicht mal kennen.

Aber wohl eine realistische Einschätzung der Lage. China mag sicherlich noch überall gewaltigen Nachholbedarf haben, aber den verstehen sie für ihren Aufstieg zu nutzen.
Der nächste Bericht aus dem "ehemaligen" Katastrophengebiet:

Zitat:Entwarnung?

Nur wenige Monate nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sind Floridas Strände wieder freigegeben, alles in Ordnung. Wirklich? Nein. Nichts ist in Ordnung. Von Michaela Haas

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Bin mal gespannt, ob man in Zukunft belastbare Zahlen zum Thema "Krebserkrankungen" aus dieser Region bekommt.
G.W.Bush denkt dass Palin nicht qualifizert ist für das Präsidentenamt.ein unqualifizierter redet über den anderen
http://blogs.chron.com/newswatch/2010/1 ... palin.html
Ich stelle mir gerade vor was dabei raus kommt wenn W und Sarah zusammen Kinder bekommen würden. Confusedhock:
Ahha ein Sarrezener.
Sie an sie an.
Venturus schrieb:Ich stelle mir gerade vor was dabei raus kommt wenn W und Sarah zusammen Kinder bekommen würden. Confusedhock:
was soll dann unser Sarrazin dazu sagen :twisted:
der sagt aus Schillers Bürgschaft - den letzten Satz;
wahrlich wahrlich Ich sage Euch :wink:
zurück zu den USA
http://www.stern.de/politik/ausland/sim ... 20760.html
Zitat:4. November 2010, 20:46 Uhr

Simuliertes Ertränken: Ex-Präsident Bush genehmigte Waterboarding-Folter

Die Folterer des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge vom 11. September 2001 handelten offenbar mit Genehmigung des Weißen Hauses. Wie aus seinen Memoiren angeblich hervorgeht, hat der frühere US-Präsident George W. Bush selbst das sogenannte Waterboarding genehmigt.
...
als Staatsanwalt würde ich jetzt nur das Buch kaufen ....