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Normale Version: United States of America
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http://www.fr-online.de/in_und_ausland/ ... Knast.html
Zitat:USA
Jeder 100. Amerikaner sitzt im Knast

Washington. In den USA sitzt weiterhin einer von hundert Erwachsenen hinter Gittern. Nach einem vom US-Justizministerium herausgegebenen Bericht waren Ende 2007 etwa 2,3 Millionen Menschen inhaftiert und damit wie schon im Vorjahr rund ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

In Deutschland sitzen zum Vergleich rund 77 000 Menschen im Gefängnis, etwa 0,15 Prozent der Erwachsenen. "Es ist Zeit, sich von der gescheiterten Politik abzuwenden, die die USA zur Nation mit der größten inhaftierten Bevölkerung gemacht hat", sagte der Amerika-Chef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, David Fathi.
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Zusätzlich zu den 2,3 Millionen Inhaftierten sind etwa fünf Millionen Menschen in den USA nur auf Bewährung frei - damit steht jeder 31. Amerikaner unter "justizieller Aufsicht", hieß es in einer Mitteilung des Justizministeriums. Dieser prozentuale Anteil habe sich seit knapp zehn Jahren kaum verändert.
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das wollte ich schon vor einiger Zeit posten - und jetzt fällt mir der Artikel wieder in die Hände;
interessant wird die Ergründung, warum so große Unterschiede bestehen - gibt es in den USA eine höhere Aufklärungsquote z.B. ... ?
http://www.tagesschau.de/ausland/detroit104.html
Zitat:Die Suppenküchen von Detroit
"Es reicht vorne und hinten nicht"

Ihre Glanzzeit hat die Autostadt Detroit längst hinter sich, noch düstere Zeiten dürften der Stadt trotz Milliardenhilfen noch bevorstehen. Der Niedergang des einstigen Wirtschaftsmotors trifft - wie überall - die Ärmsten am härtesten.

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Stand: 21.12.2008 18:37 Uhr
Und um gleich dem Vorwurf der einseitigen Information zu vor zu kommen: auch (!) das ist - leider - Amerika, wiewohl es auch ein anderes, wohlhabendes Amerika gibt;
der summarische Querschnitt ist entscheidend für die Beurteilung des Wohlstandes eines Landes
Das sieht nach noch mehr Arbeit für Obama aus:
http://www.mmnews.de/index.php/20081223 ... leite.html
Zitat:US-Arbeitslosenversicherungen Pleite
Dienstag, 23. Dezember 2008
Arbeitslosenfonds von bereits 30 der 50 Staaten steuern auf die Insolvenz zu. Steuererhöhungen, Notkredite aus Washington oder Kürzung von Arbeitslosenleistungen unausweichlich.

US-amerikanische Fonds zur Unterstützung von Arbeitslosen sind massiv von der Pleite bedroht, wegen des akuten Anstiegs der Arbeitslosigkeit sowie des wirtschaftlichen Abschwungs versiegen die Reserven der Bundesstaaten.
die Hiobs-Botschaften hören nicht auf:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gms ... ng100.html
Zitat:Erste Werksschließung bei General Motors
Letzter Arbeitstag in Dayton

Präsident Bush hat der angeschlagenen US-Autoindustrie durch Milliardenhilfen eine Atempause verschafft, für den General-Motors-Standort in Dayton im US-Bundesstaat Ohio kam sie jedoch zu spät. Dort stehen die Fließbänder nun für immer still. Viele der 1100 Angestellten stehen nun vor einem ganzen Bündel von Problemen.

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Stand: 24.12.2008 01:43 Uhr
mit Link zum Video-Bericht
http://www.n-tv.de/1075917.html
Zitat:Mittwoch, 24. Dezember 2008
Angstszenario RezessionUSA rutschen tiefer rein

Die USA rutschen immer tiefer in die Rezession. Die zuletzt veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lage am US-Arbeitsmarkt weiter rapide verschlechtert. In der vergangenen Woche stellten so viele Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit 26 Jahren nicht mehr.
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edit:
http://www.sueddeutsche.de/politik/986/452687/text/
Zitat:26.12.2008 14:31 Uhr

USA: Drei Wochen vor Amtsantritt
Großes Vertrauen in Obama

Nach einer aktuellen Umfrage sind 82 Prozent aller US-Bürger mit dem neuen Präsidenten zufrieden - deutlich mehr als bei Clinton und Bush.

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bei dem Desaster, das Obamas Vorgänger hinterlässt, gehört nicht viel dazu um diese Traumwerte zu erreichen ...
Laut einer CNN-Umfrage sind 75% der US-Amerikaner froh, dass G. W. Bush das Weiße Haus verlässt.

Zitat:Poll: 75% glad Bush is done

"Earlier this year, Bush scored some of the lowest presidential approval ratings we've seen in half a century, so it's understandable that the public is eager for a new president to step in," said Keating Holland, CNN polling director.

Quelle: http://www.cnn.com/2008/POLITICS/12/26/b...index.html
Zitat:Blagojevich gibt sich unbeeindruckt - Der Gouverneur von Illinois ernennt eigenmächtig einen neuen Senator

Der Gouverneur des amerikanischen Gliedstaates Illinois hat sich unbeeindruckt gezeigt von der Kritik an seinem Vorgehen zur Besetzung des frei werdenden Senatssitzes. Er hat eigenmächtig einen Nachfolger für den neuen amerikanischen Präsidenten Obama bestimmt.

(...)
Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/internati ... 23306.html
Ein sehr guter Artikel über die US-Supermachtspolitik und die Finanzkrise:
http://www.writersviews.com/mp09/the-ne ... ntury.html
Zitat:The New American Century

The 21st century has started with the American people having had to endure some of the most tumultuous deterioration of our economy, civil rights, and reputation and credibility abroad in modern era. From Internet bubble, housing bubble, Arthur Anderson accounting problems, Enron, 9/11, Iraq and Afghanistan wars, terrorism, Abu Ghraib and water boarding torture, CIA kidnappings in Europe, to stock market meltdown and mortgage and credit market freeze, job losses and continuing global meltdown.

The newly elected Obama Administration and the new Congress, who were voted in by a combination of substantive and rhetorical agenda and loss of hope in the ousted Republican administration, have generated immense expectations by the American people.

But dreaming for change is not going to produce change, nor produce the change that best serves our country and humanity. We must first understand the challenges of the new century by discovering why past policies brought us to this point in time in order to build a new path for a better, more peaceful and prosperous future.
http://www.ftd.de/politik/europa/:Weltw ... 55985.html
Zitat:US-Industrie schrumpft wie seit 1980 nicht

Die massive Nachfrageflaute zwingt die US-Industrie in die Knie. Die Geschäfte gingen im Dezember so stark zurück wie seit 28 Jahren nicht mehr.
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reuters, 02.01.2009
http://www.sueddeutsche.de/politik/550/453243/text/
Zitat:03.01.2009 11:37 Uhr

US-Bundesstaaten
Gouverneure fordern Billion-Dollar-Hilfe

Die Haushalte vieler US-Bundesstaaten sind hoch verschuldet, die Wirtschaft liegt brach. Nun soll Washington aushelfen - und Barack Obama.
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"nettes Erbe", das Obama übernehmen muss
http://www.ftd.de/politik/international ... 56309.html
Zitat:US-Rezession
Gouverneure fordern 1000-Milliarden-Hilfe

Wer bietet mehr? Der gewählte US-Präsident Obama will die US-Konjunktur mit voraussichtlich mehr 700 Mrd. $ stützen - doch das reicht einer Reihe von US-Gouverneuren noch nicht: Sie peilen die Marke von 1000 Mrd. $ an.
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reuters, 03.01.2009
Eine Billion Dollar? Zumindest die Aktien der Bauer für Druckmaschinen dürften derzeit durch die Decke gehen. :roll:

An Obamas Stelle würde ich mal einen etwas "kreativeren" Ansatz prüfen lassen. Übernahme der Schulden der einzelnen Bundesstaaten, oder zumindest des Teils der ihnen die Luft zum Atem nimmt. Im Gegenzug müssten sich diese Staaten über einen längeren Zeitraum dazu verpflichten keine neuen Schulden aufzunehmen. Sozusagen eine "bad state"-Modell für die amerikanischen Föderalhaushalte. Ob er die Staaten nun direkt subventioniert oder sie von ihren Schuldzinsen befreit dürfte keinen großen Unterschied machen, außer das er so zumindest die Verschuldung innerhalb der regionalen Einzelakteure unter Kontrolle bekommt und mittels Umschuldung eventuell die Zinslasten für die gesamte öffentliche Hand der USA etwas milder gestalteten könnte.

Noch interessanter wäre natürlich eine komplette Bündelung aller Staatsschulden (Kommunen, Staaten, Bund) in einer Hand, mit anschließendem Schuldenverbot für die Ebenen unterhalb des Bundes. Bezweifle bloß das so ein Modell rechtlich durchsetzbar wäre. Die föderale Struktur der USA dürfte da sicherlich Grenzen setzen.
Eigentlich ist man versucht, das deutsche System des staatlichen Finanzausgleichs zwischen den Ländern zu empfehlen - da schauen die "reichen Landesherren" durchaus intensiv darauf, dass nicht zu viel an die "armen Schlucker" abgegeben werden muss, und dennoch wird im Endeffekt eine Angleichung der staatlichen Ausgaben auf ein gemeinsames Niveau gefördert.
Leider aber - das erwarte ich - würde dieses System in den USA nicht funktionieren, da im Prinzip die gesamte staatliche Haushaltswirtschaft in den USA (von den Kommunen über die Bundesstaaten bis zur US-Regierung selbst) auf "Schuldenfinanzierung" ausgelegt ist. Da gibt es (zumindest soweit ich mich erinnere, aber die Daten habe ich nicht zur Hand) kaum einen Bundesstaat, der tatsächlich "Überschüsse" erwirtschaftet und damit den anderen "unter die Arme greifen" könnte.
Es bleibt vermutlich wirklich nicht viel außer direkten Subventionen. Höchstens eine komplette Reform des amerikanischen Föderalismus. Er kann sich ja hier in Deutschland über unsere großartigen Reformerfolge informieren. :lol:

Mal im Ernst - ich bin gespannt welche Antwort Obama geben wird. Umsonst werden die Bundesstaaten keinen müden Cent bekommen, aber a) muss Obama erst mal ein Reformpaket als Gegenbedingung schnüren und b) das dann gegen 50 Gegner plus den beiden Kammern durchpeitschen. Als hätte der Mann nicht schon genug zu tun.
Zitat:US-GEHEIMDIENSTE

Clintons Stabschef Panetta wird CIA-Boss

Überraschende Wahl: Leon Panetta, der ehemalige Stabschef von Bill Clinton, wird neuer Chef des US-Geheimdienstes CIA. Seine Vorkenntnisse auf diesem Gebiet sind spärlich. Doch der künftige US-Präsident Obama setzt auf ihn - und einen Ex-Admiral.
Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 90,00.html

Schneemann.
http://www.ftd.de/politik/international ... 58029.html
Zitat:US-Defizit
1200-Milliarden-Loch in der Kasse
von Kai Beller (Berlin)

Die Rezession reißt ein gigantisches Defizit in den US-Haushalt. Der Fehlbetrag könnte durch das geplante Konjunkturprogramm des neuen Präsidenten sogar noch größer ausfallen. Doch in Panik gerät in Washington deswegen niemand.

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FTD.de, 16:51 Uhr
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/rekordloch100.html
Zitat:Rechnungsbehörde warnt vor Rekord-Haushaltslücke
1,186.000.000.000 Dollar Minus im US-Haushalt

Der künftige US-Präsident Barack Obama wird einer offiziellen Prognose zufolge in seinem ersten Amtsjahr mit einem Haushaltsdefizit in Rekordhöhe zu kämpfen haben. Nach einer Schätzung des Haushaltsbüros des US-Kongresses (CBO) wird das Minus 2009 bei 1,186 Billionen Dollar liegen, mehr als doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr.

Nicht eingeflossen in die Vorhersage ist das geplante Konjunkturprogramm, das das Haushaltsloch im laufenden und folgenden Jahr um insgesamt etwa 800 Milliarden Dollar vergrößern könnte. Der Kongress will darüber im Laufe des Monats abstimmen. 2010 erwarten die Haushaltsexperten ein Defizit von 703 Milliarden Dollar.
...

Die Haushaltslage hatte sich während der achtjährigen Amtszeit Bushs dramatisch verschlechtert. Präsident Bill Clinton hatte bei seinem Ausscheiden im Jahr 2000 einen Haushalts-Überschuss hinterlassen. Im Haushaltsjahr 2008, das im September endete, klaffte ein Loch von 455 Milliarden Dollar. Ursachen waren nicht zuletzt die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie ein erstes Konjunkturprogramm.

Stand: 07.01.2009 20:13 Uhr