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Normale Version: Türkei
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Erdogan schafft den Ausgleich mit den Armenien und vielleicht sogar den Kurden - und desavouiert sich selbst als Vermittler im Nahen Osten .... vielleicht braucht er das, um sein Spielfeld mit Armeniern und Kurden von Kritik frei zu halten
ob das ne gute idee war, was er getan hat, wage ich zu bezweifeln.
ich befürchte das erdogans sprüche ein phyrussieg werden, naja mal abwarten.
dammit dürfte die türkei als ehrlicher vermittler in nahost vorläufig genauso disqualifiziert sein wie die ehemalige us regierung.
Schneemann schrieb:Erdogan ist ein ganz verlogener Demagoge. Sich in Davos aufspielen und in Szene setzen, aber ganz geflissentlich vergessen, dass das, was die Israelis in Gaza gemacht haben ein Fastnachtsumzug im Gegensatz zu dem ist, was die türkische Armee in den Kurdengebieten macht.
Du weißt, daß das Verhältnis zwischen Erdogan und der türkische Armee mehr als gespannt ist?
ich bleibe dabei - es war vor allem ein innenpolitisches Signal, ein Werben um Zustimmung bei der Bevölkerung
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ftd.de/politik/international/:Eklat-um-Gaza-Krieg-Erdogan-rauscht-w%FCtend-aus-Davos-ab/467802.html">http://www.ftd.de/politik/international ... 67802.html</a><!-- m -->
Zitat:Eklat um Gaza-Krieg
Erdogan rauscht wütend aus Davos ab

"Willkommen zurück, Eroberer von Davos" - mit solchen Spruchbändern empfingen Tausende Demonstranten den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in der Türkei.
Auf dem Weltwirtschaftsforum hatte er zuvor mit dem israelischen Präsidenten Peres für einen Eklat gesorgt.

...
und in Vielem haben wir ja seine Kritik hier (mit Ausnahme von Einzelpersonen :wink: ja auch geteilt)
Zitat:...
Erdogan zeigte sich enttäuscht, dass die Vermittlungsversuche seiner Regierung zwischen Israel und Syrien auch bezüglich der Hamas gescheitert seien. Es hätte nur noch wenig gefehlt und man hätte eine Einigung erzielt, sagte Erdogan. Doch anstatt auf die Vermittlungen zu antworten sei Israel am 26. Dezember in den Gazastreifen einmarschiert. "Hier wurde Gewalt unverhältnismäßig eingesetzt", sagte Erdogan. ....
dpa, 30.01.2009
@Schneemann

Zitat:Erdogan ist ein ganz verlogener Demagoge. Sich in Davos aufspielen und in Szene setzen, aber ganz geflissentlich vergessen, dass das, was die Israelis in Gaza gemacht haben ein Fastnachtsumzug im Gegensatz zu dem ist, was die türkische Armee in den Kurdengebieten macht.

Das Vorgehen der türkischen Armee in den Kurdengebieten lässt sich mit den jüngsten Einsätzen Israels von der Intensität nicht vergleichen. In den Kämpfen zwischen der türkischen Armee und der PKK in den Jahren 1984 - 1998 wurden auf beiden seiten mehr als 30000 Menschen getötet, pro Jahr entspräche das ca. 2140 Menschen. Unter den Opfern lassen sich PKK Kämpfer, türkische Soldaten, zivile Opfer von Terroranschlägen, Übergriffen etc. finden. Mit Sicherheit lässt sich dabei sagen das ein Grossteil der Todesopfer aus den Reihen der PKK und der türkischen Armee kommt. Bei den jüngsten Einsätzen der türkischen Armee im Nordirak waren Dörfer die Dörfer wo sich Stellungen der PKK befanden evakuiert oder fanden über weitgehend unbewohnten Gebieten statt, was man im Gazastreifen wohl eher nicht behaupten kann. :roll: Im Gazastreifen sind dagegen innerhalb von 3 Wochen 1330 Menschen getötet worden, darunter 437 Kinder !

Kein Kurde muss wenn er sich ausserhalb der sog. "Kurdengebiete" bewegt durch eine Meterhohe Mauer die durch einen Checkpoint von türkischen Soldaten geschützt wird. 8) Wäre ich Palästinenser, würde ich gern mit einem Kurden in der Türkei tauschen.


@Erich

Zitat:ich bleibe dabei - es war vor allem ein innenpolitisches Signal, ein Werben um Zustimmung bei der Bevölkerung

Sein Wutausbuch war sicherlich ein Signal um bei der Bevölkerung für Zustimmung zu werben, aber meiner Ansicht nach steckt viel mehr hinter seiner Aussage. Wir müssen dabei Bedenken das die islamistische Basis die den Kern von Erdogans Wählerschaft darstellt eine deutlich islamische Ausrichtung der Türkei wünscht, was auch für die Aussenpolitik des Landes gilt. Auch nach der Kommunalwahl wird sich am Verhalten Erdogans wenig ändern, den je mehr seine Macht im eigenen Land gestärkt ist umso weniger ist Erdogan auf die Unterstüzung des Westens angewiesen d.h er wird umso offener die islamistische Karte ausspielen. Sein Wutausbruch in Davos ist aus meiner Sicht nur ein "kleiner vorgeschmak" darauf was kommt wenn alle Kemalisten aus den Ämtern gedrängt sind !
@Skywalker - das ist eine durchaus realistisch erscheinende Einschätzung; offenbar entfernt sich die Türkei (zumindest offiziell) emotional immer mehr vom Westen.

Es ist ja auch interessant, dass der Strang "Türkei" nicht unter dem Oberbegriff "Europa" eröffnet wurde.

Dennoch möchte ich eine interessante Meinung verlinken:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.eurasisches-magazin.de/artikel/?artikelID=20090204">http://www.eurasisches-magazin.de/artik ... D=20090204</a><!-- m -->
Zitat:EM-INTERVIEW
„Abschied vom Scharia-Denken“
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Türken in Deutschland besondere Probleme mit der Integration haben. Doch es gibt nicht nur negative Integrationsgeschichten, wie das Beispiel Ekin Deligöz zeigt. Sie wurde 1971 in der Türkei geboren, ist mit acht Jahren nach Deutschland übergesiedelt und seit 1997 deutsche Staatsbürgerin. 1998 zog sie als Abgeordnete der Grünen in den Bundestag ein. Im Gespräch mit Timo Berger äußert sich Ekin Deligöz, über die Entwicklung in der Türkei, die Rolle der EU und Modelle für ein modernes Islamverständnis am Bosporus.
...

Wir sind in einer spannenden Phase: Wird es der Türkei gelingen, einen modernen Islam zu entwickeln und zu gestalten? Einen Islam, der Geschlechtergerechtigkeit zulässt, Frauenrechte verwirklicht und sich vom Scharia-Denken verabschiedet? Das einzige Land, dem so etwas gelingen kann, ist die Türkei. Deshalb müssen wir sie unterstützen – auch als Zeichen gegenüber anderen islamischen Staaten.
...
Erich schrieb:@Skywalker - das ist eine durchaus realistisch erscheinende Einschätzung; offenbar entfernt sich die Türkei (zumindest offiziell) emotional immer mehr vom Westen.

Es ist ja auch interessant, dass der Strang "Türkei" nicht unter dem Oberbegriff "Europa" eröffnet wurde.

Dennoch möchte ich eine interessante Meinung verlinken:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.eurasisches-magazin.de/artikel/?artikelID=20090204">http://www.eurasisches-magazin.de/artik ... D=20090204</a><!-- m -->
Zitat:EM-INTERVIEW
„Abschied vom Scharia-Denken“
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Türken in Deutschland besondere Probleme mit der Integration haben. Doch es gibt nicht nur negative Integrationsgeschichten, wie das Beispiel Ekin Deligöz zeigt. Sie wurde 1971 in der Türkei geboren, ist mit acht Jahren nach Deutschland übergesiedelt und seit 1997 deutsche Staatsbürgerin. 1998 zog sie als Abgeordnete der Grünen in den Bundestag ein. Im Gespräch mit Timo Berger äußert sich Ekin Deligöz, über die Entwicklung in der Türkei, die Rolle der EU und Modelle für ein modernes Islamverständnis am Bosporus.
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Wir sind in einer spannenden Phase: Wird es der Türkei gelingen, einen modernen Islam zu entwickeln und zu gestalten? Einen Islam, der Geschlechtergerechtigkeit zulässt, Frauenrechte verwirklicht und sich vom Scharia-Denken verabschiedet? Das einzige Land, dem so etwas gelingen kann, ist die Türkei. Deshalb müssen wir sie unterstützen – auch als Zeichen gegenüber anderen islamischen Staaten.
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Ich frage mich eigentlich was mit dem Begriff "modernes Islamverständnis" gemeint ist ? Das Wort "Modern" ist ein dehnbarer bzw. relativer Begriff, wir müssen uns daher fragen was im orientalischen Sinne der Begriff Modern bedeutet. Wir im Westen sehen den Liberalismus als "Modern" an, im Orient dagegen herrschen ganz andere Auffassungen der Moderne. Um auf dem Islam zu sprechen, so gibt es keinen "türkischen Islam" genausowenig wie es ein "germanisches Christentum" gibt. Es gibt lediglich eine orientalisch/islamische Lebensauffassung die im wesentlichen durch die Religion, Mentalität und die dort herrschenden Gesselschaftssrukturen geprägt ist. Die Vorherrschenden Gesselschaftsstrukturen im Nahen-Osten sind nun mal feudal bzw. partiachalisch geprägt, dass gilt nun mal auch für grosse Teile der türkischen Gesselschaft ! Die Mentalität und die Gesselschaftsstrukturen haben grossen Einfluss auf das weit verbreitete Obrigkeitsdenken in den Gesselschaften des "Nahen-Ostens", der negative Einfluss dieser zweier Faktoren wirkt dabei viel entscheidender als die Religion, was aber bei der einseitigenBerichterstattung der Medien leider ausgeblendet wird.

Ich bin aus den genannten Gründen fest davon überzeugt das der EU-Beitrittsprozess keinen Einfluss auf das "Islamverstädnis" in der Türkei haben wird. Durch den wachsenden Einfluss der Islamisten werden auf langer Sicht die Rechte der Frauen immer mehr eingeschränkt und die Sharia wird in den Köpfen der Menschen hoffähig gemacht. Um mal ein Beispiel zu nennen, es ist leider bittere Realitität das ein pädophiler-islamistischer Journalist in Fernsehsendungen die vergewaltigung eines 14 jährigen Mädchens damit rechtfertigt, dass er seine sexuellen Triebe nicht kontrollieren kann. Dieser mann wurde mit einem Gutachten freigesprochen das dem Mädchen kein psychologischer Schaden entstanden sei, gegen Amtsärzte die gegen den bericht protestierten wurden Disziplinarstrafen verhängt. Das ist ein kleiner Vorgeschmack dessen was der Türkei in naher Zukunft droht.


Dieser Artikel widerlegt weitgehend die naive Gutmenschenthese von Ekin Deligöz:

Zitat:Ein aktuelles Beispiel: Hüseyin Üzmez, ein 72-jähriger Berichterstatter des religiösen Tagesblatts „Vakit“, hatte vor kurzem einen Gerichtsprozess wegen sexueller Belästigung eines 14-jährigen Mädchens. Er wurde mit Hilfe eines gerichtsmedizinischen Berichts freigesprochen, der attestierte, dass die Minderjährige keinen psychologischen Schaden bei dem Belästigungsakt erlitten hat. Drei Amtsärzte, die den Bericht kritisierten, wurden nach Meldung der Tageszeitung „Hürriyet“ per Anordnung des Justizministeriums bestraft, indem zwei dieser Ärzte von ihren Ämtern enthoben und strafversetzt wurden. Dem dritten Arzt wurde als Strafe Tadel und Gehaltsabzug auferlegt.

Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.istanbulpost.net/09/01/02/perihan.htm">http://www.istanbulpost.net/09/01/02/perihan.htm</a><!-- m -->
Zitat:Wird Türkei für Israel zum Sicherheitsrisiko?


Von Boris Kalnoky 3. Februar 2009, 01:42 Uhr

Israelis stornieren Reisen nach antijüdischen Protesten - Traditionell gute Militärbeziehungen in Gefahr

Istanbul - Die Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen seit der Gaza-Offensive wirkt sich jetzt auch auf die Wirtschaft und das Militär aus. In den vergangenen drei Wochen meldeten israelische Reiseagenturen Einbrüche von bis zu 70 Prozent bei Türkei-Reisen. Mit 580 000 Besuchern war das Land 2008 eines der beliebtesten Reiseziele für Israelis. Nun wird umgebucht - nach Griechenland. Medienberichten zufolge fürchten Urlauber um ihre Sicherheit, nach einer Welle antiisraelischer Demonstrationen und Anzeichen wachsender Judenfeindlichkeit.

Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/welt_print/article3136934/Wird-Tuerkei-fuer-Israel-zum-Sicherheitsrisiko.html">http://www.welt.de/welt_print/article31 ... isiko.html</a><!-- m -->
Skywalker schrieb:.....

Ich frage mich eigentlich was mit dem Begriff "modernes Islamverständnis" gemeint ist ? Das Wort "Modern" ist ein dehnbarer bzw. relativer Begriff, wir müssen uns daher fragen was im orientalischen Sinne der Begriff Modern bedeutet. Wir im Westen sehen den Liberalismus als "Modern" an, im Orient dagegen herrschen ganz andere Auffassungen der Moderne. Um auf dem Islam zu sprechen, so gibt es keinen "türkischen Islam" genausowenig wie es ein "germanisches Christentum" gibt. Es gibt lediglich eine orientalisch/islamische Lebensauffassung die im wesentlichen durch die Religion, Mentalität und die dort herrschenden Gesselschaftssrukturen geprägt ist. ....
was "moderner Islam" ist, darüber lässt sich bestimmt streiten. Im Allgemeinen wird wohl eine weltoffene Islaminterpretation darunter verstanden, die im Gegensatz zu den "Steinzeitislamisten" der Taliban steht.

Ich persönlich verstehe darunter eine Strömung im Islam, die mehr auf Vernunft und Logik als auf überlieferte Traditionen aufbaut. Dazu gehört auch die Anwendung wissenschaftlichter Methoden bei der Interpretation des Islam.

Näheres dazu findest Du von mir unter <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.globaldefence.net/kulturen_im_konflikt/islamische_kulturen_und_israel/turkstaaten___tuerkei_233_27_7.html">http://www.globaldefence.net/kulturen_i ... _27_7.html</a><!-- m -->
Zitat:Die türkischen Sunniten dürften überwiegend den Hanafiten zuzurechnen sein. Das sind die Anhänger der nach dem irakischen Imam Abu Hanifa (699-767) benannten Rechtsschule. Sie betonen die Vernunft und die Logik, wenn es um einen Rechtsentscheid geht. Inder, Türken und die Dynastie der Osmanen haben sich dieser Rechtsschule angeschlossen.

....

Unter Bardakoglu nimmt der Einfluß der theologischen Fakultäten der Türkei und ihrer modernistischen Theologen auf das Diyanet zu. Auch Dozenten in Ankara betrachten den Koran als an seinen historischen Kontext gebunden. Dieser kritisch-historische Ansatz der wissenschaftlichen Theologie ist konservativ-fundamentalistischen Islamisten wie den Wahabiten fremd.
Bei den heute von der DIB (Diyanet Isleri Baskanligi) aprobierten Geistlichen handelt es sich zumeist um gebildete Kleriker, die den Islam auf wissenschaftlicher Ebene kennen. Es sind im westlichen Sinne aufgeklärte und liberale Denker, die den muslimischen Glauben, den Koran, als demokratische Religion und Kultur verstehen, der auch die Rechte der Frauen schützt und bewahrt. Bardakoglu hat z.B. die Einstellung von Frauen als Predigerinnen durchgesetzt.

...
Zitat:Spiel mit dem Feuer
Von Dieter Sauter, Istanbul


Israels Kriegspolitik im Gazastreifen stösst in der türkischen Bevölkerung auf grosse Ablehnung. Das ruft auch AntisemitInnen auf den Plan.
Jetzt werden sich die Juden rächen, mutmassen türkische Zeitungen. Nach der heftigen Kritik des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan am Vorgehen des israelischen Militärs im Gazastreifen werden die TouristInnen aus Israel ausbleiben, fürchten die einen. Die Buchungen von Türkeireisen seien in den letzten Wochen in Israel um bis zu siebzig Prozent gesunken. Dabei war die Türkei bislang eines der beliebtesten Urlaubsziele der Israelis. Andere glauben, dass nun die jüdische Lobby in den USA auf eine Resolution im Kongress drängen wird, in der Ankara wegen des Völkermordes an den ArmenierInnen Anfang des 20. Jahrhunderts verurteilt werden soll.

Fünf jüdische Organisationen unter Federführung des American Jewish Committee (AJC) haben inzwischen einen offenen Brief an Tayyip Erdogan geschrieben, in dem sie ihn auffordern, gegen den zunehmenden Antisemitismus in seinem Land vorzugehen. Auch der Radiosender des israelischen Militärs berichtet von Antisemitismus am Bosporus: JüdInnen würde der Zugang zu türkischen Hotels verwehrt.

Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.woz.ch/artikel/2009/nr06/international/17472.html">http://www.woz.ch/artikel/2009/nr06/int ... 17472.html</a><!-- m -->


Zitat:Träume von der türkischen Bombe Das umstrittene iranische Atomprogramm ist in türkischen Internetforen ein echter Renner - Perspektiven von Gudrun Harrer
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Die Emotionen der Bürger gehen eben manchmal nicht ganz konform mit der Staatsräson: Und deswegen ist das umstrittene iranische Atomprogramm in türkischen Internetforen ein echter Renner. Nicht nur, dass die Türken die Iraner dafür bewundern, dass sie mit ihrer Urananreicherung dem Westen die Stirn bieten, viele würden auch die Anschaffung von iranischen Atomwaffen unterstützen. Und nicht wenige sagen: "Das wollen wir auch."
Wenngleich vereinzelt, kann man das inzwischen auch von öffentlichen Figuren hören, beschreibt Mustafa Kibaroglu, Politologe an der Bilkent Universität in Ankara, in einem Artikel in Middle East Policy.

Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://derstandard.at/?url=/?id=1233586596661">http://derstandard.at/?url=/?id=1233586596661</a><!-- m -->
Nun beginnt die Türkei "Grossmachtpolitik" zu betreiben und bzw. die türkische Justiz und ermittelt gegen israelische Politiker, wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


Zitat:Menschenrechtler: Türkei ermittelt gegen Israel nach Gaza-Krieg

Freitag, 6. Februar 2009, 15:43 Uhr
Istanbul (Reuters) - Die türkische Staatsanwaltschaft hat einer Menschenrechtsgruppe zufolge Ermittlungen gegen Israel wegen des Gazakriegs aufgenommen.

Es werde untersucht, ob die 22-tägige Offensive gegen die radikal- islamische Hamas Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten, teilte die muslimisch geprägte Gruppe Mazlum-Der am Freitag mit. In der Beschwerde seien 19 Personen genannt worden, darunter Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Präsident Schimon Peres. Die Staatsanwaltschaft in Ankara war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die eigentlich guten wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei sind durch den Gazakrieg belastet worden. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hatte nach einem Streit mit Israels Präsident Schimon Peres über den Konflikt wutentbrannt eine Diskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos verlassen.

Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE5150D320090206">http://de.reuters.com/article/worldNews ... D320090206</a><!-- m -->



Auf der Homepage der Regierungspartei AKP wurde ein Artikel veröffentlicht in dem der Hollocaust an den Juden im 2.Weltkrieg geleugnet. Der Artikel wurde entfernt nachdem ein Reporter der türkischen Tageszeitung "Radikal" Offizielle der AKP aufmerksam gemacht hat.

Zitat:Turkey's ruling AKP removes article denying Holocaust from its Web

An article that denied the Holocaust took place and defined Jews as "grasshoppers herd" was removed from the Justice and Development Party's (AKP) Web site, Radikal daily reported on Friday.

The removal came after Radikal daily correspondent Tarik Isik made the discovery and contacted party officials before submitting his story on the issue.

Turkish Prime Minister Tayyip Erdogan came under fire from Jewish communities over his harsh criticism of Israel's operations in Gaza which left more than 1,300 people dead.

Erdogan says criticizing the Israeli administration is not an anti-Semitic act and his criticism did not target Jews or Israeli people, adding he sees anti-Semitism as a crime against humanity.

Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.hurriyet.com.tr/english/domestic/10943428.asp?scr=1">http://www.hurriyet.com.tr/english/dome ... .asp?scr=1</a><!-- m -->
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E71289DCE934B4C488CF0B3C1C00CBEBA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC2486 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Pressefreiheit in der Türkei
Der Sultan mag die Presse brav

Von Karen Krüger

28. Februar 2009 Nein, er habe nichts mit den vierhundert Millionen Euro zu tun, die der Dogan-Medienkonzern als Steuerstrafe zahlen soll. Und ja, natürlich sei das Finanzministerium ganz allein und von selbst auf die Dogan-Akte aufmerksam geworden. Bei seiner Wahlkampftour durch den Osten der Türkei war dem türkischen Ministerpräsidenten die Zustimmung der Zuhörer sicher. Unter türkischen Journalisten und Oppositionellen ist der Verdacht, dass genau das Gegenteil der Fall ist, dagegen längst nicht ausgeräumt.

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Bußgeld könnte Konzern das Genick brechen

Mit „Hürriyet“, „Milliyet“ und fünf weiteren Blättern produziert die Dogan Holding fast vierzig Prozent der türkischen Tageszeitungsauflage. In den Organen des Unternehmens schreiben Journalisten, was sie sich woanders nicht mehr trauen: Dass das Ziel der AKP-Regierung eine schleichende Islamisierung der Gesellschaft sei, dass der vom Islamisten zum Demokraten konvertierte Erdogan womöglich eine versteckte Agenda verfolge.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.ftd.de/forschung_bildung/bildung/:Hochschule-T%FCrkei-Freies-Denken-im-goldenen-K%E4fig/486482.html">http://www.ftd.de/forschung_bildung/bil ... 86482.html</a><!-- m -->
Zitat:Hochschule Türkei
Freies Denken im goldenen Käfig
von Martin Kaul (Istanbul)

Türkische Wissenschaftler sehen sich mit vielen Tabuthemen konfrontiert. Eine private Hochschule in Istanbul fördert jedoch die akademische Freiheit - dank finanzieller Autonomie kann sie Freigeister aus aller Welt als Lehrkräfte gewinnen.
...

FTD.de, 15:15 Uhr
Zitat:"Todesbrunnen" entdeckt

Ermittlungen in der Türkei

Türkische Ermittler sind bei einer großangelegten Suche nach Überresten von Opfern illegaler Hinrichtungen in einem Brunnen im Südosten der Türkei auf Knochen gestoßen. Es könne sich um Leichenteile von Menschen handeln, die auf den Höhepunkt des Konfliktes zwischen der türkischen Armee und der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK verschwunden sind, berichteten türkische Zeitungen. Ein Geheimdienst innerhalb der türkischen Gendarmerie soll Berichten zufolge Leichen in sogenannte Todesbrunnen geworfen haben.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.n-tv.de/1117473.html">http://www.n-tv.de/1117473.html</a><!-- m -->

Scheint da noch einige Punkte zu geben, die das "freie Denken" beschäftigen sollte... :wink:

Schneemann.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E05C663E239EF4CBB843EEB9CBF6DD01A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Wahlen in der Türkei
„Diyarbakir ist unsere Festung“

Von Michael Martens, Istanbul

30. März 2009 Die Festung ist nicht gefallen. Mehr noch, die selbsternannten Belagerer haben vor den Toren von Diyarbakir eine deutliche Niederlage erlitten. Bei den türkischen Kommunalwahlen am Sonntag haben laut vorläufiger Auszählung der Stimmen mehr als 65 Prozent der Wähler der Millionenstadt im Südosten der Türkei dem Amtsinhaber Osman Baydemir von der „Partei für eine Demokratischen Gesellschaft“ (DTP) ihr Vertrauen geschenkt.

Die DTP wird, abgesehen von einigen liberalen türkischen Intellektuellen in den Großstädten, die sie aus Sympathie unterstützen, von Kurden gewählt. Gegen sie hatte der von der in Ankara regierenden „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ aufgestellte Bürgermeisterkandidat Kutbettin Arzu keine Chance - er erhielt nur um die 31 Prozent Zustimmung. .....