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Normale Version: Iran
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gerade auf die Verfolgung einer religiösen Gemeinschaft, der Bahai, im Iran als Thema gekommen sind:
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Zitat:NEW DOCUMENTARY EXPOSES PLIGHT OF IRAN’S BAHAIS
Iranian state orchestrated witch hunt

Iranian documentary filmmaker Reza Allamehzadeh (pictured, sitting on the right, with former Iranian president Abolhassan Bani-Sadr) has exposed the plight of Bahá’ís in Iran with a new documentary called “Iranian taboo.” Adherents of the faith have been persecuted by the Iranian Islamic Republic because they are considered un-Islamic. Banned from Iran himself (but not a Bahá’í) Allamehzadeh enlisted the help of friends in the country who recorded footage clandestinely and produced this film.

Es wird Zeit, das die Weltgemeinschaft darauf mal aufmerksam wird. Ich wünsche Allamehzadeh mit seiner Doku deshalb viel Erfolg!
Zitat:UN Awards Tehran as Best City in Successful Urban Management

TEHRAN (FNA)- UN Under-Secretary General and UN-HAIBTAT Executive Director Joan Clos in a ceremony granted the United Nations' Award for Best Successful Urban Management Experiences to the Iranian capital, Tehran, and Austria's capital city, Vienna.

The UN also provided both Tehran and Vienna with access to its data bank of successful urban experiences, including plans of over 4,000 research and executive activities.

Other world cities can access this data bank through Tehran and Vienna.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=9106061660">http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=9106061660</a><!-- m -->
ich transferiere die letzten beiden Posts aus dem Thread "arabische Liga" mal hierher, weil sie doch mehr mit dem Iran zu tun haben:
Erich schrieb:
Shahab3 schrieb:....
Dass Du den Iran nicht zu den turksprachigen Staaten zählst bin ich ja inzwischen gewohnt, .... :mrgreen:
Confusedhock: seit wann ist Farsi eine Turksprache?
Natürlich gibt es Minderheiten im Iran, von den Arabern am Golf bis zu den Aseris am Kaspischen Meer - aber den Iran deshalb zu den "turksprachigen Staaten" zu zählen wäre das gleiche, wie Österreich zu den slawischsprachigen Staaten (Slowenen in Kärnten) oder Frankreich zu den deutschprachien Staaten (Elsass) zu ordnen.

Shahab3 schrieb:Es hat niemand behauptet, dass Farsi (die offizielle Amtssprache) eine Turksprache ist. Der Iran ist ein multiethnischer Staat. Die kulturellen und historischen Gemeinsamkeiten mit den Zentralasiatischen Nachbarn im Norden sind wesentlich enger, wie beispielsweise zu den Afghanen, Pakistanis oder Indern. Erstere sprechen nebenbei einen fürchterlichen Akzent, der in den Ohren schmerzt, wenn man den melodischen Singsang des Persischen kennt. Gemeinsamkeiten sind im soziokulturellen Bereich -trotz enger sprachlicher Verwandtschaft- zwischen Afghanen und Iranern kaum darlegbar. Die sich abwechselnden türkischen/mongolischen/persischen Dynastien auf diesem "iranischen" Territorium zu berücksichtigen, ist sehr bedeutsam um die Iranische Kultur und seine Einflussbereiche zu erfassen. Deine rein auf der aktuellen Amtssprache basierende Trennung zwischen Türkischer und Iranischer Hemisphäre ignoriert vollkommen die regionale Geschichte und kulturelle Zusammensetzung der Völker dort. Folglich hat das Verständnis, sich als Iraner zu begreifen, absolut nichts mit der Sprache oder Ethnie zu tun.

Zitat:While many of these ethnic groups have their own languages, cultures, and often literature they all native to Iran and majority of Iran's ethnic groups are Iranian people. Despite their overwhelming similarities, in modern times, their differences occasionally emerge as political ambitions, largely as a result of provocation from outside powers(See section foreign involvement). Some of these groups are also religious minorities. For instance, the majority of Kurds, Baluchis and Turkmen are Sunni Muslims, while the state religion in Iran is Shi'a Islam. Some of these groups however have large Shi'a majorities and the overwhelming majority of Persians and Azeris are Shi'a.
One of the major internal policy challenges during the centuries up until now for most or all Iranian governments has been to find the appropriate and balanced approach to the difficulties and opportunities caused by this diversity, particularly as this internal diversity has often been readily utilized by foreign powers. According to Professor Richard Frye:[13]

Thus the mosaic of peoples living in Iran today reflects the central geographical situation of the country throughout history, frequently described as a crossroads of Eurasia. Although many languages and dialects are spoken in the country, and different forms of social life, the dominant influence of the Persian language and culture has created a solidarity complex of great strength. This was revealed in the Iran-Iraq War when Arabs of Khuzestan did not join the invaders, and earlier when Azeris did not rally to their northern cousins after World War II, when Soviet forces occupied Azerbaijan. Likewise the Baluch, Turkmen, Armenians and Kurds, although with bonds to their kinsmen on the other side of borders, are conscious of the power and richness of Persian culture and willing to participate in it.
....
rticle 15 of the constitution states:
“The Official Language and script of Iran, the lingua franca of its people, is Persian. Official documents, correspondence, and texts, as well as text-books, must be in this language and script. However, the use of regional and tribal languages in the press and mass media, as well as for teaching of their literature in schools, is allowed in addition to Persian”

Further, Article 19 of the Iranian constitution adds:

“All people of Iran, whatever the ethnic group or tribe to which they belong, enjoy equal rights; color, race, language, and the like, do not bestow any privilege.”

There is in fact, a considerable publication (book, newspaper, etc.) taking place in the two largest minority languages in the Azerbaijani language and Kurdish, and in the academic year 2004–05 B.A. programmes in the Azerbaijani language and literature (in Tabriz) and in the Kurdish language and literature (in Sanandaj) are offered in Iran for the very first time.[15] In addition, Payame Noor University, which has 229 campuses and nearly 190000 students throughout the country, in 2008 declared that Arabic will be the "second language" of the university, and that all its services will be offered in Arabic, concurrent with Persian.[16]
Regional and local radio programmes are broadcast in Arabic, Armenian, Assyrian, Azerbaijani, Baluchi, Bandari, Persian, Kurdish, Mazandarani, Pashtu, Turkoman, Turkish and Urdu.[17]
<!-- m --><a class="postlink" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ethnic_minorities_in_Iran">http://en.wikipedia.org/wiki/Ethnic_minorities_in_Iran</a><!-- m -->

Die Zahl der Iraner, die eine turksprache als erste oder zweite Sprache sprechen, schätze ich auf 15-20 Mio. (von 70 Mio.)! Den Iran per se nicht zu den Turkstaaten zu zählen, weil etwa die Hälfte der Iraner Perser sind, ist nicht korrekt. Ich zähle den Iran defintiv -auch- zu den Turkstaaten, weil das den sprachlichen, historischen und kulturellen Umständen entspricht.

und ich möchte ergänzen:
a) wenn Du den Afghanen einen fürchterlichen Dialekt zuschreibst, der "in den Ohren schmerzt" - wie ist das dann mit den Aseris, Turkmenen und Usbeken ... deren Sprache dürfte der Farsi-sprechende Iraner doch überhaupt nicht verstehen? Zumal diese Völker oder Ethnien auch noch dem sunnitischen Zweig des Iran angehören und aus der Sowjetzeit maßgeblich säkular beeinflusst sind.
b) Du übersiehst völlig, dass die klassische, höfische afghanische Dichtung immer wieder vom Iran beeinflusst wurde,
c) und was ist mit den Tadjiken, wie "schmerzt" deren Dialekt in Deinen Ohren?

Und mit Deiner Argumentation müsste man den Iran auch als arabischen Staat bezeichnen, da ja am Nordende des Golfes an der Grenze zum Irak auch eine arabische Bevölkerung lebt,
während Saudi Arabien ein iranischer Staat wäre

... mit Deiner Argumentation verdrehst Du die Bedeutung einer Haupt- und Staatssprache für einen Staat zugunsten der Minderheiten.

ach ja
und letztendlich:
der Mensch "denkt in Sprache" - und daher werden Gedanken und Ideen sowie kulturelle Einflüsse am ehesten zu den Menschen überspringen, deren Dialekt man selbst spricht.

Ich sage Dir, was der unterschwellige Punkt Deiner Argumentation ist:
eine sprachlich orientierte Selbstbestimmung der Bevölkerung würde zu einem auseinanderbrechen des derzeitigen Iran führen - in ethnische Regionen, die zwar möglicherweise noch dem Schiismus zugehören, die aber auch emotionale Bindungen zu den Mehrheitsvölkern der Nachbarstaaten entwickeln.
Und diese ethnischen Minderheiten umfassen fast die Hälfte der derzeitigen Staatsbevölkerung des Iran. Der "Ausgleich" über Afghanistan und Tadjikistan, der sich im Gegenzug ebenso entwickeln würde, wäre für viele eher eine Belastung als ein Gewinn.
@Erich

Zitat:und ich möchte ergänzen:
a) wenn Du den Afghanen einen fürchterlichen Dialekt zuschreibst, der "in den Ohren schmerzt" - wie ist das dann mit den Aseris, Turkmenen und Usbeken ... deren Sprache dürfte der Farsi-sprechende Iraner doch überhaupt nicht verstehen?

Das "Problem" ist ein paar hundert Jahre alt. :wink: Und genau genommen wäre es noch viel problematischer. Kurdische, Armenische, Belutschische, Arabische, Assyrische, Paschtunische Minderheiten verstehen sich untereinander ja auch nicht. Was unweigerlich zur Folge hätte: "Dem nix versteh Nachbar", "Dem nix Handel", "Dem nix versteh Politik", "Dem nix versteh Gesetz", "Dem nix versteh die Frau auf Amt".

Ganz allgemein, erschließt sich damit der Sinn einer gemeinsamen Amtssprache. Sie ist eine politische Entscheidung, die von der herrschenden Dynastie/Regierung meist unter Berücksichtung einer gewissen Pragmatik getroffen wird. Aufgrund der eigenen expansiver Bestrebungen und ebenso dem regelmäßigen Einfall zunächst fremder Kulturen, stand das iranische Staatswesen schon sehr früh und seitdem durchgehend vor der Herausforderung Ethnien mit ihren unterschiedlichen Sprachen zu einer organisatorisch funktionierenden Einheit zu formen. Beamtentum, Gesetze, Verträge, Handel und Recht wurden (abhängig von der herrschenden Dynastie im Iran) entweder in Türkisch oder in Persisch abgewickelt. Auch wenn bei einigen Dynastien teilweise umstritten ist, welche der beiden Sprachen tatsächlich Amtssprache war, so sind das ohne Zweifel die beiden historisch nachgewiesenen Amtssprachen des Iran.

Als vielleicht interessante Ergänzung zu Deiner Eingangsfrage sei erwähnt, dass man gerade in Usbekistan (insbesondere im Umkreis von Samarkand und Buchara) mit Persisch durchaus sehr weit kommt. In Aserbaidschan sowieso. Mit türkisch können sich diese im Iran ebenfalls gut durchschlagen. Nicht wenige Iraner sprechen ganz brauchbar türkisch, selbst wenn sie keine Aseris oder Turkmenen sind.

Zitat:Zumal diese Völker oder Ethnien auch noch dem sunnitischen Zweig des Iran angehören und aus der Sowjetzeit maßgeblich säkular beeinflusst sind.

Der aktuelle Trend weist darauf hin, dass die von der Sowjetbesatzung durchgesetzte Säkularität in sehr naher Zukunft schon wieder Geschichte sein wird. Wie aus den zentralasiatischen Staaten zu vernehmen ist, wenden sich die Leute derzeit ganz massiv wieder dem Islam zu. Überall werden neue Moscheen errichtet. Insofern ist das keine sehr günstige Wette, die Du da abschließt. Die Aserbaidschaner sind Schiiten. Die Araber im Iran sind auch Schiiten. Im Gegenzug sind aber die Kurden, Paschtunen, Belutschen und Tadjiken, die ja alle dem indoarischen Sprachzweig (vgl. Farsi) zugeordnet werden, Sunniten! Confusedhock:

Zitat:Und mit Deiner Argumentation müsste man den Iran auch als arabischen Staat bezeichnen, da ja am Nordende des Golfes an der Grenze zum Irak auch eine arabische Bevölkerung lebt,

Man könnte durchaus ebenfalls argumentieren, das iranische Kulturraum auch vom arabischen Kulturraum nicht klar abzugrenzen ist. Es gibt ja nicht nur eine arabisch-sprachige Minderheit, sondern man hat vor allem auch die arabische Religion und Schrift und damit die elementarsten Dinge der arabischen Kultur vollständig übernommen und anschließend auch nur rudimentär iranisiert.

Zitat:ach ja
und letztendlich:
der Mensch "denkt in Sprache" - und daher werden Gedanken und Ideen sowie kulturelle Einflüsse am ehesten zu den Menschen überspringen, deren Dialekt man selbst spricht.

Das Persische war durchaus sehr lange Zeit sowas wie die Lingua Franca der Händler Zentralasiens (Seidenstraße), selbst wenn es überhaupt nicht die Muttersprache der Bevölkerung oder des Händlers war. Sehr ähnlich wie das Englische heute. Insofern könnte man annehmen, dass es die persischen Kaufleute waren, die die eigene Kultur durch diese Handelssprache in die Zentren Zentralasiens mitbrachten. Das würde erklären warum sich der Islam dort vor allem entlang der Seidenstraße ausbreitete. Tatsächlich was es so, dass gerade turksprachige Dynastien welche zuvor die persische Kultur angenommen hatten, diese Kultur dort verbreitet haben.

Zitat:eine sprachlich orientierte Selbstbestimmung der Bevölkerung würde zu einem auseinanderbrechen des derzeitigen Iran führen - in ethnische Regionen, die zwar möglicherweise noch dem Schiismus zugehören, die aber auch emotionale Bindungen zu den Mehrheitsvölkern der Nachbarstaaten entwickeln.
Und diese ethnischen Minderheiten umfassen fast die Hälfte der derzeitigen Staatsbevölkerung des Iran. Der "Ausgleich" über Afghanistan und Tadjikistan, der sich im Gegenzug ebenso entwickeln würde, wäre für viele eher eine Belastung als ein Gewinn.

Exakt das Gegenteil ist korrekt. Scheinbar hast Du auch nichts von dem gelesen, was ich Dir verlinkt habe. Araber, Armenier, Assyrer, Aserbaidschaner, Belutschen, Luren, Bandaris, Kurden, Mazandaranis, Pashtunen, Turkmenen, ...etc..beherrschen auch heute noch alle ihre traditionellen Sprachen und Brauchtümer. Auch sind entsprechend nicht-persische Medien im Iran nie verboten gewesen. Im Gegenteil, es gibt neben den persischen auch turksprachige, urdu und arabische Medien, die sogar teilweise staatlich sind. Weder wurde die Sprache noch die Brauchtümer bekämpft. Trotz -wahrscheinlich eher genau wegen- dieser relativen kulturellen Freiheiten im privaten Bereich fällt ein solcher Staat nicht auseinander. Staatliche AMTSSPRACHE -da sind wir wieder bei dem Punkt- war aus pragmatischen Gründen aber stets einheitlich das Türkische oder das Persische mit u.a. arabischer Schrift. Das ist der Deal in einem multiethnischen Staat.

Ergo ist es sprachlich, kulturell und historisch betrachtet inkorrekt, den Iran gegenüber den Turkstaaten abzugrenzen. Ich halte das, um mal auf Deine unterschwelligen Andeutungen einzugehen, für politisch motivierten, fachlichen Unsinn.
Der Ölminister hat die iranischen Unternehmen angehalten "Tag und Nacht zu arbeiten", um den Ausbau der mit Katar und Saudi Arabien geteilten Gasfelder voran zu bringen. Die Ausbeute am größten Gasfeld soll demnächst um rund 30% steigen

Zitat:Iran to inaugurate 3 South Pars phases by March 2013
On Line: 14 September 2012 16:05
...
“The phases 15, 16, and 12 will come on stream by the end of the year and will start early production,” POGC chief Mousa Souri said, the Mehr news agency reported. Totally, the three phases are projected to produce 25 million cubic meters of gas per day, he added.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tehrantimes.com/economy-and-business/101410-iran-to-inaugurate-3-south-pars-phases-by-march-2013">http://www.tehrantimes.com/economy-and- ... march-2013</a><!-- m -->
Zitat:September 17, 2012
In Iran, the Wind Blows Free. Of Sanctions, That Is.
By BENOÎT FAUCON

In recent months, Iran's nuclear, oil and natural-gas industries have been the subject of intensifying sanctions from the international community. Now the country wants to develop a sector in which it has more leeway: renewables.

At a recent Tehran exhibition, local companies, some of which are doing business with European companies, displayed domestically made solar panels and wind turbines. "Fossil fuels will run out, but wind will always be available and no one can put sanctions on it," says Ali Shirazi Tabar, a mechanical expert at Mapna Group one of Iran's largest power contractors.

Already, Iran has the largest installed renewable-energy capacity in the Middle East, with 9,385 megawatts, according to the green-energy information database Energici.

New U.S. and European sanctions on companies doing business with Iran's oil and natural-gas sector are part of an international effort to curb Iran's nuclear program. Iran's fossil-fuel industry is targeted because it is the country's largest source of revenue and the West suspects it could help finance Iran's nuclear program.
...
Iranian officials, meanwhile, have made it clear they want to push clean energy. In May, President Mahmoud Ahmadinejad earmarked about $620 million in government funding to support such projects. The government sees renewables as a way to alleviate pollution, a common problem in congested cities such as Tehran. It also sees an opportunity for Iran to reduce its oil dependency.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://online.wsj.com/article/SB10000872396390443659204577574972899961532.html">http://online.wsj.com/article/SB1000087 ... 61532.html</a><!-- m -->?
Zu den Karikaturenveröffentlichungen gibt es sicherlich zahlreiche Meinungen. Ich finde es jedenfalls schlimm, wenn derartiges veröffentlicht wird. Zb. mag ich als Christ es genau so wenig, wenn jemand entsprechend Jesus, Gott oder so entsprechend in den Dreck zieht. Satire und Karrikaturen haben nach mancher Meinung anscheinend keine Grenzen, aber ich finde, das es Öl ins Feuer giessen ist und das schändlicherweise auch noch sehenden Auges, denn die Konsequenzen gerade der aktuellen Veröffentlichung dürften wohl jedem auch vorher klar gewesen sein.
Genau so absehbar, wenn nun auch Titanic entsprechendes Veröffentlicht, können sich Deutsche Einrichtungen bereits "freuen"

http://www.rp-online.de/politik/ausland/...-1.3001331

Zitat:Sturm auf französische Botschaft im Iran
zuletzt aktualisiert: 20.09.2012 - 15:18

Teheran (RPO). Aus Empörung über die Mohammed-Karikaturen in dem französischen Satire-Magazin "Charlie Hebdo" haben Hunderte Islamisten die französische Botschaft in Teheran angegriffen. Die Zahl der Verletzten ist bislang unklar.

Zitat:Ein großes Polizeiaufgebot hinderte die aufgebrachte Menge am Donnerstag daran, das Botschaftsgelände zu stürmen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die Botschaft war zuvor sicherheitshalber geschlossen worden.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...57000.html

Zitat:Wien/Teheran - Dieses Geständnis dürfte den Atomkonflikt zwischen Iran und dem Westen weiter anheizen. Der Chef der iranischen Atomenergieorganisation, Feridun Abbasi Dawani, hat eingeräumt, dass sein Land gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) falsche Angaben gemacht habe. Grund sei, dass die IAEA von westlichen Geheimdiensten unterwandert sei.

"Manchmal haben wir falsche Informationen weitergegeben, weil wir keine andere Wahl hatten, um ausländische Geheimdienste in die Irre zu führen. Manchmal stellten wir uns selbst als schwach dar, manchmal präsentierten wir uns stärker, als wir eigentlich waren", sagte der Iraner der arabischen Tageszeitung "al-Hajat" am Rande der IAEA-Jahrestagung in Wien. Die Falschinformationen seien später jedoch von den IAEA-Inspektoren aufgedeckt worden.
http://www.rp-online.de/politik/ausland/...-1.3009064

Zitat:Ahmadinedschad strebt neue Weltordnung an
zuletzt aktualisiert: 26.09.2012 - 10:04

New York (RPO). Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sieht die Notwendigkeit einer neuen Weltordnung. Eine solche Ordnung müsse jenseits der amerikanischen "Schikane" und Dominanz entstehen, sagte er am Dienstag am Rande der UN-Vollversammlung.

So hätten sogar Grundschulkinder in aller Welt verstanden, dass die USA eine internationale Politik der Einschüchterungen verfolgten. Das müsse aufhören, forderte Ahmadinedschad in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.

Zitat:Erst Anfang September hatte der ägyptische Präsident Mohammed Mursi die Gründung des "Islamischen Quartetts" mit dem Iran, der Türkei und Saudi-Arabien bekanntgegeben, einer Initiative, mit der die Regionalmächte eine Lösung in der Syrien-Krise herbeiführen wollen. Inwiefern sich die von Ahmadinedschad präsentierte Kontaktgruppe mit den Vermittlungsbemühungen von Mursi und dem internationalen Sondergesandten Lakhdar Brahimi in Einklang bringen lassen könnte, blieb zunächst offen.
Nassers panarabische Spinnereien in neuester Auflage...

Schneemann.
Pan-Arabisch...? pff.

Eine neue WELTordnung wird gefordert. Ganz nebenbei stützt sich Ahmadinejad dabei auf einen Forderungskatalog, der von ~120 Staaten im Konsens mitgetragen wird. Unter iranischem Vorsitz in Teheran beschlossen übrigens.

Zitat:Iran, NAM, and the world order
By AIC News - Posted on September 6th, 2012
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By Shahir ShahidSaless

Given the NAM’s political and economic orientation and the movement’s magnitude, the NAM’s summit could not be ignored by the US - especially this time since the gathering was hosted by Iran. But why were the US and Israel trying so hard to discourage members of the NAM from attending the event?

The 51 year-old Non-Aligned Movement (NAM) summit of 118 nations, almost two thirds of the UN members, concluded in Tehran on August 31st while Iran assumed the rotational presidency of the Movement for the next three years.
...
One of the issues raised during the summit regarded the necessity of reform in structure of the UN Security Council.
...
The role of the UN Security Council, to approve or disapprove United Nations actions, was created by the victors of World War II: the United States, United Kingdom, Russia, China, and France, ... This system is inarguably undemocratic because the members of the international society are not treated as “political equals,” thus violating the fundamental principle of democracy. For instance, while the member states of the NAM who collectively contain 55 percent of the world’s population do not have any permanent representative in the Security Council, the Western countries containing 10 percent of the world population possess three seats out of five.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://us-iran.org/content/iran-nam-and-world-order">http://us-iran.org/content/iran-nam-and-world-order</a><!-- m -->

Alles klar mit Deinem "Nasser", Schneemann? :wink:
Ich bezog mich auf Nassers Idee einer vorerst "nur" auf Syrien und Ägypten bezogenen panarabischen Vision. Und die war bekanntlich schnell am Ende. Nicht nur wegen israelischer Siege, sondern weil sich Syrer und Ägypter nicht gerade grün waren. Und jetzt anzunehmen, dass - so wie Mursi formulierte - es zwischen Iran, Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei ein "Islamisches Quartett" geben könnte, ist noch viel unwahrscheinlicher. Dazu sind die gegenseitigen Abneigungen, alleine schon hinsichtlich Syrien und auch aus geostrategischen und innerreligiösen Gründen, viel zu groß. Reine Traumtänzerei...

Schneemann.
Kriegsmuseum in Teheran eröffnet

Offizielle Webseite:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://iranhdm.ir/index.aspx?siteid=1&siteid=1&pageid=209">http://iranhdm.ir/index.aspx?siteid=1&s ... pageid=209</a><!-- m -->

Davor wurde die größe und höchste iranische Fahne platziert:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://i59.photobucket.com/albums/g320/alitezar/4417/hghuh_zpsf2216f57.jpg">http://i59.photobucket.com/albums/g320/ ... 216f57.jpg</a><!-- m -->
<!-- m --><a class="postlink" href="http://i59.photobucket.com/albums/g320/alitezar/4417/hhjh_zpsb5a3f30e.jpg">http://i59.photobucket.com/albums/g320/ ... a3f30e.jpg</a><!-- m -->
Schneemann, das "islamische Quartett" bezieht sich doch offensichtlich auf ähnliche Begriffe in der internationalen Politik wie "die Troika" usw.; so spricht man bei den Atom-Verhandlungen mit dem Iran von der "Sechsergruppe", und die Bezeichnung "islamisch" hebt darauf ab, dass wohl die wichtigsten Vertreter der unterschiedlichen islamischen Strömungen in der Region darin vertreten sein sollen.
Der Rial scheint schwer unter Druck zu sein, allen Jubelmeldungen zum Trotze...
Zitat:Rapider Kurssturz

Akute Währungskrise in Iran

Der Wert der iranischen Währung ist in den letzten Tagen rapide gefallen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Die Regierung verbreitet Zuversicht.

Die iranische Währung, der Rial, hat am freien Devisenmarkt innerhalb der letzten Woche gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen über 40 Prozent ihres Wertes verloren. Der Kurssturz hat in der Geschäftswelt und in der breiten Bevölkerung Beklemmung ausgelöst, während die Regierung ihm scheinbar eher gleichgültig gegenübersteht. Fachleute sind sich uneinig, ob die Währungskrise die Folge einer verfehlten Wirtschaftspolitik oder der westlichen Sanktionen gegen die Islamische Republik ist oder aber von der Regierung bewusst gefördert wird. [...]

Schwankungen am Devisenmarkt betreffen deshalb einen grossen Teil der Bevölkerung direkt. Sie führen auch zu höheren Preisen für importierte Rohstoffe, Ersatzteile und Nahrungsmittel und heizen die Inflation an, die zurzeit mit 25 Prozent angegeben wird, aber laut allen Experten beträchtlich höher sein dürfte. Der Währungszerfall ist ein Alarmzeichen für den Zustand der iranischen Wirtschaft. Die Regierung verbreitet mit einem Fluss positiver Meldungen und ermutigender Zahlen Zuversicht, derweil die Gegner Ahmadinejads andere Zahlen und Fakten zu Hilfe nehmen, um zu belegen, dass die Regierung das Land mit Korruption und Misswirtschaft in den Ruin führt. Ahmadinejad wurde vom Parlament gezwungen, sein vor zwei Jahren eingeleitetes Reformprogramm abzubrechen, dem viele die Schuld an der hohen Inflation gaben.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/akute-waehrungskrise-in-iran-1.17659969">http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.17659969</a><!-- m -->

Schneemann.