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@Erich, als Antwort auf deinen längeren Beitrag vom 24. Oktober:

Ich finde es gut, dass in deinem Beitrag mal ein Schritt zurück gemacht wurde, nicht nur mit Lupe und Pinzette die Atomfrage bearbeitet wurde.

Bei dem Führungsanspruch des Irans in der Region will ich widersprechen. Die kulturellen und ethnischen Verbindungen nützen erst mal rein gar nichts, schließlich orientierte sich die Schweiz seltenst an Deutschland. Die Sowjetzeit bleibt mittelfristig zudem eher ein prägendes Element im Selbstverständnis der zentral-asiatischen Staaten.

Des weiteren ist der Iran von allen größeren Mächten der wirtschaftlich schwächste. Saudi-Arabien hat ein weit höheres BIP/Kopf und einen ähnlichen aufsummierten Wert, während Russland, Türkei, Indien, China und die USA lassen den Iran weit hinter sich. Allenfalls mit dem zerfallenden Pakistan kann sich die iranische Wirtschaftskraft messen. Und mit der derzeitigen Wirtschaftsform wird der Rückstand eher größer als kleiner. Eine Kommandowirtschaft funktioniert eben schlechter als eine marktorientierte Wirtschaftsform.

Der offizielle Handel mit Staaten aus der Region tendiert laut Wikipedia gegen null. Allenfalls Schmuggel dürfte eine größere wirtschaftliche Bande mit den Nachbarstaaten begründen.
@Ingnieur
Zitat:Die Sowjetzeit bleibt mittelfristig zudem eher ein prägendes Element im Selbstverständnis der zentral-asiatischen Staaten.

Ne, also von einem "sowjetischen Selbstverständnis der zentralasiatischen Staaten" kann man nicht ausgehen. Was nicht heisst, dass sie sich alternativ als Türken, Mongolen, Russen, Chinesen, Iraner oder Europäer fühlen. Sie haben ihre eigene Identität und die ist historisch bedingt kulturell sowie geographisch mit all ihren Nachbarn verbandelt. So glaube ich auch nicht daran, dass sich irgendjemand die Zentralasiaten alleine unter den Nagel reissen kann. Auch oder gerade die Russen als post-Sowjets nicht. Die zentralasiatischen Staaten werden mittelfristig eine seriöse regionale Wirtschaftspolitik und Diplomatie betreiben. Da werden wir ein wirtschaftliches Zusammenwachsen erleben, was auch auf sicherheitsebene und politischer Ebene weiter fortgeführt werden wird. Dabei ist der Iran *ein* einflussreicher Player mit geographisch günstiger Lage, der besten Verkehrsinfrastruktur aller beteiligten Regionalstaaten und guten nachbarschaftlichen Beziehungen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zitat:Saudi-Arabien hat ein weit höheres BIP/Kopf und einen ähnlichen aufsummierten Wert

Ich bin sehr froh, dass es den Saudis im Schnitt finanziell so gut geht, sonst würde da der Baum brennen. Aber ganz grundsätzlich:

BIP A/27Mio. Köpfe
BIP B/71Mio. Köpfe

Zitat:Eine Kommandowirtschaft funktioniert eben schlechter als eine marktorientierte Wirtschaftsform.

Hm, verstehe ich nicht. Kannst Du das erläutern?

Zitat:Der offizielle Handel mit Staaten aus der Region tendiert laut Wikipedia gegen null. Allenfalls Schmuggel dürfte eine größere wirtschaftliche Bande mit den Nachbarstaaten begründen.

Ja, ne. Das ist nicht ganz richtig :roll:

Ungefähres Handelsvolumen mit Nachbarstaaten:

VAE 12Mrd.
Türkei 10Mrd.
Kasachstan 3Mrd.
Turkmenistan 2,5Mrd.
Russland 2,5Mrd.
Irak 2Mrd.
Pakistan 1Mrd.
Afghanistan ?Mrd.
...
Shahab3 schrieb:@Ingnieur
Ne, also von einem "sowjetischen Selbstverständnis der zentralasiatischen Staaten" kann man nicht ausgehen. Was nicht heisst, dass sie sich alternativ als Türken, Mongolen, Russen, Chinesen, Iraner oder Europäer fühlen. Sie haben ihre eigene Identität und die ist historisch bedingt kulturell sowie geographisch mit all ihren Nachbarn verbandelt.
Mag sein. Ich sehe jedenfalls keinen Automatismus, dass man aufgrund gleicher Vorfahren/Sprache/Kultur sofort Freunde wird. Da spielt das Tagesgeschehen ebenso eine Rolle.

Shahab3 schrieb:Dabei ist der Iran *ein* einflussreicher Player mit geographisch günstiger Lage, der besten Verkehrsinfrastruktur aller beteiligten Regionalstaaten und guten nachbarschaftlichen Beziehungen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ja.

Zitat:Ich bin sehr froh, dass es den Saudis im Schnitt finanziell so gut geht, sonst würde da der Baum brennen. Aber ganz grundsätzlich:

BIP A/27Mio. Köpfe
BIP B/71Mio. Köpfe
Ja? Das habe ich doch ebenfalls geschrieben, oder nicht?

Shahab3 schrieb:
Zitat:Eine Kommandowirtschaft funktioniert eben schlechter als eine marktorientierte Wirtschaftsform.

Hm, verstehe ich nicht. Kannst Du das erläutern?
Das bezieht sich darauf, dass -wie ich gelesen habe- im Iran ein signifikanter Teil unter Kontrolle des Staates oder nebenbei Militärs oder Geistlichen zugeordnet ist. Das führt dann mEn zu einer korruptionsanfälligen und ineffizienten Vetternwirtschaft.
Nicht nur dass man jetzt als General weniger ausgebildet um eine tragfähige Produktion und Vertrieb einzurichten, es ist auch ein falsches Signal an die junge Generation. Für die heißt es ja dann, um wirtschaftlich erfolgreich zu werden, muss man sich sich nicht einer aufwendigen technischen oder kaufmännischen Ausbildung unterziehen und dann hocharbeiten, sondern durch Intrigen im Staatsapperat hochkämpfen. Das frustriert dann extrem diejenigen, die wirklich was in dem Bereich können. Es reicht ja nicht erstklassige Wissenschaftler und Akademiker zu haben, die müssen auch zum Einsatz gebracht werden können. Stell dir mal vor, ein iranischer Wirtschaftsinformatiker, Studium in Stanford und MBA in London, kommt nach Hause und darf sich dann von einem inkompetenten Militär rumscheuchen lassen, der zwar von nichts eine Ahnung hat, aber '79 dem Ayatholla die Kieselsteine vom Weg gekehrt hat und den Koran auswendig kann.

Ich weiß jetzt natürlich nicht, welcher Teil der iranischen Wirtschaft frei ist und welcher unter Staatsfuchtel, aber prinzipiell ist das mEn eine Bremse für die iranische Wirtschaft. In dem vorherigen Beitrag habe ich mich ein wenig zu sicher ausgedrückt. Tatsächlich weiß ich nicht wirklich, wie die iranische Wirtschaft aufgestellt ist, aber das ist jedenfalls ein gewichtiger Punkt, der mir negativ auffällt. Und nachdem offenbar der Einfluss der Militärs eher zu- als abnimmt sehe ich die iranische Wirtschaftsentwicklung eher kritisch. Elementare Komponente bei Aufstieg eines Staates ist u.a. Mediokrität, sehr schön ausgearbeitet bei Kishore Mahbubani in "The New Asian Hemisphere".

Shahab3 schrieb:Ungefähres Handelsvolumen mit Nachbarstaaten:

VAE 12Mrd.
Türkei 10Mrd.
Kasachstan 3Mrd.
Turkmenistan 2,5Mrd.
Russland 2,5Mrd.
Irak 2Mrd.
Pakistan 1Mrd.
Afghanistan ?Mrd.
...
Da war ich vielleicht ein wenig vorschnell. Bei Wikipeidia waren diese Länder außer VAE und Russland nicht verzeichnet.
Dürfte ich nach Quelle und Zeitraum fragen?
Zitat:Waffenlieferung

Hisbollah und Iran wollen mit Schmuggel-Schiff nichts zu tun haben

36 Container voller Waffen fanden die Israelis, ein Arsenal zum Kriegführen, doch die Hisbollah weist Vorwürfe zurück, die explosive Fracht auf dem abgefangenen Schiff "Francop" sei für sie bestimmt gewesen. Auch Iran dementiert empört eine Verwicklung - mit einer skurrilen Begründung.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,659408,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 08,00.html</a><!-- m -->

Das Handelsvolumen mit dem Libanon scheint ja auch beständig anzusteigen... :lol:

Schneemann.
@Ingenieur
Zitat:Mag sein. Ich sehe jedenfalls keinen Automatismus, dass man aufgrund gleicher Vorfahren/Sprache/Kultur sofort Freunde wird. Da spielt das Tagesgeschehen ebenso eine Rolle.

Da sind wir uns sehr einig. Das Tagesgeschehen scheint allerdings faktsch positiv genug zu sein, damit der Iran bereits heute zu den wichtigsten Handelspartnern der Zentralasiaten zählt. Die Gründe dafür wurden bereits in der Breite genannt. Und die weiteren Potentiale sind gewaltig.

Zitat:Ja? Das habe ich doch ebenfalls geschrieben, oder nicht?

Nein. Sonst hättest Du auch nicht so seltsame Aussagen getroffen. Die Saudis fördern die doppelte Menge Öl wie der Iran und konsumieren selbst nur einen Bruchteil davon. Die Iraner konsumieren eine große Menge ihres Öls selbst. Mittelfristig wird der Iran daher wohl zum bedeutenden Gasexporteur, aber als Ölexporteur wird er zunehmend an Bedeutung verlieren. Entsprechend hat der sekundäre Wirtschaftssektor im Iran einen ganz anderen Stellenwert als in Saudi Arabien.

Die Saudis haben mangels Bevölkerung und mangels Wirtschaftsprogrammen zum Aufbau einer Industrie enorm viel "Cash". Das investieren sie, wie viele Araber, gerne mal spektakulär und vor allem in europäische und amerikanische Unternehmen, was im Prinzip der Einflussnahme und des Machterhalts durch Schaffung von Abhängigkeiten dient. Mit eigenen Leuten können die aber nicht mal alleine eine Abwasserleitung verlegen.
Da stecken also ganz andere Wirtschaftsleistungen und Potentiale dahinter. Daher mit Verlaub, aber Länder wie Saudi Arabien oder andere Golfaraber sind überhaupt kein Vergleich. Ein realistischer Gradmesser wäre in der Region eher die Türkei, sicherlich auch Pakistan was bei friedlichen Verhältnissen ebenfalls großes Potential hätte. Erstere haben die Nase -nicht zuletzt dank massiver Wirtschaftshilfen- leicht vorne, letztere versinken gerade im Chaos.

Zitat:Das bezieht sich darauf, dass -wie ich gelesen habe- im Iran ein signifikanter Teil unter Kontrolle des Staates oder nebenbei Militärs oder Geistlichen zugeordnet ist. Das führt dann mEn zu einer korruptionsanfälligen und ineffizienten Vetternwirtschaft.

Praktisch alle Großunternehmen gehören dem Staat. Das hängt irgendwo auch mit der Geschichte des Staates und der traditionellen Herkunft seiner Devisen zusammen. Weiterhin sind Mehrheitsbeteiligungen von ausländischen Konzernen an iranischen Großunternehmen praktisch unmöglich. Das finde ich übrigens sehr gut. Häufig werden für Projekte mit Ausländern extra Firmen gegründet, die die jeweilige Beteiligung an dem projektbezogenen Kuchen regelt.

Ganz grundsätzlich erleben wir seit Jahren mal mehr mal weniger intensive Forderungen und Bestrebungen die Privatisierung voranzutreiben, aber das verhält sich ähnlich wie mit Post, Telekom und DB. Was sich öffnet ist weniger der Markt für neue Konkurrenten als vielmehr der Kreis der beteiligten Geldgeber und -nehmer. Und letztlich dient es eh nur dem Ziel frisches Kapital aus dem Ausland anzuziehen. Die dicken Fische verteibt aber halt keiner so schnell vom Markt.

Zitat:Nicht nur dass man jetzt als General weniger ausgebildet um eine tragfähige Produktion und Vertrieb einzurichten, es ist auch ein falsches Signal an die junge Generation. Für die heißt es ja dann, um wirtschaftlich erfolgreich zu werden, muss man sich sich nicht einer aufwendigen technischen oder kaufmännischen Ausbildung unterziehen und dann hocharbeiten, sondern durch Intrigen im Staatsapperat hochkämpfen.

Ne, so läuft das nun auch nicht. Also von den Vorstandsetagen vielleicht mal abgesehen. Die Bewerber wissen im Iran sehr genau, ob sie sich bei einer Staatsfirma bewerben, die der IRGC nahe steht oder bei einer privaten Firma. Eine militärische Laufbahn dürfte bei gleicher Qualifikation bei einem der IRGC gehörenden Unternehmen von großem Vorteil sein. Bei vielen privaten Unternehmen könnte dies aber auch gerade ein Ausschlusskriterium sein. Niemand wird aber zum Abteilungsleiter erklärt, weil er gut mit einer AK-47 umgehen kann. :roll:

Zitat:Stell dir mal vor, ein iranischer Wirtschaftsinformatiker, Studium in Stanford und MBA in London, kommt nach Hause und darf sich dann von einem inkompetenten Militär rumscheuchen lassen, der zwar von nichts eine Ahnung hat, aber '79 dem Ayatholla die Kieselsteine vom Weg gekehrt hat und den Koran auswendig kann.

Du hast teilweise naive Vorstellungen über den Iran und Wirtschaft im Allgemeinen, wenn ich das mal so sagen darf.

Zitat:Ich weiß jetzt natürlich nicht, welcher Teil der iranischen Wirtschaft frei ist und welcher unter Staatsfuchtel

Dazu vielleicht ganz interessant:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.aei.org/outlook/26991">http://www.aei.org/outlook/26991</a><!-- m -->
Zitat:How Intertwined Are the Revolutionary Guards in Iran's Economy?
By Ali Alfoneh | AEI Online
(October 2007)
...

Zitat:Dürfte ich nach Quelle und Zeitraum fragen?

Zeitraum 2008, Quellen: diverse via Google.
Shahab3 schrieb:Nein. Sonst hättest Du auch nicht so seltsame Aussagen getroffen. Die Saudis fördern die doppelte Menge Öl wie der Iran und konsumieren selbst nur einen Bruchteil davon. Die Iraner konsumieren eine große Menge ihres Öls selbst. Mittelfristig wird der Iran daher wohl zum bedeutenden Gasexporteur, aber als Ölexporteur wird er zunehmend an Bedeutung verlieren. Entsprechend hat der sekundäre Wirtschaftssektor im Iran einen ganz anderen Stellenwert als in Saudi Arabien.
Ok

Zitat:Du hast teilweise naive Vorstellungen über den Iran und Wirtschaft im Allgemeinen, wenn ich das mal so sagen darf.
Über den Iran mag das so sein.

Bezüglich Wirtschaft: Es ist nicht abwegig, was ich vorhin geschrieben habe. Im Warschauer Pakt hing sehr viel davon ab, ob du in der Partei bist oder nicht und welche Beziehungen du zu irgendwelchen Funktionären hast. Nach der Abschlussprüfung wurden in manchen Mitgliedsstaaten bespielsweise die Schulabgänger für einige Monate zu einem kasernierten Arbeitsdienst herangezogen und dann von KP-Funktionären oder Maulwürfen ausgehorcht, was dann wiederum von der Staatssicherheit oder sonstwem vermerkt wurde und dann deinen weiteren Werdegang bestimmt hat.
Mal sehen, wo das im Iran alles hinführt.

Zitat:Dazu vielleicht ganz interessant:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.aei.org/outlook/26991">http://www.aei.org/outlook/26991</a><!-- m -->
Zitat:How Intertwined Are the Revolutionary Guards in Iran's Economy?
By Ali Alfoneh | AEI Online
(October 2007)
...
Danke.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.aspx?NewsID=980242">http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.a ... sID=980242</a><!-- m -->
Zitat:Kyrgyzstan lowers tariffs for Iranian traders

TEHRAN, Nov. 09 (MNA) – Kyrgyz Ambassador to Tehran, Medetkan Shermkulof, stated on Monday that his country has lowered customs tax and tariffs for Iranian traders.
...
The Kyrgyz official said over 170 Iranian companies are active in Kyrgyzstan.
...

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.aspx?NewsID=980239">http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.a ... sID=980239</a><!-- m -->
Zitat:Iran seeks ECO investment in FTZs

TEHRAN, Nov. 09 (MNA) – Iran's Cultural Heritage, Tourism, and Handicrafts Organization director urged member states of the Economic Cooperation Organization to actively participate in Iran's free trade zones’ infrastructural projects.
...

Die Revolutionsgarden kaufen 20% der staatlichen Telekom:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.aspx?NewsID=980230">http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.a ... sID=980230</a><!-- m -->
Zitat:Mobin consortium secures giant telecom deal

TEHRAN, Nov. 9 (MNA) – In a check dated November 8, Tose’e Etemad Mobin remitted the price of 20 percent of the shares ($1.5 billion) of the Telecommunication Company of Iran to Tehran Stock Exchange to make the deal effective.

The Mehr News Agency reported a 50-percent plus one share of the Telecommunication Company of Iran, worth 77.985 trillion rials (some $7.8 billion), was offered on the stock market on September 27 to Tose’e Etemad Mobin consortium.

This is the biggest bourse transaction made in the country.
...
Ingenieur schrieb:@Erich, als Antwort auf deinen längeren Beitrag vom 24. Oktober:
....

Bei dem Führungsanspruch des Irans in der Region will ich widersprechen. Die kulturellen und ethnischen Verbindungen nützen erst mal rein gar nichts, schließlich orientierte sich die Schweiz seltenst an Deutschland. Die Sowjetzeit bleibt mittelfristig zudem eher ein prägendes Element im Selbstverständnis der zentral-asiatischen Staaten.

Des weiteren ist der Iran von allen größeren Mächten der wirtschaftlich schwächste. Saudi-Arabien hat ein weit höheres BIP/Kopf und einen ähnlichen aufsummierten Wert, während Russland, Türkei, Indien, China und die USA lassen den Iran weit hinter sich.

....
zu einigen grundlegenden Fragen ist ja hier schon diskutiert worden, ich kann mich also auf den Kernbereich meiner Aussagen konzentrieren.
Und da muss ich zunächst einmal sagen, dass ich nicht die zentralasiatischen Turkstaaten, die arabischen Staaten wie Saudi Arabien und den Iran, Afghanistan und Tadjikistan in einen Topf werfe.

Alles sind islamisch geprägte Staaten, richtig, aber sie unterscheiden sich doch in Vielem - nicht nur in der Ausrichtung des Islam (Sunniten und Schiiten). Und die Unterschiede sind durchaus vergleichbar wie die zwischen christlichen Gemeinschaften - etwa der katholischen Kirche und den Evangelikalen aus Nordamerika.

Wenn man denn - wie ich - auf die sprachlich-kulturelle Gemeinschaft abhebt, dann zunächst einmal auch, weil "Sprache" das Mittel der geistigen Verständigung ist. Der Mensch "denkt in Sprache". Erst die gemeinsame Sprache ermöglicht einen Austausch von Gedanken und Ideen und führt damit zu einer ideellen Gemeinschaft derjenigen, die sich untereinander sprachlich verständigen können, und der anderen, der "Barbaren".

Von daher haben wir im Umfeld des Iran (mindestens) drei unterschiedliche Sprachgemeinschaften:

Seit der Frühgeschichte sind die semitischen Reiche (deren Nachfolger die Araber sind) an Euphrat und Tigirs ständige Konkurrenen der iranischen Perser. Die wahabitisch arabischen Saudis und die schiitischen Iraner sind seit je her Konkurrenten um die regionale Vorherrschaft am Golf. Beide "eint" nur der Islam - mit seinen unterschiedlichen Ausprägungen. Diese "Rivalität" bleibt bestehen - auch innerhalb der islamischen Gemeinschaft, der Umma.

Die zentralasiatischen Turkstaaten sind dagegen nicht nur sprachlich (altaiische Sprachfamilie) von den Iranern verschieden.
Der "sozialistische Atheismus" der jüngsten Geschichte lässt in diesen Staaten zudem viel eher eine Verbindung zu den säkulären Reformen Atatürks in der Türkei erwarten als zu den - jeweils für sich strenggläubigen - schiitischen oder wahabitischen muslimischen Gemeinschaften aus Saudi Arabien oder dem Iran. Tatsächlich sind die Türkei und Istanbul dort auch heute noch mit größerer Strahlkraft versehen - auch als Brücke zu Europa.
Im Wesentlichen sind (trotz des sowjetischen Intermezzos) auch die Verbindungen der Aserbaidschaner westlich des Kaspischen Meeres, die unter Osmanischer Herrschaft standen, zur Türkei "noch etwas enger" als die der zentralasiatischen Turkstaaten. Diese - Kasachen, Kirgisen, Usbeken und Turkmenen - bilden einen regionalen eigenen Schwerpunkt, der dabei ist, sich zwischen den Großmächten Russland und China sowie zwischen Iran und der Türkei zu etablieren.
Timur (um 1400), der in den zentralasiatischen Turkstaaten als Nationalheld zu neuen Ehren gelangt, wird im Übrigen im Iran eher als Besetzer und Eroberer und als Gegner gesehen, und erst das Safawidenreich (16./17. Jahrhundert) wird wieder als iranisches Reich verstanden. Und die Gegner der Safawiden waren die Osmanischen Sultane im Westen, die Usbeken vom Khanat Buchara im Norden und die Moguleiche (Dehli) im Osten.

Die Tadschiken wiederum orientieren sich zunehmend zum Iran. Peter Scholl-Latour, der "alte Herr der Reiseschriftsteller" weist in seinem Buch "Das Schlachtfeld der Zukunft" (S. 237) darauf hin: "... Nicht so sehr die Moskowiter werden heue von den Tadschiken, einer iranischen Volksgruppe, verabscheut, sondern die benachbarte Regionalmacht der Usbeken. Der starke Mann von Taschkent ... der die Versorgung mit Hilfsgütern aus der Schwesterrepublik Iran verhindert und sich mit Annexionsabsichten tragen soll, wird mit keinem geringeren verglichen als mit Afrasiah, dem teuflichen Gegenspieler des wackeren Helden Rostam. Die Tadschiken, die ein besonders reines, altertümliches Farsi sprechen, führen ihre Herkunft übrigens ...." usw. usw.
Auch zumindest der mittlere Teil Afghanistans - südlich der turksprachigen Gebiete - weis diese Affinität zum Iran auf.

Nun mag man einwenden, dass diese ethnische Orientierung an den (nach)kolonialen Grenzen scheitert. Aber ist das wirklich so?
Schauen wir uns doch mal die Milizen in Afghanistan an, die in den letzten Jahrzehnten das Land faktisch unter sich aufteilten:
- im Nordwesten Ismali Khan im Siedlungsgebiet der Turkmenen,
- im Norden der Usbeke Dostom im usbekischen Siedlungsgebiet,
- im Nordosten der Tadschike Massud (Dschamiat-e-Islam) im tadschikischen Siedlungsgebiet,
- im Zentrum die Hisb-e-Wahdat (Schiiten) und der Paschtune Hekmatyar
- im Süden die Taliban, die Koranschüler mit pakistanischen Verbindungen.

Was will ich damit sagen?
Nun - der Iran ist die "natürliche Regionalmacht" in einem Gebiet, das von den kurdisch-/armenischen Grenzregionen im Westen bis nach Tadschikisten im Osten reicht.
Ohne Einflussnahme "von Aussen" würde der Iran diese regionale Einflusssphäre in kürzester Zeit wieder für sich gewinnen - davon bin ich überzeugt.
Diese externe Einflussnahme vermag - auch davon bin ich überzeugt - die regionale Vorherrschaft des Iran nur zu verzögern, nicht aber auf Dauer zu verhindern. Damit stellt sich für mich die Frage, ob ein solcher Zeitgewinn die damit verbundenen Opfer wert ist - oder ob es nicht geschickter wäre, der "natürlichen Entwicklung" ihren Lauf zu lassen.
@Erich
Zitat:Wenn man denn - wie ich - auf die sprachlich-kulturelle Gemeinschaft abhebt, dann zunächst einmal auch, weil "Sprache" das Mittel der geistigen Verständigung ist. Der Mensch "denkt in Sprache". Erst die gemeinsame Sprache ermöglicht einen Austausch von Gedanken und Ideen und führt damit zu einer ideellen Gemeinschaft derjenigen, die sich untereinander sprachlich verständigen können, und der anderen, der "Barbaren".

Von daher haben wir im Umfeld des Iran (mindestens) drei unterschiedliche Sprachgemeinschaften [...]

Deine Theorien dazu sind mir bereits bekannt, Du äußerst Sie ja auch in Form von Aufsätzen auf Globaldefence. Das ist Deine persönliche Vorstellung, die aber nur bedingt fundiert ist.

Diese scharfe sprachlich-kulturelle Trennung hat und hatte es nämlich eigentlich nie gegeben. Jedenfalls nicht dort. So hat sie auch weder auf der Ebene der Staatsgebilde bestand, noch galt dies für kulturelle Ausdehnung oder die munter wechselnden Einflusssphären.

Timur ist auch tatsächlich ein super Beispiel dafür, mit welch sprachlichen und kulturellen Gewirr man es in der Region tatsächlich zu tun hat. Zunächst mal enstammt Timur dem Nomadenstamm der Barlas. Die Barlas waren aus der Mongolei in die Umgebung der von Persern gegründeten Stadt Samarkand einwanderert. Dort wurden sie von den sie umgebenen turksprachigen Nomadenstämmen "assimiliert" und haben dadurch ebenfalls die türkische Sprache angenommen. Vom Phenotyp muss Timur ostasiatisch gewesen sein.

Timurs Geburtsstadt ist Shaxrisabz (bzw. Shahr-e Sabz, was auf persisch "Grüne Stadt" bedeutet). Das wichtigste Bauwerk dieser Stadt ist die Kok-Gumbaz Mosche (türkisch für "Blaue Kuppel"). Die "Kok-Gumbaz" Mosche von "Shahr-e Sabz" wurde der Überlieferung nach von einem direkten Nachfahren Timurs in offensichtlich persischer Architektur gebaut. Es ist nicht nur sehr offensichtlich sondern auch logisch, dass man auf persische Architekten und Handwerker zurückgriff, da sich damals werder die dort ansässigen türkischen noch die mongolischen Nomadenstämme in Architektur und Handwerkskunst verstanden, die auf Steinen, Gold, Mosaiken und Kacheln basierte. Eine Kuppel kaufte man damals halt auch nicht mal eben bei OBI. Das betrifft fast alle historischen Altstädte, Paläste und Moscheen Zentralasiens.

Der politische Kontext in dem Timur aufwuchs war das Tashgatai Khanat, welches dem damals noch formal bestehenden Mongolenreich zuzuordnen war und von Dschingis Khans zweitem Sohn geründet wurde. Ein Gewaltregime, welches Türken, Uiguren, Kirgisen, Seldschuken, Tadschiken, Perser, Afghanen und Kaschmiris und damit ebenso viele Stämme wie Sprachen unter sich vereinte, aber keine eigenständige Kultur hervorbrachte. Das Staatswesen war von konfusen Machstreitigkeiten, politischen Morden und Intrigen geprägt. Auch gab es recht konfuse Gesetze nach denen die Nomadenvölker keine Steuern zu zahlen hatten, die ansässige Bevölkerung dafür aber um so mehr. Das muss eine ziemlich finstere Zeit und wilde Gesellen gewesen sein, die da ihr Unwesen trieben.

Wer war Timur eigentlich? Mit Sicherheit niemand der sich irgendeiner Kultur, Sprache oder Religion verpflichtet gefühlt hat. Als Armeeangehöriger war sein Chef war der mongolischen Khan, als Barla war er zugleich dem Widerstand seines Volkers verpflichtet, der damals von seinem Onkel angeführt wurde. Er heiratete sich in die Khans eins und bekämpfte sie. Er ersetzte mongolisches Recht durch die Sharia, verbreitete dadurch den Islam aber massakrierte ohne Gnade seine neuen Glaubensbrüder. Er war türkischssprachiger Mongole, setzte aber eine Staatsverwaltung nach persischem Vorbild und mit persischer Beamtensprache ein. Ein Fazination hatte er offenbar für die Derwische, war Sunnit aber trat unter anderem als Vertreter der Shia auf. Timur war schlicht und ergreifend ein machtgieriges Chamäleon, schlau und ausgesprochen brutal und tödlich. Mit Kultur hatte er nicht viel am Hut. Einen Vertrag hatte er nur mit sich selbst, Kultur war für ihn mehr Waffe als Überzeugung. So war er von seinem Auftreten sicher kein Herrscher in persischer Tradition, sondern ein von den mongolischen Khanen geprägter Nomade, in der Tradition Dschingis Khans. Wie üblich bei solchen Herrschern, war das Reich daher riesig, seine Lebensdauer aber kurz, seine dauerhafte Hinterlassenschaft von einer zweifelhaften Natur.

Ganz Zentralasien ist von dieser bunten Mischung an verschiedenen Nomadenvölkern, Kulturen, Baustilen und Sprachen durchzogen. Usbekistan ist da nur ein Beispiel. Das gilt ja auch historisch untrennbar für den Iran.

Der Iran wird auch heute von Türken regiert. Ahmadienajd, Khamenei ein Großteil der Führungsriege sind muttersprachliche, ethnische Türken. Ahmadinejad nahm dies sogar als Wahlkampfstrategie in dem er einige Wahlkampfreden im Westen des Landes auf türkisch hielt. Anderenorts wird armenisch oder arabisch gesprochen. Kulturelle Anknüpfungspunkte finden sich für den Iran in der Region sehr leicht. Auch wenn das für den Handel heutzutage keine Rolle spielt, so können 20Mio. Iraner mit einem zentralasiatischen Turksprachler in einer verwandten Sprache kommunizieren und sich über Moscheen mit blauen Kuppeln unterhalten. Wie gut das im Einzelfall funktioniert, kann ich nicht beurteilen. Ich stelle mir das eher so wie Deutsch und Holländisch vor. Das kann ich lesen, aber kaum verstehen und noch weniger sprechen. Die wachsenden Handelsbeziehungen sind in meinen Augen aber vor allem rationaler, geologischer und geographischer Natur.

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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.aspx?NewsID=980294">http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.a ... sID=980294</a><!-- m -->
Zitat:Iranian cleric: Muslims should denounce extremism

TEHRAN, Nov. 9 (MNA) – The director of Iran’s seminaries, Ayatollah Moqtadae, has called on Muslims to denounce extremist groups that regard Shias as infidels and call for their murder.

“A group of extremists who regard Shias as infidels and call for their murder are in fact the enemy’s mercenaries. They neither believe in Islam nor in the Sunni manner, rather they are opposed to God’s prophet,”
...
He added Imam Khomeini believed that all Muslims should unite against the enemy and Supreme Leader of the Islamic Revolution Ayatollah Ali Khamenei is following the path of the Imam and based on this teaching the Qom Seminary ulema are seeking to boost brotherhood among Muslims.
...
Molavi Abdolhamid Esmaeil Zehi said there is no room for Wahhabism in the Sunni community and Sunnis have nothing to do with Wahhabists.
...

Revolutionsgarden gewinnen Ausschreibung über 2,5Mrd.$:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.aspx?NewsID=980943">http://www.mehrnews.com/en/NewsDetail.a ... sID=980943</a><!-- m -->
Zitat:Khatam-ol Anbiya wins $2.5b railway tender

TEHRAN, Nov. 10 (MNA) – Iran's Khatam-ol Anbiya Construction Headquarters has won a tender worth $2.5 billion for the construction of railway network in Chabahar Free Zone, southeastern Iran.
...
Ports and Maritime Organization of Iran, a Japanese-Iranian consortium, a Chinese-Iranian consortium, and three foreign companies had also taken part in the tender.
...
Sanktionen behindern den Handel vielleicht, aber sie verhindern ihn offenbar nicht:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8808231478">http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8808231478</a><!-- m -->
Zitat:Iran Exports $13.2 bln of Non-Oil Products in 6 Months

TEHRAN (FNA)- Iran announced that it has exported $13.2 bln of non-oil products during the first half of the current (Iranian) year, which shows a 25% increase compared with the same period in the last year.
...
Mohammadi also noted that Iran imported 26.6 million tons of commodities worth 27.8 billion dollars during the same period.

The figures show a 17.7 percent plunge in imports compared to the same period the previous year.

The official says Iraq, China, the UAE, India and Afghanistan are among the top importers of Iranian goods.
...

<!-- m --><a class="postlink" href="http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8808220739">http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=8808220739</a><!-- m -->
Zitat:US Condemns Murder of Iranian Consulate Employee

TEHRAN (FNA)- The Embassy of the United States in Pakistan has condemned the assassination of Abu Al Hassan Jafferi, Director Public Relations of the Iranian Consulate, in Peshawar on Thursday and offers its condolences to his family, a US embassy spokesman said.
...
Zitat:Urananreicherung

Atomwächter fürchten weitere Nuklearverstecke in Iran

Schwere Vorwürfe gegen Teheran: Inspektoren der IAEA vermuten in ihrem neuesten Bericht weitere iranische Nuklearanlagen - und werfen dem Regime mangelnde Kooperation vor. Erst im September hatte Iran den Westen mit der Enthüllung einer zweiten Atomanlage brüskiert.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,661616,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 16,00.html</a><!-- m -->

...und...
Zitat:Obama und Medwedew drohen dem Iran: Zeit läuft ab

Singapur/Berlin (Reuters) - Im Atomstreit mit dem Iran haben US-Präsident Barack Obama und der russische Staatschef Dmitri Medwedew den Druck auf die Führung in Teheran erhöht.

Die Zeit für die Annahme des internationalen Kompromissvorschlags laufe allmählich ab, sagte Obama nach einem Treffen mit Medwedew am Rande des Gipfeltreffens des Asien-Pazifik-Forums (Apec) in Singapur am Sonntag. Der Iran habe bislang leider nicht dem Vorschlag zugestimmt, der allgemein als kreativer und konstruktiver Vorstoß angesehen werde. Auch Medwedew äußerte sich unzufrieden über das Tempo der Verhandlungen. Wenn es keine Ergebnisse gebe, müssten andere Mittel erwogen werden. "Unser Ziel ist klar: ein transparentes Atomprogramm statt eines Programms, das die Sorgen anderer erregt", sagte Medwedew.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE5AE09E20091115">http://de.reuters.com/article/worldNews ... 9E20091115</a><!-- m -->

Schneemann.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/iran-atom-mottaki">http://www.zeit.de/politik/ausland/2009 ... om-mottaki</a><!-- m -->

Zitat:Iran gegen Uran-Anreicherung im Ausland

Der Atomdeal der IAEA mit Iran ist offenbar geplatzt. Eine offizielle Absage gibt es noch nicht, doch Teheran weigert sich, sein Uran im Ausland anreichern zu lassen.


Der Iran geht nicht auf den Atomkompromiss mit der Internationalen Gemeinschaft ein. Nach Angaben seines Außenministers Manuchehr Mottaki wird das islamische Land den von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erarbeiteten Kompromiss nicht akzeptieren und kein Uran zur Anreicherung ins Ausland schicken. Stattdessen werde ein Materialtausch im Inland erwogen, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA den Minister.........


<!-- m --><a class="postlink" href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/522613/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">http://diepresse.com/home/politik/ausse ... e/index.do</a><!-- m -->

Zitat:Atomstreit: Ahmadinejad spielt weiter auf Zeit

Der Iran will offenbar keine Kompromisse – nun drohen Teheran weitere Sanktionen. Der Iran habe wieder Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit geweckt, erklärte der Chef der Atomenergiebehörde (IAEA) ElBaradei.


Wien.Der Iran lehnt den Kompromissvorschlag von Friedensnobelpreisträger und Chef der Atomenergiebehörde Mohamed ElBaradei zur Lösung des Atomstreits ab. „Wir werden definitiv unser bereits angereichertes Uran nicht ins Ausland senden“, sagte der iranische Außenminister Manouchehr Mottaki nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ISNA. Diese Agentur gilt als glaubwürdige, zuverlässige Quelle und als politisch relativ moderat....


Wann lernt es der Westen endlich, Kampf ist und bleibt die einzige Lösung neben der sich der iranischen Atommacht zu beugen. :roll:
sich iranischen Atommacht beugen :lol: Kämpfen oder sterben, man o man.
Zitat:sich iranischen Atommacht beugen Laughing Kämpfen oder sterben, man o man.

Das habe ich aber nicht so gesagt oder ? Ich sagte entweder die Iranische Atombombe hinnehmen oder den Krieg wählen um sie zu verhindern eine andere Lösung gibt es nicht.

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Zitat:Teheran droht wieder

Lange musste der Westen auf eine iranische Antwort auf den Vorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde zur Beilegung des Atomstreit warten. Jetzt ist die Antwort da: Teheran droht.


Kurz vor einer Inspektion der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in der neuen Urananreicherungsanlage in Fordo drohte der Iran mit dem Stopp seiner Kooperation. Falls die IAEO zu sehr auf Informationen dränge, werde Teheran seine Zusammenarbeit aussetzen, hieß es am Mittwochabend von Teilnehmern eines IAEO-Treffens in Wien....
Zitat:Iran geht nicht auf Atomkompromiss ein

Keine Urananreicherung im Ausland

Zuerst sah es so aus, als ob es einen Kompromiss im Atomstreit mit dem Iran geben würde: Das Angebot, dass das Land Uran in Russland anreichern lässt, schien in Teheran auf Zustimmung zu stoßen. Mit dem Zugeständnis sollte verhindert werden, dass der Iran selbst das Uran weiter anreichert und so womöglich waffenfähiges Material herstellt. Doch der Iran ließ die Zustimmungsfrist verstreichen.
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Ich habe es von einigen unbelehrbaren Leuten schon wieder in den Ohren: Man muss eben weiterverhandeln...!

Bis zum St. Nimmerleinstag.

Ferner:
Zitat:Iran sentences 5 to death for post-election protests

Tehran, Iran (CNN) -- Iran has announced it has sentenced five people to death and another 81 to prison terms of six months to 15 years for their roles in the protests that followed the country's disputed presidential elections.

The five who received death sentences on Tuesday were convicted of membership in terrorist groups and carrying out bombings across Iran, the Tehran judiciary said in a statement reported by state media.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.cnn.com/2009/WORLD/meast/11/18/iran.election.verdict/index.html">http://www.cnn.com/2009/WORLD/meast/11/ ... index.html</a><!-- m -->

Schneemann.