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Normale Version: Syrien
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@Turin

Genau! Es besteht derzeit bei keiner der beteiligten Seiten ein Interesse an einer Vermittlung. Es gibt im Augenblick keinen Speilraum für Kompromisse. Dazu ist die gesamte Lage in der Region zu festgefahren. Die unterschiedlichen Fronten sind regional und überregional (Israel, Libanon, Kaspisches Meer, Persischer Golf, Irak, Afghanistan) derart breit und verflochten, dass man das garnicht Trennen kann.

Wenn man so will, so befinden wir uns längst in einem aufkeimenden Krieg der nur wenige Länder der Region ausschliesst. Und die Deutschen befinden sich nunmal auf der Seite der USA/Israel Fraktion. Assad ist der Gegner. Auf der diplomatischen Bühne besteht an dieser Konstellation kein Zweifel.

Die Rolle Syriens ist bei der Bekämpfung des Iran sehr bedeutend. Beide Staaten sind bereits während der 1. Golfkriegs (Iran-Irak) eine strategische Partnerschaft eingegangen, die seitdem weiter ausgebaut wurde. Wenn man den Einflussbereich des Iran nun eindämmen will, wäre es ratsam Syrien aus dieser Verbindung zu holen.

Steini wollte den Syrern bei diesem Besuch in Damaskus also zum einen konkret die Möglichkeit eröffnen, sich noch für die richtige Seite zu entscheiden. Bzw auszuloten wo da Speilraum herrscht. Desweiteren war er sicherlich auch dort, um sich über die Sicherheit seiner in Zukunft dort stationierten Soldaten dort rückzuversichern.

Und in beiden Punkten war die Aussage Assads doch mehr als deutlich. Spart sprit und zeitraubende Scheinheiligkeiten.
Zitat:seinem Lehnsherr mutierten Nachbarn Iran
1. Ist der Iran kein Nachbarstaat Syriens(Blick im Atlas würde da mal helfen)
2. Ist der Iran nicht der Lehensherr Syriens.

Syrien ist seit den 80er Jahren ein guter Freund des Iran und führt durchaus eigenständige Politik.
Das der kleinere sich gerne dem größeren anschliesst ist normal schliesslich ist Iran unter den Muslimen des Nahen Ostens eben der Dicke. Heißt aber noch lange nicht das Syrien Befehle aus Teheran emfängt.

Zitat:in Syrien und besonders im inzwischen zu seinem Lehnsherr mutierten Nachbarn Iran hat man ja scheinbar ebensowenig ein Interesse an einer wahrhaft neutralen Vermittlerrolle
Na klar alle reden von "Neutraler Vermittlerrolle". Man verlangt von unseren Staaten, dass sie bloß keine Interessen haben, schön die klappe halten und sich unter ordnen. Wie wärs mal wenn man auf einer Augenhöhe verhandelt ? Vllt sollte man ganz einfach mal die Interessen beider Seitenm berücksichtigen. Und das will der Westen nicht ergo ist der Westen der der Friedensverhandlungen nicht zulässt sondern immer nuir Diktate vorschiebt. So nun haben Syrien, Iran und die Hizballah auch ihre Interessen in Europa verlangt man von ihnen neutrale Vermittlerrollen, wenn Asad aber ganz klar kein bock auf "Fresse halten" hat heißt es sofort Syrien will keinen Frieden. Nein Syrien will Frieden in dem auch Syrens Interessen berücksichtigt werden.

Für mich eine politische Glanzleistung vom Löwen Syriens :daumen:
Zitat:1. Ist der Iran kein Nachbarstaat Syriens(Blick im Atlas würde da mal helfen)
Du, ich nenne einige Leute, die nicht direkt Tür an Tür mit mir leben, Nachbarn. Ein Blick ins Lexikon würde da helfen.

Zitat:2. Ist der Iran nicht der Lehensherr Syriens.

Syrien ist seit den 80er Jahren ein guter Freund des Iran und führt durchaus eigenständige Politik.
Das der kleinere sich gerne dem größeren anschliesst ist normal schliesslich ist Iran unter den Muslimen des Nahen Ostens eben der Dicke. Heißt aber noch lange nicht das Syrien Befehle aus Teheran emfängt.
Wer bin ich, dass ich am Glauben andere Leute rüttle...
:evil:

Zitat:Na klar alle reden von "Neutraler Vermittlerrolle". Man verlangt von unseren Staaten, dass sie bloß keine Interessen haben, schön die klappe halten und sich unter ordnen. Wie wärs mal wenn man auf einer Augenhöhe verhandelt ? Vllt sollte man ganz einfach mal die Interessen beider Seitenm berücksichtigen.
Wie wärs mal damit, zu lesen, bevor man schreibt? Wenn du das getan hast, dann müsste dir der Widerspruch zu deiner Forderung im Vergleich zu der Assads eigentlich aufgefallen sein. Shahab3 hat das nach meiner Wahrnehmung wesentlich besser verstanden als du.
Zitat:Du, ich nenne einige Leute, die nicht direkt Tür an Tür mit mir leben, Nachbarn
Kann ich Gedanken lesen ? Ich sehe das was du schreibst und antworte auch nüchtern drauf.

Zitat:Wenn du das getan hast, dann müsste dir der Widerspruch zu deiner Forderung im Vergleich zu der Assads eigentlich aufgefallen sein
"Es irrt der Mensch solang er strebt"
Mir ist es nicht aufgefallen wenn du sie mir zeigst wäre ich dir dankbar(und da spricht keine Ironie heraus....)

Zitat:Shahab3 hat das nach meiner Wahrnehmung wesentlich besser verstanden als du.
Was sollen denn solche Vergleiche ? Nur weil Shahab und ich Landsleute sind und in etwa in die gleiche politische Richtung tendieren heißt das noch lange nicht das wir Parteigenossen sind die hier Planmässig auf Geheiss posten, dfalls du verstehen solltest worauf ich hinaus will....
Zitat:Ich sehe das was du schreibst und antworte auch nüchtern drauf.
Du empfielst mir einen Blick in den Atlas und ich dir einen ins Lexikon. Wo ist das Problem?

Zitat:Mir ist es nicht aufgefallen wenn du sie mir zeigst wäre ich dir dankbar(und da spricht keine Ironie heraus....)
Du hast geschrieben:

Zitat:Man verlangt von unseren Staaten, dass sie bloß keine Interessen haben, schön die klappe halten und sich unter ordnen. Wie wärs mal wenn man auf einer Augenhöhe verhandelt ? Vllt sollte man ganz einfach mal die Interessen beider Seitenm berücksichtigen.
Dazu schrieb ich bereits vorher:

Zitat:hat man ja scheinbar ebensowenig ein Interesse an einer wahrhaft neutralen Vermittlerrolle, ansonsten würde man dort doch kaum mit solchen Phrasen wie denen vom ewigen Feind Israel um sich werfen. Wer immer sich dann als Vermittler unter solchen "Bedingungen" andient, ergreift automatisch Partei für die Seite dieser Staaten in der denkbar krassesten Form, indem einem Verhandlungsteilnehmer von vornherein das grundsätzliche Existenzrecht abgesprochen wird.
Muss ich das jetzt etwa noch deutlicher erklären? Das Berücksichtigen der Interessen beider Seiten ist so nicht möglich und diesmal liegt es nicht am bösen Israel. Also sorry, aber du hast diesen Text von mir sogar teilweise bereits zitiert, und jetzt sagst du, es ist dir nicht aufgefallen?

Zitat:Was sollen denn solche Vergleiche ? Nur weil Shahab und ich Landsleute sind und in etwa in die gleiche politische Richtung tendieren heißt das noch lange nicht das wir Parteigenossen sind die hier Planmässig auf Geheiss posten, dfalls du verstehen solltest worauf ich hinaus will....
Ich verstehe sehr gut, worauf du hinauswillst, aber du hast das bei mir leider nicht so ganz verstanden. Ich erwarte einfach, dass man vorhergehende Beiträge präzise liest und entsprechend präzise auch antwortet. Da Shahab3 das getan hat und seine letzten Beiträge exakt das gleiche Thema hatten wie deine und meine, habe ich ihn als Beispiel genannt, nicht mehr und nicht weniger.
Gut, hab ich mich verlesen und es entstand ein Missverständniss.
Zitat:Patriot postete
Gut, hab ich mich verlesen und es entstand ein Missverständniss.
das ist doch mal eine Überleitung :daumen:
auch Steini scheint die Syrer nicht völlig abgeschrieben zu haben
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5815424_REF3,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F3,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Friedensbemühungen in Nahost

Steinmeier will Syrien weiter einbeziehen

Bundesaußenminister Steinmeier hat zum Abschluss seiner Nahost-Reise die Notwendigkeit bekräftigt, Syrien in die internationalen Friedensbemühungen einzubeziehen. Das Land müsse jetzt allerdings dementsprechende Signale setzen, .....

Syrien bedauert Absage

Die syrische Regierung reagierte mit Bedauern auf Steinmeiers Absage. Man hätte sich gewünscht, dass sich Steinmeier die syrische Meinung anhöre, sagte Informationsminister Mohsen Bilal gegenüber dem arabischen Dienst der Deutschen Welle.

Stand: 16.08.2006 16:17 Uhr
mit einem Link zum Kommentar
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5816414_REF3_NAV_BAB,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Kommentar zum abgesagten Syrien-Besuch

"Steinmeier hat eine Chance verschenkt"
Von Jürgen Hanefeld, ARD-Hörfunkstudio Amman

....

In der Rede, die den deutschen Außenminister zur Absage seines Besuches bewogen hat, finden sich zwei kurze, aber entscheidende Sätze. Der erste lautet: "Israel ist unser Feind und will keinen Frieden." Der zweite: "Friede würde bedeuten, dass Israel die besetzten Gebiete zurückgibt." Jeder weiß, dass es dabei ursächlich um den Golan geht, und tatsächlich um viel mehr: um verletzte Würde, gekränkten Stolz, um den in Wahrheit gescheiterten "arabischen Widerstand" und das Kernproblem der ganzen Misere: die Vertreibung der Palästinenser.

Jeder weiß das, auch wenn manch einer in Berlin übersehen haben mag, wie abgrundtief diese Verletzungen sitzen. Mal eben im Interesse der, wie Steinmeier sagt, "gegenwärtigen Herausforderungen und Chancen", ein Pflaster namens UN-Resolution 1701 auf die Wunde pappen, das kann nicht klappen.

Syrien braucht Ruhe an den Grenzen

Bis hierhin ist dem Außenminister womöglich bloß Naivität vorzuwerfen. Dann aber verlangt er von Damaskus ein Bekenntnis zur Beilegung von Differenzen durch "friedliche Mittel". Erlaubt sei der Hinweis, dass sich Syrien seit Jahrzehnten an den Waffenstillstand auf dem Golan hält, dass es auch in den vergangenen Wochen stillgehalten hat, als Israel Ziele direkt an der syrischen Grenze attackierte. Nicht Damaskus war der Aggressor, auch wenn es Waffen an die Hisbollah geliefert und seine offene Feindschaft gegenüber Israel pflegt. Aber erklärtermaßen nicht auf ewig, sondern bis zu dem Tag, an dem Israel Verhandlungen anbietet.

....
Zitat:12. September 2006


Angriff auf US-Botschaft: Explosionen und Schießerei in Damaskus
Im Botschaftsviertel der syrischen Hauptstadt Damaskus hat es am Dienstag einen Anschlag gegeben. Unbekannte Täter brachten ein Auto vor dem Gebäude der US-Botschaft zur Explosion, wie Augenzeugen berichteten. (...)
Quelle:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.n24.de/politik/ausland/index.php/n2006091209591900002">http://www.n24.de/politik/ausland/index ... 9591900002</a><!-- m -->
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.iranmania.com/News/ArticleView/Default.asp?NewsCode=46268&NewsKind=Current%20Affairs">http://www.iranmania.com/News/ArticleVi ... %20Affairs</a><!-- m -->
Zitat:'Iran, Turkey support Syria more than Arabs'

LONDON, October 8 (IranMania) - Syrian President Bashar al-Asad said that Iran and Turkey support Syria's position more than the Arab countries do, IRNA reported.

[...]because of the common stance and constant exchange of views among the three countries on issues such as Lebanon, Palestine, Iraq and terrorism.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.berlinkontor.de/01.11.2006/syrien-wechselt-vom-us-zum-eu-e.html">http://www.berlinkontor.de/01.11.2006/s ... -eu-e.html</a><!-- m -->
Zitat:Syrien wechselt vom US-$ zum EU-€

GiNN-BerlinKontor.—Die Arabische Republik Syrien hat “Maßnahmen eingeleitet” mit dem Ziel, die staatlichen Finanzreserven in Höhe von US-$ 20 Milliarden in die EURO-Währung zu überführen. Damaskus will damit die US-amerikanischen Sanktionen und das Einfrieren der Syrien-Gelder durch die USA “konterkarieren”.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.nzz.ch/2006/11/02/al/articleEMG7C.html">http://www.nzz.ch/2006/11/02/al/articleEMG7C.html</a><!-- m -->
Zitat:Blair knüpft diskrete Kontakte zu Syrien
Aussenpolitischer Berater trifft Asadr

Ein hoher britischer Diplomat hat am Montag den syrischen Präsidenten Asad und dessen Aussenminister in Damaskus getroffen. Dies wurde am Dienstagabend vom Büro des britischen Premierministers Tony Blair bestätigt.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.nachrichten.at/apanews/apaw/489811?PHPSESSID=311c253574fb9ec966641488ad705458">http://www.nachrichten.at/apanews/apaw/ ... 88ad705458</a><!-- m -->
Zitat:Syrien, Venezuela und Iran bauen Erdöl-Raffinerie

Damaskus (APA,dpa) - Die drei Erdöl exportierenden Länder Syrien, Venezuela und Iran haben eine Absichtserklärung zum Bau einer großen Raffinerie in Syrien unterzeichnet. Sie soll 140.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag verarbeiten, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA in Damaskus.
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<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,445382,00.html">http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 82,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Syrien will erstmals ein Auto produzieren

Bislang ist Syrien unter Autoliebhabern vor allem deshalb bekannt, weil sich dort auf den Straßen wegen jahrelanger Einfuhrverbote noch unzählige Oldtimer tummeln. Jetzt will das Nahostland erstmals ein eigenes Auto bauen - in Zusammenarbeit mit Iran.
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Die EU will Syrien dazu bewegen, die derzeitige Krise im Nachbarland Libanon nicht mehr weiter eskalieren zu lassen, meldet n-tv. Vor allem die Einmischung in die inneren Angelegenheiten werden kritisiert.

Hier Auszüge aus der Meldung:
Zitat:Krise im Libanon

EU rüffelt Syrien

Die Europäische Union will Syrien in scharfer Form dazu drängen, die Krise im Nachbarland Libanon nicht weiter zu verschärfen. In der Abschlusserklärung des EU-Gipfels in Brüssel hieß es am Freitag laut Entwurf: "Syrien muss jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libanons beenden und sich aktiv an der Stabilisierung von Libanon und der Region beteiligen." Syrien müsse dies tun, um normale Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft zu entwickeln. Die EU stellte sich hinter die unter Druck stehende libanesische Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora und forderte alle Akteure auf, die Souveränität Libanons zu achten.
Hier der Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.n-tv.de/744496.html">http://www.n-tv.de/744496.html</a><!-- m -->

Schneemann.
Zitat:Syrien liefert Panzerabwehrraketen an die Hisbollah

Westliche Geheimdienste sprechen von der Übergabe großer Mengen Waffen. Diese stammen aus russischer Produktion. Innerhalb der syrischen Armeeführung gibt es wegen der Berichte große Sorgen: Die weitergegebenen Waffen könnten irgendwann gegen die eigenen Soldaten gerichtet werden.

Von Jacques Schuster

Berlin - Syrien setzt seine Waffenlieferungen an die Hisbollah auch nach Ende des Libanon-Krieges und der Stationierung der UN-Soldaten fort. Zu diesem Schluss kommen westliche Geheimdienste, die sich auf Berichte höherer syrischer Offiziere berufen. Demnach soll Syriens Präsident Baschar al-Assad noch vor seiner Reise nach Moskau am 18. Dezember angeordnet haben, größere Bestände an Waffen russischer Herkunft aus den syrischen Depots an die extremistische Schiiten-Miliz zu liefern.

(...)

Nach Geheimdienstinformationen soll sich Präsident al-Assad im Kreis seiner Berater damit gebrüstet haben, dass die Russen nicht wüssten, wie viele ihrer Waffen tatsächlich in den Händen der Hisbollah lägen. Auch hätte Moskau keine Ahnung, was gegenwärtig alles an die Schiiten-Miliz geliefert werde. Ein syrischer Offizier, der am Verhandlungstisch mit den Russen saß, gab nach den WELT.de vorliegenden Dokumenten seinen Eindruck wieder, der Kreml störe sich nicht sonderlich an der Waffenhilfe für die Hisbollah. Vielmehr sähen die russischen Diplomaten in dem erfolgreichen Einsatz russischer Waffen während des Libanon-Krieges eine Werbung für deren Qualität, die künftig neue Absatzmärkte öffnen würde. Freilich betonten die Diplomaten, so der syrische Offizier, dass sich Moskau offiziell reserviert verhalten werde, weil es als Mitglied des Nahost-Quartetts die Lieferung von Waffen an Dritte nicht dulden könne.

(...)
http://www.welt.de/data/2006/12/30/1160298.html?prx=1
Kurzsichtig und dumm. Einerseits entwaffnet Syrien sich damit faktisch selbst, andererseits stärkt es damit eine zwar verbündete, aber immer noch konkurrierende Macht. Weiterhin macht es sich damit selbst zur Zielscheibe, da man Syrien aufgrund dessen die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorwerfen kann. Wenn wirklich taktische Boden-/Boden-Raketen vom Typ Iskander E an die Hisbollah weitergereicht wurden, ist diese Torheit so gross wie die Raketen selbst.
Das könnte unterhaltsam werden, wenn Syrien angegriffen würde. Vor allem, wenn es möglich wäre, einen Konflikt zwischen der Hizbollah und Syrien zu provozieren. :twisted: :twisted:
Angesichts dieser Entwicklung kann ich mir gut vorstellen, das sich z.B. die USA in naher Zukunft verstärkt für Syrien "interessieren" könnten. Das syrische Engagement im Libanon und der Umstand, das nach wie vor Terroristen durch Syrien in den Irak "einreisen", dürfte zusätzlich dazu beitragen.
Tiger schrieb:Angesichts dieser Entwicklung kann ich mir gut vorstellen, das sich z.B. die USA in naher Zukunft verstärkt für Syrien "interessieren" könnten. Das syrische Engagement im Libanon und der Umstand, das nach wie vor Terroristen durch Syrien in den Irak "einreisen", dürfte zusätzlich dazu beitragen.

Fragt sich bloß mit welchen Mitteln. OK, für 'ne Luftangriff reicht's immer bei der Größe der amerikanischen Air Force und Navy, aber wollte man nicht vor kurzem erst noch bei den Syriern kriechen gehen?
Wir hatten hier schon in mehreren Diskussionen die Frage debattiert, wie eng und wie innig die iranisch-syrische Waffenbrüderschaft und Allianz denn letztlich wirklich ist. Dabei kamen mehrfach auch von meiner Seite erhebliche Zweifel, inwiefern diese Allianz denn belastbar sei und inwiefern denn beide Mächte nicht auch getrennte Wege gehen könnten.
Der folgende Artikel zeigt die deutlichen Risslinien zwischen einem autoritären, säkularen Kader- und Militärregime und einer semidemokratischen, hochreligiösen schiitischen Theokratie:

Zitat:Iran kauft sich Glaubensbrüder in Syrien
Von Gabriela Keller , Damaskus

Mit ungewöhnlichen Methoden versucht Iran, seine Machtsphäre auszuweiten. Die Mullahs bieten Syrern bis zu 1000 Dollar für eine Konversion zum Schiitentum.
...
"Und natürlich will Iran seine Macht auch hier ausbauen. Das werden wir aber nicht zulassen." Da Syrien den praktischen Vorteil sucht, Iran aber ideologisch geleitet sei, widersprächen sich die Interessen letztendlich: "Und genau deshalb werden wir uns eines Tages im Konflikt wiederfinden."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...13,00.html