30.05.2011, 19:16
Sehe jetzt nicht was daran so peinlich sein soll. War schließlich eine Privatfirma und nicht der Staat. Was soll man da machen außer ihnen jetzt das Fell über die Ohren ziehen?
Nightwatch schrieb:Sehe jetzt nicht was daran so peinlich sein soll.War ja klar, dass sowas von Dir kommt. Bloss nicht die Taten des Landes in Frage stellen, das man am meisten befürwortet.
hunter1 schrieb:War ja klar, dass sowas von Dir kommt. Bloss nicht die Taten des Landes in Frage stellen, das man am meisten befürwortet.Wieso Taten des Landes? Wenn Siemens Bestechungsgelder nach Griechenland überweist oder Giftgasanlagen an den Irak liefert ist da auch nicht Deutschland tätig.
hunter1 schrieb:Israel steht zuvorderst, wenn es um Sanktionen gegen den Iran geht. Da ist es einfach lächerlich, dass sowas passiert.Nein, ist es nicht. Es ist nicht neu und nicht ungewöhnlich das Firmen versuchen Sanktionen der eigenen Länder zu unterlaufen. Mitunter kommen sie damit durch und mitunter nicht. Passiert ist das noch jedem Land, Deutschland eingeschlossen. Es ist unschön aber damit hat es sich dann auch.
hunter1 schrieb:Wie soll man die Forderung nach Sanktionen ernst nehmen, wenn der Staat nicht mal die eigenen Leute unter Kontrolle hat?Genau so wie alle anderen Sanktionen seit jeher auch.
hunter1 schrieb:Die Schuldigen reden überdies davon, dass die israelische Regierung das Geschäft erlaubt hat.Ja, sicher tun sie das. Die müssen sich ja irgendwie herausreden. Und die Regierung dementiert. Die müssen sich ja irgendwie herausreden. So what? Der Staat kann nicht alle Wirtschaftsdeals kontrollieren. Wer Sanktionen umgehen will hat immer Chancen damit durchzukommen. Das ist in einer globalisierten Welt einfach möglich.
Zitat:'No Israeli ship docked in Iran'<!-- m --><a class="postlink" href="http://presstv.com/detail/182350.html">http://presstv.com/detail/182350.html</a><!-- m -->
Mon May 30, 2011 12:18AM
Iran dismisses reports that Israeli ships have docked in Iranian ports in recent years.
A senior Iranian official refutes fabricated reports that Israeli ships have docked in Iran during recent years, saying no ship belonging to Israeli shipping lines had entered the Iranian ports.
“Ships belonging to shipping lines of the United States and particularly the Zionist regime (Israel) have never entered Iranian ports during recent years,” deputy managing director at Iran's Port and Maritime Organization, Mohsen Sadeqifar, told IRNA on Sunday.
He added that Iran's Commerce Ministry or the Islamic Republic of Iran Customs Administration have issued no license for any US or Israeli ship to dock in Iranian ports.
The official emphasized that Israeli ships “do not dare to dock at Iranian ports.”
Sadeqifar's remarks came after Israeli daily Haaretz claimed that at least 13 Tanker Pacific ships, owned by a leading Israeli company, Ofer Brothers Group, have docked in the Iranian port city of Bandar Abbas and Kharg Island over the past decade.
...
Zitat:sehr einflussreiche Firmaist zumal es über Tochter/Drittfirmen geschehen ist. Ersters kontrolliert man milder, letzteres kann über tausend Ecken gehen.
Nightwatch schrieb:Wieso Taten des Landes? Wenn Siemens Bestechungsgelder nach Griechenland überweist oder Giftgasanlagen an den Irak liefert ist da auch nicht Deutschland tätig.Der Firmensitz von Siemens ist in Deutschland. Also ist Deutschland dafür verantwortlich, wenn die Firma gegen deutsches Recht verstösst. Also hat die Regierung bzw. deren Überwachungsorgane versagt.
Nightwatch schrieb:Es ist nicht neu und nicht ungewöhnlich das Firmen versuchen Sanktionen der eigenen Länder zu unterlaufen. Mitunter kommen sie damit durch und mitunter nicht. Passiert ist das noch jedem Land, Deutschland eingeschlossen.Es kommt halt drauf an, wer was für Sanktionen unterläuft. Wenn eine israelische Firma mit dem Erzfeind Geschäfte macht, während die eigene Regierung diesen verteufelt, hat die Regierung versagt. Wenn eine deutsche Firma Waffen an Nordkorea liefert, ist das zwar auch sehr peinlich für die deutsche Regierung, da sie es nicht verhindert hat; aber es ist weniger brisant, da Nordkorea nicht der erklärte Erzfeind Deutschlands ist.
Tienfung schrieb:Ersters kontrolliert man milderDas würde den Skandal ja umso grösser machen. Es würde nämlich bedeuten, dass die Firma das Vertrauen der Regierung geniesst und dieser dann in den Rücken fällt. Und es wird dadurch auch der Verschwörungstheorie Raum gegeben, dass die Regierung mit drinsteckt.
Tienfung schrieb:Und wenn ich meinen Erzfeind nen Tanker verhöker damit der mich mit diesen sogar noch mit Rohlöl belieferen kann... dann is das nicht peinlich sondern eher geschickt .Das Öl wurde bezahlt. Und die Iraner können mit einem israelischen Tanker ihr Rohöl überall hin exportieren und so noch Geld verdienen. Läuft also ziemlich aufs selbe hinaus.
Zitat:@Nightwatch & Tienfung
Der Begriff "Integrität" ist Euch schon bekannt, oder?
Israel betreibt gegenüber dem Iran bzw. gegenüber all seinen Feinden eine schwarz-weiss-Politik. Sonst könnte man ja die Opferrolle nicht so gut bringen. Dazu kommt noch die Betonung, dass man dauernd um die eigene Existenz kämpfen muss, womit viele Aktionen gegen den Feind gerechtfertigt werden, z.B. Luftangriffe auf Atomprogramme (Syrien und Irak), Geheimdienstaktionen im Ausland und eben auch Sanktionen.
Nach diesem Vorfall muss nun die Weltöffentlichkeit plötzlich feststellen, dass dieses ganze schwarz-weiss-Bild eben grau ist. Für Israel ist das sehr peinlich, sogar schädlich. Wenn immer Tel Aviv jetzt mit dem Finger auf andere zeigt, die die Sanktionen gegen den Iran nicht einhalten, werde ich ein bisschen lachen. Kann sein, dass die Welt das morgen schon vergessen hat, das wäre für Iran und Israel das beste. Aber ich werde mich daran erinnern. Mit Genuss.
Zitat:Das würde den Skandal ja umso grösser machen. Es würde nämlich bedeuten, dass die Firma das Vertrauen der Regierung geniesst und dieser dann in den Rücken fällt. Und es wird dadurch auch der Verschwörungstheorie Raum gegeben, dass die Regierung mit drinsteckt.
Zitat:Nightwatch & TienfungIch kann das nicht nachvollziehen. Hier liegt kein Fehlverhalten des israelischen Staates vor. Sondern womöglich das einer privaten Firma. Da kann Israel mal eben garnichts für, es hat den Sanktionsbruch weder gebilligt noch gutgeheißen.
Der Begriff "Integrität" ist Euch schon bekannt, oder?
Israel betreibt gegenüber dem Iran bzw. gegenüber all seinen Feinden eine schwarz-weiss-Politik. Sonst könnte man ja die Opferrolle nicht so gut bringen. Dazu kommt noch die Betonung, dass man dauernd um die eigene Existenz kämpfen muss, womit viele Aktionen gegen den Feind gerechtfertigt werden, z.B. Luftangriffe auf Atomprogramme (Syrien und Irak), Geheimdienstaktionen im Ausland und eben auch Sanktionen.
Nach diesem Vorfall muss nun die Weltöffentlichkeit plötzlich feststellen, dass dieses ganze schwarz-weiss-Bild eben grau ist. Für Israel ist das sehr peinlich, sogar schädlich. Wenn immer Tel Aviv jetzt mit dem Finger auf andere zeigt, die die Sanktionen gegen den Iran nicht einhalten, werde ich ein bisschen lachen. Kann sein, dass die Welt das morgen schon vergessen hat, das wäre für Iran und Israel das beste. Aber ich werde mich daran erinnern. Mit Genuss.
Zitat:Der Firmensitz von Siemens ist in Deutschland. Also ist Deutschland dafür verantwortlich, wenn die Firma gegen deutsches Recht verstösst.Eben nicht. Siemens ist für das eigene Fehlverhalten verantwortlich. Deutschland ist nur dafür verantwortlich das Fehlverhalten zu anden. Und nicht für das Fehlverhalten an sich.
Zitat:Es kommt halt drauf an, wer was für Sanktionen unterläuft. Wenn eine israelische Firma mit dem Erzfeind Geschäfte macht, während die eigene Regierung diesen verteufelt, hat die Regierung versagt.Sei nicht so naiv. Der Staat hat besseres zu tun als irgendwelchen Firmen auf die Finger zu sehen und darauf acht zu geben was deren Tochtergesellschaften treiben. Das ist garnicht leistbar.
Zitat:Und es wird dadurch auch der Verschwörungstheorie Raum gegeben, dass die Regierung mit drinsteckt.Kommt dir das nicht selber lächerlich vor?
Zitat:Das einzig Positive an der Sache für Israel ist, dass die Iraner in genau derselben Situation stecken.Der Einzige der eine Situation sieht bist du.
Nightwatch schrieb:Der Staat hat besseres zu tun als irgendwelchen Firmen auf die Finger zu sehen und darauf acht zu geben was deren Tochtergesellschaften treiben. Das ist garnicht leistbar.Wir reden hier von zwei Staaten, die per Gesetz keinen Kontakt zueinander haben dürfen, es sei denn, der Kontakt besteht aus abgefeuerter Munition. Und Israel befindet sich seit seiner Gründung de facto im Krieg, muss also dauernd auf seine Position aufpassen. Da hat der Staat präventiv dafür zu sorgen, dass sowas nicht passiert, sonst verliert er seine Glaubwürdigkeit. Sicher ist eine totale Überwachung nicht möglich. Aber es fängt halt schon bei der Mentalität an, sowas überhaupt zu tun. Und da kann der Staat sehr wohl Einfluss nehmen.
Nightwatch schrieb:Gerücht ist Gerücht. Die Ofer-Brüder haben behauptet, dass sie von der israelischen Regierung die Erlaubnis erhielten, im Iran anzulegen. Netanyahu dementiert das. Dann hat sich gestern noch Meir Dagan eingeschaltet, dass die Berichterstattung viel zu übertrieben sei. Das wiederum hat zu Spekulationen geführt, dass der Geheimdienst dahintersteckte, um via die Tanker verdeckte Operationen im Iran durchzuziehen.hunter1 schrieb:Und es wird dadurch auch der Verschwörungstheorie Raum gegeben, dass die Regierung mit drinsteckt.
Kommt dir das nicht selber lächerlich vor?
Nightwatch schrieb:Der Einzige der eine Situation sieht bist du.Nebst ein paar israelischen Journalisten, ein paar empörten Israelis, sowie der israelischen und der iranischen Regierung. Aber die zählen ja alle nicht.
Zitat: Wir reden hier von zwei Staaten, die per Gesetz keinen Kontakt zueinander haben dürfen, es sei denn, der Kontakt besteht aus abgefeuerter Munition. Und Israel befindet sich seit seiner Gründung de facto im Krieg, muss also dauernd auf seine Position aufpassen. Da hat der Staat präventiv dafür zu sorgen, dass sowas nicht passiert, sonst verliert er seine Glaubwürdigkeit. Sicher ist eine totale Überwachung nicht möglich. Aber es fängt halt schon bei der Mentalität an, sowas überhaupt zu tun. Und da kann der Staat sehr wohl Einfluss nehmen.Die Staaten haben keinen Kontakt miteinander. Wenn eine Tochterfirma einer israelischen Firma mit irgendeiner anscheinend iranischen Firma über eine arabische Mittelfirma Geschäftbeziehungen hat ist das kein Kontakt zwischen Staaten (aber eben verboten).
Vielleicht passt man ja in Zukunft besser auf.
Zitat:Gerücht ist Gerücht. Die Ofer-Brüder haben behauptet, dass sie von der israelischen Regierung die Erlaubnis erhielten, im Iran anzulegen. Netanyahu dementiert das. Dann hat sich gestern noch Meir Dagan eingeschaltet, dass die Berichterstattung viel zu übertrieben sei. Das wiederum hat zu Spekulationen geführt, dass der Geheimdienst dahintersteckte, um via die Tanker verdeckte Operationen im Iran durchzuziehen.Wenn da der Geheimdienst dahinterstecken würde wäre die Geschichte nicht an der israelischen Zensur vorbeigekommen.
Das sind nicht meine Spekulationen, sondern die der Presse. Das Problem dabei ist, dass die Glaubwürdigkeit der israelischen Regierung und ihrer Politik leidet, solange sich solche Gerüchte halten. Richtig lächerlich wirds erst, wenn sie sich bewahrheiten.
Zitat:Nebst ein paar israelischen Journalisten, ein paar empörten Israelis, sowie der israelischen und der iranischen Regierung. Aber die zählen ja alle nicht.Welche Empörung? Selbst bei Haaretz gab die Affäre nicht mehr als eine halbe Schlagzeile her. Und das will was heißen, schließlich geht bei denen seit Netanyahu Regierungschef an jedem Tag mindestens einmal die Welt unter.
Zitat:Illegaler Handel mit Iran
Schiffsverkauf wird zur Staatsaffäre
Eine israelische Firma soll ein Schiff an den Iran verkauft haben. Peinlich für die israelische Regierung, da sie weltweite Wirtschaftssanktionen gegen Iran fordert. Eine Knesset-Sitzung sollte den Verkauf untersuchen und wurde plötzlich abgebrochen - weil der Mossad seine Finger im Spiel hatte?
...
Im Wirtschaftsausschuss der Knesset, der sich gestern mit dem Vorgang in öffentlicher Sitzung befassen wollte, brach dessen Vorsitzender Carmel Shama-Hacohen die Aussprache nach nur wenigen Minuten ohne Angaben von näheren Gründen ab. Nachdem ihm ein Mitarbeiter eine Zettel überreicht hatte, sagte Shama-Hacohen: "Ich habe soeben eine Information über einen Gesuch erhalten und muss die Sitzung schließen. Ich erkläre die Sitzung hiermit für beendet. Ich habe einen Zettel gelesen, der mir übergeben wurde und dessen Inhalt ich nicht mitteilen kann. Im Laufe des Tages wurde eine Sache überprüft und nun ist die Antwort diesbezüglich eingetroffen. Diese Antwort ist allerdings nicht politisch oder wirtschaftlich motiviert."
In der israelischen Presse nährte dieser Vorfall das Gerücht, die Industriellenfamilie habe mit Wissen oder gar im Auftrag des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad den Schiffsverkauf durchgeführt, zumal der frisch pensionierte Ex-Mossad-Chef Meir Dagan am Rande einer Festveranstaltung in Jerusalem die Affäre eher kryptisch mit den Worten abwiegelte: "Die übertreiben alle! Diese ganze Geschichte scheint mir übertrieben. Ich habe nicht vor, dem noch etwas hinzuzufügen." Israelische Zeitungskommentatoren bezeichnen den Vorwurf, ein von der Ofer-Gruppe kontrolliertes Unternehmen habe Geschäfte mit dem Erzfeind Iran gemacht, als äußerst schädlich für die außenpolitischen Bemühungen Israels, die internationale Gemeinschaft von einer weiteren Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen Teheran zu überzeugen.
"Unterwegs in geheimer Mission, oder Bösewichte?"
Arieh Eldad, Knesset-Abgeordneter der rechtsgerichteten Nationalunion, brachte gegenüber dem israelischen Rundfunk die Affäre auf diesen Nenner: "Der Staat Israel befindet sich in einer sehr armseligen Position, wenn er von der gesamten Welt fordert, den Iran zu boykottieren und sich dann herausstellt, dass Geschäftsleute bei uns scheinbar mit dem Iran in Verbindung stehen.
...
Die Tageszeitung "Haaretz" berichtet heute, der neue nationale Sicherheitsberater von Ministerpräsident Netanjahu, Jaakov Amidror, sei bis zu seinem Amtsantritt vor zwei Monaten Vorstandsmitglied in mehreren Unternehmen der Ofer-Gruppe gewesen.
Stand: 01.06.2011 14:43 Uhr
Zitat: 05.06.2011<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/artikel/C31325/naher-osten-dreizehn-tote-bei-protesten-auf-golanhoehen-30432199.html">http://www.faz.net/artikel/C31325/naher ... 32199.html</a><!-- m -->
Schüsse an Golan-Grenze
Israelische Soldaten feuern auf Demonstranten
Israelische Soldaten haben Berichten zufolge mehrere Menschen im Grenzbereich der Golanhöhen erschossen. Offenbar eröffneten sie das Feuer, nachdem sich von Syrien aus palästinensische Demonstranten auf den Sperrzaun zubewegten. ...
Zitat:Naher Ostenso kann man auch von den eigenen Untaten ablenken ...
Dreizehn Tote bei Protesten auf Golanhöhen
Am Jahrestag des Sechstagekriegs von 1967 sind bei Protesten auf den Golanhöhen an der Grenze zu Syrien dreizehn Menschen getötet und 200 verletzt worden - durch Schüsse des israelischen Militärs, berichtet das syrische Staatsfernsehen.
05. Juni 2011 17:50:04 ...
Zitat:so kann man auch von den eigenen Untaten ablenken ...
Zitat:23 Tote, 350 Verletzte - nach dem tödlichen Grenzsturm auf den Golanhöhen spitzt sich die Situation zwischen Israel und Syrien zu. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ruft zum Gewaltverzicht auf, Israels Armee ist in Alarmbereitschaft.
Zitat:Jüdische Siedler zündeln in Moschee
Jüdische Siedler haben in einer Moschee im Westjordanland Feuer gelegt. Hintergrund sind offenbar Auseinandersetzungen um eine illegale jüdische Siedlung.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...62,00.html