„Broensen“ schrieb:TKMS selbst plant immerhin schon mit 8xF127.
Oh ich glaube durchaus, dass diese Option auf dem Tisch liegt aber bis ich ich da was offizielles höre bin ich vorsichtig. Die Investoren PPP spricht dazu auch in „ongoing Campaigns“, also ich nichts davon bindend. Das kanadische U-Boot Programm ist darin bspw auch aufgelistet, obwohl die Entscheidung dafür noch gar nicht gefallen ist,
Zitat:Du meinst F128, oder? Von nochmal zwei F126 zusätzlich habe ich noch nichts gehört.
Ne, das auch aber 8x F126 geistert ebenfalls durchs Internet. Soweit ich das nachvollziehen kann hat Speer das irgendwann mal nebenbei auf seinen socials kommentiert und YT findet sich diese Aussage auch teilweise in Antworten auf Kommentare. Stand laut ihm im Griephan 06/29.
„Das BMVg will an der F126 festhalten und plant sogar eine weitere Aufstockung der Klasse von sechs auf acht Einheiten.“
https://x.com/clemens_speer/status/2017167697520349643 (30.01.2026)
Ob 8x F126 realistisch sind? Keine Ahnung. Das wäre dann vermutlich ein Ersatz sowohl für sie F123 wie auch die F125. Sofern das aber wirklich geplant sein sollte, werden wir es aktuell vermutlich nicht erfahren. Ich glaube nicht, dass man ein solches Vorhaben in der aktuellen Beschaffungssituation um F126 und A-200DEU ankündigen würde, dafür ist das Thema zu kontrovers.
Zitat:Das dürfte mMn zwar eine Herausforderung werden, aber sich letztlich nicht derart auf die Flottenplanung auswirken, sondern allenfalls im Nachhinein dann zu einer Unterbesetzung nach britisch/niederländischer Art führen.
Persönlich halte ich das für den worst case. Ich hab lieber 6x vollständig bemannte Einheiten von denen alle verfügbar sind als 12x nur halb bemannte Einheiten von denen keine verfügbar ist. Ich glaube wenn du anfängst, Besatzungen in Abständen von Monaten je nach Bedarf umzuverteilen, macht das die Marine noch unattraktiver als sie ohnehin schon ist.
Wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass der aktuelle Personalstand sich kurz- und mittelfristig nicht verändern wird. Die Rekrutierungsoffensive läuft jetzt seit 4x Jahren und obgleich Bewerberzahlen mWn ansteigen, ist das ein minimaler Zuwachs. Der Durchschnitts-Bundeswehrangehörige ist 34, Tendenz steigend. Das wird gerade so reichen um den Abschied der älteren Angehörigen, der jetzt mit gen Boomer langsam losgeht, auszugleichen.
Also auf zukünftigen Personalzuwachs zu setzten, halte ich insofern für keine gute Idee. Im Zweifel kann man immer nochmal Einheiten nachbestellen sollte sich eine plötzliche Trendwende ankündigen, bis Mitte/Ende der 2030er ists noch lang.
Zitat:Da muss ich dir ausdrücklich widersprechen, da ich die A-200 eben gerade nicht als reine ASW-Einheit sehen würde, sondern primär als Geleitschutzfregatte, die auch in der U-Jagd eingesetzt werden kann. Und dafür gibt es Verwendung, auch im Friedensbetrieb.
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Die F128 wird mMn - sofern sie in etwa so kommt, wie ich es erwarte - mehr Einsätze von jeweils kürzerer Dauer fahren
Welche Einsätze in Friendenszeiten kämen dir denn in den Sinn, die keine große Ausdauer aber dafür Geleitschutzfähigkeiten brauchen? Ich würde ehrlich gesagt behaupten, dass es in Friedenszeiten überhaupt keine Aufträge dieses Kalibers gibt, die keine große Ausdauer benötigen. Geographisch bedingt, da der Nordseeraum einfach kein Krisenherd mit schwer bewaffneten Milizen ist. Viele Konflikte der Neuzeit enden nicht sondern haben eine anfängliche intensive Phase und gegen danach zur „Tagesordnung“ über, in denen zwar Bedrohungspotenzial besteht es aber nur selten zu Aktionen kommt. ASPIDES läuft immer noch und es kommt immer noch vereinzelt zu Angriffen, nun mehr seit mehr als zwei Jahren.
Ausdauer und Stehzeit wären bei Aufträgen nahe der Heimat weniger gefragt, bspw Patrouillen in Ostsee und Nordmeer. Aber ob man dafür in Friedenszeiten Geleitschutzfähigkeiten braucht?
Zitat:während die ausdauernden Missionen von den F126 übernommen werden, die den F125 dafür überlegen sein werden.
WENN die F125 eine Zukunft in dieser Flotte haben sollten, dann mMn eben als Führungsschiffe, sei es nun für UxV oder auch einfach für Einsatzverbände.
Ich halte das nicht für Abwägungssache zwischen F125 und F126. Obgleich die F126 im IKM-Bereich zwar ein ähnliches Aufgabenspektrum abdecken sollte wie die F125, forcieren die verändern strategischen Umstände die unterschiedlichen Einsatzräume beider Klassen. Ich würde trotz die F125 trotz IRIS-T Befähigung eher für niedrigintensive Einsatzräume vorhalten. Mittelmeer, West- und Südafrika, auch Nordmeer würde ich nicht ausschließen. Wohingegen die F126 in ihrer jetzigen Form besser für intensivere Einsatzräume geeignet ist.
Die Abwägungssache steht für mich viel mehr zwischen der F125 und der A-200DEU. Die bewerben sich in meinem Gedankengang aktuell um die selbe „Stelle“ in der Flottenstruktur. Und da gewinnt für mich die F125, einfach weil sie meines Erachtens mehr Zukunftspotenzial bietet.
Mit ein bisschen Kreativität bekommt die F125 gut hochgerüstet. Möglichkeiten gibt es viele, die IRIS-T Station auf dem Containerdeck, CAMM oder MICA VLS ins Vorderkastell, etc. Mit der SLX geht eventuell sogar mehr, abhängig von einer stattfinden/nicht-stattfindenden Mk41 Integration. Es ist eine Menge deckseitiger Platz vorhanden, also dürften auch Upgrades Richtung verstärktem ELOKA, SIGINT/ELINT, bestimmt auch ASuW machbar sein. Eine UxV Befähigung der Boat Bays ebenso, CTG-Führungsinfrastruktur und Einschiffungskapazität sind reichlich vorhanden.
Hingegen bekommt man auch mit noch so viel Kreativität und Geld kein benutzbares Boat Bay in die A-200. Es ist auch nicht unbedingt viel Platz für upgrades da. Das kombiniert mit der geringeren Ausdauer/Stehzeit und dem fremden schiffbaulichen Standard spricht für mich eben sehr dagegen, einen solchen Schiffstyp zu betreiben.