14.03.2026, 17:37
Sind tatsächlich 6x, wurden nur gestaffelt bestellt. 2x Boote 2021 und 4x weitere 2024.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...ubmarines/
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(14.03.2026, 17:22)Broensen schrieb: [ -> ]Bisher hörte ich nur vom Ersatz des ersten Loses durch die CD, nicht des zweiten. Planerisch wären es also aktuell noch 8 Boote nach erfolgtem Zulauf der 6xCD.
(14.03.2026, 17:37)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Sind tatsächlich 6x, wurden nur gestaffelt bestellt. 2x Boote 2021 und 4x weitere 2024.Das stand doch außer Frage. Offen ist lediglich, ob damit ein 1:1-Ersatz der U212A geplant ist.
(14.03.2026, 17:45)roomsim schrieb: [ -> ]Die Los 1 bekommen MLU, und sollen mind. bis 2040-2042 je nach Boot bleiben und die Los 2 noch länger.Sicher bzgl. MLU? Ich weiß zwar von einer Modernisierung des ersten Loses, aber ein MLU mit NDV ist mir nicht bekannt.
Die gesamte 212A Flotte wird uns Planmäßig bis mind.2040 erhalten bleiben, die jetzt bestellten 212CD sollen nach allen Indizien bis 2036/2037(abhängig von Kanadischer Bestellung) da sein.
(14.03.2026, 18:02)Kul14 schrieb: [ -> ]Man sollte sich hüten fünf Kampfschiffsklassen gleichzeitig betreiben zu wollen. Idealerweise landen wir irgendwann mal bei drei Klassen. Könnte mir ja sogar vorstellen das man mit F127 und A200 auch nur noch zwei Klassen betreibt, aber dann muss man bei der A200 schon schauen das man Skaleneffekte generiert und nicht versucht aus dem Ding ein Zerstörer machen zu wollen. Wir müssten uns davon dann nämlich etwa 18 Schiffe leisten können...Ich würde behaupten, dass wir grundsätzlich die falsche Marine für einen high-low Flottenmix sind. Dafür ist weder die Fregattenflotte selber, noch die möglichen Personalressourcen groß genug, mal ganz davon abgesehen, dass der Ansatz mit unserer strategischen Realität drastisch kollidiert.
Broensen schrieb:Das stand doch außer Frage. Offen ist lediglich, ob damit ein 1:1-Ersatz der U212A geplant ist.Gute Frage, kann ich nicht beantworten. Ich weiß nicht ob KM2035+ eine handfeste Planung oder mehr eine Art Serviervorschlag ist, was die Marine gerne hätte oder bräuchte. Man hält sich ja letztendlich sowieso nicht dran, wozu planen wenn man auch würfeln kann?

(14.03.2026, 20:01)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Ich würde behaupten, dass wir grundsätzlich die falsche Marine für einen high-low Flottenmix sind. Dafür ist weder die Fregattenflotte selber, noch die möglichen Personalressourcen groß genug, mal ganz davon abgesehen, dass der Ansatz mit unserer strategischen Realität drastisch kollidiert.
Denn der mit großem Abstand größte Personaltreiber ist die Anzahl der Flaggenstöcke, besonders bei Fregatten. Zwar können sich verschiedene Klasse grundlegend in ihrer Auslegung unterscheiden (warum das murkst ist, gehe ich später drauf ein), was natürlich zu unterschiedlichen Besatzungsgrößen führt, aber ein Schiff bleibt ein Schiff und benötigt so gut wie immer die selbe Grundausstattung. Vollkommen unabhängig davon, was eine Fregatte tun oder nicht tun soll, braucht sie eine Powerplant, sie braucht Bordelektronik und Sensoren, sie braucht ein CIC, sie braucht eine Brücke, sie braucht grundlegende Infrastruktur und Personal, dass sie unterhält.
Und dieser grundlegende Besatzungsbedarf ist inhärent. Wenn man sagen wir 100% Fähigkeiten auf zwei Schiffe im 50/50 Verhältnis aufteilt, heißt das nicht, dass die Besatzung der Schiffe ebenfalls 50% kleiner ist. Im Gegenteil, lediglich die Aufgabenrelevanten Besatzungskontingente entfallen, der Rest bleibt gleich. So verschwendet man Ressourcen für eine Einheit, die mit 120x Besatzungsmitgliedern im bspw ASW tätig sein kann, während eine Einheit mit 160x Besatzungsmitgliedern sowohl im ASW wie auch im AAW tätig sein könnte.
Deswegen krieg ich auch jedes mal Kopfschmerzen, wenn neue Ideen von dezidierten Fregattentypen durch die Gegend geistern, besonders von Seiten des BMVg. Da beschwert man sich 24/7 über mangelnde Personalressourcen, trennt dimensionale Fähigkeiten aber kategorisch auf Fregattenklassen und erhält so das halbe Fähigkeitsspektrum zum beinahe doppelten Besatzungsbedarf. Das gilt für mich auch in einem F127-A200 Mix, selbes Prinzip.
MEn würde ein solcher Ansatz nichts bewirken, außer die Flotte künstlich abzuschwächen.
Zumal IKM Operationen damit extrem schwer werden, da weder F127 noch A-200 sonderlich gut dazu befähigt sind.
Zitat:Die F123B ist zu diesem Zeitpunkt gerade frisch aus dem Refit und soll erst beginnend mit der F126 ausgemustert werden, die F124 wird bis zu F127 durchhalten müssen und die F125 macht Überstunden um die Unverfügbarkeit von F123/F124 zu kompensieren, zumal man die Klasse nach KM2035+ noch weiter unterhalten möchte.
(14.03.2026, 20:01)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Ich würde behaupten, dass wir grundsätzlich die falsche Marine für einen high-low Flottenmix sind.Kommt für mich drauf an, was unter "low" zu verstehen ist. Wenn "high" eine reine Zerstörerflotte beschreibt, dann sehe ich ein Effizienzproblem bei einigen Einsatzarten. Allerdings beziehe ich das im Unterschied zu anderen hier weniger auf IKM, sondern explizit auf den Geleitschutz. Der erfordert regelmäßig Einheiten mit einem vergleichsweise eingegrenzten Fähigkeitsspektrum und meist auch einer geringeren Ausdauer als es bei Zerstörern der Fall ist. Insofern sehe auch ich für die DM einen High/Low-Mix, wobei ich den einfach als Zerstörer/Fregatten-Mix interpretieren würde.
„roomsim“ schrieb:Was du gerne Vergisst ist ein Schiff kann immer nur an einem Ort sein und eine Mission ausführen, weshalb die Anzahl an Flaggstöcken eine Qualität für sich ist. Das hast du selber Beschrieben in deinem Vorherigen Beitrag, aber keine Schlüsse draus gezogen:
Zitat:Und eine reine High Flotte die dafür groß genug ist können wir uns weder leisten, noch besetzen, da jedes dieser Schiffe 30-50% mehr Crew benötigt als ein Low Schiff.Genau das ist die, in meinen Augen, Fehlannahme die ich im bisherigen Ansatz so kritisiere.

Zitat:Du denkst immer noch ausschließlich in der IKM Dimension, auch wenn ich der Meinung bin, das IKM Teil der Marineaufgaben bleiben wird sehe ich einen IKM Schwerpunkt bei allen Einheiten vorzuhalten sehr kritisch.Der Dimensionsaspekt ist tatsächlich fast ausschließlich aus LV/BV Perspektive gedacht.
Zitat:Und diese Aufgaben werden nicht weniger werden vor allem wenn die Amerikaner nicht mehr den Handel schützen, dann sind wir als Exportnation gefragt Präsenz zu zeigen, was vor allem eins benötigt Flaggstöcke, ob die dann immer Dreidimensional vollständig befähigt sind oder nur bedingt spielt da nur eine untergeordnete Rolle, sie müssen nur alle so stark bewaffnet sein, das ein Versenken kein Unfall sein kann.Ich bin ja bekanntlich der Ansicht, dass die Grenze zwischen IKM und LV/BV fließend verläuft und wir es auch im Counter Terrorism immer mehr mit organisierten und semi-organisierten, gesponserten und gut ausgerüsteten Milizen zu tun haben, die öfters als verlängerter Arm geopolitischer Feinde agieren. In Szenarien wie dem Roten Meer oder jetzt dem persischen Golf hilft die eigene Überlebensfähigkeit kaum, wenn die Aufgabe der Fremdschutz des Seeverkehrs ist. Zumal man bei den teils vorgebrachten Arsenalen wirklich anzweifeln sollte, ob unsere (in meinen Augen veraltete) Definition von Selbstschutz hier überhaupt noch ein brauchbarer Maßstab ist.
Zitat:Deshalb bin ich für so 14-16 High Einheiten: F127, (aufgerüstete mit mehr VLS) F126Für einen mix bin ich ebenfalls, aber eben zu einem Medium-High mix den man auch tatsächlich bemannen kann.
und 10-14 Low Einheiten: F125, A-200, K130
„Broensen“ schrieb:Kommt für mich drauf an, was unter "low" zu verstehen ist. Wenn "high" eine reine Zerstörerflotte beschreibt, dann sehe ich ein Effizienzproblem bei einigen Einsatzarten. Allerdings beziehe ich das im Unterschied zu anderen hier weniger auf IKM, sondern explizit auf den Geleitschutz. Der erfordert regelmäßig Einheiten mit einem vergleichsweise eingegrenzten Fähigkeitsspektrum und meist auch einer geringeren Ausdauer als es bei Zerstörern der Fall ist. Insofern sehe auch ich für die DM einen High/Low-Mix, wobei ich den einfach als Zerstörer/Fregatten-Mix interpretieren würde.Da bin ich bekanntlich bei dir, weshalb mein favorisierter Medium-High Mix nach wie vor steht.
Zitat:Mit einem F127/A200-Mix hätte ich also grundsätzlich kein Problem, wenn die F127 nicht so gebaut würde wie aktuell geplant und die A200 nicht als U-Jagd-, sondern als Geleitschutzfregatte mit entsprechender AAW-Komponente daher käme.Ein High-Low Mix ist im Sinne des Wortes eine militärische Doktrin die eine Struktur aus einigen wenigen hochqualitativen Einheiten und einer große Anzahl non-qualitativen Einheiten vorsieht rum vor allem geografische Herausforderungen bei wenig verfügbaren Ressourcen anzugehen.
(15.03.2026, 00:53)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Diese Aufteilung von (in unserem Fall) ASW-Fähigkeiten und AAW-Fähigkeiten führt effektiv nicht dazu, dass wir insgesamt mehr Flaggenstöcke unterhalten, denn reine ASW-Kombattanten sind, wenn überhaupt, nur geringfügig weniger personalintensiv als volldimensional befähigte Einheiten. Denn der Großteil dessen, was AAW-Einheiten benötigen findet sich meist bereits auf ASW-Einheiten. Der größte ausrüstungstechnische Unterschied zwischen den beiden ist meist tatsächlich nur die Größe des VLS-Komplexes, je nachdem auch eine leistungsfähigere Radaranlage.
(15.03.2026, 00:53)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Genau das ist die, in meinen Augen, Fehlannahme die ich im bisherigen Ansatz so kritisiere.
Diese Aufteilung von (in unserem Fall) ASW-Fähigkeiten und AAW-Fähigkeiten führt effektiv nicht dazu, dass wir insgesamt mehr Flaggenstöcke unterhalten, denn reine ASW-Kombattanten sind, wenn überhaupt, nur geringfügig weniger personalintensiv als volldimensional befähigte Einheiten. Denn der Großteil dessen, was AAW-Einheiten benötigen findet sich meist bereits auf ASW-Einheiten. Der größte ausrüstungstechnische Unterschied zwischen den beiden ist meist tatsächlich nur die Größe des VLS-Komplexes, je nachdem auch eine leistungsfähigere Radaranlage. Im großen uns ganzen war’s das aber, was sich so auch in Realvergleichen widerspiegelt.
So liegen die meisten neueren (europäischen) ASW-Fregatten bei Stammbesatzungen zwischen 120-140x, teilweise 150x. Das gilt für eine F126, das gilt für eine ASWF, das gilt auch für eine F110. Was sich effektiv kein bisschen von den Stammbesatzungen volldimensional befähigter Einheiten wie der FREMM EVO (~130x) oder FDI (125x) unterscheidet.
Oder um mal ein Beispiel des eigenem Bestand anzuführen, der personelle Unterschied zwischen F123 und F124 beträgt genau 10x Köpfe, mach 15x draus wenn die F124 ein Schleppsonar hätte.
Der personelle Unterschied zwischen volldimensionaler non-volldimensionaler Befähigung fällt üblicherweise so gering aus, dass dieser Effekt wirklich erst durch Massen von Schiffen erkenntlich wird. Auf ein gutes Dutzend Einheiten schafft man es vielleicht Personal für 1x weitere Einheit herauszuquetschen, hat dafür aber seine Kapazitäten effektiv halbiert.
Und das ist das was ich meine mit, dass unsere Fregattenkomponente dafür nicht groß genug ist. Wir unterhalten keine 25+ MSC, bei der dieser Effekt nachhaltig Wirkung zeigen würde. Realistisch unterhalten wir 15x volldimensionale MSC oder 16x/17x non-volldimensionale MSC, was die Fähigkeitsabstrich mEn nicht wert ist.
Im übrigen dürfte auch die Flaggenstock-Not der DM dort herrühren. Denn auf dem Papier hat man zwar 11x Fregatten, je nach Kontext aber nur 4x, 4x oder 3x, kein Wunder also, dass es da zu Engpässen kommt
Der Dimensionsaspekt ist tatsächlich fast ausschließlich aus LV/BV Perspektive gedacht.
Eine reine IKM-Auslegung würde keine volldimensionale sondern eher eine non-dimensionale Befähigung nach sich ziehen, jedenfalls hätte sie das.
Ich bin ja bekanntlich der Ansicht, dass die Grenze zwischen IKM und LV/BV fließend verläuft und wir es auch im Counter Terrorism immer mehr mit organisierten und semi-organisierten, gesponserten und gut ausgerüsteten Milizen zu tun haben, die öfters als verlängerter Arm geopolitischer Feinde agieren. In Szenarien wie dem Roten Meer oder jetzt dem persischen Golf hilft die eigene Überlebensfähigkeit kaum, wenn die Aufgabe der Fremdschutz des Seeverkehrs ist. Zumal man bei den teils vorgebrachten Arsenalen wirklich anzweifeln sollte, ob unsere (in meinen Augen veraltete) Definition von Selbstschutz hier überhaupt noch ein brauchbarer Maßstab ist.
Für einen mix bin ich ebenfalls, aber eben zu einem Medium-High mix den man auch tatsächlich bemannen kann.
Die Doppelklasse von 15x volldimensional befähigten MSC, beide mit Grundbefähigung im ASW, ASuW und AAW und entsprechenden Spezialisierungen in erweiterten AAW-Fähigkeiten sowie IKM-Befähigungen via Mission Bay statt zusätzlichen VLS-Kapazitäten, die ich mal vor einiger Zeit skizziert hatte, steht entsprechend weiterhin.
Die K130 existieren außerhalb dieser Struktur. Da schwirrt mir ebenfalls einiges an (dringend benötigen) Aufrüstungsmöglichkeiten durch den Kopf aber das hat nix mit der Fregattenstruktur zu tun.
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Da bin ich bekanntlich bei dir, weshalb mein favorisierter Medium-High Mix nach wie vor steht.
Ein High-Low Mix ist im Sinne des Wortes eine militärische Doktrin die eine Struktur aus einigen wenigen hochqualitativen Einheiten und einer große Anzahl non-qualitativen Einheiten vorsieht rum vor allem geografische Herausforderungen bei wenig verfügbaren Ressourcen anzugehen.
Arleigh Burke - FF(X) wäre ein High-Low Mix. T45 - T23 wäre ein High-Low Mix.
Kommt natürlich immer ein wenig darauf an, wie man den Begriff interpretiert aber das wäre eigentlich genau nicht das, was du skizzierst.
(15.03.2026, 00:53)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Genau das ist die, in meinen Augen, Fehlannahme die ich im bisherigen Ansatz so kritisiere.Deine berechtigte Kritik richtet sich aber nicht gegen einen High/Low-Mix, den wir so aktuell auch gar nicht haben, sondern gegen die spezialisierten, nicht volldimensional befähigten Einheiten. Das ist ein Unterschied.
Diese Aufteilung von (in unserem Fall) ASW-Fähigkeiten und AAW-Fähigkeiten....
Zitat:Für einen mix bin ich ebenfalls, aber eben zu einem Medium-High mix den man auch tatsächlich bemannen kann.Dann nenn' es halt "medium", die Konsequenz ist die gleiche: Man hat Einheiten unterschiedlicher Ausstattungstiefe und vmtl. auch Ausdauer, statt wie bei uns üblich spezialisierte Einheiten auf ähnlichem Niveau.
Zitat:Ein High-Low Mix ist im Sinne des Wortes eine militärische Doktrin die eine Struktur aus einigen wenigen hochqualitativen Einheiten und einer große Anzahl non-qualitativen Einheiten vorsieht rum vor allem geografische Herausforderungen bei wenig verfügbaren Ressourcen anzugehen. ... Kommt natürlich immer ein wenig darauf an, wie man den Begriff interpretiert aber das wäre eigentlich genau nicht das, was du skizzierst.Es wären halt mehr High- als Low-Einheiten in der Flotte. Ansonsten passt es doch.
(15.03.2026, 01:30)Milspec_1967 schrieb: [ -> ]Die heutige AAW Bedrohung von klein Drohnen (Shahed) bis hin zu ASBM lässt kein low oder Medium AAW mehr zu!!
(15.03.2026, 11:02)DeltaR95 schrieb: [ -> ]Doch, genau das lässt es, wenn man eine vernünftige technische Analyse fährt. Beispiel:
Braucht eine A-200DEU einen ASBM Layer, wenn es keine ASBM gibt, die eine Fregatte dieser Größte treffen könnte?
Keine Marine der Welt kann sich auf allen Einheiten einen "AAW High" leisten, weil die Kosten dafür exorbitant sind sowohl für Beschaffung der Plattform als auch Unterhalt und Munition. Genau dies ist die Denke, die Schiffe unnötig kompliziert und teuer macht, so dass dann an einer anderen Stelle gespart werden muss.
Schiffe operieren im Kriegsfall nie als Einzelfahrer und nicht in jedem Einsatzszenar ist jede Bedrohung vorhanden. Deshalb baut man auch einen "Flotten-Mix".
Das Geld der Bundeswehr ist eben nicht unendlich, da muss man Abstriche in Kauf nehmen.
Abgesehen davon merkt man án dieser Diskussion hier leider, dass die Wenigsten hier mal ein Schiff von Grund auf geplant und konzeptioniert haben. Dies erfolgt auf Grundlage von definierten Szenaren und Wirksamkeitsanalysen des Verbunds aus Sensoren- und Effektoren - und mit denen wird relativ schnell klar, warum 64 ESSM auf einer Fregatte keinen operativen Sinn ergeben, wenn man alle technischen Leistungsparameter und Abhängigkeiten der Funktionsketten erfasst.
Wenn ihr hier diese Debatte zielgerichtet führen wollte, definiert euch ein Szenar einschließlich der Bedrohungen in Quantität und Qualität sowie die Einsatzart der Plattform (Einzelfahrer, Verband, etc).
(15.03.2026, 12:46)Milspec_1967 schrieb: [ -> ]Aber wer kennt in der Dynamik der Zeit die zukünftigen Taktiken und Bedrohungs lagen?
(15.03.2026, 12:46)Milspec_1967 schrieb: [ -> ]Oder ein Medium oder low Schiff für ne Milliarde zu verlieren... Wegen ohne high?
(15.03.2026, 13:41)DeltaR95 schrieb: [ -> ]"Low" ist für mich etwas in der Ordnung der Martadinata. Die DW-3000F geht dann schon Richtung Medium.Also wenn das der Maßstab für low ist, dann ist ja schon die A-200 medium. (Somit wäre ich dann natürlich auch bei high/medium.) Wo ist dann die Grenze zu high?
(15.03.2026, 11:02)DeltaR95 schrieb: [ -> ]Wenn ihr hier diese Debatte zielgerichtet führen wollte, definiert euch ein Szenar einschließlich der Bedrohungen in Quantität und Qualität sowie die Einsatzart der Plattform (Einzelfahrer, Verband, etc).Das ist natürlich auf die Einzelsituationen bezogen richtig, aber es nützt ja nichts, ein einzelnes Szenario zu betrachten, wenn es um die Ausgestaltung der Flotte auf lange Sicht geht. Dafür braucht es eine Einschätzung der zu erwartenden Gefahrenlage, der Begleitumstände, der eigenen Ambitionen und Möglichkeiten etc. pp.
(15.03.2026, 11:02)DeltaR95 schrieb: [ -> ]Schiffe operieren im Kriegsfall nie als Einzelfahrer und nicht in jedem Einsatzszenar ist jede Bedrohung vorhanden. Deshalb baut man auch einen "Flotten-Mix".Ich denke, das ist der größte Knackpunkt in den unterschiedlichen Sichtweisen hier: die Frage nach Einzelfahrer oder Verband und die Einschätzung hinsichtlich der Verfügbarkeit von verbündeten Einheiten. DPU und ich tendieren dahingehend zu der Annahme, dass wir gerade im Nordmeer-LV/BV über keine ausreichende Anzahl von verbündeten Einheiten hoher Leistungsfähigkeit verfügen werden, um das dort erforderliche Kräftedispositiv im Rahmen klassischer U-Jagd-Verbände bereitstellen zu können. Daher tendieren wir diesbezüglich zum Einzelfahreransatz im Verbund mit MPA&UxV (Area-ASW) und somit auch zur volldimensionalen Befähigung aller Hochsee-Einheiten.
Zitat:Keine Marine der Welt kann sich auf allen Einheiten einen "AAW High" leisten, weil die Kosten dafür exorbitant sind sowohl für Beschaffung der Plattform als auch Unterhalt und Munition.Erstmal muss man natürlich nach unten irgendwo eine Grenze ziehen, sonst braucht man SM-3 auf einem CB90.
Zitat:Braucht eine A-200DEU einen ASBM Layer, wenn es keine ASBM gibt, die eine Fregatte dieser Größte treffen könnte?Könntest du das ergänzen? Warum sollte eine A-200 unter den gleichen Einsatzbedingungen nicht getroffen werden können, ein größeres Kriegsschiff aber schon?