Forum-Sicherheitspolitik

Normale Version: Bundeswehrreform(en)
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Das ist doch ganz einfach: Die Bundeswehr plant überhaupt keine Operationen auf Brigade- oder gar Divisionsebene mehr. Divisionen, Brigaden und auch die dollen Regimenter sind nur noch Verwaltungsstrukturen und nicht mehr viel sonst.
Es wäre ehrlicher sie in Unterführungskommando oder so nen Blödsinn umzubennen, aber alte Gewohnheiten sterben langsam. Ein Gefecht mit verbundenen Waffen auch nur auf Brigadebenezu führen ist bei uns doch nur noch eine theoretische Übung. Auf dem Papier vllt grad noch möglich, aber in reality ist doch schon bei zwei Panzer(grenadier)brigaden im Verbund der Ofen aus.
Neulich hat mir ein Offizier der Bundeswehr (Jägertruppe, dann Panzergrenadiere) berichtet, dass er trotz einer vergleichsweise hohen Stabsverwendung in Bezug auf die Führung von Truppen über die Führung eines Bataillons in der Verteidigung (sic) und der Verzögerung nicht hinaus gekommen ist (mit der aberwitzigen Begründung, dass man mit Verzögerung im Endeffekt alles abdecken kann) Und das fand auch nur am Computer statt. Wie soll man so praktisch Krieg führen ?!

Dabei wäre die grundsätzliche Struktur mit 6 Brigaden gar nicht so schlecht. Man müsste nur dann endlich richtig konsequent sein und die Ebene der Division darüber streichen und entsprechende "Divisions"truppen dann in die Brigaden einziehen und diese damit selbstständig zum Gefecht der Verbundenen Waffen befähigen. Dass würde auch von den verbliebenen Bataillonen dann sehr homogen aufgehen. Ich bin zwar ein Gegner der Gliederung Brigade - Bataillon, aber diese ist in der NATO zunehmend Standard und modulare Brigaden mit homogener Struktur weithin verbreitet.

Und die Struktur besteht nun mal bereits so und man muß eine Armee auch mal zur Ruhe kommen lassen und die Struktur ruhen lassen, auch wenn eine andere Gliederung besser wäre. Daher wäre es sinnvoll, die 6 Brigaden vollständig aufzufüllen, die teil- und inaktiven Bataillone zu aktiven umzubauen und entsprechende Artillerie und Unterstützungsbataillone in die Brigaden einzuziehen.

Die Brigadestäbe sind bereits jetzt so groß und mit allen nur denklichen Abteilungen und Stellen versehen, die sind von der Struktur und Größe her zur Führung einer solchen verstärkten Brigade zumindest in der Theorie problemlos geeignet. Dann hätte man 6 Mechanisierte und wirklich Einsatzfähige - Kriegsbereite Brigaden und könnte damit sogar bis zu 2 komplette Mechanisierte Brigaden in einen Auslandseinsatz schicken, geschlossen und als organischer Verband und nicht dieses absurde Stückwerk wie es zur Zeit ins Ausland zusammen gestopselt wird. Die dazu notwendigen Änderungen wären sehr minimal und man könnte aus der jetzigen Heeresstruktur ohne größere weitere Umwälzungen zunächst mal ein funktionierendes Skelett wieder herstellen, auf dem dann das Heer wieder organisch langsam und gleichmäßig aufwachsen könnte.

Von den Bataillonen her soll es ja jetzt auf 4 aktive Panzerbataillone rauslaufen und 2 nichtaktive. 11 Panzergrenadierbataillone, davon einige teilaktiv, 3 aktive Jägerbataillone und 1 nichtaktives Jägerbataillon, 3 Gebirgsjägerbataillone, 6 Aufklärungsbataillone, 6 Pionierbataillone und 6 Unterstützungsbataillone sowie auf Divisionstruppen: 3 Artilleriebataillone, 1 teilaktives schweres Pionierbatailon und 2 teilaktive Unterstützungsbataillone sowie 2 Fallschirmjägerregimenter, 3 Heeresfliegerregimenter und 1 Luftlandeaufklärungskompanie und 1 Luftlandepionierkompanie sowie das KSK.

Durch diese Zahlenvorgaben (6 Panzer, 11 Panzergrenadier, 3 Jäger, 3 Gebirgsjäger) hätte man die 6 Brigaden sehr homogen aufbauen können. Das hat man aber verfehlt. Stattdessen hat man beispielsweise alle Gebirgsjäger zusammen in einer Gebirgsjägerbrigade belassen etc

Meine Vorstellung hier wäre nun, alle teilaktiven und nichtaktiven Bataillone zu aktiven zu machen, die Ebene der Division aufzulösen und die bisherigen Divisionstruppen auf die Brigaden zu verteilen und numerisch zu verstärken. Das ginge aus den jetzigen Beständen an Material noch ganz problemlos.

Jede Brigade hätte dann 4 Kampftruppenbataillone, bei völlig gleicher Verteilung je 1 Panzer-Bataillon, 2 PanzerGren-Bataillon, 1 Jäger oder Gebirgsjäger-Bataillon. Dazu je Brigade 1 Art-Bataillon, 1 Aufklärungs- 1 Pionier- und 1 verstärktes Unterstützungs-Bataillon sowie 1 teilaktives schweres Pionier-Bataillon. Jede Brigade wäre damit für den Kriegseinsatz befähigt und es bedürfte keiner Ebene der Division mehr. Die Brigade wäre damit als eine Art Mini-Division der primäre Kampfverband und könnte geschlossen und organisch in den Auslandseinsatz gehen.

Bei den 3 Brigaden mit Gebirgsjägern wären die Artileriebataillone dann nicht mit Panzerhaubitzen 2000 (nicht mehr genug Systeme) sondern mit gezogener Artillerie in 155mm (System M777) ausgestattet (kostengünstiger und eine wertvolle Ergänzung bezüglich der Fähigkeiten. Kampfdrohnen für die Luftnahunterstützung (System MQ9) werden in das Heeresfliegerregiment mit den Kampfhubschraubern eingegliedert. Die Luftlandeaufklärer und -pioniere werden verdoppelt und die Fallschirmjägerregimenter eingegliedert. Im zweiten Fallschirmjägerregiment wird die Zahl der Fallschirmjägerkompanien um 2 erhöht (1 reguläre und 1 schwere) und im ersten Fallschirmjägerregiment 1 der regulären Kompanien in 1 schwere gewandelt.

So könnte man mit minimalsten Eingriffen die Kampfkraft des Heeres zumindest rudimentär wieder herstellen und von dort aus dann eine möglichst große Aufwuchsfähigkeit organisch aufbauen.
Es muß mal wieder gespart werden. Ca. 2Mrd€ könnten es bei der Bundeswehr werden.

Mehr hier.

Zitat:Geht man von den vorgesehenen Einsparungen von sechs Milliarden Euro aus, würde das den Zahlen des aktuellen Schlüssels zufolge beispielsweise bedeuten: Das Bundesgesundheitsministerium muss mit 0,47 Prozent - was gut 28,2 Millionen Euro entspricht - am wenigsten sparen. Den größten Anteil trüge das Verteidigungsministerium mit knapp 2,0 Milliarden Euro (32,02 Prozent). Große Brocken hätten aber auch das Verkehrsressort von Peter Ramsauer (CSU) mit 1,3 Milliarden Euro (22,35 Prozent) und das Familienministerium von Kristina Schröder (CDU) mit knapp 670 Millionen Euro (11,11 Prozent) zu schultern.
Sollen sie den Laden doch gleich zusperren. Spart ne Menge Geld und wir blamieren uns endlich nicht mehr mit irgendwelchen Pseudobeteiligungen an Ausflügen unserer engsten Freunde.
Laut einer Radiomeldung (Quelle habe ich keine) kann de Maiziere Einspruch einlegen, dann würde wohl weniger bei der Bundeswehr eingespart und ein wenig mehr bei den Sozialkassen.
Was immer das bedeutet.

Noch etwas zur Reform:
Die Bundeswehr will offenbar zügig Drohnen beschaffen.

Zitat:...
Die Bundesregierung hat sich Forderungen aus der Bundeswehr angeschlossen und will für künftige Auslandseinsätze zügig Kampfdrohnen anschaffen. Aus den Einsatzerfahrungen der Bundeswehr werde deutlich, dass bewaffnete Aufklärung "als Schutz bei plötzlich auftretenden gravierenden Lageänderungen unbedingt erforderlich ist".
...
Als mögliches Modell nennt die Bundesregierung auch die "Predator"-Drohne, die vor allem von den USA eingesetzt wird.
...

Nachzulesen etwa hier.
Interessant wie ich finde. Nicht die Bundeswehr drängt, sondern die Regierung höchstselbst.
Vielleicht hat man die Nase voll davon, nur Flugzeuge mit Menschen senden zu können und diese gefährden zu müssen.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-im-ausland-warum-merkel-auf-kampfdrohnen-setzt-1.1582845">http://www.sueddeutsche.de/politik/bund ... -1.1582845</a><!-- m -->
Zitat:25. Januar 2013 17:59 Bundeswehr im Ausland
Warum Merkel auf Kampfdrohnen setzt

Eine Einladung zum Krieg per Fernsteuerung? Oder die notwendige Modernisierung für Auslandseinsätze? Die Bundesregierung überlegt, die Bundeswehr mit Kampfdrohnen auszustatten - und beruft sich auf drei Vorteile. Doch der amerikanische Anti-Terror-Krieg hat den Ruf der Flugroboter ramponiert.
...
das "saubere Töten" hat halt dank der Amerikaner den Geruch des "feigen Mordens ohne Gerichtsurteil" an sich ...
Die neue Gliederung des Heeres wurde bis jetzt meistens nur in Bezug auf die Großeinheiten (Bataillon aufwärts) dargestellt, da ich mich naturgemäß viel für die unteren Ebenen interessiere, hier mal die neue Gliederung der Infanterieeinheiten im Detail (Panzer folgt):

An Infanterie gibt es noch: Jäger, Gebirgsjäger und Fallschirmjäger, wobei sich die drei genannten mit der neuen Reform noch weiter aneinander anpassen. Grundstruktur sind die Jäger, bei den anderen beiden treten nur geringe Abweichungen dazu. Tatsächlich gleichen sich alle Arten von Infanterie so weitgehend, dass nur bei den Unterstützungskompanien und Schweren Kompanien sowie den verwendeten Fahrzeugen Abweichungen bestehen.

Die Infanterie umfasst:

2 Fallschirmjägerregimenter (direkt gegliedert in Kompanien, also ohne Bataillone)
3 Gebirgsjäger-Bataillone (alle in einer Brigade)
3 Jägerbataillone (in drei verschiedenen Brigaden)

Dazu kommen noch die zwei Jägerbataillone der Deutsch-Französischen Brigade (andere Struktur) und ein nichtaktives Jägerbataillon.

Jedes der 3 Jägerbataillone gliedert sich dann in:

1 Unterstützungs/Versorgungskompanie
3 Infanteriekompanien
1 schwere Infanteriekompanie

umfasst also in Zukunft 5 Kompanien je 1 Bataillon.

Eine Infanteriekompanie hat in Zukunft:

1 Kompanieführungsgruppe
1 Techn Gruppe
3 Infanterie-Züge
1 schweren Infanteriezug

Jeder Infanteriezug besteht aus:

1 Zugführungstrupp
3 Gruppen zu je 10 Mann (2 Trupps als weitere Unterteilung)

Die Trupps umfassen dann je 5 Mann und werden als Manöverelemente bezeichnet.

Der Schwere Zug besteht aus:

1 Zugführungstrupp
1 Scharfschützengruppe
1 Granatmaschinenwaffengruppe
1 Panzerabwehrgruppe

Jeder dieser Gruppen hat 3 Trupps, wobei jeder Trupp 1 System mit führt. Die Panzerabwehrgruppe wird mit Spike PALR ausgerüstet. Alle Jäger und eines der Bataillone der Gebirgsjäger sollen vollständig mit dem Boxer GTK ausgerüstet und damit vor allem in das neue Führungssystem eingebunden werden. Die beiden anderen Bataillone der Gebirgsjäger erhalten primär BV 206S.

Da rein praktisch gar nicht so viele Boxer verfügbar sein werden, werden die real fehlenden Boxer durch FuchsA8 ersetzt. bzw sollen ersetzt werden bis sie beschafft werden können. Und auch die Fuchs sind noch nicht in ausreichender Stückzahl auf dem Stand A8. Es fehlt also noch an allen Ecken und Enden.

Der Boxer soll weiter maximal mit einer FW200 mit einer Granatmaschinenwaffe oder einem 12,7mm SMG bewaffnet werden. Damit sei eine ausreichende Feuerkraft gegeben (hört hört)

Die schwere Infanteriekompanie besteht aus:

1 Kompanieführungsgruppe
1 Techn Gruppe
5 schweren Zügen

Diese sind:

1 PzAbw Zug mit 5 Wiesel mit Spike PALR
1 Zug mit 4 Joint-Fire-Support-Teams (koordinieren Artillerie/Luftunterstützung)
1 Granatmaschinenwaffenzug mit 5 Trupps (je Trupp 1 System)
1 Aufklärungszug mit 5 Trupps
1 Mörserzug mit 8 Mörsern (das dafür notwendige System wird aber zur Zeit nicht beschafft.

Die schwere Kompanie der Gebirgsjäger ist völlig identisch, wird aber nicht mit Boxer GTK ausgestattet sondern mit BV 206S. Die schwere Kompanie der Fallschirmjäger hat keinen Aufklärungszug, dafür aber 3 Granatmaschinenzüge mit je 5 Trupps (also insgesamt 15 Granatmaschinenwaffen).

Die Unterstützungs/Versorgungskompanie besteht aus:

1 Batführungsgruppe
1 Stab
1 VersDst
1 Kompanieführungsgruppe
1 Techn Zug
1 Fernmeldezug

Bei den Gebirgsjägern gibt es je Unterstützungskompanie zusätzlich 1 Hochgebirgszug mit:
1 Zugtrupp, 4 Gruppen mit je 1 Scharfschützentrupp je Gruppe

Bei den Fallschirmjägern kommt zur Unterstützungskompanie je noch 1 Hundezug, 1 Luftlandespezialzug und 1 Luftlande-Sanitätszug hinzu. Die Fallschirmjäger werden überwiegend mit dem Mungo ausgerüstet und eine Reihe von Wiesel 2-Varianten. Primäres Fahrzeug aller Luftlandetruppen soll aber trotz allem der Mungo werden. Der Mungo wird weiter keine vernünftige Bewaffnung haben. Die Wiesel 1 sollen abgebaut werden, da man weder TOW noch MK mehr zu brauchen meint.

Stück für Stück soll alle Infanterie mit Gladius ausgestattet werden. Auch hier ist wieder das Hauptargument nicht die Steigerung der Kampfkraft, sondern die bessere Führbarkeit der Truppen, durch die Einbindung jedes Infanteristen in das Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) und damit in das FüInfoSysH.

Priorität wird vor allem anderen auf möglichst leistungsstarke Führerrechner (Heil Rechner) und möglichst leistungsstarke Akkus gelegt. Die Fahrzeuge selbst dienen vor allem als Schnittstellen zum FüInfoSysH, womit die Zitat: Führungsfähigkeit immens verbessert wird.

Soviel zur Deutschen Infanterie, die mal die Blüte dieser Waffengattung darstellte .....

Panzer folgt morgen.
Panzertruppe:

Es wird im weiteren 9 PzGren Bataillone geben, also zwei mehr als bisher.

Ein PzGren Bataillon wird in Zukunft neben dem Bataillonskommando jeweils 3 PzGren Kompanien behinhalten. Jede PzGren Kompanie besteht aus 2 Kommando-SPz und 3 PzGren Zügen.
Bei den PzGren wurde jede Art von Mörsersystem gestrichen und wird nicht mehr beschafft werden.

Jeder PzGren Zug besteht dann aus 14 SPz (zur Zeit noch Marder1A5, in Zukunft dann PUMA). Man beachte, dass die Zahl der noch einlaufenden PUMA meiner Rechnung nach nicht für alle PzGren ausreichend sein wird, also manche PzGren rein rechnerisch keinen PUMA haben werden.

Jeder Zug hat 2 Kommando-SPz und 3 PzGren Gruppen mit jeweils 4 SPz je Gruppe (zusammen 14).

Jeder SPz wird 9 Soldaten haben. 3 Mann Besatzung und 6 Mann Absitzstärke. In jeder PzGrenKP wird es zudem eine organische Scharfschützengruppe mit 3 Trupps geben (3 SSG Systeme).

Zur Zeit ist der PUMA immer noch in der Test- und Einführungsphase und wird den PzGren erst ab 2014 zulaufen. Der PUMA wird höchstwahrscheinlich nicht mehr nach Afghanistan gesandt werden.


Die Kampfpanzer werden weiter drastisch reduziert: Es gibt im weiteren statt 6 Panzerbataillonen nur noch 4 Panzerbataillone. Jede Brigade welche Panzerbataillon führt, wird darüber hinaus nur noch 1 Panzerbataillon besitzen.

Jedes Pz Bataillon wird aus 1 Stab, 1 Unterstützungskompanie und 4 Panzer Kompanien bestehen. Damit wird es insgesamt 16 Panzerkompanien geben. Jede Pz Kompanie besteht im weiteren aus 2 Kommando-Panzern und 3 Panzer-Zügen. Jeder Panzerzug besteht dann aus 4 Kampfpanzern.

Damit hat in Zukunft jede Panzerkompanie 14 Kampfpanzer. Die meisten Leopard 2 sollen auf den Stand A6 gebracht werden, bis man 225 Leopard 2 A6 hat. Dazu kommt dann noch eine geringe Zahl Leopard 2 A5.

Ab 2014 sollten 20 der Leopard 2 A6 mit einer Klimaanlage, weitreichender Integration in das Führungssystem (sic) und neuer Munition mit mehr Reichweite ausgestattet werden. Diese Aufrüstung soll bis 2018 dauern.

Ab 2017 sollen dann 30 Leopard 2 A6 mit einem verbesseren Minenschutz ausgerüstet werden. AB 2020 ist eine Kampfwertsteigerung einiger Leopard 2 A6 zur Variante Leopard 2 PSO Zitat: "denkbar".

Wahrhaft beeindruckend.....

Immerhin werden die Kampfpanzer eine neue Schießanlage erhalten, die viele neue Möglichkeiten und Übungen ermöglichen wird.


Allgemein: Die Ränge der jeweiligen Führer der Einheiten soll gehoben werden. So sollen beispielsweise schon Kompanieführer den Rang eines Major tragen und Zugführer den Rang eines Hauptmann. Dadurch wird Zitat: "die Qualität der Kampftruppen nochmals gesteigert werden."

Ohne Worte.
@ Quintus Das ist so nicht ganz richtig, es wird 1 zusätzliches Panzergrenadierbatalion geben. Denn in der alten Strucktur gab es 8:

Panzerlehrbrigade 9
- PzGrenadierlehrbataillon 92

Panzerbrigade 21
- Panzergrenadierbataillon 212

Panzerbrigade12:
- Panzergrenadierbataillon 112
- Panzergrenadierbataillon 122

Panzergrenadierbrigade 37:
- Panzergrenadierbataillon 371
- Panzergrenadierbataillon 391

Panzergrenadierbrigade 41:
- Panzergrenadierbataillon 401
- Panzergrenadierbataillon 411
Da hast du recht.

Insgesamt werden wir also statt der bisherigen 8 nun 9 PzGrenBat haben, zuzüglich zwei nichtaktiver PzGrenBat.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://augengeradeaus.net/2013/03/einigung-mit-eads-weniger-nh90-weniger-tiger-und-ein-marine-heli-von-eurocopter/">http://augengeradeaus.net/2013/03/einig ... urocopter/</a><!-- m -->

also:

82 NH90
57 Tiger
18 MH90

vermutlich
15 LUH

alles in allem ok... bei den 18MH90 denke ich dass dies ein erstes Los zum Ersatz der SeaKings ist...
entweder kommt dann in ein paar Jahren ein zweites Los (wenn sich der MH90 bewährt hat)... oder man beschafft doch noch ein zweites Muster das auch von kleineren Einheiten aus eingesetzt werden kann (Future Lynx der Briten)
Es wird keine Kampfdrohnen geben.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/inland/drohnen110.html">http://www.tagesschau.de/inland/drohnen110.html</a><!-- m -->
Zitat:Keine neuen Drohnen für die Bundeswehr

Die Bundeswehr wird vorerst keine neuen Aufklärungs- und Kampfdrohnen beschaffen. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios scheitert der Kauf an erheblichen Mehrkosten. Auch die Anschaffung bewaffneter Drohnen soll nicht in Angriff genommen werden - zumindest bis zur Bundestagswahl.

Auch gibt es Wünsche weitere 500 Mio € bei der Bundeswehr zu sparen.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundeshaushalt-2014-verband-sieht-massives-einsparpotenzial-bei-projektfoerderungen/7713182.html">http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 13182.html</a><!-- m -->

Es wird momentan versucht mit dem bestehenden Material möglichste lange auszukommen.
Neuanschaffungen ersetzen nur zu Teilen den Bestand. Man hat von allem etwas, in kleinen Mengen und meistens veraltet.Ich sehe kein Konzept dahinter.
Weltregionen wie Asien oder Amerika rüsten massiv auf. Wir Europäer massiv ab.
Die Rohstoffe der Welt werden momentan neu verteilt. Wie wollen wir unseren Rohstoffnachschub sichern, wenn wir keine Möglichkeiten haben auf Distanz zu arbeiten ?
Indem wir die anderen gegeneinander ausspielen und sie mit unseren modernsten Waffen - die wir ihnen verkaufen - gegeneinander kämpfen lassen.
Der Name dieses Threads ist leider dem Euphemismus der Sprache einer Verschleierung zum Opfer gefallen.
Denn eigentlich müsste dieser Thread Bundeswehr-Deformierung oder einfach Abrüstung heißen.
Alles hat einmal ein Ende. Wenn das so weitergeht wird in absehbarer Zeit schlicht nichts mehr da sein was man noch wegreformieren kann. Dann kann dieses leidige Kapitel endlich geschlossen werden.

Wettet wer dagegen, dass man nach der Bundestagswahl den Ansatz Breite vor Tiefe beerdigt um die Bundeswehr in der Gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur schlanker und effektiver zu machen?