Forum-Sicherheitspolitik

Normale Version: Fregatte Klasse F125
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(01.05.2026, 17:23)Kul14 schrieb: [ -> ]ELTA liefert die Systemarchitektur für die Radarkomponente. Tatsächlich werden sogar die Sende- und Empfangsmodule von Hendsoldt in Ulm gefertigt.

Die System Architektur der AESA Komponenten und die Software dszu machen 100% der Geheimhaltung und 90% drr Ing Leistung aus. Rest von Hensoldt ist Beiwerk und Lizenz Produktion.
(01.05.2026, 17:23)Kul14 schrieb: [ -> ]Das TRS-4D FIXED wie es auf der F125 (und F126) verbaut ist hat eine etwas höhere Reichtweite als die Rot Variante, Hensoldt gibt hier offiziell 300km an.
Nur zur Bestandsaufnahme, Hensoldt gibt die instrumentierte Reichweite des TRS-4D Fixed ebenfalls mit 250km an. Was IR angeht wäre ein unterschied zwischen fixed und rotating auch merkwürdig, da die Sendeleistung identisch bleibt.
https://dam.hensoldt.net/m/2576074c2931e...nglish.pdf

Allerdings gehe ich ebenfalls davon aus, dass das TRS-4D (unabhängig ob fixed oder rotating) eine tatsächliche IR um 300km+/- aufweisen wird, analog zum Grand Naval von Leonardo, was das am ehesten vergleichbare System ist.
(01.05.2026, 18:20)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Nur zur Bestandsaufnahme, Hensoldt gibt die instrumentierte Reichweite des TRS-4D Fixed ebenfalls mit 250km an. Was IR angeht wäre ein unterschied zwischen fixed und rotating auch merkwürdig, da die Sendeleistung identisch bleibt.
https://dam.hensoldt.net/m/2576074c2931e...nglish.pdf

Allerdings gehe ich ebenfalls davon aus, dass das TRS-4D (unabhängig ob fixed oder rotating) eine tatsächliche IR um 300km+/- aufweisen wird, analog zum Grand Naval von Leonardo, was das am ehesten vergleichbare System ist.

Hensold kommuniziert aktuell nur 250km für die gesamte Radarfamile. In den älteren Datenblättern wird noch unterschieden TRS-4D ROT 250km und TRS-4D FIXED 300km. Aber ja die tatsächliche Reichweite wird man nicht im Datenblatt finden.

https://www.radartutorial.eu/19.kartei/0...heet_E.pdf

Die Dauersendeleistung eines Antennemoduls ist zwar bei beiden Varianten identisch, aber durch die vier Antennen hat man auch die vierfache (mögliche) Gesamtsendeleistung. das bedeutet man kann durch die fixen Antennen eine geringere Aktualisierungsrate für eine höhere Sendeleistung/Reichweite eintauschen.
(01.05.2026, 19:13)Kul14 schrieb: [ -> ]Die Dauersendeleistung eines Antennemoduls ist zwar bei beiden Varianten identisch, aber durch die vier Antennen hat man auch die vierfache (mögliche) Gesamtsendeleistung. das bedeutet man kann durch die fixen Antennen eine geringere Aktualisierungsrate für eine höhere Sendeleistung/Reichweite eintauschen.
Ne hat man leider nicht, ich wünschte es wäre so. Die einzelnen Panele weisen aber keine individuelle 360° coverage auf. Die vier Panale können nicht gleichzeitig in die selbe Richtung gucken da jedes von ihnen nur 90° abdeckt, bedeutet du hast in jede Richtung die selbe Leistung wie bei einem 360° array.

Zwar hast du mit der höheren Aktualisierungsrate bei fixed face arrays grundsätzlich recht, aber das liegt tatsächlich einfach nur daran, dass ein FFA einen Arc für 100% der Zeit abdecken kann, wohingegen ein RA den selben Arc je nach Rotationsgeschwindigkeit für weniger % der Zeit "passiert". Das lässt sich so aber nicht moderieren, ein Radar ist kein Computer dessen Tickrate man für eine geringer Serverbelastung heruntersetzen kann, so bescheuert das klingt.
Habe ich jetzt etwas falsch verstanden? Sind TRS-4D und TRS-4D Rot LR doch in der gleichen Leistungsklasse?

Ich dachte das TRS-4D ist nur für die Feuerleitung bis zum RAM und das TRS-4D Rot LR soll das SMART-L ersetzen?
(01.05.2026, 20:18)DopePopeUrban schrieb: [ -> ]Ne hat man leider nicht, ich wünschte es wäre so. Die einzelnen Panele weisen aber keine individuelle 360° coverage auf. Die vier Panale können nicht gleichzeitig in die selbe Richtung gucken da jedes von ihnen nur 90° abdeckt, bedeutet du hast in jede Richtung die selbe Leistung wie bei einem 360° array.

Zwar hast du mit der höheren Aktualisierungsrate bei fixed face arrays grundsätzlich recht, aber das liegt tatsächlich einfach nur daran, dass ein FFA einen Arc für 100% der Zeit abdecken kann, wohingegen ein RA den selben Arc je nach Rotationsgeschwindigkeit für weniger % der Zeit "passiert". Das lässt sich so aber nicht moderieren, ein Radar ist kein Computer dessen Tickrate man für eine geringer Serverbelastung heruntersetzen kann, so bescheuert das klingt.

Ok ich muss wohl mehr ins detail gehen. Durch die vier Antennen hat man mehr "Radarressourcen" die man nutzen kann um eine höhere Reichweite zu erzielen. Man kann am Ende mehrere oder längere Pulse in einen Bereich seden, beides sorgt auf unterschiedliche Weise für ein besseres Signal/Rausch-Verhältniss und so zu einer höheren Reichweite. Durch die Rotierende Antenne ist man bei der Puls-Kompression eingeschränkt, da sonst die Phasenlage gestört wird, das ist vor allem für die Erstentdeckung wichtig. Du hast recht, das gleiche kann man auch mit einem rotierendem Radar machen wenn man es kurz anhält, aber da hat man in der Praxis natürlich mehr Einschränkungen. Am Ende bekommt man halt aus der Fixed Version etwa 20% mehr Reichweite.

Zitat:Die System Architektur der AESA Komponenten und die Software daszu machen 100% der Geheimhaltung und 90% drr Ing Leistung aus. Rest von Hensoldt ist Beiwerk und Lizenz Produktion.

Durch die Produktion wird eine signifikante Wertschöpfung in Deutschland realisiert und man erreicht eine Autonomie bei der Ersatzteilversorgung und Integration. Selbst wenn wir die Verbindungen mit Israel abbrechen können wir die Geräte weiter uneingeschränkt nutzen. Hensoldt hätte das auch selber entwickeln können, dafür haben sie alles an Wissen und Werkzeugen. Wäre nur teurer geworden und hätte länger gedauert. So ist es eine gute Lösung für die Bundeswehr. Daher sollte man das nicht verachten....

(01.05.2026, 21:24)Frank353 schrieb: [ -> ]Habe ich jetzt etwas falsch verstanden? Sind TRS-4D und TRS-4D Rot LR doch in der gleichen Leistungsklasse?

Ich dachte das TRS-4D ist nur für die Feuerleitung bis zum RAM und das TRS-4D Rot LR soll das SMART-L ersetzen?

Nein nicht die gleiche Leistungsklasse aber deutlich näher als du anscheinend dachtest.

TRS-4D hat eine "Reichweite" von 250 bzw. 300km. Es ist ein Multifunktionsradar und verbindet eine gute Reichweite mit einer guten Auflösung daher braucht die F125 auch nur ein Radar.

TRS-4D LR ist ein Weitbereichsradar mit über 400km Reichweite und einem BMD Modus mit 2000km Reichweite. Würde bei der F124 durch das APAR ergänzt welches eine hohe Auflösung im Nahbereich besitzt aber eben eine geringere Reichweite.
Also wenn ihr euch schon an den verschiedenen Versionen des Datenblatts zum TRS-4D Fixed panel abarbeiten wollt: Die in meinen Augen bemerkenswerte Änderung zwischen der Version von 2018 zu der von 2021 ist nicht die Reduzierung der Instrumentierten Reichweite von 300 km auf 250 km sondern die Änderung des Wertes "confirmed track range" eines Fighter Aircraft von "größer als 110 km" zu "kleiner als 110 km". Nicht das damit wirklich viel gesagt wird denn es is ja nicht wirklich klar was damit genau gemeint ist aber alleine die Verwendung von "kleiner" reduziert hier den Interpretationsspielraum deutlich und ist bei Werbebrochüren unüblich.
Zum Vergleich beim TRS-4D rotierend stand früher "größer 100 km" mittlerweile fehlt der Wert, beim TRML-4D steht "größer 120 km".

Insofern halte ich auch die Reduzierung der IR auf 250 km für durchaus möglich, eine unrealistisch hoch gewählte Einstellung bringt operativ wenig bis nichts und schränkt an anderer Stelle ein.
Wenn bei der F123 ein Schleppsonar eingebaut wird, sollte es ggf auch bei der F125 passen.

https://www.hartpunkt.de/zur-u-jagd-mode...aufweisen/

Gut informierten Kreisen zufolge sollen im Rahmen der Modernisierung (F123)unter anderem Schleppsonare einer kanadischen Tochter des israelischen Rüstungskonzerns Elbit eingerüstet werden. Dem Vernehmen nach, haben Platzrestriktionen zur Auswahl der Technologie geführt. Deshalb kommte offenbar ein Sonar der deutschen Firma Atlas Elektronik nicht in Frage. Die Elbit-Tochtergesellschaft GeoSpectrum Technologies (GTI) hatte bereits vor einigen Jahren über erfolgreiche Tests mit ihrem Schleppsonar TRAPS (Towed Reelable Active Passive Sonar) berichtet. Dieses soll leicht und kompakt genug sein, um es auf den Fregatten der Klasse 123 einzurüsten.
(09.06.2026, 21:24)Seafire schrieb: [ -> ]Wenn bei der F123 ein Schleppsonar eingebaut wird, sollte es ggf auch bei der F125 passen.

https://www.hartpunkt.de/zur-u-jagd-mode...aufweisen/

Gut informierten Kreisen zufolge sollen im Rahmen der Modernisierung (F123)unter anderem Schleppsonare einer kanadischen Tochter des israelischen Rüstungskonzerns Elbit eingerüstet werden. Dem Vernehmen nach, haben Platzrestriktionen zur Auswahl der Technologie geführt. Deshalb kommte offenbar ein Sonar der deutschen Firma Atlas Elektronik nicht in Frage. Die Elbit-Tochtergesellschaft GeoSpectrum Technologies (GTI) hatte bereits vor einigen Jahren über erfolgreiche Tests mit ihrem Schleppsonar TRAPS (Towed Reelable Active Passive Sonar) berichtet. Dieses soll leicht und kompakt genug sein, um es auf den Fregatten der Klasse 123 einzurüsten.

Also alles irgendwie drittklassige Ware. (?)
An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, alles rund um die IRIS-T-Integration wird bitte hier diskutiert, um unnötige Dopplungen zu vermeiden:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...p?tid=7230
Wenn man für das ASW Thema eine vernünftige Lösung findet und die Iris T (ggf. SLX) integriert ist, mausert sich die F125 zu unserer bis auf weiteres besten Fregatte. Die Kombination der dann vorliegenden Fähigkeiten ist dann vielseitig und im Vergleich zur 123 (alt, fehlende Helis), 124 (SM2 Problem und fehlende ASW Fähigkeit) und auch 128 (nur 1 Heli, Flexibilität, Ausdauer) gibt es keine gravierenden Probleme.

Ich denke die Richtung passt hier und wir werden noch froh sein, dass wir die Schiffe in der Flotte haben. Heißt nicht, dass ein grundsätzlich sinnvolleres Design von Anfang an nicht besser gewesen wäre. Aber hier wird ggf. das Beste aus der Situation gemacht.

Wichtig wäre nun vor allem dass das ASW Thema, Integration Sea Tiger und die ggf. Umstellung des CSM parallel läuft und wir hier sehr zeitnah Ergebnisse herauskommen.
(10.06.2026, 12:59)Leuco schrieb: [ -> ]Wenn man für das ASW Thema eine vernünftige Lösung findet und die Iris T (ggf. SLX) integriert ist, mausert sich die F125 zu unserer bis auf weiteres besten Fregatte. Die Kombination der dann vorliegenden Fähigkeiten ist dann vielseitig und im Vergleich zur 123 (alt, fehlende Helis), 124 (SM2 Problem und fehlende ASW Fähigkeit) und auch 128 (nur 1 Heli, Flexibilität, Ausdauer) gibt es keine gravierenden Probleme.

Ich denke die Richtung passt hier und wir werden noch froh sein, dass wir die Schiffe in der Flotte haben. Heißt nicht, dass ein grundsätzlich sinnvolleres Design von Anfang an nicht besser gewesen wäre. Aber hier wird ggf. das Beste aus der Situation gemacht.

Wichtig wäre nun vor allem dass das ASW Thema, Integration Sea Tiger und die ggf. Umstellung des CSM parallel läuft und wir hier sehr zeitnah Ergebnisse herauskommen.

Bin ich voll bei dir, aber leider sehe ich eine ASW Lösung noch in relativ weiter Fern und evtl. mit relativ großem Umbauaufwand verbunden ist.
(10.06.2026, 13:26)roomsim schrieb: [ -> ]Bin ich voll bei dir, aber leider sehe ich eine ASW Lösung noch in relativ weiter Fern und evtl. mit relativ großem Umbauaufwand verbunden ist.
Wenn die aber auch käme, wäre die Beschaffung einer A200-Deu fast schon sinnfrei.
Mit F123B und F125 hätte man schrittweise ASW-Schiffen mit ausreichendem Selbstschutz.
(10.06.2026, 13:29)C-152 schrieb: [ -> ]Wenn die aber auch käme, wäre die Beschaffung einer A200-Deu fast schon sinnfrei.
Mit F123B und F125 hätte man schrittweise ASW-Schiffen mit ausreichendem Selbstschutz.

It depends … diese Vorhaben haben weiterhin gewisse Risiken…
Die F123B sind von der Hardware trotzdem alte Schiffe die vllt sinnvoll nur noch 10 bis maximal 15 Jahre betrieben werden können… in dem ASW Umfeld macht es außerdem Sinn mindestens 6-8 Einheiten einsatzbereit zu haben…
wenn das mit F125 Ausbau so kommt… und sowohl F123B und F128 so kommen wie aktuell geplant, hätte man 3 x 4 Fregatten mit einer stabilen ASW Ausrüstung… jedoch auch mit jeweils unterschiedlichen weiteren Vor und Nachteilen
(10.06.2026, 14:00)ObiBiber schrieb: [ -> ]wenn das mit F125 Ausbau so kommt… und sowohl F123B und F128 so kommen wie aktuell geplant, hätte man 3 x 4 Fregatten mit einer stabilen ASW Ausrüstung… jedoch auch mit jeweils unterschiedlichen weiteren Vor und Nachteilen
Und man hätte 12 Schiffe mit halbwegs gleichwertigen Hauptfähigkeiten, jedoch ansonsten komplett unterschiedlichen Anforderungen. Ineffizienter geht kaum. Confused