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Tut mir leid, aber für mich klingt das irgendwie ziemlich Böse...
Die Japaner gehen ein Weg der irgendwie komisch ist ...


Der Schakal
Wenn man ein aufsteigendes China vor der Haustür hat, ist das schon verständlich.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.taz.de/pt/2004/12/08/a0119.nf/text">http://www.taz.de/pt/2004/12/08/a0119.nf/text</a><!-- m -->

Nippons schleichende Militarisierung

Japans konservative Regierung baut die Streitkräfte aus, die nicht so heißen dürfen, und wagt sich an das Tabu, die pazifistische Verfassung zu ändern, die bisher Auslandseinsätze verbot. Japan dürfte künftig außenpolitisch forscher auftreten

Zitat:Japan hat offiziell keine Armee, sondern so genannte Selbstverteidigungskräfte, keinen Verteidigungsminister, sondern einen Leiter der Selbstverteidigungsbehörde. Panzer? Die heißen Spezialfahrzeuge. Eskortschiffe, wie sie hier genannt werden, heißen anderswo Zerstörer. Japans Medien verwenden fast zwanghaft den Präfix "Selbstverteidigung", sei es bloß in einer Bildlegende, die einen "Angehörigen der Selbstverteidigungskräfte" im Irakeinsatz zeigt, der eine Wasserpumpe repariert.

Sich nur so weit zu bewaffnen, wie zur Selbstverteidigung nötig, dies gebietet die pazifistische Verfassung, die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg von der US-Besatzungsmacht und heutigem Alliierten vorgesetzt bekam. Der Kriegsverlierer verpflichtete sich, "auf ewig dem Krieg als souveränem Recht der Nation zu entsagen". Doch fast 60 Jahre nach der Kriegsniederlage mischt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bei den Rüstungsausgaben in der Topliga mit und schärft ihr Profil.

Japans Generäle, mit der Bedrohung Nordkorea im Hinterkopf, regen die Erforschung eines Programms für Langstreckenraketen an. Im Oktober empfahl ein Beratergremium von Premierminister Junichiro Koizumi, Präventivschläge ins militärische Instrumentarium aufzunehmen. Derweil fordert Japans Industrieverband, das Waffenexportverbot zu lockern. Eine Vorbedingung, um die Zusammenarbeit mit den USA für ein Raketenabwehrschild ("Missile Defence") voranzutreiben.

Langstreckenraketen, Präventivschläge - alles bloß Selbstverteidigung, wie die Regierung unablässig versichert? Ausländische Militärexperten haben Zweifel und verweisen etwa auf Japans schlagkräftige Marine. Die sei stärker als zur Selbstverteidigung nötig. Gewiss, eine klare Trennung zwischen offensiver und defensiver Bewaffnung gibt es nicht, doch verfügt Japan über Waffensysteme, die auch in Angriffsoperationen gute Dienste leisten würden. Die heutige Verteidigungspolitik Japans sei nicht mehr zeitgemäß, sagt die konservative Regierung. Das Land müsse auf neuartige Gefahren "schnell und flexibel" reagieren und international eine aktivere Rolle spielen können....................
:hand: zur japanischen verteidgungspolitik <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?id=1142&PHPSESSID=5272ba591da07549e735129afff2811b">http://www.swp-berlin.org/common/get_do ... 9afff2811b</a><!-- m -->
:hand: von <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3870938,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... 38,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Japan richtet Militärpolitik neu aus
Die konservative japanische Regierung von Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat eine Neuausrichtung ihrer Militärpolitik angekündigt. Das Kabinett beschloss einen Fünf-Jahres-Plan für die Verteidigung und neue Richtlinien für Militärstrategien. Dem Beschluss zufolge soll das Embargo für Waffenexporte gelockert werden, damit Japan an einem Programm zur Entwicklung eines Raketensystems gemeinsam mit den USA teilnehmen kann.

Bedrohung durch China ausdrücklich erwähnt
Begründet wurde dies mit einer von China und Nordkorea ausgehenden potenziellen militärischen Bedrohung. Die Bedrohung durch die Volksrepublik China wird in einem neuen japanischen Weißbuch zur Verteidigung ausdrücklich erwähnt. Zuletzt war ein entsprechendes Weißbuch 1995 veröffentlicht worden.

Mit der teilweisen Aufhebung des seit 1976 geltenden Verbots des Waffenexports kann Japan nun Rüstungsteile im Zuge des gemeinsamen Raketenprogramms in die USA ausführen. Das Raketensystem wird seit 1999 entwickelt.

Brisant sind die Maßnahmen, weil Japan 1947 nach dem Zweiten Weltkrieg eine pazifistische Verfassung erlassen hatte. Sie verbietet die Beteiligung an Bündnissen zur kollektiven Verteidigung. Im Zuge des Irak-Krieges beteiligte sich Japan erstmals wieder an einem Auslandseinsatz. Gestern hatte Tokio den Einsatz nicht kämpfender japanischer Soldaten im Irak ungeachtet des starken Widerstands in der Bevölkerung zunächst um ein Jahr bis zum 14. Dezember 2005 verlängert.
Der taz-Artikel ist wieder mal ein schönes Beispiel für Unkenntnis oder schlicht Unsachlichkeit, man könnte sogar sagen, Heuchelei:


Zitat:Panzer? Die heißen Spezialfahrzeuge. Eskortschiffe, wie sie hier genannt werden, heißen anderswo Zerstörer. Japans Medien verwenden fast zwanghaft den Präfix "Selbstverteidigung", sei es bloß in einer Bildlegende, die einen "Angehörigen der Selbstverteidigungskräfte" im Irakeinsatz zeigt, der eine Wasserpumpe repariert.
Mir fällt da noch ein Land ein, das seine Zerstörer "Fregatten" nennt, Marschflugkörper "Abstandswaffen" und bei seinen U-Booten auf deren Einsatz zur Datengewinnung hinweist, ihr eigentliches Einsatzgebiet aber lieber unter den Tisch fallen lässt und die Armee lieber allgemein als THW mit geringfügiger Bewaffnung darstellt... :hand:

Zitat:alles bloß Selbstverteidigung, wie die Regierung unablässig versichert? Ausländische Militärexperten haben Zweifel und verweisen etwa auf Japans schlagkräftige Marine. Die sei stärker als zur Selbstverteidigung nötig.
Na, die "Experten" will ich mal sehen! Japan ist wie kein anderes Land auf den Warenimport über See angewiesen und hat vermutlich mehr Legitimität, eine starke Marine zu unterhalten als irgendein anderes Land auf diesem Planeten. Gemessen daran sind die Marinekräfte sogar noch moderat IMO und würden eine hunderprozentige Absicherung der Seewege gar nicht garantieren können.

Kein Zweifel, Japan wendet sich von dem strikt pazifistischen Kurs in der Außenpolitik ab, aber wie manche Medien deshalb wieder mal Fakten aus dem Zusammenhang reißen, finde ich einfach nur :wall:
Man lässt nur ein Wort weg und schon bekomt alles einen faden Beigeschmack. Was die taz wohl nicht ganz unabsichtlich unter den Tisch fallen läßt, ist dass es sich um ein Raketenabwehr-Proramm handelt hierzu benötigt man zwar auch Raketen aber keine Offensivwaffen. Aber solche Kleinigkeiten machen doch einen Artikel viel interresanter.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,360705,00.html">http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,360705,00.html</a><!-- m -->

Zitat:Japan und Frankreich planen Concorde-Nachfolger

Nach dem Concorde-Absturz vor fünf Jahren war die Ära der Überschallflugzeuge in der zivilen Luftfahrt vorüber. Doch nun deutet sich eine Rückkehr der Schnellflieger an. Japan und Frankreich wollen zusammen einen neuen Überschalljet entwickeln, der die Nachfolge der Concorde antreten soll. (...)
Mal sehen welche Airlines das Ding kaufen wollen. Das Boeing Projekt Sonic Cruiser (fast Überschallschnell) wollte schliesslich auch niemand haben und die Concord fand auch nur zwei Abnehmer und diese nahmen sie auch nur ungern. Ich wüsste nicht warum dieses Ding ein Erfolg werden sollte.
Äh ja, eigentlich finde ich das Projekt eines Flugzeuges das Mach 10 fliegen kann vielversprechender, weil es Wasserstoff als Antrieb verwendet und so auch die nächste Ölkrise (die irgendwann sicher kommen wird, weil das Öl irgendwann knapp wird, das ist nur noch eine Frage der Zeit) überleben kann.
Zitat:Äh ja, eigentlich finde ich das Projekt eines Flugzeuges das Mach 10 fliegen kann vielversprechender, weil es Wasserstoff als Antrieb verwendet und so auch die nächste Ölkrise (die irgendwann sicher kommen wird, weil das Öl irgendwann knapp wird, das ist nur noch eine Frage der Zeit) überleben kann.
Aber die Infrastruktur auf den Flughäfen für so ein Ding, ich denke da insbesondere an die Betankung sowie die damit verbundenen sicherheitstechnischen Details, dürfte es zunächst auch nicht gerade billig und somit unattraktiv machen.
Naja, du willst mir ja wohl nicht sagen das das Fliegen nicht teurer werden wird, weil ganz einfach der Treibstoff teurer wird.
Und übrigens hat man ja noch Zeit, bis er in kommerzielle Dienste gehen wird vergehen noch min. 10 Jahre. So viel Infrastruktur braucht man ja auch nicht, solche Flugzeuge werden sowieso nur vereinzelte Flughäfen anfliegen (Ich schätze das man nicht mehr wie 1-2 Flughäfen pro Kontinent für diese Supersonicjets braucht).
Japans Wähler stützen Koizumis Reformkurs

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4734178_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html</a><!-- m -->

Zitat:Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat bei der Parlamentswahl ersten Prognosen zufolge eine große Mehrheit erreicht. Seine konservative Liberaldemokratische Partei (LDP) komme auf 298 bis 313 Sitze im Parlament, das aus 480 Abgeordneten besteht, berichtete der private Sender TBS nach Schließung der Wahllokale unter Berufung auf Nachwahlbefragungen. Auch andere Sender meldeten einen ähnlich hohen Sieg. (...)
zur Zeit heisse Diskussion:
chinesische Kriegsschiffe patroullieren in einem Gebiet, in dem Japan demnächst mit der Förderung von Erdgas beginnen will
Zitat:Five Chinese naval ships, including a missile destroyer, were spotted Friday morning near the Chunxiao gas field in the East China Sea, where Japan and China have a dispute over demarcation ....
Japan Today: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.japantoday.com/e/?content=news&cat=1&id=348697&display=all">http://www.japantoday.com/e/?content=ne ... isplay=all</a><!-- m -->

CDF: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.china-defense.com/forum/index.php?showtopic=8678&st=125">http://www.china-defense.com/forum/inde ... 678&st=125</a><!-- m -->

CMF: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.centurychina.com/cgi-bin/anyboard.cgi/plaboard/?cmd=get&cG=33732333130383&zu=33373233313038&v=2&gV=0&p=">http://www.centurychina.com/cgi-bin/any ... =2&gV=0&p=</a><!-- m -->

SDF: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sinodefenceforum.com/showthread.php?t=196">http://www.sinodefenceforum.com/showthread.php?t=196</a><!-- m -->

(z.T. Anmeldung erforderlich)
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.china.org.cn/german/196912.htm">http://www.china.org.cn/german/196912.htm</a><!-- m -->
Zitat:China beharrt auf Standpunkt bei Grenzverlauf im Ostchinesischen Meer

....
China und Japan haben sich im Ostchinesischen Meer bislang nicht auf einen Grenzverlauf geeinigt. Eine von Japan einseitig deklarierte Grenzlinie wurde von China nicht akzeptiert. Der Streit dreht sich vor allem um Gas- und Ölvorkommen in dem Seegebiet, die beide Staaten für sich reklamieren.

(China.org.cn, 23. September 2005)
<!-- m --><a class="postlink" href="http://news.yahoo.com/s/ap/20051028/ap_on_go_ca_st_pe/japan_us_military_18">http://news.yahoo.com/s/ap/20051028/ap_ ... ilitary_18</a><!-- m -->

Zitat:Japan to Harbor Nuclear-Powered Carrier

By LOLITA C. BALDOR, Associated Press Writer Thu Oct 27,10:55 PM ET

WASHINGTON - United States and Japanese officials have agreed to allow the Navy to station a nuclear-powered aircraft carrier in Japan for the first time, the Navy announced Thursday.

Though American troops have been based in Japan since the end of World War II, the Japanese public has long been wary of a U.S. nuclear presence because of concerns about possible radiation leaks. The decision comes 60 years after the United States brought the war to an end by dropping atomic bombs on a pair of Japanese cities, Hiroshima and Nagasaki. ...
Nicht unbedeutend. Somit wird der Weg für Nimitz-Träger in Yokosuka frei.
inzwischen auch als deutsche Nachricht: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.marineforum.info/HEFT_1_2-2006/Kitty/kitty.html">http://www.marineforum.info/HEFT_1_2-20 ... kitty.html</a><!-- m -->
Zitat:US-Navy stationiert Nuklearträger

Japan ändert seine bisherige Militärdoktrin

von Werner Fischbach

Die Nachricht, die US-Navy werde im Jahr 2008 den konventionell angetriebenen und in die Jahre gekommenen Flugzeugträger KITTY HAWK (CV-63) in Japan ablösen und durch USS GEORGEWASHINGTON (CVN-73), ein Schiff der NIMITZ-Klasse, ersetzen, schien auf den ersten Blick eine Routinemeldung zu sein. Doch es ist mehr als das - es ist ein wichtiges Indiz zur Änderung der japanischen Nuklear- und Verteidigungspolitik.

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