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http://www.taz.de/pt/2003/12/20/a0118.nf/text

Sudans Krieg verändert sein Gesicht

Die Regierung in Khartum und die südsudanesische Rebellenbewegung SPLA stehen kurz vor einem Friedensvertrag, der einen 20-jährigen Krieg mit 2 Millionen Toten beenden soll. Aber längst haben neue Konflikte den Platz der alten eingenommen.


Zitat:Afrikas ältester Krieg steht vor dem Ende. Sudans Regierung und Südsudans Rebellenbewegung SPLA (Sudanesische Volksbefreiungsbewegung) haben gestern im kenianischen Naivasha ihre jüngste Runde von Friedensgesprächen beendet. Bis Ende Januar könnte ein Friedensvertrag unterschrieben werden - eventuell in Washington.

Krieg zwischen den Herrschern in Sudans Hauptstadt Khartum und rebellierenden Völkern im Süden ist älter als die Kolonialzeit. In seiner heutigen Form als Rebellion der SPLA gegen den Zentralstaat läuft er seit 1983 und hat dabei schätzungsweise 2 Millionen Tote und 4 Millionen Vertriebene gefordert. "Ethnische Säuberung" und das Aushungern ganzer Landstriche gehörten zu den Kriegsmethoden, vor allem nach der Machtergreifung eines islamistisch beeinflussten Militärregimes in Khartum 1986. Danach spielten sich im Südsudan die dramatischsten Hungerkatastrophen der Welt ab. In den letzten Jahren hat die Aufnahme der Ölförderung im Zentrum des Sudan dem Krieg eine andere Wendung gegeben: Die Ölfelder sind Kriegsziel der Rebellen, die Regierungsarmee vertreibt im Gegenzug die Zivilbevölkerung.......
Zitat:Am dramatischsten ist jedoch, dass zeitgleich mit der Befriedung des Südsudan ein nicht minder brutaler Krieg im Westsudan ausgebrochen ist. Die drei Darfur-Provinzen an der Grenze zum Tschad sind seit Anfang dieses Jahres Schauplatz einer bewaffneten Rebellion, deren Niederschlagung durch die Regierung nach Schätzungen von Hilfswerken um die 700.000 Menschen in die Flucht getrieben hat, zum Teil bis in den Tschad. Die Darfur-Rebellenbewegung SLA (Sudan-Befreiungsarmee) agiert wie eine Kopie der SPLA und könnte nach deren Friedensvertrag deren Platz als bewaffnete Opposition einnehmen. Mit einem autonomen Teilstaat im Süden, andauerndem Streit um Öl, Krieg im Westen und wachsender Opposition in Khartum könnte es also gut sein, dass der Sudan als geeinter Staat den Frieden nicht überlebt......
Landkarte http://miss.wu-wien.ac.at/~j0051870/SUDAN.JPG
http://www.taz.de/pt/2003/12/23/a0140.nf/text

Darfurs Krieg gefährdet Sudans Frieden

Im Westen des Landes eskaliert der bewaffnete Konflikt. Wenn er nicht gelöst wird, rückt auch ein umfassender Friedensvertrag in weite Ferne. Die Regierung in Khartum beschuldigt Islamisten und das Nachbarland Eritrea der Destabilisierung

Zitat:Während die Friedensverhandlungen für Südsudan voranschreiten, verdüstert die Eskalation des Krieges im Westsudan die Friedensperspektiven. Hilfsorganisationen in der Region Darfur an der Grenze zu Tschad waren gestern im Abzug begriffen, nachdem die Provinzregierung von West-Darfur eine nächtliche Ausgangssperre und ein Demonstrationsverbot verhängte. Zuvor waren Friedensgespräche zwischen der Regierung und der Darfur-Rebellenbewegung SLA (Sudan-Befreiungsarmee) zusammengebrochen.

Von den rund sechs Millionen Einwohnern Darfurs - ein Fünftel der Bevölkerung des Sudan - ist jeder Neunte auf der Flucht. Die SLA trat im Februar zusammen mit der kleineren JEM (Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit) als "Widerstandsbewegung" gegen "ethnische Säuberung und Völkermord" in Erscheinung. Im wüstenhaften Darfur rekrutierte Sudans Zentralregierung in den 80er-Jahren arabische Milizen, um im Südsudan das Dinka-Volk zu terrorisieren, Hauptstütze der südsudanesischen Rebellenbewegung SPLA (Sudanesische Volksbefreiungsarmee), mit der die Regierung inzwischen Friedensgespräche führt. Diese Milizen bekämpfen heute Bauernvölker in ihrer Heimat, und einige von ihnen streiten sich auch mit der Zentralregierung, seit diese versucht, sie zu entwaffnen........
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html

Deutsche Soldaten in den Sudan? .....
Ich frage mich, wie lange der Sudan in seiner jetzigen Form noch existieren wird.
Die Idee, deutsche Truppen in den Sudan zu entsenden, halte ich nicht für klug, denn so würde ein verbrecherisches, islamistisch-faschistisches Regime unterstützt werden.
Es gäbe da andererseits natürlich auch die Möglichkeit, daß wir mit den USA gleichziehen und Truppen in den Sudan senden, um das dortige Regime dann abzusetzen...:evil:
Das dortige Regime hat es sicherlich verdient abgesetzt zu werden. 50 Jahre Bürgerkrieg sind genug.
Habe in der SZ gelesen, daß es bei den Verhandlungen auch um eine Teilung des Landes gehen soll.
Ist ein gangbarer Weg.
http://www.sueddeutsche.de/sz/politik/red-artikel1074/

Zitat:Wackliger Meilenstein
Der Weg zum Frieden im Sudan scheint noch lang zu sein
Auf einmal sollen aus erbitterten Feinden Freunde werden, Freunde, die alles gerecht aufteilen und in Frieden leben. Nach 20 Jahren Krieg, nachdem mehr als zwei Millionen Menschen getötet und vier Millionen vertrieben wurden. Es soll keine Schlachten mehr um die Ölfelder geben, es soll niemand mehr aus religiösen Gründen umgebracht werden, und außerdem soll der Reichtum allein der Zukunft des Landes zugute kommen.
....
Na ja, solange Bush jr. nicht seinen "Krieg gegen den Terror" auf den Sudan ausweitet hat der Frieden und die Koexistenz dort vielleicht eine reelle Chance ...
http://www.netzeitung.de/deutschland/269006.html

Bundeswehr hilft bei Stabilisierung des Sudan

Nach dem Friedensschluss der Bürgerkriegsparteien im Sudan soll sich die Bundeswehr an der Stabilisierung des Landes beteiligen – mit ein bis zwei Offizieren.

Zitat:Die Bundesregierung ist bereit, sich bei einem Friedensabkommen in Sudan an der Stabilisierung des Landes zu beteiligen. Neben materieller Hilfe sei bei einem UN-Mandat die Entsendung von «ein bis zwei» Stabsoffizieren denkbar, meldete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Regierungskreise......
http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=172

Der Sudan - Land der Gegensätze

Ist ein Ende des Bürgerkriegs in Sicht?

Zitat:Drei Jahrzehnte lang (1963-72, 1983 bis heute) wurde der Sudan vom Bürgerkrieg erschüttert. An die zwei Mio. Tote, vier Mio. Binnenflüchtlinge und 500.000 Flüchtlinge in Nachbarstaaten sollen zu beklagen sein. Da der Sudan nicht im Zentrum des Ost-West-Konfliktes stand und Afrika nach dem Zusammenbruch des Ostblocks an strategischem Wert verlor, nahm die internationale Politik kaum Anteil an dem zerstörerischen Bürgerkrieg, der weite Teile des Landes ruinierte und entvölkerte. Erst die verstärkte internationale Aufmerksamkeit für die Gefahren des Islamismus/Terrorismus, die erhöhte strategische Bedeutung des Roten Meeres sowie der Beginn der Ölförderung im Sudan haben diese Haltung in den letzten Jahren verändert. Die USA üben Druck auf die islamistische Regierung in Khartum wie auch auf die größte Rebellenbewegung Sudan People‘s Liberation Movement/Army (SPLM/A) aus, ein Friedensabkommen zu unterzeichnen..........
Potenzielle Unruheherde und umstrittene Regionen im Sudan http://www.bmlv.gv.at/omz/grafiken/thumbs/pabst1104.png



:daumen::daumen::daumen:
anscheinend siehts doch nicht so toll ausSad http://www.spiegel.de
Wirklich tolle Leistung, die Friedensverhandlungen platzen zu lassen! :motz::motz:
Sieht so aus, als müßten die Rebellen der SPLA leider entweder auf Khartoum marschieren und/oder den Süden des Sudan endgültig in die Unabhängigkeit lotsen. Nur so wird im Sudan Frieden einkehren können.
http://derstandard.at/standard.asp?id=1553674

Sudan: "Eine der schlimmsten Katastrophen weltweit"

Rund eine Million Menschen haben wegen anhaltender Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen keine Lebensmittel mehr.

Zitat:Khartoum/Wien – Nach heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Westen des Sudan sind etwa eine Million Menschen von dringend benötigter Hilfe abgeschnitten. Es gibt in weiten Teilen der Darfur-Region weder ausreichend zu essen noch Trinkwasser. Mehrere Dörfer wurden von Regierungstruppen bombardiert. "Es gibt eine große humanitäre Katastrophe in Darfur, eine der schlimmsten weltweit", erklärte Ben Parker vom UNO- Büro für Koordinierung der humanitären Hilfe im Sudan.

Hilfsorganisationen warfen der muslimischen Regierung des Sudan vor, den Zugang zu der Region zu verhindern. "Genehmigungen werden nicht zügig genug erteilt und nach undurchsichtigen Kriterien vergeben", sagte Parker. Derzeit könnten etwa nur 15 Prozent der Bedürftigen erreicht werden. Nach Schätzungen sind etwa 600.000 Menschen in Darfur infolge der Kämpfe zu Flüchtlingen im Land geworden. Weitere knapp 100.000 flohen in den benachbarten Tschad..........
http://www.taz.de/pt/2004/02/11/a0133.nf/text

Bei Frieden steht Südsudan am Nullpunkt

Vor der Wiederaufnahme der Sudan-Friedensgespräche: Augenschein in einem Flüchtlingslager in Kenia.

Zitat:Das Wort "Frieden" fällt oft unter einem der wenigen Bäume in Kakuma. "Ich kann es kaum erwarten", sagt Paul Monykuer Dut, Lehrer in diesem Flüchtlingslager für Südsudanesen im Nordwesten von Kenia. "Ich hab das Leben im Lager satt und will keinen Tag länger bleiben als nötig."

Seit 1992 lebt der 56-Jährige in dem Lager. In seinem ursprünglichen Wohnort im Südsudan, das weiß er, existiert keine Schule mehr. "Trotzdem will ich schnell dahin zurück", meint er. "Wir werden die Kinder unter einem Baum unterrichten, bis die internationale Gemeinschaft uns hilft." Wenigstens einer, der in dem Lager mit 90.000 Insassen, davon 60.000 Südsudanesen, optimistisch ist über die Aussichten auf einen schnellen Friedensvertrag zwischen Sudans Regierung und den südsudanesischen SPLA-Rebellen (Sudanesische Volksbefreiungsarmee). Anderthalb Jahre reden die beiden Seiten schon miteinander, mehrere Teilabkommen sind bereits unterzeichnet. Nächsten Dienstag sollen die Gespräche nach einer mehrwöchigen Unterbrechung wieder aufgenommen werden.
http://derstandard.at/standard.asp?id=1573861

Sudan: Regierungstreue Milizen töten 81 Zivilisten
Laut Hilfsorganisation wurden zudem 30 Mädchen entführt.

Zitat:Nairobi - Im Westen des Sudans sollen regierungstreue Milizen nach dem Bericht einer Hilfsorganisation 81 Zivilisten getötet haben. Zudem hätten die Milizen in den vergangenen Tagen etwa 30 junge Mädchen entführt, berichtete die nichtstaatliche Organisation Center for the Prevention of Genocide am Mittwoch. "Uns erreichen zahlreiche Berichte aus der Region Darfur über Menschenrechtsverletzungen", hieß es in der Stellungnahme.

In der schwer zugänglichen Region kämpfen seit etwa einem Jahr arabische Milizen gegen Rebellen, die mehr Autonomie und politischen Einfluss fordern. Die Regierung in Khartum hat zudem zahlreiche Dörfer in Darfur bombardieren lassen. Die Vereinten Nationen haben damit begonnen, die etwa 60.000 Flüchtlingen in der Region und etwa 110.000 jenseits der Grenze zum Tschad auf dem Luftweg mit Lebensmitteln zu versorgen. (APA/dpa)
http://derstandard.at/standard.asp?id=1588702

UNO über grausame Zustände in West-Sudan entsetzt

Regime kämpft mit Luftwaffe gegen Bevölkerung und SPLA-Rebellen im nichtmoslemischen Süden.

Zitat:Nairobi/Genf - Der Flüchtlings-Hochkommissar der Vereinten Nationen, Ruud Lubbers, hat die sudanesischen Machthaber dringend zu Friedensverhandlungen mit den Rebellen im Westen des Landes aufgerufen. "Dort geschehen schreckliche Grausamkeiten", sagte der niederländische Ex-Premier am Mittwoch dem britischen Sender BBC. Lubbers besuchte ein Lager im Westen des Nachbarstaates Tschad, in dem ein Teil der etwa 110.000 sudanesischen Flüchtlinge aus der Region Darfour untergekommen ist..........
Dieser Krieg im Sudan ist eine Tragödie.

Ich hörte das die Schwarzen im Süden christlich sind.

Und im Norden leben die arabischen Moslems.

Nun führen diese Araber seit 20 Jahren Krieg gegen den Süden und der Westen macht nichts um diesen Krieg zu verhindern. Das Ziel des Nordens ist es doch den Süden zu erobern und alle Menschen zu Moslems zu bekehren.
Und wenn ihnen das im Sudan gelungen ist, kommt Kenia oder Tanzania dran. So wird ein Land nach dem nächsten erobert.
Ich hoffe das die "Rebellen" im Süden in der lage sind sich zu behaupten.

Allerdings bin ich gegen deutsche UN Soldaten im Sudan. Besser eine afrikanische Friedenstruppe die aber von der EU finaziell unterstützt wird.

Diese sollte wie in Zypern eine entmilitarisierte Zone einrichten.
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