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Normale Version: Mittlere Kräfte
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(07.06.2023, 20:12)alphall31 schrieb: [ -> ]Wie soll das bitte funktionieren ? Im eigenen rückwärtigen Gebiet vielleicht auf der Suche nach luftgelandeten Feind , aber nicht im feindlichen Hinterland

Das verrät man uns leider noch nicht. Wir sind da alle sehr gespannt, wie Infanterie aufgesessen mit Transportpanzern Jagdkampf betreiben soll. Wohlgemerkt mit dem kolportierten Hauptzweck einer Verzögerung russischer Angriffe im Baltikum.
In ausgedehnten Wald- und Sumpfgebieten ohne abgesessene MELLS Trupps, dafür aber mit schweren Waffenträgern auf GTK mit MELLS, in Gelände das für leichte Infanterie günstig ist, in welchem dann überwiegend aufgesessen kämpfende Jäger zusammen mit den schweren Waffenträgern irgendwie feindliche Kampfpanzer verzögern, oder so.....
Wald und Mells , das könnte interessant werden . Auf die Wälder und Sümpfe bin ich gespannt wo man dann mit jagdkommabdo auf Boxer sich versteckt
Leben im Versteck 2.0
Zitat eines jungen Bundeswehr-Offiziers: es gibt im Wald aber ja auch Waldwege.....und Wälder haben ja auch immer Waldränder.....

Zitat:Leben im Versteck 2.0

Mit Wasserkocher und Klo Big Grin
(07.06.2023, 17:06)Ottone schrieb: [ -> ]Bestimmt nicht, dafür muß ein komplett anderes Boxermodul her und auf das Fahrgestell aufgesetzt werden.

Exakt das ist der Plan. Boxer in die Inst, Jg räumen ihr Gerümpel aus während die Instler die Halteschrauben auf macht, altes Modul mit FlW 200 runter, Puma Modul drauf und während die Instler die Halteschrauben wieder anziehen, räumen die Jg ihren kram wieder eine (alles rund 1h). Dann fahren die Jg zum aufmunitionieren und sind wieder startklar.
Die Bedieneinrichtung des Schützen ist in beiden Modulen gleich, genau wie der Innenraum der Jg, nur der Drehkranz auf dem Dach muss für den Puma-Turm größer sein. Das nicht mehr benötigte Modul wird eingelagert bis ein neues Fahrwerk eines braucht oder geht zum Umrüsten auf Puma-Turm an Rheinmetall oder wird einfach zerlegt/verschrottet.
Äh, ja... wenn man erstmal ein neues Modul gebaut hat, dann ist es nur ein kurzer Umbau, das stimmt wohl. Das ist aber trotzdem was anderes als nur eine FLW auszutauschen.
Und insbesondere beim PUMA-Turm RCT30 bin ich mir recht sicher, dass der nicht ohne strukturelle Änderungen am GTFz-Modul auf diesem verbaut werden kann. Da wirken ganz andere Kräfte als bei der FLW 200.
(08.06.2023, 21:58)Broensen schrieb: [ -> ]Äh, ja... wenn man erstmal ein neues Modul gebaut hat, dann ist es nur ein kurzer Umbau, das stimmt wohl. Das ist aber trotzdem was anderes als nur eine FLW auszutauschen.
Und insbesondere beim PUMA-Turm RCT30 bin ich mir recht sicher, dass der nicht ohne strukturelle Änderungen am GTFz-Modul auf diesem verbaut werden kann. Da wirken ganz andere Kräfte als bei der FLW 200.

Wen ich das Konzept eines modularen Fahrzeuges wie dem Boxer verfolge dann wird die FLW 200 nur vom Modul abgeschraubt weil sie beschädigt wurde und ersetzt werden muss.
Will ich die FLW gar nicht mehr draufhaben, fliegt das Modul in den Schrott weil nach dem Abbau der FLW die Bedieneinrichtung des Schützen einfach Platzverschwendung ist im Modul.
Genauso geht das Modul in den Schrott wen die neue/schwerere Waffenstation nicht mit der Verschraubung der FLW 200 (MK30: mehr Rückstoß, größerer Drehkranz, größerer Verschraubungsdurchmesser/ andere Drehkranzposition auf dem Moduldach) zurecht kommt.

Wen ich beim Leo2 statt 120mm nur eine 105mm haben will, fängt die Inst ja auch nicht an lustig Klemmringe für die zugroße Bohrung zu schnitzen oder eine Seele aus irgendwelchen gefunden Rohren mit dem Vorschlaghammer rein zu hämmern. Alter Turm raus, Neuer Turm rein, fertig. Die Kalibrierung des Feuerleitrechners wurde nach dem Abladen vom Laster schon gemacht als die Wanne noch unterwegs war die letzten Reste 120mm Mun verballern.
Zitat:Mittlere Kräfte als neue Kräftekategorie des Heeres (InfoBrief Heer 3/2023)

Im Zielbild Einsatzkräfte Heer sind zukünftig drei Brigaden Mittlere Kräfte vorgesehen und das Amt für Heeresentwicklung hat die Erstellung eines Konzeptes für Mittlere Kräfte im April diesen Jahres abgeschlossen. ... In der Zielstruktur besteht eine Brigade Mittlere Kräfte aus einem Panzergrenadierbataillon (Rad), zwei Jägerbataillonen sowie je einem Aufklärungs-, Artillerie-, Pionier- und Versorgungsbataillon. Die Führungsfähigkeit des Brigadestabes wird mit einer Stabsversorgungs- und einer Fernmeldekompanie sichergestellt.
...
Die Planungen des Heeres sehen für die Brigaden der Mittleren Kräfte zukünftig Radschützenpanzer, Radhaubitzen, radbasierte schwere Waffenträger und Mörser, Transportpanzer, Pioniersysteme auf einem Radfahrgestell sowie weitere radbasierte Systeme in allen Truppengattungen vor. Die fehlende Duellfähigkeit mit Kampfpanzern soll durch einen abstandsfähigen Führungs-, Aufklärungs- und Wirkungsverbund ausgeglichen werden, der zur agilen Gefechtsführung auf Abstand befähigt. Mittlere Kräfte werden deshalb auch in größerem Umfang über Drohnen unterschiedlicher Größenordnungen, Loitering Munition und weitreichende Panzerabwehrsysteme mit „non-line-of-sight“ Funktion verfügen. Um autarke, mit einem geringen logistischen Footprint versehene Brigaden Mittlere Kräfte aufstellen zu können, hat sich das Heer auf einen Plattformgedanken für die Kernsysteme fokussiert. Für schwere Systeme bildet das 8x8 Gepanzerte Transportkraftfahrzeug GTK Boxer und für kleine Fähigkeitsträger eine 6x6 Radplattform die Basis.
...
Von besonderem Interesse sind die bereits verfügbaren Varianten eines Radschützenpanzers, die geschützte Radhaubitze RCH 155 (Remote Controlled Howitzer 155mm), der Cobra Brückenleger, das Bergemodul für das GTK Boxer und die Integration des Oerlikon Skyranger Flugabwehrsystems auf GTK Boxer. Die kleinere 6x6 Plattform soll vor allem die Fähigkeiten der bisher genutzten TPzFuchs Fahrzeugfamilie, aber auch neue Fähigkeiten übernehmen. Für das Heer ist beispielsweise das 120mm Mörsersystem NEMO (NEw MOrtar) auf dieser Plattform von Interesse.

Nun kommt also beides: JägerBtl mit sWaTrg sowie RadPzGrenBtl mit RadSPz. 2 zu 1 zusammen in einer Brigade. (Hoffentlich tauschen dann wenigstens noch die Btl. 413 und 401 ihre Brigade-Zuordnung, sonst wäre das doch ziemlich sinnfrei.)

Kann sich das irgendjemand konzeptuell erklären? Was ist der militärische Wert hinter dieser 2-1-Konstellation? Ich hätte es nachvollziehen können, wenn alle Btl gleichermaßen ausgestattet worden wäre, mit einer Mischung aus GTFz und sWaTrg/RadSPz. Oder besser: zwei Inf- und ein KavBtl. je Brigade. Aber so? Das ist doch das Maximum an Konzeptlosigkeit. Confused
Ich lese das als ein Bataillon Boxer Schützenpanzer und zwei Bataillonen Boxer wie wir sie jetzt haben.
Das bringt ja gar keinen Sinn. Vielleicht haben die klassischen Boxer Bataillone eine Kompanie Schützenpanzer Boxer dabei ?
Müssten die Zahlenfuchser hier ausklabüsern . Sollen 123 Spz Boxer bestellt werden ? Was macht das pro Regiment, pro Bataillon, wieviel soll von was aufgestellt werden.
Falli75:

Zitat:Vielleicht haben die klassischen Boxer Bataillone eine Kompanie Schützenpanzer Boxer dabei ?

Nein, natürlich nicht. Wo denkst du hin ?! Big Grin Die Jäger-Bataillone mit GTK Boxer haben keine Boxer SPz dabei, sondern nur in der schweren Kompanie die sogenannten schweren Waffenträger. Und nicht mehr als 12 Fahrzeuge pro Bataillon (3 Züge zu je 4 Fahrzeuge statt wie bisher 2 Züge Wiesel mit je 6 Tanketten). Konzeptionell sollen die zur Zeit angeblich dann vor allem die schweren Jägerzüge der regulären Jäger-Kompanien unterstützen, also im Einsatz dann mit diesen zusammen agieren, da die schweren Züge ja bereits dezidiert zur Panzerabwehr vorgesehen sind und die schweren Waffenträger diese dann dabei unterstützen sollen. So wurde es mir zumindest erzählt.

Broensen:

Zitat:Hoffentlich tauschen dann wenigstens noch die Btl. 413 und 401 ihre Brigade-Zuordnung, sonst wäre das doch ziemlich sinnfrei

Rate mal was ...... Big Grin
[quote="Quintus Fabius" pid='222397' dateline='1687438381']
Falli75:


Nein, natürlich nicht. Wo denkst du hin ?! Big Grin Die Jäger-Bataillone mit GTK Boxer haben keine Boxer SPz dabei, sondern nur in der schweren Kompanie die sogenannten schweren Waffenträger. Und nicht mehr als 12 Fahrzeuge pro Bataillon (3 Züge zu je 4 Fahrzeuge statt wie bisher 2 Züge Wiesel mit je 6 Tanketten). Konzeptionell sollen die zur Zeit angeblich dann vor allem die schweren Jägerzüge der regulären Jäger-Kompanien unterstützen, also im Einsatz dann mit diesen zusammen agieren, da die schweren Züge ja bereits dezidiert zur Panzerabwehr vorgesehen sind und die schweren Waffenträger diese dann dabei unterstützen sollen. So wurde es mir zumindest erzählt.

Jetzt bringt es noch weniger Sinn, dachte bisher, schwerer Waffenträger Jäger und Spz Rad wären dieselben. Sollen da jetzt ernsthaft zwei verschiedene Systeme kommen?
(22.06.2023, 15:07)Falli75 schrieb: [ -> ][quote="Quintus Fabius" pid='222397' dateline='1687438381']
Falli75:



Jetzt bringt es noch weniger Sinn, dachte bisher, schwerer Waffenträger Jäger und Spz Rad wären dieselben. Sollen da jetzt ernsthaft zwei verschiedene Systeme kommen?

@Falli,

ja zwei Systeme! So wie ich es verstanden habe sollen die PzGr Boxer eine entsprechnede Absatzstärke an Grenadieren haben. Das haben die Aussi-Boxer (schwerer Waffenträger) nicht bzw. nicht in dem erforderlichen Umfang. Zwei Systeme da zwei unterschiedliche Aufgabenstellungen. Durchaus sinnvoll.
(22.06.2023, 15:07)Falli75 schrieb: [ -> ]Jetzt bringt es noch weniger Sinn, dachte bisher, schwerer Waffenträger Jäger und Spz Rad wären dieselben. Sollen da jetzt ernsthaft zwei verschiedene Systeme kommen?

Es gibt zwei unterschiedliche Beschaffungsvorhaben: den sWaTrgInf als Ersatz für den Wiesel 1 in den Jägerkompanien. Da hat man sich bereits für den GTK CRV entschieden, der wird so kommen.
Das zweite Vorhaben ist die Nachfolgebeschaffung für den Marder in 401 und 411, also den Btl, die von Panzergrenadieren zu mKr umgewidmet werden. Dafür ist die Modell-Entscheidung noch nicht getroffen worden. Vermutlich wird es sich dabei entweder um den PuBo, also den GTK RCT30 handeln, oder um eine Abwandlung des GTK CRV mit höherer Absitzstärke. Rheinmetall hatte immer kommuniziert, dass der CRV auch für 6 Mann absitzend ausgelegt werden kann.
Aber im Endeffekt wird es jetzt zusätzlich zum sWaTrg/CRV und dem GTFz noch einen anderen mKr-Boxer geben, entweder mit dem Turm des PUMA oder dem des CRV.

@OG Bär:
Es ergibt zwar Sinn, für unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Fahrzeuge zu beschaffen, aber die Tatsache, dass man jetzt innerhalb der Kampftruppenbataillone der mKr-Brigaden drei unterschiedliche BOXER-Module in ähnlichen Rollen verwenden will, ist es sicher nicht.
(22.06.2023, 16:04)Broensen schrieb: [ -> ]Aber im Endeffekt wird es jetzt zusätzlich zum sWaTrg/CRV und dem GTFz noch einen anderen mKr-Boxer geben, entweder mit dem Turm des PUMA oder dem des CRV.

Gibt es keinen bereits integrierten dritten Turm, den man dafür nutzen könnte? Ist doch langweilig, wenn alles das gleiche haben. Wie soll da die Identifikation mit der eigenen Einheit stattfinden?
(22.06.2023, 16:24)Helios schrieb: [ -> ]Gibt es keinen bereits integrierten dritten Turm, den man dafür nutzen könnte? Ist doch langweilig, wenn alles das gleiche haben. Wie soll da die Identifikation mit der eigenen Einheit stattfinden?

Tatsächlich wäre der litauische Vilkas mit dem Samson Mk II von Rafael hier noch eine nennenswerte Alternative. Oder auch das KMW-IFV-Modul mit dem Kongsberg RT60. Letzterer böte sogar die Möglichkeit, mit 40x180mm ein zusätzliches MK-Kaliber in die Logistikkette zu holen. Sick