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(28.01.2026, 20:37)DopePopeUrban schrieb: @fabian
Die Mühe würde ich mir glaube ich gar nicht erst machen. Die F126 verfügt inhärent über ausreichend "Schiff" um vielseitige Befähigungen auf dieser Basis auszuführen. So kann man entweder die Bestandsschiffe der Klasse zu einem späteren Zeitpunkt modernisieren oder in Lose aufteilen (ich würde ersteres empfehlen).
Für 3x verschiedene Fregattenklassen (im schiffbaulichen Sinne) haben wir eigentlich keinen wirklichen Bedarf, ein Einheitszerstörer mit unterschiedlicher Auslegung würde es da auch schon tun.
Nicht dass ich das präferiere, aber wir haben ja aktuell auch drei Fregatten-Klassen mit der genau der Aufteilung IKM, AAW, ASW. Im Nachbar-Thread wird (wieder) fleißig diskutiert, wie man die F126 verbessern kann, sei es durch mehr MK41 oder bessere Sensorik - nur; wird nicht passieren...
Du verdoppelst auch in keiner Modernisierung die Anzahl der VLS und/oder packst ein fähigeres Radar drauf.
Deshalb eine F128, um genau das alles besser zu machen.
Realistisch betrachtet wird es aber wohl auf:
A) 6x F126, unveränderte Konfiguration
B) 4x F126, unveränderte Konfiguration und 3-4 Meko A200
hinauslaufen.
Alles andere wäre ein Wunder und in zehn Jahren diskutieren wir, wie wir schnell die F126 los werden (analog zur F125 aktuell).........
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(28.01.2026, 21:44)fabian schrieb: Nicht dass ich das präferiere, aber wir haben ja aktuell auch drei Fregatten-Klassen mit der genau der Aufteilung IKM, AAW, ASW. Im Nachbar-Thread wird (wieder) fleißig diskutiert, wie man die F126 verbessern kann, sei es durch mehr MK41 oder bessere Sensorik - nur; wird nicht passieren... Genau darum würde es ja letztendlich gehen. Wir haben hier ständig Probleme mit Fähigkeiten die wir brauchen und irrsinnigerweise exklusiv zwischen Schiffen aufteilen, was dann in der Praxis dazu führt, dass das was man gerade braucht, zu wenig vorhanden ist.
Zitat:Du verdoppelst auch in keiner Modernisierung die Anzahl der VLS und/oder packst ein fähigeres Radar drauf.
Deshalb eine F128, um genau das alles besser zu machen.
Da hätte ich dir vor einiger Zeit noch zugestimmt aber das aktuelle SdEV der F123 spricht sehr dagegen. Denn da passiert genau das, meint reißt alles was nicht Niet- und Nagelfest ist raus und ersetzt es. Also scheint man diesbezüglich nicht mehr so "knauserig" zu sein, wie man es einst war.
Zitat:Realistisch betrachtet wird es aber wohl auf:
A) 6x F126, unveränderte Konfiguration
B) 4x F126, unveränderte Konfiguration und 3-4 Meko A200
hinauslaufen.
Alles andere wäre ein Wunder und in zehn Jahren diskutieren wir, wie wir schnell die F126 los werden (analog zur F125 aktuell).........
Die 6x F126 sind allerdings schon fest bestellt und das auch nicht erst seit gestern. Da wird am wenigstens gekürzt werden, wenn dann legt man die Axt an der A200 an.
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(28.01.2026, 21:54)DopePopeUrban schrieb: Da hätte ich dir vor einiger Zeit noch zugestimmt aber das aktuelle SdEV der F123 spricht sehr dagegen. Denn da passiert genau das, meint reißt alles was nicht Niet- und Nagelfest ist raus und ersetzt es. Also scheint man diesbezüglich nicht mehr so "knauserig" zu sein, wie man es einst war.
Wenn wir ein 4D Rot und mindestens 32, besser 48 MK41 einbauen, sehr gerne. Nur glaube ich nicht dran und das wäre effektiv "mehr F128", also eine fiktionale F126B.
(28.01.2026, 21:54)DopePopeUrban schrieb: Die 6x F126 sind allerdings schon fest bestellt und das auch nicht erst seit gestern. Da wird am wenigstens gekürzt werden, wenn dann legt man die Axt an der A200 an.
Dann ist das so, A200 wird von der tkms Lobby gepusht. Wie sinnvoll das letztlich ist, wird man sehen...
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(25.12.2025, 17:52)Leuco schrieb: Waren das nicht eigentlich mal 6x?
Mein wissen ist, das es eine Vertragsoption auf ein 4. Schiff gab. Tut aber nix zur Sache.
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F-123B war möglich, weil der Schiffsbauliche Zustand wohl recht gut war und es die Bauweise erlaubte, hier Waffen und Systeme kontrolliert und planbar aus und wieder neu ein zu bauen.
Zumal SAAB GFK Aufbauten einsetzt, die vor gebaut sind und wenig Gewicht haben.
F-126 ist gross... Upgrades prinzipiell somit nicht ausgeschlossen... Gewicht Reserve wegen Flex Deck und Container Deck sind prinzipiell vorhanden.
Aber ein zweites VLS 16er vorne geht nicht... Punkt!
Vermutlich auch nicht mittig unterhalb des Container Decks... Da weiß keiner außerhalb der Erbauer, was da ist.
VLS 16... Das war Pazifisten Fehl Planung anno 2000... und ist irreversibel.
Der Zeitpunkt der NVL Klarstand Meldung und der Zustand von Schiffbau #1 lässt in mir das ungute Gefühl nicht los, dass einerseits die deutschen Werften (TKMS war da ja nicht soooo viel beteiligt) in Wirklichkeit das CAD Problem vorgeschoben haben, um die Kontrolle über das Projekt zu bekommen und im Hintergrund lustig gebaut wurde....Mit 65% Speed oder so.
Mir kann keiner erzählen, dass das BMVg das nicht gewusst hat und ständig informiert war.
Und jetzt, wo TKMS durch Abgeordneten Druck den großen Fisch zu holen drohte, mussten schnell Fakten in die Öffentlichkeit, um den A200 Deal zu verhindern. (der wohl nicht im Sinne des SPD BMVg ist)
Irgendwie, so oder so, ein starkes., typisch deutscher Partei etc. Klüngel. .. . Mit massiv Geschmäckle.
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(27.01.2026, 22:54)C-152 schrieb: Ein RAM-Werfer ist nach wie vor zumindest gegen klassische AShM das beste CIWS. ... Zumindest davon sollten bitte zwei Platz finden auf der A200. Auf kleinen Schiffen (Korvetten) kann ich mir durchaus vorstellen, einen achteren Mk.49 mit einem Strales-Hauptgeschütz zu kombinieren. Ein RAM-Werfer weit hinten auf dem Hangar hat nur einen relativ kleinen Bereich vor dem Bug, den er nicht abdecken kann. In dem kann aber eine 76mm mit DART gut wirken. Natürlich ist das nicht optimal, aber in der Kombination mMn vertretbar, wenn dafür bspw. der Platz für ein vernünftiges VLS gewonnen werden kann.
(28.01.2026, 15:57)DeltaR95 schrieb: Ok, jetzt bin ich verwirrt: Ich dachte, es wäre für Damen unmöglich, die Konstruktionspläne an die deutschen Unterauftragnehmer zu übertragen. Jetzt geht das plötzlich doch und man baut schon weiter? 
Geht das nur mir so oder ist das ein Widerspruch in sich? Die sind da seit Sommer 2024 dran gescheitert und jetzt in ein paar Wochen ist das alles möglich? Wem will man das denn verkaufen? Mein wohlmeinender Deutungsvorschlag wäre, dass Damen an NVL fertige Ausführungspläne liefern sollte, die sie nicht fertig bekommen haben. Die sind auch jetzt noch nicht fertig. Aber NVL konnte das Gesamtmodell jetzt importieren, so dass sie in der Folge selbst die erforderlichen Ausführungspläne daraus generieren können.
Die jetzt erfolgte Datenübergabe muss nicht zwingend die gleiche Ausarbeitungstiefe haben, wie das, woran Damen gescheitert war.
(28.01.2026, 19:30)fabian schrieb: Wir kürzen die Option auf zwei weitere F126 und sehen diese als Ersatz für die F125. Entsprechend liegt der Fokus auf IKM. Dadurch erhalten wir fähigere IKM-Schiffe, die auch einen gewissen Nutzen in der LV/BV haben. Generell ist die F126 natürlich prädestiniert für IKM, aber sie kommt zu früh, um die F125 abzulösen und ist AAW-seitig zu schwach, um diese sinnvoll zu ergänzen, z.B. für Aspides-ähnliche Einsätze.
(28.01.2026, 20:17)roomsim schrieb: 9 Schiffe: Man hat im Regelfall immer 3 zur Verfügung, und kann 2 in Upgrade Zyklen garantieren. Ich würde sogar davon ausgehen, dass man bei einer 8-Schiff-Klasse die Rotation in den "nicht-Einsatz-Phasen" soweit verkürzen kann, dass man über permanent drei Einheiten verfügen kann. Sonst gäbe es nicht so häufig 8er- und so selten 9er-Klassen.
(28.01.2026, 20:37)DopePopeUrban schrieb: Was muss ich noch tun um diesen Mythos zu beseitigen? Du musst dem französischen Satan abschwören, der von dir Besitz ergriffen hat.
(28.01.2026, 15:38)Milspec_1967 schrieb: Verpasst wurde die Chance, eine F-128 als "perfekte F-126" zu entwerfen, und vorher A200 in 8 Exemplaren als Stop gap zu bauen und zu nutzen. (A200 hätte dann ab 2040 ALLE K-130 ersetzt mit 8 zu 10) Mal ein weiterer Ansatz:
Wir beschaffen 6x MEKO-A200 mit der Sensor- und Effektor-Ausstattung, die für die Damen-F126 bestellt wurde. Diese dienen als Allround-Fregatten, insbesondere in der Ostsee, wo sie perspektivisch das erste Los K130 ersetzen werden.
Die Damen-F126 wird hingegen neu ausgerüstet, wie im Nachbarstrang diskutiert, also vor allem doppelte VLS-Zellen und zusätzlicher LR-AAW-FK mit geeignetem Radar. (Natürlich wäre mir eine Europäisierung lieber, aber darum soll es jetzt mal nicht gehen.)
(28.01.2026, 16:34)DopePopeUrban schrieb: Denn dass gebaut wird ist ja offensichtlich, wir sehen den Fortschritt auf dem Foto und wir sehen, dass sie schon dabei sind, Motoren zu installieren.
Dafür, dass der Bau angeblich still stehen würde, ist man ganz schön weit. Auch Dinge wie bspw Halterungen für Generatoren, Getriebe und Wellen sind schon zu sehen, die ohne abgeschlossene (und erhaltene) Werks- und Detailplanung nicht baubar sind. Ich würde mal vermuten, dass die auf dem Foto zu sehenden Sektionen keine allzu detaillierte Ausführungsplanung erfordert haben, insbesondere nicht hinsichtlich der Leitungsführungen. Die dahingehend komplexen Teile kommen erst noch. Außerdem hatte NVL ja auch selbst einen Teil der Ausführungsplanung durchzuführen, eben für Teile mit hohem Anteil reinen Schiffbaus und wenig Systemausstattung. Da finde ich den Baufortschritt jetzt nicht so verdächtig wie das Timing des "Durchbruchs".
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(28.01.2026, 22:42)Broensen schrieb: Ich würde sogar davon ausgehen, dass man bei einer 8-Schiff-Klasse die Rotation in den "nicht-Einsatz-Phasen" soweit verkürzen kann, dass man über permanent drei Einheiten verfügen kann. Sonst gäbe es nicht so häufig 8er- und so selten 9er-Klassen.
Ich habe nicht ohne Grund geschrieben, das man bei 8 Schiffen in der Regel mind.2 (garantiert) zur Verfügung hat.
Das was ich da geschrieben habe war ein Konservativer Ansatz, was Verfügbarkeit angeht.
Deshalb würde ich dir hier zustimmen, wenn du etwas an der trocken Ausbildung in Übungen sparst und die Schiffe nahe an der Heimat einsetzt(kein langer Transit), sollten 3 in der Regel möglich sein.
(28.01.2026, 22:42)Broensen schrieb: Mal ein weiterer Ansatz:
Wir beschaffen 6x MEKO-A200 mit der Sensor- und Effektor-Ausstattung, die für die Damen-F126 bestellt wurde. Diese dienen als Allround-Fregatten, insbesondere in der Ostsee, wo sie perspektivisch das erste Los K130 ersetzen werden.
Die Damen-F126 wird hingegen neu ausgerüstet, wie im Nachbarstrang diskutiert, also vor allem doppelte VLS-Zellen und zusätzlicher LR-AAW-FK mit geeignetem Radar. (Natürlich wäre mir eine Europäisierung lieber, aber darum soll es jetzt mal nicht gehen.)
Das problem mit dem ansatz ist:
1. Die A-200 kann nur Mk41 Tac, für die F126 ist aber Strike bestellt
2. Wenn man 16 Mk41 auf der A-200 will sind 76mm das max, für die F126 sind aber 127mm bestellt
3. Die A-200 kann kein APAR und evtl. kein TRS-4D Fixed Panel tragen, wenn man einigen hier im Forum glaubt.(bei APAR gehe ich da mit, TRS-4D Fixed Panel bin ich Skeptisch)
4. Die A-200 kann das TAS der F126 anscheinend nicht tragen
Die aumstellung der F126 auf ein ROT Radar sehe ich auch nicht aus dem einfachen grund, das in den Inseln der F126 auch die Zuluft- und Abgasführung(Hintere Insel) untergebracht sind und man deshalb komplett neue Inseln und eine Komplette Neuaufteilung der Aufbauten bräuchte, um ein ROT Radar auf dem Schiff unterbringen zu können.
Da ist ein Leistungsfähigeres Fixed Panel Radar wesentlich realistischer.
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(28.01.2026, 23:04)roomsim schrieb: 1. Die A-200 kann nur Mk41 Tac, für die F126 ist aber Strike bestellt Valide. Aber Mk.41 ist ja anscheinend auch jetzt schon für A200 geplant, also müssen die tactical ja offenbar vergleichsweise kurzfristig zu bekommen sein. Da könnte man also auch einfach die Strike bei der Damen-F126 belassen und/oder für die F127 verwenden, je nachdem, was früher gebaut wird.
Zitat:2. Wenn man 16 Mk41 auf der A-200 will sind 76mm das max, für die F126 sind aber 127mm bestellt
Ist das so? Ich habe das immer vermutet, kenne aber keine definitive Quelle dazu.
Aber auch das dürfte nicht das Thema sein. Denn weder Mk41, noch die 127er gehören zu der Ausstattung, die ich auf der F126 gerne ersetzt sehen würde. Mir geht es da eher darum, dass wir die für F126 eigentlich zu schwachen Systeme, sprich: primär das Radar+FK-Gefüge auf die A200 bringen, um die F126 entsprechend besser ausstatten zu können.
Zitat:3. Die A-200 kann kein APAR und evtl. kein TRS-4D Fixed Panel tragen, wenn man einigen hier im Forum glaubt.(bei APAR gehe ich da mit, TRS-4D Fixed Panel bin ich Skeptisch)
Falls das so ist, hat sich der Vorschlag natürlich erledigt, denn eben darum ging es mir ja.
Zitat:4. Die A-200 kann das TAS der F126 anscheinend nicht tragen
Das hatte ich auch gar nicht erwartet, zumal das ja eben ein Modul sein wird, das nicht auf das kleine Schiff passt. Außerdem ergibt bei einer A200 -im Gegensatz zur F126- ein modularisiertes Schleppsonar keinen Sinn, weil diese das für eigentlich jeden ihrer Einsätze benötigen wird. Für IKM sind diese Schiffe ja nicht sonderlich geeignet, sondern primär als Geleitschutzeinheiten mit Unterwasser-Abwehr-Schwerpunkt.
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(28.01.2026, 23:41)Broensen schrieb: Valide. Aber Mk.41 ist ja anscheinend auch jetzt schon für A200 geplant, also müssen die tactical ja offenbar vergleichsweise kurzfristig zu bekommen sein. Da könnte man also auch einfach die Strike bei der Damen-F126 belassen und/oder für die F127 verwenden, je nachdem, was früher gebaut wird.
Ist das so? Ich habe das immer vermutet, kenne aber keine definitive Quelle dazu.
Aber auch das dürfte nicht das Thema sein. Denn weder Mk41, noch die 127er gehören zu der Ausstattung, die ich auf der F126 gerne ersetzt sehen würde. Mir geht es da eher darum, dass wir die für F126 eigentlich zu schwachen Systeme, sprich: primär das Radar+FK-Gefüge auf die A200 bringen, um die F126 entsprechend besser ausstatten zu können.
Falls das so ist, hat sich der Vorschlag natürlich erledigt, denn eben darum ging es mir ja.
Das hatte ich auch gar nicht erwartet, zumal das ja eben ein Modul sein wird, das nicht auf das kleine Schiff passt. Außerdem ergibt bei einer A200 -im Gegensatz zur F126- ein modularisiertes Schleppsonar keinen Sinn, weil diese das für eigentlich jeden ihrer Einsätze benötigen wird. Für IKM sind diese Schiffe ja nicht sonderlich geeignet, sondern primär als Geleitschutzeinheiten mit Unterwasser-Abwehr-Schwerpunkt.
A200, wenn die denn kommt, wird mit Sicherheit dieselbe SAAB Sensoren Kombi bekommen,, wie die Finnen... Und zwar 1:1 im Aufbau
Denn das Finnland Schiff ist mit 114m knapp kleiner als eine A200... Aber sonst sogar äußerlich ziemlich ähnlich.
Logistik 1:1 zu F-123B, also bereits eingepreist.
Alles andere würde mich überraschen.
MK41 tactical wird nicht häufig nachgefragt... Ist also in der Wartezeit bei LM ggf kürzer.
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„Broensen“ schrieb:Du musst dem französischen Satan abschwören, der von dir Besitz ergriffen hat. Wink Touch… ich meine erwischt
Zitat:Ich würde mal vermuten, dass die auf dem Foto zu sehenden Sektionen keine allzu detaillierte Ausführungsplanung erfordert haben, insbesondere nicht hinsichtlich der Leitungsführungen. Die dahingehend komplexen Teile kommen erst noch.
Kann ich dir aber sagen, dass es die erfordert.
Im Gegensatz zur Entwurfsplanung Verhalten sich Werksplanung (bzw. Ausführungsplanung) und Detailplanung symbiotisch. Vereinfacht gesagt stellt dir die WP Informationen über Maße, Material, Sektoren usw zur Verfügung, während die DP den tatsächlichen Bauaspekt von Kabelmanagement über Anschlüsse, Schichten und Verbindungsausführung bis hin zu Rohrplanung und Prüfmaßen übernimmt. Sofern die DP nicht steht, wird da keine einzige Schraube geschraubt, wie die Amerikaner gerade mit der Constellation herausgefunden haben. Und hier sehen wir bereits deutlich mehr als nur Stahl. Auf dem Photo sehen die Wellenführung, wir sehen die Fassungen für Getriebe und Generatoren, die abgeschlossenen Stockwerke im Heck bedingen, dass die Ruderanlage breites installiert ist. Dafür muss man wissen, wo welcher Anschluss wie wann und warum liegt und wer verantwortlich dafür ist, wenn ers nicht tut.
Wie die WELT berichtete soll GNYK ja bereits Mitte diesen Monats mit der Verbindung von Sektionsstücken begonnen haben, was ebenfalls dafür spricht, dass die DP schon vollständig vorliegt. Denn dreimal darfst du raten, in welchem Dokument (bzw. Dokumenten denn das dürften hier mehrere Tausend Planungsschnitte sein) drinsteht, wie.
—————
Der Spiegel hat dazu heute im übrigen einen interessanten Artikel veröffentlicht.
„Spiegel“ schrieb:Neue Schiffe für die Marine
Bundestag setzt Pistorius bei Fregattenbau unter Druck
Das Verteidigungsministerium hält an der Beschaffung der pannengeplagten Fregatte F126 fest. Die Abgeordneten forcieren dagegen Pläne, Kriegsschiffe eines anderen Typs zu kaufen. Einen Eklat konnte der Minister gerade noch vermeiden.
Von Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger
28.01.2026, 17.08 Uhr
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260128/hu83f8nd.webp]
Verteidigungsminister Pistorius: Intervention in letzter Minute Foto: Stefan Sauer / dpa
Die Fregatte F126 sollte eigentlich das neue Vorzeigeschiff der Marine werden. Insgesamt sechs der 166 Meter langen Kampfschiffe hat die Bundeswehr bestellt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stockte die ursprüngliche Order im Juni 2024 noch von vier auf sechs Stück auf. Doch die technischen Probleme bei dem Prestigeprojekt sind weiter nicht gelöst, die Verzögerungen wachsen.
Abgeordnete des Bundestags aus den Koalitionsfraktionen machen deswegen zunehmend Druck auf den Minister, alternativ oder zusätzlich andere Fregatten des Typs Meko A-200 DEU von TKMS zu beschaffen. Denn die Bundesregierung hat gegenüber der Nato zugesagt, von 2028 an Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd für den Nordatlantik bereitzustellen. Das ist jenes Seegebiet zwischen Großbritannien, Island und Grönland, das der einzige Zugang der russischen Nordmeerflotte zum Atlantik ist und zugleich der wichtigste Nachschubweg der Nato von Nordamerika Richtung Europa.
[…]
Allerdings hatten Abgeordnete der Koalitionsfraktionen einen wesentlich weitreichenderen Vorstoß ins Auge gefasst, den Minister Pistorius durch eine persönliche Intervention zumindest fürs Erste verhindert hat. Haushalts- und Verteidigungspolitiker von Union und SPD hatten einen sogenannten Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses vorbereitet, mit dem Pistorius verpflichtet werden sollte, »unverzüglich, spätestens jedoch bis Ende des zweiten Quartals 2026 einen rechtsverbindlichen Bauvertrag zur Beschaffung der Meko A-200 DEU abzuschließen«.
[…]
Der Entwurf des Antrags hatte am Dienstag auch Oppositionsabgeordnete erreicht – und war dem Verteidigungsministerium nicht verborgen geblieben. Minister Pistorius und sein Rüstungsstaatssekretär Jens Plötner trafen sich am Dienstagabend zum Essen mit den federführenden Haushältern von Union und SPD, so berichten es Verteidigungspolitiker übereinstimmend, und warben eindringlich darum, auf den Beschluss zu verzichten. Zunächst mit Erfolg. Pistorius wendete damit in letzter Minute einen offenen Eklat ab. https://www.spiegel.de/politik/deutschla...8fe8cf4920 (paywall)
Anscheinend hat eine persönliche Intervention von Pistorius die verpflichtende Beschaffung der MEKO A200DEU per Maßgabebeschluss verhindert. Somit steht lediglich der Vorvertragsentwurf, anders gesagt, TKMS ist somit kein Bauauftrag ab Q2 2026 garantiert, womit auch die garantierte A200DEU für die DM flach fällt.
Kann man jetzt interpretieren wie man will. Mir persönlich erscheint es so, als wolle man diese Schiffe im BMVg grundsätzlich nicht. Was mir im Fähigkeitsvergleich der beiden Klassen auch verständlich erscheint.
Das scheint sich auch mit der folgenden Erklärung des BMVg zu decken:
„Spiegel“ schrieb:Pistorius hat dem Vernehmen nach zugesagt, den möglichen Kauf der Meko-Fregatten als Brückenlösung oder als Alternative weiter voranzutreiben. Ein Vertreter des Ministeriums schilderte den Abgeordneten im Verteidigungsausschuss am Mittwoch noch einmal die Nachteile, die auch in dem Bericht des Ministeriums aufgelistet sind.
So sind die Meko-Fregatten mit einer Verdrängung von 4000 Tonnen wesentlich kleiner als die F126 mit ihren 10.000 Tonnen. Sie können damit nur einen Hubschrauber tragen, eignen sich nicht als Führungsschiff eines Nato-Verbandes und können nicht dieselben langen Standzeiten im Einsatz erreichen, wie es bei der F126 vorgesehen ist. https://www.spiegel.de/politik/deutschla...8fe8cf4920 (paywall)
Interessanterweise schriebt der Spiegel zudem, dass das Zulaufdatum 2032+ noch aus Zeiten stamme, bevor die Projektübertragung von Damen an NVL eingeleitet wurde. Näher wird darauf aber nicht eingegangen.
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(29.01.2026, 00:05)DopePopeUrban schrieb: Kann man jetzt interpretieren wie man will. Mir persönlich erscheint es so, als wolle man diese Schiffe im BMVg grundsätzlich nicht. Was mir im Fähigkeitsvergleich der beiden Klassen auch verständlich erscheint.
Das scheint sich auch mit der folgenden Erklärung des BMVg zu decken:
https://www.spiegel.de/politik/deutschla...8fe8cf4920 (paywall)
Typisch BMVg halt, es wird das gleiche Geschwurbel wiederholt, was man vor Jahrzehnten mal als Begründung erschaffen hat.
Gerade sowas wie "Führung eines NATO-Verbandes" ist so herrlich undefiniert und nicht abgestuft. Wieso sollte eine A-200G mit ihrer Einschiffungskapazität keine SNMCMG oder SNMG führen können? Andere Nationen machen das regelmäßig mit Schiffen, die deutlich unter 10.000 t liegen - und die NATO ist nicht "untergegangen" deswegen. Der Rest an Begründung zeigt nur, dass man immer noch IKM-Kriterien heranzieht, um den Wert der F126 in der heutigen Zeit zu bewerten. Zeitenwende sieht anders aus.
Anders herum gefragt: Warum sollte ich einen NATO Stab auf ein dermaßen "kampfschwaches Schiff" mit mangelnder AAW schicken? Im Kriegsfall würde ich da doch das stärkste Schiff nehmen, vorzugsweise eines mit Fähigkeit BMD oder zumindest gegen ASBM, aber doch nicht auf eine F126?
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(29.01.2026, 00:22)DeltaR95 schrieb: Anders herum gefragt: Warum sollte ich einen NATO Stab auf ein dermaßen "kampfschwaches Schiff" mit mangelnder AAW schicken? Im Kriegsfall würde ich da doch das stärkste Schiff nehmen, vorzugsweise eines mit Fähigkeit BMD oder zumindest gegen ASBM, aber doch nicht auf eine F126?  Das nun auch wieder nicht, oder? Selbst eine F127 mit eingeschifftem Stab würde nie, nie, nie alleine operieren, sondern immer mit Geleit. Ein derartiges Hochwertziel wird sich nicht auf die eigene Abwehrbewaffnung verlassen.
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(29.01.2026, 00:22)DeltaR95 schrieb: Typisch BMVg halt, es wird das gleiche Geschwurbel wiederholt, was man vor Jahrzehnten mal als Begründung erschaffen hat.
Gerade sowas wie "Führung eines NATO-Verbandes" ist so herrlich undefiniert und nicht abgestuft. Wieso sollte eine A-200G mit ihrer Einschiffungskapazität keine SNMCMG oder SNMG führen können? Andere Nationen machen das regelmäßig mit Schiffen, die deutlich unter 10.000 t liegen - und die NATO ist nicht "untergegangen" deswegen. Der Rest an Begründung zeigt nur, dass man immer noch IKM-Kriterien heranzieht, um den Wert der F126 in der heutigen Zeit zu bewerten. Zeitenwende sieht anders aus. Obacht, da steht nicht „können nicht führen“ sondern „sind nicht zur Führung geeignet“. Was ich so ins blau einfach mal bejahen würde. Klar könnte man eine SNMG auch mit einer A200DEU führen, aber darauf ausgelegte Command & Control Infrastruktur, über die die F126 verfügt, macht einem das Leben dabei deutlich einfacher. Auch dürfte es im praktischen Anwendungsfall zu deutlicher Mehrleistung führen, als wenn man dafür ein CIC ohne entsprechenden Fokus dafür Zweckentfremdet.
Man kann auch theoretisch mit S-Booten vor Afrika Piraten jagen, haben wir ja auch getan, aber das heißt eben nicht, dass das grundsätzlich eine gute Idee ist. Für den Bestand mag das akzeptabel sein, aber die Anforderung fand nicht aus Jucks und Dollerei in den MKS-Spezifikationen.
Zitat:Anders herum gefragt: Warum sollte ich einen NATO Stab auf ein dermaßen "kampfschwaches Schiff" mit mangelnder AAW schicken? Im Kriegsfall würde ich da doch das stärkste Schiff nehmen, vorzugsweise eines mit Fähigkeit BMD oder zumindest gegen ASBM, aber doch nicht auf eine F126? 
Ich gehe davon aus, dass Command & Control Infrastruktur, Einschiffungskapazität und Ausdauer die deutlich wichtigeren Faktoren sein werden. Worin die F126 eben auch wirklich glänzt. Die dimensionalen Fähigkeiten können im Zweifel auch von anderen Mitgliedern einer SNMG erbracht werden, wohingegen das Flaggschiff eben vor allem Führungsfähigkeiten benötigt.
So waren die HNoMS Maud und HNLMS Johan de Witt zuvor bspw ebenfalls Flaggschiffe der SNMG1, weil sie eben über dafür geeignete Führungsfähigkeiten verfügen, auch die Karel Doorman und Berlin hatten diese Rolle mal inne.
Obgleich ich dir mit der grundlegenden AAW-Thematik auf der F126 recht gebe, aber ich glaube nicht, dass das Auswirkungen auf ihre Rolle als Führungseinheit hat.
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Zitat:Denn die Bundesregierung hat gegenüber der Nato zugesagt, von 2028 an Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd für den Nordatlantik bereitzustellen. Das ist jenes Seegebiet zwischen Großbritannien, Island und Grönland
Und ich dachte bisher, das nennt sich GIUK... wieder was gelernt!
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(29.01.2026, 00:05)DopePopeUrban schrieb: Anscheinend hat eine persönliche Intervention von Pistorius die verpflichtende Beschaffung der MEKO A200DEU per Maßgabebeschluss verhindert. Somit steht lediglich der Vorvertragsentwurf, anders gesagt, TKMS ist somit kein Bauauftrag ab Q2 2026 garantiert, womit auch die garantierte A200DEU für die DM flach fällt. Sehr schlechte Nachrichten, und zwar in mehrfacher Hinsicht.
Für die Marine, weil ein "Plan B" torpediert wurde.
Für den deutschen Steuerzahler, weil die Abgeordneten der Regierungsfraktionen ihren Kontrollaufgaben nicht wahrkommen.
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