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@DrKartoffelsalat
Zitat:Ich sehe im parallelen koexistieren daher generell schon Sinn, was gemeinsame Logistik angeht, insbesondere weil die primären eingeschifften Flugkörper in den unterschiedlich Marinen immer mehr zersplittert sind. Man kann von dem existierenden (wenn auch sterbenden) Mk41-Gedöns halten was man will, aber logistisch hatte das schon Vorteile.
Wenn du damit die Startplattform meinst, also, dass die Lfk nach Möglichkeit alle aus dem selben Starter verschossen werden können, bin ich bei dir. Das wäre mit einer IITS-T-Integration in SYLVER NG ja sowieso der Fall.
Aber „kann vom selben Starter verschossen werden“ und „kann vom selben Schiff verschossen werden“ ist natürlich wieder was anderes. Dafür braucht es nicht bloß kompatible Starter, sondern natürlich auch eine entsprechende CMS Integration sowie entsprechende Uplink-Terminals/-Befähigungen und mehr. Zumindest aktuell würde ich das für technisch kaum bis gar nicht realisierbar halten.
Das ist ja auch mit der Grund, warum NEREUS existiert. Sobald das durch ist und entsprechende Standartisierungen in Software und co folgen, dürfte es vermutlich auch möglich sein, Schiffe universeller auszulegen, nicht bloß auf Lfk bezogen. Aber das werden wir vermutlich erst dann beurteilen können, wenn aus dem Projekt etwas wird.
—————
@Milspec_1967
Zitat:Es gibt aber bislang keine belastbare Quell Beweise dafür dass das Sylver System IRIS-T zeitnah unterstützen könnte, (NUR CAMM wurde je erwähnt).
CAMM ist dafür schon Beweis genug.
Denn ursprünglich befanden sich die frühen Versionen des SYLVER in einem Zustand, in dem ein Lfk auf die Verwendung via SYLVER zugeschnitten sein musste um diesem verschossen werden zu können, besonders auf der Softwareseite. SYLVER war ein geschlossenes System.
Dass mittlerweile CAMM per SYLVER im quadpackable verschossen werden kann, sagt uns zwei Dinge.
Zum einen ist man nun in der Lage, völlig „systemfremde“ Lfk in dieses System zu integrieren. CAMM ist nicht der ASTER verwandt und war selber ursprünglich nicht für eine Integration in irgendein VLS außer das eigene geplant.
Und zum anderen hat man inzwischen die softwaretechnischen Hürden beseitigt, die Quadpacking in dem System verhindert haben.
NavalGroup ist auch nicht ganz doof, seit mittlerweile 10 Jahren arbeiten die daraufhin, das SYLVER zum internationalen Mk41-Konkurrenten auszubauen. Und mittlerweile ist es wie gesagt das System, dass dem Mk41 am nächsten ist.
Ein paar Informationen dazu findest du auch hier im Forum im entsprechenden SYLVER Thread, ansonsten haben diverse Outlets den „Weg“ des SYLVER gut dokumentiert, sofern du interessiert bist.
Zitat:Zudem müsste die gesamte Logistik rund um Sylver und ggf. ASTER in der deutschen Marinr erst aufgebaut werden.
Das ist so oder so der Fall, unabhängig davon ob wir hier von SM/ASTER oder Mk41/SYLVER sprechen. Die Versionen dieser Systeme die in der Marine verwendet werden sind 25 Jahre und älter. Da ist zwar noch eine gewisse Kommunalität zwischen den Systemen, neue Ausbildung/Fortbildung und eine neue Logistikkette ist aber auch da erforderlich.
Da gab’s doch schon reichlich Probleme, als die Sachsen damals ihr misfire hatte und eine aktuelle Mk41 Version als Ersatz ihres alten Systems erhalten hat, das im Vergleich so anders war, dass man Monate gebraucht hat um das System überhaupt verwenden zu können.
Zitat:Der potentielle F-126 Nachfolger muss keine langstreckenflugabwehr besitzen
Das sagst du. Ich bin eher der Meinung, dass ein F126 Ersatz auch gleichzeitig die Fähigkeiten der F124 ersetzen muss, ohne die die gesamte Flotte nicht einsatzfähig ist.
Zitat:Das Zeichen GEGEN Jeglichen ZUKÜNFTIGEN DEUTSCHE MARINE EXPORT WARE FATAL!
("Guck mal, deutsche Werften können nicht mal bei der eigenen Marine Punkten, F-226 aus Holland und jetzt der Ersatz aus Frankreich ... LoL... Tongue"
Warum bedenkt das hier niemand von den FDI Jüngern.???
Weil ich es ehrlich gesagt für Schwachsinn halte.
Die MEKOs sind in Europa schon ganz ohne fremdes zutun Landenhüter. Es liegt nicht an fehlendem Image, es liegt daran, dass TKMS das Konzept der Mehrzweckfregatte im mittleren Tonnagenbereich nicht versteht und parallel dazu kaum Erfahrung mit non-amerikanischen VLS und Lfk hat, sich damit für die meisten Fregattenwettbewerbe grundsätzlich disqualifiziert.
Und TKMS soll schon leise sein, die dürfen später 15x Einheitsfregatten bauen und in ihrem Geldspeicher auf Tauchfahrt gehen. Seis drum.
Zitat:Ich sehe dann nämlich jetzt bereits unsere Gewerkschaften (wie bei FCAS) im Quadrat kotzen und es wird erst recht 100% intern torpediert... Wie bei DAMEN garantiert intern sicherlich auch schon (OK... Spekulation..)
Gewerkschaft Macht in der deutschen werft Landschaft darf aber nie unterschätzt werden.... Schließlich ist Pistorius SPD... Und Niedersachse!
Die Gewerkschaften gehen bei FCAS auf die Barrikaden weil es dort um die Industriebeteiligung geht. Der deutsche Anteil an der Fertigung soll reduziert werden, was die lokale Industrie natürlich benachteiligt.
Das ist hier aber nicht der Fall, da die Situation letztlich identisch zur jetzigen F126 ist.
Und sofern es zu einer Torpedierung kommt, greift die von mir skizzierte Vertragsklausel und sämtliche der Schiffe werden außerhalb Deutschlands gebaut.
Können sich TKMS und die IG Metall dann aussuchen, der Staat lässt sich doch nicht von ein Paar Vorarbeitern auf der Nase herumtanzen, ich glaube es hakt?
——
N persönlicher Kommentar meinerseits, ich finds grundsätzlich löblich, dass du dich so hinter den deutschen Schiffbau stellst. Aber verwechsle nie unternehmerische Ambitionen mir einem Interesse für das Gemeinwohl oder die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Unternehmen handeln in 100% der Fälle in ihrem eigenen Interesse, egal ob es ihren Landsleuten schadet oder nicht. Entsprechend ist es grundsätzlich sinnvoll, eine gewisse Distanz zu diesen zu wahren. Wenn man ihnen blind vertraut, nutzen sie es aus und hauen einen übers Ohr.
—————
@roomsim
Zitat:Das ist aber eine schön selektiv editierte Karte.
Die ist für die MAD-Kontext entstanden und bezieht auf die neu zulaufenden AAW-Einheiten. Dahingehend hast du nicht ganz Unrecht, das hätte ich erwähnen sollen.
Kleine Korrektur allerdings, die Rumänische Marine ist Teil des MMPC-Programms und damit perspektivisch Nutzer des SYLVER VLS, das mWn die einzig geplante VLS Bewaffnung dieser Einheiten sein wird. Zuvor hatte Rumanien auch Interesse an Gowind (SYLVER) und Damen SIGMA (VL-MICA VLS) gezeigt.
Spanien ist zwar auch Teil dieser Initiative, allerdings gehe ich davon aus, dass Spaniens MMPCs kein VLS mitführen werden, da sie dort primär als Ersatz von diversen OPVs angedachten sind. Es würde mich sehr wundern, wenn Spanien sowohl das Mk41 wie auch das SYLVER nutzten möchte.
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(Gestern, 01:33)DopePopeUrban schrieb: @DrKartoffelsalat
Wenn du damit die Startplattform meinst, also, dass die Lfk nach Möglichkeit alle aus dem selben Starter verschossen werden können, bin ich bei dir. Das wäre mit einer IITS-T-Integration in SYLVER NG ja sowieso der Fall.
Aber „kann vom selben Starter verschossen werden“ und „kann vom selben Schiff verschossen werden“ ist natürlich wieder was anderes. Dafür braucht es nicht bloß kompatible Starter, sondern natürlich auch eine entsprechende CMS Integration sowie entsprechende Uplink-Terminals/-Befähigungen und mehr. Zumindest aktuell würde ich das für technisch kaum bis gar nicht realisierbar halten.
Das ist ja auch mit der Grund, warum NEREUS existiert. Sobald das durch ist und entsprechende Standartisierungen in Software und co folgen, dürfte es vermutlich auch möglich sein, Schiffe universeller auszulegen, nicht bloß auf Lfk bezogen. Aber das werden wir vermutlich erst dann beurteilen können, wenn aus dem Projekt etwas wird.
Ja, gerne durchaus sowas wie einen Euro-Fire-Control-Loop der als Rack in die Einheiten gestellt werden kann, welcher Schnittstellen zu Sylver/Mk 41 enthält, Koordination verschiedener europ. Flugkörper modular unterstützt, sowie softwareseitig standardisierte Schnittstellen zu allerhand verbreiteten CMS' in europäischen Marinen hat. Der IT-ler in mir, der bekommt bei dem Einwurf "Software-Integration so hart" immer Zuckungen. Ich arbeite in einer Welt von geregelten Protokollen und standardisieren Software-Schnittstellen. Das standardisierte Schnittstellen für sowas nicht schon lange existieren ist für mich schlicht unverständlich. Also auch nicht wirklich, jeder Hersteller will halt seinen Vendor-Lock-In mit abrechenbarem Entwicklungsaufwand und Langzeit-Softwaresupport-Verträgen. Die Politik hätte da den Herstellern schon vor langer Zeit mal die Richtung vorgeben müssen. Das ist sicher eher was für einen anderen Faden, und auch mehr ein Traumkonzept als mögliche Realität.
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(Gestern, 00:08)roomsim schrieb: Bei 2) würde dann deiner Meinung nach noch eine Ersatz F126 zusätzlich später(2.Hälfte 2030er) kommen oder nicht(4-6 A-200 F123 und K130 L1 Ersatz)?
Bei Lösung 2) kommen 4 A200 als ASAP stop gap, Jedes Jahr (bzw alle 9 Monate Schiff 2-4 bei parallel fertigung) eine von 2029/30 bis 2032.
Danach kommen wie geplant 6 F-126... Bau Beginn aller frühestens 2028, fertig aller frühestens erstes Schiff 2032.
A200 löst dann mit Ankunft F-226 schrittweise K130/1 ab, auf Nummer 5 wird wird verzichtet... A200 hat eh mehr Ausdauer und mehr Kampfkraft.
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(Gestern, 00:01)Milspec_1967 schrieb: Ich denke so manche hier im Forum sind sich nicht im Klaren was das meko-konzept im Detail eigentlich bedeutet Also nach meinem Kenntnisstand trifft das auf dich zu.  (Vielleicht aber auch auf mich, wer weiß...)
Zitat:Der Schiffsrumpf, Brücke, CIC, Antriebssysteme, Unterkünfte, Kombusen, Treibstoff etc sind in ihren räumlichen Gegebenheiten bereits vollständig durchkonstruiert.. Bis auf den Zentimeter!
Jein. Das trifft zu, wenn man eine MEKO bestellt, für die eine vergleichbare Einheit bereits gebaut wurde, also vor allem für die A200. Da wird dann der zuletzt gebaute Entwurf übernommen und durch den Austausch von Komponenten angepasst. Das heißt aber nicht, dass man einfach beliebig alle im Katalog zu findenden Module gegeneinander austauschen könnte, ohne dass das Einfluss auf andere Aspekte des Schiffs hat, wie bspw. die Leitungsführung, die Gewichtsverteilung, die Energieversorgung etc. Das muss dann alles überprüft und ggf. angepasst werden. Und es kann auch sein, dass sich dabei bestimmte Kombinationen gegenseitig ausschließen, wie bspw. die Kombination eines Mk41 mit einer 127er, weil das gewichtsmäßig beides direkt hintereinander auf dem Vorderschiff strukturell nicht passt.
Man kann aber auch eine A300 bestellen, die noch gar nicht durchkonstruiert wurde, und trotzdem ist das dann eine MEKO, weil sie eben auf den Baukasten zurückgreift. Und die verschiedenen A400, die über die Jahre vorgestellt wurden, unterschieden sich alle schiffbaulich voneinander. (F125, MKS180, A400RAN, F127) Trotzdem sind das MEKOs.
Zitat:Sämtliche Waffensysteme, Sensoren, Elektronik, Computer, etc werden dann mit Hilfe von vordefinierten containerisierten Modulen in extra dafür vorgesehene Hohlräume in und auf dem Schiff eingebaut. Diese Module sind an speziellen Schnittstellen standardisiert vorgesehen zu verkabeln.
Ja, aber damit ist es halt noch nicht erledigt. "Vorgesehen zu verkabeln" heißt ja eben nicht, dass da zwingend immer die gleichen Kabel liegen. Die müssen immer individuell durchgeplant werden für die jeweilige Klasse.
Zitat:Diese Komponenten ergeben sich dann aus der Options Liste die TKMS benennt.... dazu habe ich bereits ein Bild gepostet.
Die Aussage des Bildes bestreitet ja auch niemand. Nur sagt das Bild halt nichts darüber aus, welchen Aufwand der Austausch eines der Module verursacht, ob es "inkompatible" Kombinationsmöglichkeiten gibt etc.
Zitat:.. Und kann es dann den Marine konfektioniert anbieten.
Klar können sie das. Das heißt aber noch lange nicht, dass dann auch schon alle Baupläne auf Knopfdruck verfügbar sind.
Zitat:Die Frage , ob eine A200 später noch upgradefähig sein muss in den Jahren nach 2040 ist irrelevant, da diese ja (so wie ich das zumindest vorgesehen habe) ausschließlich in der Ostsee / Nordsee oder bei low Level IKM noch dienen werden, und dazu wird ihre Sensorik und Bewaffnung, wenn sie "ähnlich" zu F-123B ist... Oder 70% F-126... einwandfrei ausreichen.
Man kann heute nicht sagen, ob ein System in 20 Jahren noch einsatzfähig sein wird, ganz unabhängig davon, ob dessen Leistung dann noch ausreichen würde. Du wirst diverses im Laufe der Lebensdauer austauschen müssen und ohne Reserven kann das zum Problem werden, wenn bspw. ein verfügbares Nachfolgeprodukt schwerer ist das als ursprünglich verbaute Äquivalent. Außerdem können externe Entwicklungen zu Nachrüstbedarfen führen, die man nicht ignorieren kann, die aktuelle Problematik der Drohnenabwehr sollte uns dahingehend eine Lehre sein.
Zitat:Was die Beteiligung der deutschen Industrie für Waffensysteme betrifft, ist es einerseits so, dass das IRIS-T -system einwandfrei deutschen Interessen entspricht,... und das jedes zukünftige VLS dieses System unterstützen MUSS.!
Ich gehe auch davon aus, dass TKMS hier nicht die DIEHL Ambitionen entgangen sind... Und sie daher auch für MK41 Hohlräume vorsehen werden oder bereits haben.
Es gab schon MEKO200 mit Mk41, die Frage ist also nur, ob auch die aktuellen Baselines schon in MEKO integriert sind und vor allem auch hinsichtlich der vorgenannten Aspekte in einer A200 real verbaubar sind.
Zitat:Es gibt aber bislang keine belastbare Quell Beweise dafür dass das Sylver System IRIS-T zeitnah unterstützen könnte, (NUR CAMM wurde je erwähnt).
Das ist auch schwierig zu benennen, wenn sich niemand darum bemüht, das umzusetzen.
Zitat:MK41 kann es aber demnächst... das hat DIEHL und LM zumindest bereits angekündigt.
Da ist halt die Integration vorgesehen, bei Sylver nicht. Das sagt rein gar nichts darüber aus, in welchem VLS das schneller möglich wäre, wenn man es denn beauftragen würde.
Zitat:(Trump kann das natürlich verhindern... Würde aber dann LM jeglicher zukünftiger Export Chancen fur MK41 in NATO EU und sonstwo außerhalb Asiens berauben.)
Trump und seine Administration haben den USA und Teilen ihrer Wirtschaft schon sehr viel mehr geschadet als das.
Zitat:Zudem müsste die gesamte Logistik rund um Sylver und ggf. ASTER in der deutschen Marinr erst aufgebaut werden.
Wir haben vielleicht ein Zehntel des Munitionsbestands, den wir brauchen und die Logistik für Versionen von Systemen, die in den nächsten Jahren allesamt durch neuere Versionen ersetzt werden. Da fällt der Mehraufwand bei einem Wechsel zu Sylver nicht so sehr ins Gewicht, zumal für die neuen FK ja auch eine nationale Produktion aufgebaut werden würde mit nationaler Systemunterstützung, was Vorteile mit sich bringt gegenüber dem Betrieb von US-Produkten.
Zitat:Die mk41 ... ist ... bereits für F-126 bestellt... Muss also nur auf A200 umgelenkt werden.
Es sind keine Mk41 für die Marine bestellt, sondern für Damen. Es kann sein, dass man diese von Damen bekommen kann, wenn man denn will, mehr aber auch nicht. Einfach umlenken ist da nicht.
Zitat:Der potentielle F-126 Nachfolger.... zudem muss CMS330 unterstützt werden.
Das wäre hinfällig, wenn man auf das Sylver-Ökosystem umstellt, da CMS330 ja nur wegen Aegis in die DM kommt.
Zitat:Daher bietet es sich seit 1 Jahr für TKMS geradezu an, zu prüfen, ... ob A200! CMS330 "spricht".
Was soll das denn heißen? Das CMS ist doch erstmal komplett unabhängig vom Schiffsbau, das vernetzt die Sensoren und Effektoren. Also muss der Ausbau hinsichtlich Konsolen etc. immer an das jeweilige CMS angepasst werden, da gibt es keine Kompatibilität mit dem Schiffsentwurf.
(Gestern, 01:33)DopePopeUrban schrieb: Aber verwechsle nie unternehmerische Ambitionen mir einem Interesse für das Gemeinwohl oder die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Unternehmen handeln in 100% der Fälle in ihrem eigenen Interesse, egal ob es ihren Landsleuten schadet oder nicht. Entsprechend ist es grundsätzlich sinnvoll, eine gewisse Distanz zu diesen zu wahren. Wenn man ihnen blind vertraut, nutzen sie es aus und hauen einen übers Ohr. Es ist halt ein Unterschied zwischen der erforderlichen Einbindung und Förderung nationaler Rüstungsindustrie aus Gründen der nationalen Rüstungsautonomie und der blinden Subvention von privatwirtschaftlichen Gewinnen oder dem Erhalt gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplätze.
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(Gestern, 01:57)DrKartoffelsalat schrieb: Ja, gerne durchaus sowas wie einen Euro-Fire-Control-Loop der als Rack in die Einheiten gestellt werden kann, welcher Schnittstellen zu Sylver/Mk 41 enthält, Koordination verschiedener europ. Flugkörper modular unterstützt, sowie softwareseitig standardisierte Schnittstellen zu allerhand verbreiteten CMS' in europäischen Marinen hat. Unteranderem das versucht man mit NEREUS anzugehen, obgleich ein standartisiertes europäisches CMS noch in weiter Entfernung liegt. Das klingt erstmal einleuchtend und sinnvoll wäre es auch, aber eine Modularität wie du sie dir vorstellst, wird in der Praxis kaum zu erreichen sein, zumindest im aktuellen Zustand. Nicht nur müsste diese Software mit allerlei fremden Interfaces klarkommen (was noch machbar sein sollte), sie müsste zudem auch mit verschiedenen Integrationstiefen arbeiten können und über einen Universaladapter für ECM/ESM verfügen können. Dazu kommen noch Laser und HPM (von denen wir noch nicht wissen, wie sie sich innerhalb eines FCLs verhalten werden) sowie die Unterstützung von Zielauflösung und Uplink/Downlink. Alles in mindestens 3-facher Ausführung bei der Fülle an Systemen die es in Europa gibt.
Das würde wie gesagt wahrscheinlich nur dann funktionieren, wenn sämtlich Hard- und Software auf entsprechende gemeinsame Standards ausgelegt wird. Stichwort NEREUS, aber das dauert natürlich bis man da überhaupt mal auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt hat. Aber grundsätzlich hast du recht, diese Standartisierung ist lange überfällig.
Allerdings wird das nur auf europäische Hard- und Software beschränkt sein. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Standards von außereuropäischen Staaten übernommen werden würden.
Zitat:Der IT-ler in mir, der bekommt bei dem Einwurf "Software-Integration so hart" immer Zuckungen. Ich arbeite in einer Welt von geregelten Protokollen und standardisieren Software-Schnittstellen. Das standardisierte Schnittstellen für sowas nicht schon lange existieren ist für mich schlicht unverständlich.
Sinnhaftigkeit und Benutzerfreundlichkeit stehen leider oft in Konkurrenz zu monetären Interessen. Rüstungskonzerne profitieren davon, bei ihren Softwareprodukten Integrationsarbeit, am besten noch lifecycle support, leisten zu können/müssen.
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@Broensen
Zitat:Es ist halt ein Unterschied zwischen der erforderlichen Einbindung und Förderung nationaler Rüstungsindustrie aus Gründen der nationalen Rüstungsautonomie und der blinden Subvention von privatwirtschaftlichen Gewinnen oder dem Erhalt gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplätze.
Dem kann ich nur zustimmen.
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Man kann diese ganze Diskussion mit all ihren guten Punkten auch abkürzen:
1. Frage
Bis wann brauchen wir welche Fähigkeit?
2. Frage
Welches Budget haben wir dafür?
3. Frage
Welcher Hersteller kann bis dahin liefern oder unsere Bestandsflotte umrüsten?
Fertig.
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Wie sähe das denn lizenzmäßg bzgl. Type 26 aus?
Wenn man das entsprechend verhandelt, könnte diese Schiffe doch nach Plänen in D gebaut werden, da in UK die Werftkapazität fehlt.
Der Vorteil wäre die große Verbreitung dieses Typs und seiner Varianten!
Jedenfalls wäre er fertig zum Baustart und kein Konzept. Und im Gegensatz zu Meko auf ASW optimiert.
Die zwei für die DM obligatorischen RAM-Starter lassen sich sicher analog zur F122 noch addieren, ohne dass es Probleme wie bei der F126 gibt.
(Ich weiß, im Prinzip wurde das hier bereits diskutiert. Aber das ganze Thema ist eine neverending Story.)
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@Bairbus
Haben wir hierschon durchgekaut.
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...11&page=96
Aber vereinfacht:
Zitat:1. Frage
Bis wann brauchen wir welche Fähigkeit?
Fähigkeit zur Verbandsflugabwehr, sekundär ASW, ab 2030
Zitat:2. Frage
Welches Budget haben wir dafür?
Unlimitiert
Zitat:3. Frage
Welcher Hersteller kann bis dahin liefern oder unsere Bestandsflotte umrüsten?
Neubeschaffung: NavalGroup
Umrüstung: im Zeitrahmen unrealistisch aufgrund fehlender FK und Verschussmöglichkeiten
----------
@C-152
Zitat:Wie sähe das denn lizenzmäßg bzgl. Type 26 aus?
Wenn man das entsprechend verhandelt, könnte diese Schiffe doch nach Plänen in D gebaut werden, da in UK die Werftkapazität fehlt.
Der Vorteil wäre die große Verbreitung dieses Typs und seiner Varianten!
Haut zeitlich nicht hin. Der Bau dauert aktuell über 7 Jahre zwischen Kiellegung und Indienststellung, geplante Indienststellung wohlgemerkt.
Dazu...
Zitat:
Jedenfalls wäre er fertig zum Baustart und kein Konzept. Und im Gegensatz zu Meko auf ASW optimiert.
...mangelt es der DM nicht an ASW-Fähigkeiten. Dafür tun es Kombinationen aus F123B, F124 und F125 noch. Die können wir aber nicht wirklich einsetzen, da der F124 die Munition ausgeht. ASW-AAW funktionieren in der DM symbiotisch, da man diese Fähigkeiten ineffizienterweise grundlos zwischen Fregattenklassen aufteilt.
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(Vor 11 Stunden)C-152 schrieb: Wie sähe das denn lizenzmäßg bzgl. Type 26 aus?
Wenn man das entsprechend verhandelt, könnte diese Schiffe doch nach Plänen in D gebaut werden, da in UK die Werftkapazität fehlt.
Der Vorteil wäre die große Verbreitung dieses Typs und seiner Varianten!
Jedenfalls wäre er fertig zum Baustart und kein Konzept. Und im Gegensatz zu Meko auf ASW optimiert.
Die zwei für die DM obligatorischen RAM-Starter lassen sich sicher analog zur F122 noch addieren, ohne dass es Probleme wie bei der F126 gibt.
(Ich weiß, im Prinzip wurde das hier bereits diskutiert. Aber das ganze Thema ist eine neverending Story.)
Type 26 in der Kanada Ausführung besitzt einige Systeme der F-126 (MK41, 127mm., RAM)....
.... , ist aber definitiv AEGIS... Was wir hoffentlich nicht für den F-126 Ersatz beschaffen würden!
OTS gibt es dann nur noch die UK Variante (Armuts Radar und keine Systeme und Waffen mit F-126 gemeinsam) und Australien (Nur MK41, sonst nix identisch).... Das geht also auch nicht, weil es unsere gewohnte Waffensysteme Infrastruktur nicht zulässt bis 2029!
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(Vor 10 Stunden)DopePopeUrban schrieb: @C-152
Haut zeitlich nicht hin. Der Bau dauert aktuell über 7 Jahre zwischen Kiellegung und Indienststellung, geplante Indienststellung wohlgemerkt.
Dazu...
...mangelt es der DM nicht an ASW-Fähigkeiten. Dafür tun es Kombinationen aus F123B, F124 und F125 noch. Die können wir aber nicht wirklich einsetzen, da der F124 die Munition ausgeht. ASW-AAW funktionieren in der DM symbiotisch, da man diese Fähigkeiten ineffizienterweise grundlos zwischen Fregattenklassen aufteilt. Die erste Einheit dauert doch nicht selten lange bei modernen Schiffsklassen. Wo steht, dass es bei 7 Jahren bleiben wird? (Zugegeben: ein Bau in D wäre so gesehen auch Neuland.)
F124+125 sind aber quasi nur via Hubschrauber zu ASW befähigt. Das Bugsonar lassen wir mal außen vor.
Und es wird ja über kurz oder lang ein Nachfolger für die F123b benötigt, was die F126 ja sein sollte.
Letztlich ist keine Lösung wirklich gut.
Aber halbgare Mekos für denn Übergang kaufen, ist doch auch ineffizient. Und die Fertigstellung der F126 mach wie vor unsicher.
Immerhin kann sich die T26 mit 48 CAMM und evtl. zusätzlich RAM und MSI/MASS selbst verteidigen.
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(Vor 10 Stunden)C-152 schrieb: Die erste Einheit dauert doch nicht selten lange bei modernen Schiffsklassen. Wo steht, dass es bei 7 Jahren bleiben wird? (Zugegeben: ein Bau in D wäre so gesehen auch Neuland.) Weil die geplanten Indienststellungen diese Bauzeit bestätigen.
HMS Glasgow - Baubeginn 2017 - Indienststellung 2027/28 (das Typschiff)
HMS Cardiff - Baubeginn 2019 - Indienststellung 2028/29
HMS Belfast - Baubeginn 2021 - indienststellung 2029/30
Der Bau wird nicht schneller, die 7 Jahre waren eine Untertreibung meinerseits falls es beim Batch II schneller geht (wird es vermutlich nicht).
Zitat:F124+125 sind aber quasi nur via Hubschrauber zu ASW befähigt. Das Bugsonar lassen wir mal außen vor.
Und es wird ja über kurz oder lang ein Nachfolger für die F123b benötigt, was die F126 ja sein sollte.
Löß dich davon, dass es hier um einen Ersatz der F126 geht.
F124 und F125 können zusammen mit der F123B ASW betreiben. Nicht unbedingt gut, aber können sie.
Ohne eine Fähigkeit zur Verbandsflugabwehr können wir aber gar kein ASW betreiben, egal in welcher Qualitätsstufe und mit welchen Einheiten. Und diese Fähigkeit haben wir auf absehbare Zeit nicht, deshalb braucht es da einen Ersatz.
Es fehlt uns nicht an ASW-Fähigkeiten, die F126 war einfach nur als erstes dran in der Ersatz-Reihenfolge.
Zitat:Immerhin kann sich die T26 mit 48 CAMM und evtl. zusätzlich RAM und MSI/MASS selbst verteidigen.
Siehe meine Antwort von 08.01.2026
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...11&page=93
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Ok...!
Wie realistisch wäre/ist denn FDI?
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(Vor 10 Stunden)C-152 schrieb: Ok...!
Wie realistisch wäre/ist denn FDI?
Realistisch ist einfach keine neue Fregatte und dafür akzeptieren wir halt eine Lücke die wir eh hätten.
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(Vor 11 Stunden)Bairbus schrieb: Man kann diese ganze Diskussion mit all ihren guten Punkten auch abkürzen:
1. Frage
Bis wann brauchen wir welche Fähigkeit?
2. Frage
Welches Budget haben wir dafür?
3. Frage
Welcher Hersteller kann bis dahin liefern oder unsere Bestandsflotte umrüsten?
Fertig.
Ganz simpel :
1)
Erst Schiff bis 2030 als ASW "Fähigkeiten = OK" mit self defense Medium Range AAW auf Basis MK41 und ESSM / IRIS-T ... Kampf Kraft In etwa wie F-123B, aber mit Heli-Hangar für Nh90.
Das reicht als stop gap. ...und weiter Verwendung als K-130 / 1 Ersatz ab Ende der 2030er.
2)
Viel...weil Masse der F-126 Parlament Gelder nicht abgerufen werden vor 2028/29....falls denn F-126 überhaupt verspätet unter NVL Führung kommen sollte... Ein komplett Abbruch ist ja AUCH noch im Raum.
Und wenn der kommt, muss es eh eine DEUTSCHE... Neue... F-128 geben.
3)
Ganz Simpel : KEINER.
Wenn es keiner bis 2030 einsatzbereit (!) wirklich realistisch kann, gebe ich der heimischen Industrie 1 Jahr länger Zeit, aus einer A200 G "Option" eine A200 G "Baufertig" zu machen.
Sofern ggf. TKMS hier seit 1 Jahr... Ohne Auftrag und auf eigenes Risiko...bereits irgendwie in Vorlauf gegangen ist, wäre eine A200 G vermutlich Ende 2026 im Design baufertig... Und mit viel Glück bis Anfang 2031 als Schiff fertig.... Weitere folgen alle 9-12 Monate .
Alle Ausländer sind OTS nicht kompatibel zu sämtlicher Waffen und Sensoren Infrastruktur der deutschen Marine ausgerüstet (T26/FDI, s. Mein voriger Beitrag zu T26) ... Zudem wären auch ECM/ECCM (KORA etc) was quasi deutsch sein Muss wegen Kompatibilität zu anderen deutschen Schiffen, , dort nicht OTS verfügbar... Und würde etliche Zeit zur (sicheren!) Integration beanspruchen.
Des Weiteren :
Lizenz Bau ohne deutsches Design, Waffen oder Sensoren , würde von der deutschen Industrie und Gewerkschaften, wie von mir erwähnt torpediert werden... Mt recht.
Deutschland kann das allein!!.... Und wenn ALLE verfügbaren deutschen Werften plus Waffen und Sensoren Zulieferer hier mal zusammen arbeiten statt gegeneinander (wovon ich angesichts der Lage ausgeht) kann auch relativ schnell gebaut werden.
Eine deutsche A200G mit Schweden Sensoren (analog F-123B) kann die Verhandlungen mit SWE bzgl gemeinsamen NGF sogar positiv fördern.
Und ehrlich gesagt... Der beste Ersatz für eine F-126...mit allem was wir brauchen, wäre eine F-127.
Sofern die Trump Sklaven LM und Raytheon tatsächlich liefern (wie bei J und KOR (UND ES KEIN KILL SWITCH SZENARIO REALISTISCH GIBT)) wäre das Teil das Ende aller Sorgen... fur ASW und AAW.
12 Stück davon und das Nordmeer ist unser.
Und wenn ich rein militärisch zwischen F-126 ab 2032 und F-127 ab 2034 wählen könnte... Ich wähle Letzteres!
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(Vor 10 Stunden)Milspec_1967 schrieb: Ganz simpel :
1)
Erst Schiff bis 2030 als ASW "Fähigkeiten = OK" mit self defense Medium Range AAW auf Basis MK41 und ESSM / IRIS-T ... Kampf Kraft In etwa wie F-123B, aber mit Heli-Hangar für Nh90.
Das reicht als stop gap. ...und weiter Verwendung als K-130 / 1 Ersatz ab Ende der 2030er.
2)
Viel...weil Masse der F-126 Parlament Gelder nicht abgerufen werden vor 2028/29....falls denn F-126 überhaupt verspätet unter NVL Führung kommen sollte... Ein komplett Abbruch ist ja AUCH noch im Raum.
Und wenn der kommt, muss es eh eine DEUTSCHE... Neue... F-128 geben.
3)
Ganz Simpel : KEINER.
Wenn es keiner bis 2030 einsatzbereit (!) wirklich realistisch kann, gebe ich der heimischen Industrie 1 Jahr länger Zeit, aus einer A200 G "Option" eine A200 G "Baufertig" zu machen.
Sofern ggf. TKMS hier seit 1 Jahr... Ohne Auftrag und auf eigenes Risiko...bereits irgendwie in Vorlauf gegangen ist, wäre eine A200 G vermutlich Ende 2026 im Design baufertig... Und mit viel Glück bis Anfang 2031 als Schiff fertig.... Weitere folgen alle 9-12 Monate .
Alle Ausländer sind OTS nicht kompatibel zu sämtlicher Waffen und Sensoren Infrastruktur der deutschen Marine ausgerüstet (T26/FDI, s. Mein voriger Beitrag zu T26) ... Zudem wären auch ECM/ECCM (KORA etc) was quasi deutsch sein Muss wegen Kompatibilität zu anderen deutschen Schiffen, , dort nicht OTS verfügbar... Und würde etliche Zeit zur (sicheren!) Integration beanspruchen.
Des Weiteren :
Lizenz Bau ohne deutsches Design, Waffen oder Sensoren , würde von der deutschen Industrie und Gewerkschaften, wie von mir erwähnt torpediert werden... Mt recht.
Deutschland kann das allein!!.... Und wenn ALLE verfügbaren deutschen Werften plus Waffen und Sensoren Zulieferer hier mal zusammen arbeiten statt gegeneinander (wovon ich angesichts der Lage ausgeht) kann auch relativ schnell gebaut werden.
Eine deutsche A200G mit Schweden Sensoren (analog F-123B) kann die Verhandlungen mit SWE bzgl gemeinsamen NGF sogar positiv fördern.
Und ehrlich gesagt... Der beste Ersatz für eine F-126...mit allem was wir brauchen, wäre eine F-127.
Sofern die Trump Sklaven LM und Raytheon tatsächlich liefern (wie bei J und KOR (UND ES KEIN KILL SWITCH SZENARIO REALISTISCH GIBT)) wäre das Teil das Ende aller Sorgen... fur ASW und AAW.
12 Stück davon und das Nordmeer ist unser.
Und wenn ich zwischen F-126 ab 2032 und F-127 ab 2035 wählen könnte... Ich wähle Letzteres!
Zustimmung 👍🏻
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