@Kongo Erich
Zitat:...genauso wie die Widerstandsfähigkeit der iranischen Führung weit unterschätzt worden ist.
Sowie:
@Schwabo Elite
Zitat:Richtig ist, dass der Iran weit widerstandfähiger ist, als zunächst angenommen.
Das stimmt so nicht.
Alleine die jetzige Rettungsoperation zeigt, dass der iranische Luftraum löchrig ist wie ein Schweizer Käse.
1. Nur um das grob zu umreißen: Die Amerikaner fliegen in den iranischen Luftraum ein - übrigens nicht (nur) mit Kampfjets, sondern teils mit
Hercules, die noch nebenbei Helikopter in relativem Tiefflug betanken (ein "Schleppzug" von weniger als 300 km/h Geschwindigkeit). Wenn da irgendwo ein Gepard herumgestanden wäre, wäre es eng geworden.
2. Dann landet man irgendwo in Iran, baut ein "Pfadfinderlager" auf, lädt aus den Transportern vor Ort in der Pampa dann einige
Little Birds aus (sic!) - derweilen gibt die CIA laufend die Info über die Position des abgestürzten Piloten durch - und geht nach Indianermanier dann auf die Suche, während man ein paar iranische Einheiten nebenher zusammenschießt.
3. Während der gleichen Zeit, also über rund zwei Tage hinweg, werden im ganzen Land 300 bis 400 weitere Einsätze gegen alle möglichen Ziele geflogen, ohne dass es Verluste gibt (und ohne dass dies großartig gemeldet wird).
Ergänzend:
Unabhängig davon wäre die Frage, welches ominöse neue Flugabwehrsystem dies gewesen sein soll? Wenn, so schätze ich, war es ein Derivat des russischen S-300-Systems, vielleicht ein Bavar-373 oder ein Talaash mit Sayyad-3/4-Raketen. Allerdings dürften diese Systeme relativ rar geworden sein. Optional, im mittleren Bereich, käme vielleicht auch ein Khordad-3 in Frage. Ist aber spekulativ meinerseits.
Hinzu käme, dass die Frage wäre, wieso diese Systeme, so man sie denn hat, nicht bereits bei der Abwehr eingesetzt wurden? Weil man sie bewusst zurückhält? Eher unwahrscheinlich, wenn man sich die bisherigen Schäden und Ziele anschaut.
Gleichwohl, wenn es tatsächlich ein bislang zurückgehaltenes Hochleistungssystem gewesen sein sollte, so lohnt es sich sicher, dort mal genauer nachzuschauen. Vielleicht findet man da dann eine noch unbekannte Atomanlage, die die Iraner "vergessen" haben, der "hier- und stichfest" ermittelnden IAEA zu melden.
Schneemann