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Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass manche unser Einsatzgebiet noch in der Ostsee verorten...
Wenn man so argumentiert, dass man alles auch von Land beobachten kann, können wir ja die maritime Drohnenentwicklung ignorieren und weiter ausschließlich Fregatten bauen.
Der Trend zeigt aber bei den etablierten Marinen der USA, GB, Spanien, China, Türkei, Frankreich usw Richtung schiffbasierte Drohnen.
Und es ist ja auch klar, weshalb. Man kann mit wenig finanziellen Mitteln die bisherigen Kampfeinheiten ergänzen. Am Besten in Kombination mit einem LHD-Konzept.
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(Gestern, 22:26)DopePopeUrban schrieb: Ich glaube MALE wird von keinem Träger dieser Welt aus operieren können. Diese Plattform hat eine Spannweite von 30m, eine E-2 Hawkeye hat 5m weniger Unter MALE fallen auch die Bayraktar TB2/TB3 und die letztere soll vom Träger aus eingesetzt werden.
Mojave ist auch schon von der PoW gestartet und wieder darauf gelandet.
Und mit der MQ-9B STOL ist auch davon eine Trägervariante geplant.
EuroMALE RPAS sollte allerdings unwahrscheinlich sein. Ist aber auch unnötig angesichts der Reichweite.
(Heute, 01:19)Bairbus schrieb: Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass manche unser Einsatzgebiet noch in der Ostsee verorten...
Wenn man so argumentiert, dass man alles auch von Land beobachten kann, können wir ja die maritime Drohnenentwicklung ignorieren und weiter ausschließlich Fregatten bauen. Weitreichende Systeme landgestützt einsetzen ist etwas anderes als "von Land beobachten".
P-8, MQ-9B und Euro MALE RPAS können halt von NATO-Basen aus das gesamte LV/BV relevante Gebiet von Spitzbergen bis GIUK und zurück nach St. Petersburg abdecken. Den Mittelmeerraum ebenso. Wozu also sollten wir teure und bemannte Trägersysteme im Wasser gefährden? Je mehr Aspekte des Verbunds wir land- und luftgestützt realisieren können, desto mehr Ressourcen haben im Wasser für die nur dort effektiv einsetzbaren Systeme, insbesondere die Sonare.
Zitat:Der Trend zeigt aber bei den etablierten Marinen der USA, GB, Spanien, China, Türkei, Frankreich usw Richtung schiffbasierte Drohnen.
Na und? Wenn die das für ihre Einsätze brauchen, heißt das doch nicht, dass das für uns auch gilt. Und in den paar auch für uns relevanten Bereichen, werden auch wir noch Systeme beschaffen. Aber wir brauchen einfach keine spezialisierten Schiffe für deren Einsatz und es gibt auch dringendere Baustellen für uns als das.
Zitat:Und es ist ja auch klar, weshalb. Man kann mit wenig finanziellen Mitteln die bisherigen Kampfeinheiten ergänzen. Am Besten in Kombination mit einem LHD-Konzept.
Ein LHD-Konzept wäre für uns aber eben nicht eine Ergänzung bisheriger Kampfeinheiten mit "wenig finanziellen Mitteln".
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(Heute, 01:49)Broensen schrieb: Unter MALE fallen auch die Bayraktar TB2/TB3 und die letztere soll vom Träger aus eingesetzt werden.
Mojave ist auch schon von der PoW gestartet und wieder darauf gelandet.
Und mit der MQ-9B STOL ist auch davon eine Trägervariante geplant.
EuroMALE RPAS sollte allerdings unwahrscheinlich sein. Ist aber auch unnötig angesichts der Reichweite.
Weitreichende Systeme landgestützt einsetzen ist etwas anderes als "von Land beobachten".
P-8, MQ-9B und Euro MALE RPAS können halt von NATO-Basen aus das gesamte LV/BV relevante Gebiet von Spitzbergen bis GIUK und zurück nach St. Petersburg abdecken. Den Mittelmeerraum ebenso. Wozu also sollten wir teure und bemannte Trägersysteme im Wasser gefährden? Je mehr Aspekte des Verbunds wir land- und luftgestützt realisieren können, desto mehr Ressourcen haben im Wasser für die nur dort effektiv einsetzbaren Systeme, insbesondere die Sonare.
Na und? Wenn die das für ihre Einsätze brauchen, heißt das doch nicht, dass das für uns auch gilt. Und in den paar auch für uns relevanten Bereichen, werden auch wir noch Systeme beschaffen. Aber wir brauchen einfach keine spezialisierten Schiffe für deren Einsatz und es gibt auch dringendere Baustellen für uns als das.
Ein LHD-Konzept wäre für uns aber eben nicht eine Ergänzung bisheriger Kampfeinheiten mit "wenig finanziellen Mitteln".
Nein?
Ein LHD liegt preislich nicht bei unseren neuen Fregatten.
Und Deutschland ist in der NATO für Logistik zuständig.
Nur haben wir überhaupt keine eigenen Schiffe dafür.
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(Vor 3 Stunden)Bairbus schrieb: Ein LHD liegt preislich nicht bei unseren neuen Fregatten. Ein LHD, das den deutschen Beschaffungsprozess durchläuft, wird am Ende nicht günstiger sein als eine Fregatte. Aber um diesen direkten Vergleich geht es auch gar nicht, sondern um die Gesamtbelastung, die so ein Konzept mit sich bringen würde, sei es personell, materiell oder hinsichtlich der Belegung von industriellen Ressourcen. Und das alles zusammen wäre eben nicht unerheblich im Verhältnis zu dem daraus für uns zu generierenden Nutzen. Deshalb kann man eben nicht von einer Ergänzung mit "wenig finanziellen Mitteln" sprechen, sondern braucht es ein schlüssiges Konzept für den Einsatz der Drohnenträger, das Kosten und Aufwand rechtfertigt.
Bei anderen Nationen ist das anders, weil diese ohnehin Träger/LPD/LHD zu anderen Zwecken vorhalten, die man damit zusätzlich befähigen kann.
Zitat:Und Deutschland ist in der NATO für Logistik zuständig.
Nur haben wir überhaupt keine eigenen Schiffe dafür.
Natürlich haben wir Schiffe für Logistik: EGV, MBV, Tender/MUsE. Und Drohnenträger sind erstmal keine Logistikeinheiten. Sie können mit Logistikaufgaben kombiniert werden, das ist dann aber ein Gesamtkonzept, das zu betrachten wäre und nicht einfach ein Argument für Drohnenträger.
Dafür müsste dann auch erstmal unterschieden werden, was man unter Logistik versteht: Seeversorgung oder Transportaufgaben? Theoretisch ließe sich beides mit einem Drohnenträger kombinieren, allerdings mit entsprechenden Konsequenzen. Für einen Seeversorger-LHD bzw. Flattop-EGV würde das bedeuten, dass er neben den Versorgungsaufgaben noch eine weitere permanente Aufgabe im Verband stellen muss und ihn deshalb nicht zwischenzeitlich verlassen kann, bspw. um selbst wieder neue Versorgungsgüter aufnehmen zu können, er müsste also regelmäßig abgelöst werden, sofern die Funktion für den Drohneneinsatz im Verband nicht entbehrlich ist. Das kann man natürlich lösen, sollte man aber beachten. Ebenso wäre zu prüfen, inwiefern sich RAS und durchgehendes Flugdeck gegenseitig behindern oder sogar ausschließen.
Der Einsatz als Transporteinheit hingegen, lässt sich zwar problemlos funktional, aber nur sehr selten auch operativ mit einem gleichzeitigen Einsatz als Drohnenträger vereinbaren, das Schiff hätte somit zwei voneinander unabhängige Funktionen, die es nicht gleichzeitig erbringen kann. (Es sei denn, es transportiert Güter, die zufällig an der gleichen Stelle gebraucht werden wie die Drohnen) Damit wären wir dann wieder bei den Argumenten, die schon bzgl. des MUsE-Konzeptes ausgetauscht wurden.
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(Vor 1 Stunde)Broensen schrieb: Ein LHD, das den deutschen Beschaffungsprozess durchläuft, wird am Ende nicht günstiger sein als eine Fregatte. Aber um diesen direkten Vergleich geht es auch gar nicht, sondern um die Gesamtbelastung, die so ein Konzept mit sich bringen würde, sei es personell, materiell oder hinsichtlich der Belegung von industriellen Ressourcen. Und das alles zusammen wäre eben nicht unerheblich im Verhältnis zu dem daraus für uns zu generierenden Nutzen. Deshalb kann man eben nicht von einer Ergänzung mit "wenig finanziellen Mitteln" sprechen, sondern braucht es ein schlüssiges Konzept für den Einsatz der Drohnenträger, das Kosten und Aufwand rechtfertigt.
Bei anderen Nationen ist das anders, weil diese ohnehin Träger/LPD/LHD zu anderen Zwecken vorhalten, die man damit zusätzlich befähigen kann.
Natürlich haben wir Schiffe für Logistik: EGV, MBV, Tender/MUsE. Und Drohnenträger sind erstmal keine Logistikeinheiten. Sie können mit Logistikaufgaben kombiniert werden, das ist dann aber ein Gesamtkonzept, das zu betrachten wäre und nicht einfach ein Argument für Drohnenträger.
Dafür müsste dann auch erstmal unterschieden werden, was man unter Logistik versteht: Seeversorgung oder Transportaufgaben? Theoretisch ließe sich beides mit einem Drohnenträger kombinieren, allerdings mit entsprechenden Konsequenzen. Für einen Seeversorger-LHD bzw. Flattop-EGV würde das bedeuten, dass er neben den Versorgungsaufgaben noch eine weitere permanente Aufgabe im Verband stellen muss und ihn deshalb nicht zwischenzeitlich verlassen kann, bspw. um selbst wieder neue Versorgungsgüter aufnehmen zu können, er müsste also regelmäßig abgelöst werden, sofern die Funktion für den Drohneneinsatz im Verband nicht entbehrlich ist. Das kann man natürlich lösen, sollte man aber beachten. Ebenso wäre zu prüfen, inwiefern sich RAS und durchgehendes Flugdeck gegenseitig behindern oder sogar ausschließen.
Der Einsatz als Transporteinheit hingegen, lässt sich zwar problemlos funktional, aber nur sehr selten auch operativ mit einem gleichzeitigen Einsatz als Drohnenträger vereinbaren, das Schiff hätte somit zwei voneinander unabhängige Funktionen, die es nicht gleichzeitig erbringen kann. (Es sei denn, es transportiert Güter, die zufällig an der gleichen Stelle gebraucht werden wie die Drohnen) Damit wären wir dann wieder bei den Argumenten, die schon bzgl. des MUsE-Konzeptes ausgetauscht wurden.
Ich verstehe unsere Rolle so, dass wir nicht nur in der Lage sind, zu koordinieren, sondern uns auch aktiv einzubringen.
Dafür braucht man entsprechende Schiffe, die wir nicht haben. Ro-Ro-Fähigkeit oder sogar Landefähigkeit.
MuSe ist weit von Fähigkeiten eines JSS mit Drohnendeck entfernt.
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(Heute, 01:19)Bairbus schrieb: Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass manche unser Einsatzgebiet noch in der Ostsee verorten...
Wenn man so argumentiert, dass man alles auch von Land beobachten kann, können wir ja die maritime Drohnenentwicklung ignorieren und weiter ausschließlich Fregatten bauen.
Es muss ja nicht unser Land sein, von dem aus wir operieren. Wir haben ja Partner.
(Heute, 01:19)Bairbus schrieb: Der Trend zeigt aber bei den etablierten Marinen der USA, GB, Spanien, China, Türkei, Frankreich usw Richtung schiffbasierte Drohnen.
Mit denen kannst du das Aufgabengebiet und auch die Anforderungen der deutschen Marine kaum vergleichen. Wir haben keine Kolonien mehr. Wir, so hoffe ich doch, haben keine aggressiven imperialistischen Expansionswünsche. Wir spielen auch nicht World-Police. Am Ende sehe ich hier quasi die selbe Debatte, die es auch bezüglich Flugzeugträgern gibt.
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