29.01.2026, 19:07
(29.01.2026, 18:54)alphall31 schrieb: Man baut doch derzeit und hat ja anscheinend die ganze Zeit gebaut.
NVL nutzt doch genau wie Damen CADMATIC , ist den nun wirklich der knoten geplatzt oder nutzt man nur endlich die gleiche Software ?
Damen nutzt 3Dexperience mit SolidWorks, nicht CADMATIC.
Das ganze Thema um die Konstruktionsdatenübertragung hätte man also schon 2024 lösen können, z.B. in dem Damen "einfach" die Konstruktion an NVL überträgt - war ja schließlich ein Subunternehmer.
Es hätte Dutzende Wege gegeben, um dieses "Bottleneck" zu beseitigen, aber dafür müssen halt auch beide Parteien wollen - und dass eine Partei nicht will, wenn die heimische Politik schon mit Hufen schart, um die Steuerzahlergelder nach Hause zu holen, wird wohl keinen wundern, oder?
Aus dieser Nummer kann die bewährte Art der deutschen Rüstung herausgelesen werden. Unter anderem:
a) Reite das Pferd bis es tot ist - ein "gescheitertes Projekt" ist schlecht für die eigene Karriere.
b) Alle Wege offen halten und Entscheidungen soweit wie möglich verschieben - im Glücksfall wird man befördert und der Nachfolger hat die Tretmine gefangen.
c) Grundsätzlich ist immer die Industrie Schuld. Wenn das mal nicht so sein sollte, ist sie es trotzdem.
Absichtlich polemisch überspitzt, aber genau das passiert hier.
Es kann doch keiner ernsthaft in Erwägung ziehen, die F126 weiterlaufen zu lassen, wenn in der Presse schon gemurmelt wird, dass NVL das vor 2035 nicht hinbekommt und sogar von "frühestens" spricht?
Dann heißt es wieder "Eigentlich geht nur MEKO A-200 oder F126, aber vielleicht machen wir doch einen Misch-Masch, damit ja keiner glücklich wird!" - so können nur Leute sprechen, die nicht wissen, dass neben dem Material auch Ausbildung und Einsatztaktiken eine Rolle spielen. Die brauchen aber halt leider Zeit für die Erarbeitung und personelle Ressourcen hat die Marine jetzt wirklich nicht im Überfluss.
Diese Bundeswehr ist vom Kopf her nicht weiter als 2022 - einziger Unterschied ist, dass der Finanzrahmen scheinbar nun gar keine Rolle mehr spielt, solange das Geld in Deutschland landet.
Man muss sich mal überlegen: Die Marine müsste dann ab 2035 jährlich eine F126 und eine F127 in Dienst stellen und gleichzeitig noch ihren Altbestand aussondern. Im schlimmsten Fall rutscht da noch die MEKO A-200 etwas und fällt da auch noch mit rein.
Was will man da machen, außer den Altbestand früher außer Dienst zu stellen, um Personal für die neuen Besatzungen zu gewinnen? Mit diesem Weg vergrößert man die Lücken in den Jahren ab 2030 noch weiter, wenn die gesamte Marine ob dieser Überlastung nicht direkt sprichwörtlich dicke Backen macht.
