29.01.2026, 17:35
(29.01.2026, 16:31)Broensen schrieb: Hab' ich was verpasst? Der Vorvertrag dient doch der Absicherung der Langläufer und Entwicklungsarbeit, während es abgestimmte Fristen gibt für die NVL-F126-Entscheidung und den Anschlussvertrag für die A200.Das war die von Hartpunkt damals kommunizierte Fassung aber wir haben keine Ahnung, ob die auch so vom Verteidigungsausschuss bestätigt wurde. Wir wissen nur folgendes:
Bis zum 30.4. (?) muss eine Entscheidung über den Weiterbau der F126 getroffen werden und in der Folge würde dann -je nach Ergebnis- die zweite Stufe des A200-Vertrags aktiviert werden, der dann auch erste Bauarbeiten umfassen würde. Daran hat sich doch nichts geändert und es bestand da auch von vornherein kein Automatismus, sondern nur eine Abstimmung der Fristen aufeinander.
Soweit zumindest mein Kenntnisstand.
Der Spiegel schrieb:Der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss billigten am Mittwoch in Berlin wie erwartet einen Vorvertrag mit dem Unternehmen in Kiel in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro. Er sichert laut einem Informationsschreiben des Wehrressorts die Reservierung von Fertigungsslots, die Bestellung von Material, vor allem Stahl, und Projektmanagement- und Konstruktionstätigkeiten. Damit soll sichergestellt werden, dass eine erste Meko-Fregatte spätestens bis Dezember 2029 an die Marine geliefert wird, sollte das F126-Projekt nicht fortgeführt werden können.https://www.spiegel.de/politik/deutschla...8fe8cf4920
Wir wissen also was passiert, wir wissen aber nicht wann passiert. Da der tatsächliche Bau dieser Schiffe nicht teil dieses Vorvertrags ist, auch nicht als Vorleistung, kann man hier schlecht von Deadlines und Entschädigungszahlungen wie bisher sprechen. Wahrscheinlich fungiert TKMS in dieser Phase hier nicht einmal als Bauverantwortlicher, das Material wird über den Bund bestellt werden.
Das werden wir auch vermutlich erst wissen, wenn das Vorhaben dann offiziell durch das BMVg gestartet wird. Denn nachdem eine 25mio Euro Vorlage durch den VgA und Haushaltsauschuss durch ist (was die nächste Station dafür verpflichtend ist), kann der Vertragsschluss durch BMVg oder BAAINBw erfolgen. Muss er aber nicht, BMVg/BAAINBw sind dazu nicht verpflichtet. Und um genau das zu umgehen, pitchten die Abgeordneten den Maßgabebeschluss der es jetzt letztendlich nicht in den Entwurf geschafft hat.
Soll heißen, keine Ahnung wann es los geht.
Ich persönlich vermute, dass das BMVg jetzt einen Vorvertragsschluss anstrebt wird und dann einfach nie einen Bauauftrag erteilt. Zeit hat man ja jetzt.
Und TKMS ist dabei in beiden Fällen fein raus. Denn wenn der Bauauftrag dafür nicht kommt können sie die Planungsarbeit, die dann auf Staatskosten entstanden ist, für andere Kunden wie bspw Saudi Arabien verwenden.
----------
Mittlerweile hat sich auch unsere liebste Industriepublikation Hartpunkt in einem extralangen Artikel dazu geäußert.
Die schäumen vor Wut.
https://www.hartpunkt.de/nur-teilerfolge...fregatten/
Denen geht die Geschichte für meinen Geschmack n bisschen zu nah ehrlich gesagt...

