29.01.2026, 15:07
(29.01.2026, 11:50)DopePopeUrban schrieb: MWn fährt die F125 üblicherweise mit rund 150x Besatzungsmitgliedern, davon entfallen etwa 125x auf die Stammbesatzung (wobei Sicherungskräfte soweit ich weiß auch damit gemeint sind) und etwa 20-25x auf die Aircrew bei zwei eingerüsteten SeaLion, der Rest ist bspw für BEKs reserviert.
Entsprechend halte ich die angegebene Stammbesatzung von 114x durchaus für realistisch.
(29.01.2026, 13:01)DeltaR95 schrieb: Das hatten wir doch schon: ... die Aircrew kommt da noch oben drauf.Die F125 hat 126 Stamm zzgl. Aircrews zzgl. einer nachträglich eingeplanten, erfahrungsbedingten Personalaufstockung von 24 Mann, so dass die derzeitig vorgesehene Besatzungsstärke ohne Aircrews und BEK bei 150 liegt. (Schön aufgelöst hier, wo oben im Beitrag eine Besatzungsstärke von 150 auftaucht und weiter unten dann 126 Stammcrew angeführt wird.) Die Einschiffungskapazität dürfte somit nur noch bei ca. 40 liegen, wovon min. die Hälfte die Aircrews ausmachen. Also mehr als zwei Boarding-Kommandos können schon nicht mehr mitgeführt werden.
Für die MEKO A200 findet sich bei ESuT folgende Information
Zitat:Die Besatzung umfasst 125 Personen, einschließlich des Helikopterkontingents, und es gibt Platz für zusätzlich 49 Personen.Kommt mir aber sehr verdächtig vor, da die A200 ja auch wahlweise mit 2x5t- oder 1x11t-BHS bestückt werden kann, was unterschiedlich große Aircrews bedingt.
Aber unabhängig davon scheinen sich ja die Besatzungsstärken einer 4kto-A200, einer 7kto.-F125 und einer 10kto-F126 nicht merklich zu unterscheiden, zumindest nicht hinsichtlich der Mindestwerte. Was für mich auch Sinn ergibt, da der vermeintliche zusätzliche Bedarf wegen der zusätzlichen Größe kompensiert wird durch die dadurch ermöglichte Automatisierung.
Ich möchte aber gerne noch in den Raum stellen, dass die 125px der A200 vmtl. nicht vergleichbar sind mit den 150px der F125. Denn die bisher ausgelieferten A200 sind allesamt nicht -wie die F125- dafür gedacht, lang andauernde IKM-Einsätze zu fahren. Ergo liegt für die F126 der Rückschluss nahe, dass diese für LV/BV-Einsätze mit etwa 120 Stamm- zzgl. (Sonar)Modul- zzgl. BHS-Personal anzusetzen sein wird, während in IKM-Missionen oder allgemein länger andauernden Einsätzen ebenfalls zusätzliche Personalstärke einzuplanen sein dürfte.
Man sollte also die Personalstärke abseits der definierten Mindestbesatzung noch dem vorgesehenen Einsatzzweck anpassen.
Zitat:Ich übersetze mal deine Aussage: Wir machen das richtig, was alle anderen falsch machen! Dann sind wir im Krieg ja echt "schlecht dran", wenn alle anderen Schiffe "nur" nach NATO-Richtlinien gebaut sindDu siehst das zu sehr auf den DMS fokussiert. Den halte ich ja auch für Blödsinn (sofern das alles wirklich so ist, wie ich das hier vernommen habe). Aber die Anforderungen umfassen doch mehr als das. Bspw. gehört zu den Anforderungen an eine deutsche ASW-Fregatte, dass dort der gerade zulaufende SeaTiger auch eingeschifft werden kann. Es reicht also nicht, Schiffe zu beschaffen, die NATO-Standards entsprechen. Sie müssen schon auch noch zum Anforderungsprofil passen. Sonst könnten wir auch einfach zusätzliche F125 oder K130 ordern.
Also ist hier nicht das Problem, dass man MOTS nicht ernst nimmt, sondern dass man die Anforderungen nicht dem Marktangebot angepasst hat. Das muss sich aber halt nicht unbedingt auf den DMS beziehen, sondern kann eben auch weniger irrelevante Gründe haben. Ich würde also nicht pauschalisiert sagen, dass man hier nicht bereit ist, seine Standards zu hinterfragen, sofern wir nicht klarere Aussagen vorliegen haben, welche Anforderungen warum nicht zur Disposition gestellt werden.

