29.01.2026, 13:01
(29.01.2026, 11:50)DopePopeUrban schrieb: MWn fährt die F125 üblicherweise mit rund 150x Besatzungsmitgliedern, davon entfallen etwa 125x auf die Stammbesatzung (wobei Sicherungskräfte soweit ich weiß auch damit gemeint sind) und etwa 20-25x auf die Aircrew bei zwei eingerüsteten SeaLion, der Rest ist bspw für BEKs reserviert.
Das hatten wir doch schon:
https://www.nwzonline.de/wilhelmshaven/m...96629.html
Zitat:Er ergänzt: „Wenn beispielsweise von 126 Posten an Bord zehn nicht besetzt sind, tut das richtig weh. Deshalb arbeiten wir im Geschwader nun an einer neuen Organisationsform für die Plattform F125, die 150 Dienstposten Stammbesatzung vorsieht.
Sprich die Aircrew kommt da noch oben drauf.
(29.01.2026, 10:51)Broensen schrieb: Für mich zeigt das ein Problem mit dieser Marktverfügbarkeits-Denkweise auf: Auch marktverfügbares muss den Anforderungen entsprechen. Also bringt es nichts, marktverfügbar kaufen zu wollen, wenn man nicht die eigenen Anforderungen an den Markt anpasst. Und ob man das vertreten kann, ist dann eine Einzelfallbetrachtung.
Ich übersetze mal deine Aussage: Wir machen das richtig, was alle anderen falsch machen! Dann sind wir im Krieg ja echt "schlecht dran", wenn alle anderen Schiffe "nur" nach NATO-Richtlinien gebaut sind

Diese Aussage des BMVg, so lapidar sie auch klingen mag, bestätigt unser Grundproblem: Wir werden niemals mit irgendeinem Marineprojekt auf den grünen Zweig kommen, weil im Ausland keiner mit unseren ganz besonderen Wünschen und Vorgaben vertraut ist und nicht mal unsere heimische Industrie diese verzugsfrei umgesetzt bekommt.
Wo liegt jetzt also der Fehler? Bei den Anforderungen oder dem Markt?
Dadurch, dass man sich mit BV und DMS ganz besondere Anforderungen auf die Fahnen geschrieben hat, an deren Erfüllung man regelmäßig scheitert, hat man den Kontakt zum internationalen Markt verloren und kocht sprichwörtlich in seinem eigenen Saft seine eigene Suppe.
Ergo, wir sehen hier live und in Farbe das "Mindset"-Problem unserer Bundeswehr. Es braucht endlich mal wieder Bewertungsexpertise, ob eine Anforderung, die sich der "spezielle deutsche Geist" ausgedacht hat, "lebenswichtig" ist oder vielleicht nur "ein akademisches Problem".
