28.01.2026, 16:34
Milspec_1967 schrieb:"Wir müssen Kriegsfähig sein bis 2029" (= Zulauf von Schiffen ab 2029)Wie gesagt, eine MEKO A200DEU läuft nicht bis 2029 zu.
Fakt 1: Mit F-126 "jetzt" geht das NICHT.
Mit A200GER (wie TKMS verspricht): JA
Mit Schrott gebraucht Schiffen...Ohh neee...
Nehmen wir mal die Al-Aziz Klasse als Beispiel.
Der Vertragsschluss für diese Schiffe erfolgte im November 2018, der Baustart im September 2019, Auslieferung des Typschiffs war im Oktober 2022. Somit:
- 11x Monate [Vertragsschluss bis Baubeginn]
- 38x Monate [Baubeginn bis Auslieferung]
- 49x Monate insgesamt, also 4x Jahre und 1x Monat. [Vertragsschluss bis Auslieferung]
Die 11x Monate zwischen Vertragsschluss und Baubeginn waren dabei für die Anpassungen des Schiffsdesign an ägyptische Ansprüche nötig. Diese Arbeiten dürften bereits vor dem Vertragsschluss angefangen haben (denke mal Anfang/Mitte 2017).
Nehmen wir jetzt hier mal irrationalerweise an, dass das Vorhaben rechtzeitig vor der Frist im April 2026 das Plenum erreich und verabschiedet wird. Konstruktionsstart der Einfachheit-halber im Mai 2026.
Wie bei den ägyptischen Typvertretern gehen 11x Monate für die Anpassung am Schiffsytp drauf (Mk41, SeaGiraffe/TRS-4D usw), dann ist der (offizielle) Baustart dieser Schiffe im März 2027.
Rechnerisch liegt das Auslieferungsdatum des A200DEU-Typschiffs somit im Mai 2030, vorausgesetzt es gibt keine Verzögerungen im Bauprozess. Und wir sind uns glaube ich beide einig, dass Verzögerungen im deutschen Schiffbau keine Frage des ob sondern eine Frage des wann sind.
Mit dem Baufortschritt der bis jetzt an der F126 geschehen ist, würde ich sogar soweit gehen zu sagen, dass die F126 im Zweifel schneller da ist als die A200DEU. Rechnerisch liegen deren Erstauslieferungszeiten zwischen 6x und 12x Monaten auseinander, die kriegen wir locker mit Verspätungen voll.
Wir haben schon bei den K130 stolze 2 Jahre länger gebraucht und daran ist deutlich weniger verändert worden, als dass es hier der Fall war.
Ich halte das für schlicht illusorisch.
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DeltaR95 schrieb:Ok, jetzt bin ich verwirrt: Ich dachte, es wäre für Damen unmöglich, die Konstruktionspläne an die deutschen Unterauftragnehmer zu übertragen. Jetzt geht das plötzlich doch und man baut schon weiter? HuhScheint so ein wenig die Vermutungen zu bestätigen, dass die "Probleme" bei NVL gelegen haben. Oder NVL-verursacht sind. Da heult man Rotz und Wasser über den niederländischen Schiffbauer und wie schwer es doch ist mit dem zu arbeiten aber wenn es dann um Alternativprojekte geht bei denen man nicht teilnehmen würde, da geht es dann plötzlich innerhalb von 4 Wochen.
Geht das nur mir so oder ist das ein Widerspruch in sich? Die sind da seit Sommer 2024 dran gescheitert und jetzt in ein paar Wochen ist das alles möglich? Wem will man das denn verkaufen?
Denn dass gebaut wird ist ja offensichtlich, wir sehen den Fortschritt auf dem Foto und wir sehen, dass sie schon dabei sind, Motoren zu installieren.
Dafür, dass der Bau angeblich still stehen würde, ist man ganz schön weit. Auch Dinge wie bspw Halterungen für Generatoren, Getriebe und Wellen sind schon zu sehen, die ohne abgeschlossene (und erhaltene) Werks- und Detailplanung nicht baubar sind.
