24.01.2026, 14:43
Pmichael schrieb:Scheint mir eher in Linie zu sein was man international so beobachten kann. Japan baut eine große Anzahl an Schiffe der Mogami und Improved Mogami Klasse, so tut Australien. Frankreich hat die FDI.Mogami und FDI sind grundlegend verschiedene Schiffstypen mit grundlegend verschiedenen Aufgabenprofilen. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen diesen beiden Beispielen ist maximal noch die geringe Größe aber da hörts auch schon auf.
Die Momagis sind rein doktrinal betrachtet klassische Destroyer Escorts, minimalistische Schiffe die zum Geleitschutz von Konvois und sekundär Task Forces sowie zum Küstenschutz befähigt sind und darin fast ausschließlich in der Dimension ASW wirken sollen.
Die FDIs hingegen sind doktrinal betrachtet Mehrzweckzerstörer die sowohl in wie auch außerhalb einer Task Force arbeiten können und sollen und darin aktiv in den Dimensionen ASW und AAW wirken. Das ist auch der Trend, der sich im Westen immer mehr durchsetzt, bspw mit den FREMMs, den CSC, die FFG(X) (bevor sie abgesetzt wurde) und selbst Australien mit den Hunters.
Und genau zweiteres wäre die A210 ja gerade nicht, denn wie mir hier regelmäßig mitgeteilt wird, haben Effektoren oberhalb der ESSM nichts auf Mehrzweckfregatten zu suchen.
Zudem fallen bei Mogami und FDI der Punkt IKM raus, da die JMSDF kaum im IKM tätig ist und die MM hingegen dafür auf FREMM, Mistral und BRF setzt. Den "Luxus" haben wir nicht.
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Das ist ja gerade die doktrinale Dissonanz die ich hier immer wieder kritisiere, da es mir so vorkommt, dass man einfach grundsätzlich kleine Schiffe fordert ohne überhaupt zu verstehen warum.
Wir sind nicht Australien die 13.000km Küste und mehr als 18.000.000km² Wasser mit einer 16.000-Mann-Marine abdecken müssen, wo kleine, möglichst viele Fregatten sinnvoll sind um möglichst viele Präsenzpunkte unterhalten zu können. Wir sind nicht Australien, das die Versorgungskonvois durch den indischen Ozean decken muss und aufgrund der geographischen Distanz zu China kaum mit luftseitigen Bedrohungen für seine ASW-Escorts zu rechnen hat.
Dieser strategische Kontext, der solche Einheiten bedingt, ist für uns non-existent. Wir sitzen direkt im russischen Vorgarten, der realistische Operationsraum im Nordmeer ist gerade einmal 2.500.000km² groß und gleich mehrere große Marinen hängen dort zusammen mit uns drin. Mit dem vermutlichen Aussetzen der Vereinigten Staaten im Bündnisfall, existiert nicht einmal mehr der klassische Geleitschutz im Nordatlantik als Aufgabenprofil, wohl aber alles mögliche an luft- und seeseitigen Bedrohungen in Nordmeer und Ostsee von U-Booten über Schiffe, MPA, Küstenbatterien, UxV usw die alles heimsuchen werden, was sich auch nur in ihre "Nähe" wagt. Im strategischen Kontext also so gut wie alles nördlich von Bergen und östlich von Hamburg.
Und was wir neben dieser Bedrohungslage haben sind, massive Personalprobleme die durch viele Einheiten noch verschlimmert werden. Bei einer Aufteilung von 100% Fähigkeiten auf zwei Schiffe (50/50) brauchen diese deshalb nicht plötzlich 50% weniger Besatzung. Die fixen schiffseigenen Dienstposten wie Maschinisten und co müssen trotzdem doppelt vorgehalten werden, womit am Ende zwei kleine Schiffe personalintensiver sind als ein großes. Und je mehr Fähigkeiten man darin aufteilt, desto größer wird diese Personaldifferenz.
Darum hab ich auch so große Probleme dabei, diese Idee auch nur ansatzweise nachzuvollziehen.
Den Ansatz halte ich für inhärent unlogisch.
Kann mir das einer der entsprechenden Forderer vielleicht versuchen zu erklären? Ich bin mit meinem Latein am Ende.
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DeltaR95 schrieb:Sprich, wir haben schon mal 7 neue WinkWären das nicht nur 4x2x8? Soweit ich weiß haben die F124er doch nicht 4x8 sondern 1x32?
Zitat:Fax: +49 261 400-12660Dankeschön, ein Träumchen
https://www.bundeswehr.de/de/organisatio...fonnummern
Antwort: Ja, kannst du noch Big Grin

