Vor 2 Stunden
„Milspec_1967“ schrieb:Fassmer 60 ist aber auch nicht MOTS... Wurde noch nie irgendwo in Betrieb genommen.Ist die A200DEU und A200RAN auch nicht.
Somit detail Konstruktion plus Anpassungen wie in der Skizze = minimum 12-18 Monate Vorlauf
Kommt somit auch frühestens 2029/30...könnte man nur schneller bauen, was bei A200 alle 9 Monate aber wumpe wäre.
Für SEA3000 war eine Zeitspanne von rund 1,5 Jahren zwischen dem Vertragsschluss Anfang 2025 und dem Baubeginn Ende 2026 vorgesehen. Zeit die für Ausplanung und Systemintegration benötigt wird, weil die darin verwendeten Komponenten noch nie auf der A200 Anwendung fanden.
Diese 1,5 Jahre kommen hier auch mit der A200DEU auf uns zu, das will sich in Politik und Industrie nur niemand eingestehen.
Daher halte ich einen Zulauf 2029 nur dann für realistisch, wenn man entweder einen 100%igen MOTS-Ansatz verfolgt, was mit der A200DEU nicht passiert, da es keine brauchbare MOTS-Version gibt, oder, wenn man entsprechend bei der Bauzeit spart.
Zeit zur Ausplanung brauchen sowohl die A200DEU wie auch ein hypothetisches LMV60, ich bin nur so ehrlich, dass ich anspreche, dass das zeitlich nicht hin haut sofern man den Bauprozess nicht massiv verkürzt. Und das am Ende mit einer Einheit, die auch tatsächlich für ihren späteren Einsatzkraft konzipiert und ausgestattet ist.
—————
„roomsim“ schrieb:Ich würde mal bezweifeln das man das Alles Gewichtstechnisch in diese kleine Plattform bekommen würden.Das ist Fassmer-typisch, ist allerdings bei den angegebenen Eckdaten berücksichtigt.
Sonst aber eine ganz schöne Idee, wenn auch mit durch die Größe bedingt eine viel zu kurze Standzeit/Reichweite(wenn man viel Ausstattung will).
Fassmer ist ja dafür bekannt, alles was als Schwerpunkt möglich ist, zusammen aufzulisten, was physikalisch unmöglich ist. Hatten wir bei der MUSE Diskussion schon in länge.
Das Ursprungsdeisgn spricht von einer Tonnage von 600t, einer maximalen Reichweite von 3.000nm bei 12kn, einer Ausdauer von bis zu 30 Tagen sowie einem Tiefgang von 2,5m.
https://www.fassmer.de/media/21_06_fd_sb_lmv_60_web.pdf
Einige dieser Eckdaten habe ich aufgrund der Ausstattung (die zwar auch mir VLS erwähnt wird, aber nicht gleichzeitig mit allem anderen umsetzbar sein wird) deshalb entsprechend angepasst. Höhere Tonnage, größerer Tiefgang, weniger Reichweite und Ausdauer. Es ist nicht exakt geplant, sollte aber grob hinhauen. Rein rechnerisch „schwimmt“ die Einheit bis ~1.160t, da verfügt man mit 800-900t (Zuwachs von rund 200-max300t, bedingt durch VLS, Anpassung des Bordgeschützes und des Hangars) noch über ausreichend Karenz.
—————
„Broensen“ schrieb:Es ist für mich schwer nachvollziehbar, dass eine solche Einheit eine bessere Flugabwehr bieten soll als unsere 64xESSM-Fregatten. Außerdem stelle ich es mir sehr problematisch vor, mit solchen Booten die langausdauernden Fregatten-Einsätze zu begleiten.Das hängt hauptsächlich an der SLX oder (sofern diese zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfügbar ist) an der ASTER 30, mit denen diese Einheiten für die Dauer ihrer Wirkzeit in der EF2 bestückt werden können. Zwar würde ich unter normalen Umständen sagen, dass 16x ASTER 30 hier unzureichend wären, sowohl was die Kapazität wie auch die Sensorik betrifft, aber da man hier zusammen mit ESSM-Bombern agiert (von denen F124 und F123B auch über potentere Radaranlagen verfügen, dessen Input per Datalink übertragen werden kann) erscheint mir das machbar.
Zitat:Was sie für mich gerade in der Ostsee wenig wertvoll erscheinen lässt, denn gerade da ist das Aufgabenspektrum recht breit gefächert.Das sehe ich persönlich grundsätzlich anders. Welche Mehrrollenfähigkeiten gibt es denn in der Ostsee, die nicht auch landgestützt ausgeführt werden können? Wie wir bereits diskutiert haben ist die Verbringung von Kampfbooten mit einem Schiff nicht nötigt, Helikopter kann man sich auf Gotland und Bornholm stationieren.
Und „leichte“ Aufgabenprofile wie der Minenkampf (Sowohl legen wie auch MCM per Container neben dem Flugdeck) oder auch die Verbringung von Spezialkräften via RHIB sind auch mit diesen Einheiten möglich. Wahrscheinlich sogar deutlich besser als es mit einer Fregatte der Fall wäre, da die geringe Signatur dieser kleinen Einheiten in Nähe gegnerischer Küsten und A2/AD Elementen ungleich vorteilhafter sein dürfte.
Zitat:Bei einem Boot dieser Größe würde ich das komplett einsparen. Der Mehrwert eines VTOL-UAV auf so einer "Mini-Korvette" rechtfertigt nicht den dafür erforderlichen Platz- und Personalbedarf. Da sind RHIB und/oder kleine USV effizienter.RHIBs hat es wie gesagt (ist in der Skizze nur nicht dargestellt weil ich dafür kein Modell parat hatte), von denen, Dank der geringen Größe und vor allem Breite der Einheiten, jeweils 1x frei verfügbar sein dürfte.
Und VTOL-UAV halte ich für vorteilhaft in der Seeraumüberwachung (was diese LMV sowohl in Friedens- wie auch Konfliktzeiten können müssen) und im Geleitschutz (Stichwort Radarhorizont).
Da das Flugdeck aber letztendlich nur auf das bestehende Wetterdeck aufgesetzt wird, dürfte sich diese bei Bedarf auch durch Container oder anderes Equipment ersetzen lassen, wobei der Hangar dann als Lager dienen könnte.
Vom Prinzip her ist das Flugdeck ähnlich diesen Entwurfes konzipiert, also einfach nur ein Boden auf Stälzen
https://www.fassmer.de/media/21_06_fd_sb_fpc_30_web.pdf
—————
„Kul14“ schrieb:Von diesen Radarbeleuchtern bin ich kein Freund, Ceros kann zwar gleichzeitig 2 Raketen leiten, aber im Grunde ist man mit 2xCeros trotzdem auf zwei Ziele/Zielbereiche beschränkt.FCR wie CEROS 200 dienen heute hauptsächlich zur Unterstützung der Bordkanone, nicht zur Leitung von LfK (die sowieso immer mehr zum ARH neigen). Diese Radarunterstützung ist bspw auch erforderlich um DART Munition einsetzen zu können, daher ist so ein System schon sinnvoll solange man mit der 76mm Luftziele bekämpfen will. Auch für Drohnen dürfte das extrem wichtig sein. Dafür ist ein Überwachungsradar wie ein TRS-4D aufgrund seiner geringeren Auflösung (und vermutlich rotierenden Natur) nicht wirklich geeignet.
—————
„C-152“ schrieb:Hat leider den Nachteil, dass die Flotte Überwasserkampfschiffe omplex bleiben würde.Die Aussage kann ich so absolut unterschreiben. Daher auch mein Hang zur Kommunalisierung und zur Einheitsklasse. Mit mehr als drei Klassen an MSC für Nord- und Ostsee können wir kaum was anfangen bzw. sollten es nicht.
—————
„Ottone“ schrieb:20-30 Tage ohne Nachversorgung sind illusorisch bei dieser großen Besatzung und einer militärischen Auslegung.Bedenke, dass sich die Bundeswehr damals mit Schnellbooten bei Operation Enduring Freedom um das Horn von Afrika beteiligt hat und das obwohl die Gepard Klasse eine deutlich geringere Ausdauer hatte, als ein LMV.
Laut der Broschüre verfügt das LMV über eine Treibstoffkapazität von ~150m³ und eine Frischwasserkapazität von ~30m³. Das kommt im Verhältnis zu Tonnage und zu erwartendem Verbrauch gut hin.
Proviant könnte schwierig werden aber da gilt dann das selbe wie im U-Boot: Vorräte kommen überall dahin wo Platz ist und wenn die Kühlkammern voll sind, stapelt man MREs in den Gängen. Da mach ich mir im V-Fall keinerlei Sorgen.
—————
„kato“ schrieb:Die geringste Wassertiefe in der Ostsee beträgt 12 Meter, vom finnischen Archipel vor Turku mal abgesehen - aber in das fährt auch keine K130.In Turku liegt aber der Hauptstützpunkt der finnischen Marine, das kann durchaus als Anlaufpunkt für Einheiten relevant sein.
Auch wenn ich persönlich eher zu einer „Festung Gotland“ tendieren würde die als zentrale Operationsbasis für den gesamten Ostseeraum genutzt wird.
