Vor 11 Stunden
(Heute, 00:01)Milspec_1967 schrieb: Ich denke so manche hier im Forum sind sich nicht im Klaren was das meko-konzept im Detail eigentlich bedeutetAlso nach meinem Kenntnisstand trifft das auf dich zu.
(Vielleicht aber auch auf mich, wer weiß...)Zitat:Der Schiffsrumpf, Brücke, CIC, Antriebssysteme, Unterkünfte, Kombusen, Treibstoff etc sind in ihren räumlichen Gegebenheiten bereits vollständig durchkonstruiert.. Bis auf den Zentimeter!Jein. Das trifft zu, wenn man eine MEKO bestellt, für die eine vergleichbare Einheit bereits gebaut wurde, also vor allem für die A200. Da wird dann der zuletzt gebaute Entwurf übernommen und durch den Austausch von Komponenten angepasst. Das heißt aber nicht, dass man einfach beliebig alle im Katalog zu findenden Module gegeneinander austauschen könnte, ohne dass das Einfluss auf andere Aspekte des Schiffs hat, wie bspw. die Leitungsführung, die Gewichtsverteilung, die Energieversorgung etc. Das muss dann alles überprüft und ggf. angepasst werden. Und es kann auch sein, dass sich dabei bestimmte Kombinationen gegenseitig ausschließen, wie bspw. die Kombination eines Mk41 mit einer 127er, weil das gewichtsmäßig beides direkt hintereinander auf dem Vorderschiff strukturell nicht passt.
Man kann aber auch eine A300 bestellen, die noch gar nicht durchkonstruiert wurde, und trotzdem ist das dann eine MEKO, weil sie eben auf den Baukasten zurückgreift. Und die verschiedenen A400, die über die Jahre vorgestellt wurden, unterschieden sich alle schiffbaulich voneinander. (F125, MKS180, A400RAN, F127) Trotzdem sind das MEKOs.
Zitat:Sämtliche Waffensysteme, Sensoren, Elektronik, Computer, etc werden dann mit Hilfe von vordefinierten containerisierten Modulen in extra dafür vorgesehene Hohlräume in und auf dem Schiff eingebaut. Diese Module sind an speziellen Schnittstellen standardisiert vorgesehen zu verkabeln.Ja, aber damit ist es halt noch nicht erledigt. "Vorgesehen zu verkabeln" heißt ja eben nicht, dass da zwingend immer die gleichen Kabel liegen. Die müssen immer individuell durchgeplant werden für die jeweilige Klasse.
Zitat:Diese Komponenten ergeben sich dann aus der Options Liste die TKMS benennt.... dazu habe ich bereits ein Bild gepostet.Die Aussage des Bildes bestreitet ja auch niemand. Nur sagt das Bild halt nichts darüber aus, welchen Aufwand der Austausch eines der Module verursacht, ob es "inkompatible" Kombinationsmöglichkeiten gibt etc.
Zitat:.. Und kann es dann den Marine konfektioniert anbieten.Klar können sie das. Das heißt aber noch lange nicht, dass dann auch schon alle Baupläne auf Knopfdruck verfügbar sind.
Zitat:Die Frage , ob eine A200 später noch upgradefähig sein muss in den Jahren nach 2040 ist irrelevant, da diese ja (so wie ich das zumindest vorgesehen habe) ausschließlich in der Ostsee / Nordsee oder bei low Level IKM noch dienen werden, und dazu wird ihre Sensorik und Bewaffnung, wenn sie "ähnlich" zu F-123B ist... Oder 70% F-126... einwandfrei ausreichen.Man kann heute nicht sagen, ob ein System in 20 Jahren noch einsatzfähig sein wird, ganz unabhängig davon, ob dessen Leistung dann noch ausreichen würde. Du wirst diverses im Laufe der Lebensdauer austauschen müssen und ohne Reserven kann das zum Problem werden, wenn bspw. ein verfügbares Nachfolgeprodukt schwerer ist das als ursprünglich verbaute Äquivalent. Außerdem können externe Entwicklungen zu Nachrüstbedarfen führen, die man nicht ignorieren kann, die aktuelle Problematik der Drohnenabwehr sollte uns dahingehend eine Lehre sein.
Zitat:Was die Beteiligung der deutschen Industrie für Waffensysteme betrifft, ist es einerseits so, dass das IRIS-T -system einwandfrei deutschen Interessen entspricht,... und das jedes zukünftige VLS dieses System unterstützen MUSS.!Es gab schon MEKO200 mit Mk41, die Frage ist also nur, ob auch die aktuellen Baselines schon in MEKO integriert sind und vor allem auch hinsichtlich der vorgenannten Aspekte in einer A200 real verbaubar sind.
Ich gehe auch davon aus, dass TKMS hier nicht die DIEHL Ambitionen entgangen sind... Und sie daher auch für MK41 Hohlräume vorsehen werden oder bereits haben.
Zitat:Es gibt aber bislang keine belastbare Quell Beweise dafür dass das Sylver System IRIS-T zeitnah unterstützen könnte, (NUR CAMM wurde je erwähnt).Das ist auch schwierig zu benennen, wenn sich niemand darum bemüht, das umzusetzen.
Zitat:MK41 kann es aber demnächst... das hat DIEHL und LM zumindest bereits angekündigt.Da ist halt die Integration vorgesehen, bei Sylver nicht. Das sagt rein gar nichts darüber aus, in welchem VLS das schneller möglich wäre, wenn man es denn beauftragen würde.
Zitat:(Trump kann das natürlich verhindern... Würde aber dann LM jeglicher zukünftiger Export Chancen fur MK41 in NATO EU und sonstwo außerhalb Asiens berauben.)Trump und seine Administration haben den USA und Teilen ihrer Wirtschaft schon sehr viel mehr geschadet als das.
Zitat:Zudem müsste die gesamte Logistik rund um Sylver und ggf. ASTER in der deutschen Marinr erst aufgebaut werden.Wir haben vielleicht ein Zehntel des Munitionsbestands, den wir brauchen und die Logistik für Versionen von Systemen, die in den nächsten Jahren allesamt durch neuere Versionen ersetzt werden. Da fällt der Mehraufwand bei einem Wechsel zu Sylver nicht so sehr ins Gewicht, zumal für die neuen FK ja auch eine nationale Produktion aufgebaut werden würde mit nationaler Systemunterstützung, was Vorteile mit sich bringt gegenüber dem Betrieb von US-Produkten.
Zitat:Die mk41 ... ist ... bereits für F-126 bestellt... Muss also nur auf A200 umgelenkt werden.Es sind keine Mk41 für die Marine bestellt, sondern für Damen. Es kann sein, dass man diese von Damen bekommen kann, wenn man denn will, mehr aber auch nicht. Einfach umlenken ist da nicht.
Zitat:Der potentielle F-126 Nachfolger.... zudem muss CMS330 unterstützt werden.Das wäre hinfällig, wenn man auf das Sylver-Ökosystem umstellt, da CMS330 ja nur wegen Aegis in die DM kommt.
Zitat:Daher bietet es sich seit 1 Jahr für TKMS geradezu an, zu prüfen, ... ob A200! CMS330 "spricht".Was soll das denn heißen? Das CMS ist doch erstmal komplett unabhängig vom Schiffsbau, das vernetzt die Sensoren und Effektoren. Also muss der Ausbau hinsichtlich Konsolen etc. immer an das jeweilige CMS angepasst werden, da gibt es keine Kompatibilität mit dem Schiffsentwurf.
(Heute, 01:33)DopePopeUrban schrieb: Aber verwechsle nie unternehmerische Ambitionen mir einem Interesse für das Gemeinwohl oder die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Unternehmen handeln in 100% der Fälle in ihrem eigenen Interesse, egal ob es ihren Landsleuten schadet oder nicht. Entsprechend ist es grundsätzlich sinnvoll, eine gewisse Distanz zu diesen zu wahren. Wenn man ihnen blind vertraut, nutzen sie es aus und hauen einen übers Ohr.Es ist halt ein Unterschied zwischen der erforderlichen Einbindung und Förderung nationaler Rüstungsindustrie aus Gründen der nationalen Rüstungsautonomie und der blinden Subvention von privatwirtschaftlichen Gewinnen oder dem Erhalt gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplätze.

