Gestern, 20:55
(Gestern, 20:20)DeltaR95 schrieb: Das ist immer abhängig vom Zieltyp. Wenn wir über Seaskimmer reden, die man erst bei Übergang des Radarhorizontes auffassen und bekämpfen kann, ist es egal, ob man ESSM, MICA NG oder Umkhonto im Silo stecken hat.Ich denke, man kann das schon recht gut eingrenzen. Denn wenn die meisten unserer Überlegungen hier etwas gemeinsam haben, dann wohl den Ansatz, dass eine mittlere Einheit zukünftig in der Ostsee die Aufgaben oberhalb der derzeitigen K130 übernehmen soll, während die stärkeren Einheiten außerhalb der Ostsee eingesetzt werden.
Die F126 oder A-200G soll kein Area AAW betreiben und sollte sie Geleitschutzaufgaben übernehmen, wird der Geleitzug oder Verband halt eng gestaffelt. Jene Einheiten mit so einer AAW-Suite stehen außen und im Kern ein MAD. Im Zweifel braucht es nicht einmal den, die anfliegende Bedrohung muss ja erst durch den Screen durch.
D.h. für das leistungsbestimmende Szenario, dass dieses Schiff in der Lage sein muss, die landgestützte Flugabwehr in der Ostsee durch eine seegestützte zu ergänzen, um mindestens sich selbst und den anderen in der Ostsee aktiven Einheiten das dortige Operieren zu ermöglichen. Die notwendige AAW-Bewaffnung leitet sich also aus der zu erwartenden Bedrohungslage in der Ostsee ab, wenn dort keine stärkeren Einheiten wie bspw. ein MAD verfügbar sind.
Und meiner persönlichen Ansicht nach, besteht dabei außerhalb der Küstendeckung eine Bedrohung, der man nicht mit 32xMICA begegnen sollte. Zumal die Schiffe ja auch kein zusätzliches Mk.49 mit RAM besitzen.
Zitat:Solange hier nicht das operative Szenar eindeutig definiert wird, sprich welcher Gegnertyp in welcher Zahl mit welchem Wirkmittel, ist und bleibt das hier ein "Kaffeeklatsch"Sollten wir nicht ob des maritimen Kontextes eher auf Tee oder Grog ausweichen?
(Gestern, 20:20)DrKartoffelsalat schrieb: 1. Ein neues Projekt mit französischer Beteiligung wird bei einigen in der Politik aufgrund diverser (teils unsinniger) Probleme bei verschiedenen Projekten in den letzten Jahren möglicherweise Unwohl bereiten.Könnte man auch genau anders herum sehen, insofern, dass man eben auf eine andere Art an die Kooperation herangeht und eben nicht die politisch gewollte D/F-Kooperation aufgibt, sondern auf eine neue, praktikablere Grundlage stellt, weil man eben keine Leuchtturmprojekte mehr verkündet, sondern pragmatische Lösungen anhand von konkretem Bedarf umsetzt.
Zitat:2. Der Zeitpunkt für die Einführung eines neues Systems (sowohl VLS als auch zumindest mittelfristig Flugkörper) ist ziemlich bescheiden. Nicht nur, was die etwaige Probleme und Verzögerungen bei der Indienststellung angeht, sondern auch vom komplexeren logistischen Aufwand, solange nicht die ganze Flotte im neuen Ökosystem läuft.Der Zeitpunkt wird nie wieder besser sein, er wird sogar zunehmend schlechter, mit jeder getätigten Bestellung.
Wir sind auf einem Tiefpunkt was die Munitionsbevorratung angeht, wollen massiv Bestände und Produktionskapazitäten erhöhen und müssen zugleich innerhalb einer Dekade quasi die gesamte Flotte austauschen.
Wann wenn nicht jetzt sollten wird die Bewaffnung wechseln?
Zitat:3. Gibt es noch eine gewisse Annahme bei einigen, dass fortwährendes, zumindest teilweises setzen auf US-Systeme (mit kontinuierlicher mittel- bis langfristiger) Reduktion bspw. im Bereich Flugkörper zumindest politisch noch recht unproblematisch ist, und ggf. sogar weniger problematisch als der potentielle Fallout bei komplettem Verzicht auf das US-Waffengeschäft. Quasi "Good-will" kaufen, in dem man zumindest noch ein bisschen das Export-Geschäft der Amis unterstützt.Ich würde polit-psychologisch immer dazu tendieren, dass der Bully nicht seinen Willen bekommen sollte. Also wenn Trump uns zu mehr Ausgaben nötigt, in der Hoffnung, die kämen ihm zugute, dann sollten wir mehr ausgeben, nur halt explizit nicht bei ihm.
"Stimmt Donald, du hast Recht: Wir müssen mehr für für die Verteidigung investieren. Es reicht einfach nicht mehr, ein paar Aegis-Schiffe zu kaufen, wir werden daher im große Stil eigene Waffen entwickeln und produzieren, danke dass du uns darauf gebracht hast."

Zitat:4. Diesbezüglich finde ich es auch interessant, dass die Briten bei allen neuen geplanten Einheiten sich auch aus dem Sylver/PAAMS Ökosystem wieder verabschieden, und auf allen diesen Einheiten wieder Mk41 verbauen (zumindest nach aktuellen Berichten/Gerüchten). Mag erstmal nicht wie ein guter Grund klingen, aber für das dann nur noch französisch-italienische (+ Exportkunden) Konstrukt ist das nicht optimal wenn es um die Kommunalität und Logistik im Norden geht. Im Mittelmeer mit Frankreich, Italien, Griechenland, etc. mag das passen.Da weiß ich nicht so ganz, was ich davon halten soll, bzw. ob das mehr das gegen Sylver oder gegen die Briten spricht. Also ob die Entscheidung sinnvoll begründet getroffen wurde und auch Bestand haben würde, wenn wir und einige andere vom Mk41 abkommen würden.
(Gestern, 20:42)Milspec_1967 schrieb: Warum nicht baureif durchplanen auf eigene Kosten...Weil das finanzielle Risiko zu groß wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass die BW ein Schiff ohne eigene Anforderungen "von der Stange" kauft, ist extrem gering. Und ein für die BW optimiertes, von dieser aber nicht eingeführtes Schiff hat kaum Exportpotential. Das Risiko ist es einfach nicht Wert, zumal man ja sowieso einfach behaupten kann, der Entwurf sei quasi baufertig, passiert doch eh nichts, wenn er sich dann doch um Jahre verzögert, weil das gar nicht so war....
Zitat:Für A 200 benötigt man nur zusätzlich Werft Kapazität.... Und GNY würde dies unter TKMS Kontrolle bieten....Die Kapazitäten sind ja anscheinend knapp, deshalb will man ja GNYK kaufen und arbeitet auch mit Subunternehmern wie Stahlbau Nord. Ich denke nicht, dass man über gesicherte Slots für ein paar Fregatten in 2-3 Jahren verfügt.
Zitat:F-126 Ersatz Entwurf basiert zumindest auf MEKO Bestandteilen...Wie meinen?
"F126-Ersatz Entwurf" ist entweder von NVL, (also GMF120) ein Import oder eben eine MEKO, dann aber richtig und nicht nur in Teilen.
