Gestern, 16:27
(Gestern, 10:13)DeltaR95 schrieb: Was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass es keine marktverfügbare A-200 gibt.Die MEKO A200EN sollte mMn schon marktverfügbar sein. Aber halt eben auch nur die.
Zitat:Die Entscheidung muss erstmal sein, ob man bis 2030 eine Fregatte haben will oder halt nicht.Ist es wirklich so einfach?
Ich würde im Moment sagen, die Fragestellung müsste lauten, welche Fähigkeiten wir in welcher Qualität wann zur Verfügung haben wollen bzw. müssen. Und das beinhaltet auch die Verfügbarkeit der Bestandsflotte bis 2030ff.
Momentan ist der Kurs der, dass man eine quanitative Einsatzfähigkeit halbwegs konstant halten will, unter Inkaufnahme dessen, dass ein qualitativer Aufwuchs erst einige Jahre später eintreten wird als theoretisch möglich. Man präferiert Flaggenstöcke über Fähigkeiten.
Zitat:Wenn man etwas für ASW sucht, bleibt da die FDI oder KIMON bzw. die FREMM ASW.Warum nimmst du T26 aus? Unrealistische Zeitplanung?
(Gestern, 11:55)Bairbus schrieb: Eigentlich verhalten sich viele genau wie unsere Politik.Ich würde eher sagen, es ähnelt der BW/Politik, weil Entscheidungen nicht konsequent getroffen werden. Man kauft weder von der Stange im Zeitrahmen, noch lässt man sich das bauen, was wirklich sinnvoll wäre.
Sie verzetteln sich mit immer mehr Sonderwünschen und Spezialisierungen...
Man will "MOTS, aber...".
Zitat:Wir sind eine kleine Marine, die meiner Meinung nach keine spezialisierten Einheiten beschaffen sollte, die immer ein zweites Schiff für andere Aufgaben benötigt.Dem stimme ich weitestgehend zu. Das Problem stellt da der Übergang dar, denn wir kommen jetzt von einer Flotte aus eigentlich spezialisierten Mustern für ASW/AAW/StabOp, wovon aber absehbar im LV/BV nur noch ASW tatsächlich leistbar sein wird. Also wenn wir in absehbarer Zeit volldimensional einsatzfähig sein wollen, dann denke ich schon, dass eine Stop-Gap-Lösung auf die Ergänzung der Bestandsflotte ausgelegt sein muss, um nicht allein in weiter See zu stehen.
Zitat:Unsere Schiffe müssen bei der kleinen Stückzahl auch alleine klarkommen.Definitiv. Aktuell trifft das auf F124 zu, sofern sie nicht nachladen muss oder durch U-Boote bedroht wird.
Zitat:Aufrüstung der F-125. Sukzessive Schiff für Schiff. Luftabwehr und Schleppsonar. Die Sonare sind nicht groß, das würde man unter das Helideck bekommen.Wir hatten das mal ausgiebig diskutiert. Fazit: Ohne strukturelle Umbauten eher unwahrscheinlich, je nach Leistungsklasse. Möglich sicher, aber kostet viel Werftzeit. Meiner Meinung nach könnte man das schon angehen, sofern man auch einen ASW-Layer an Bord bekommt, bspw. durch IRIS-T-SL, dann würde sich das schon lohnen. Nur hätte die Marine dann den Rest des Jahrzehnts permanent nur eine F125 zur Verfügung, was bei F123 und F124 ohnehin auch der Fall sein wird. Mehr is' dann nicht da, außer Korvetten.
Deshalb halte ich das auch für einen absolut entscheidenden Punkt: Die Einsatzbereitschaft der nächsten Jahre muss runter, damit sie um 2030 rum gewährleistet werden kann. Prioritäten.
Zitat:Bestellung von 5 A-200.Die sind zwar "volldimensional", aber das auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Man sollte für deren Einsatz also eine konkrete Vorstellung haben, was sie leisten sollen. Im Nordmeer U-Jagd betreiben können die weniger gut als F123B und F124.
(Gestern, 12:26)DeltaR95 schrieb: Wie so oft in der Diskussion hier, liegt der Fehler im Detail oder der Frage, welche Leistungsfähigkeit man haben will.Volle Zustimmung.
Die typischen A200-Nutzer operieren heimatnah und/oder im Umfeld von Chokepoints und in Binnenmeeren. Da ist eine andere Sonarleistung erforderlich, als für die Jagd auf Roter Oktober.
Für uns heißt das: Eine Einheit mit einem schwächeren Schleppsonar ist für die Ostsee und Expeditionseinsätze im Mittelmeer geeignet, dürfte aber im Nordmeer wenig effektiv sein. Das kann bei der Nachrüstung vorhandener Einheiten in Kauf genommen werden, bei Neubeschaffungen nur dann, wenn das Einsatzkonzept auch dazu passt.
Zitat:Sprich, die konnte als "General Purpose" alles gleich "schlecht".Also quasi der Vorläufer einer A200.

(Gestern, 15:11)roomsim schrieb: Der Vorteil der A-200 ist der Aufwuchs der Der Flotte(die zu klein ist) ... Außerdem sind sie ein guter Ersatz für die K130 los 1Wenn es nur um den Aufwuchs geht, dann kann man auch einfach das erste Los Korvetten weiter betreiben, dann ist das zweite schon Aufwuchs.
(Gestern, 15:43)DopePopeUrban schrieb: Davon gibt es in Europa meines Ermessens nach drei: die FREMM EVO und PPA von Finacantieri, sowie die FDI von NavalGroup.Hat Fincantieri jetzt nicht Slots in Marinette frei.
Davon fällt Finacantieri mMn aus, da die Bauzeit dieser Schiffe nicht mit der gesetzen Deadline vereinbar ist und der Schiffbauer auf absehbare Zeit keine Bauslots zur Verfügung haben wird, um neben den Bestellungen der italienischen und portugiesischen Marine auch noch die DM zu beliefern.

Ich wäre mir nicht so sicher, dass der Unterschied dahingehend zwischen PPA und FDI so groß ist, dass allein darauf basierend die Entscheidung zwischen den beiden getroffen werden kann, zumal Finicantieri und HDW/TKMS ja eine erfolgreiche Kooperationshistorie haben und allgemein D/I-Kooperationen reibungsloser zu laufen als D/F-Projekte. Eine Lizenz-PPA könnte mMn durchaus z.B. in Kiel bei GNYK gebaut werden, auch wenn TKMS die übernehmen sollte.
Für die FDI spricht aber ganz sicher die absehbare Möglichkeit, das mit Schweden und ggf. Dänemark gemeinsam durchzuziehen.
Zitat:Daher gehe ich im folgenden Darauf ein, wie ich mir das vorstelleBekanntermaßen entspricht das alles auch weitestgehend meiner Vorstellung.
