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Leuco schrieb:Wir sind gerade dabei unsere Marine von einer starken Ausrichtung auf IKM umzubauen. Für IKM haben wir vier spezialisierte Fregatten.
[...]
Wir müssen uns aber doch nicht alle möglichen Argumente aus den Fingern saugen um das Thema möglichst kritisch darzustellen. IKM als die große Sorge - ernsthaft? Die Marine ist nicht für IKM ausgebaut. 4x von 11x, zukünftig von 15x/16x, Fregatten haben in der DM eine IKM-Auslegung und den EGVs kann man eine gewisse IKM-Geeignetheit nachsagen aber da hörts auch schon auf. Und diese 4x Einheiten sollen bereits vor ihrem Nutzungsdauerende außer Dienst gestellt werden.
Was uns objektiv mit einem Fähigkeitsdefizit dastehen lassen wird, sollte sich daran nichts ändern. Ausgerechnet in Zeiten, in denen wir vermehrt mit asymmetrischen IKM Bedrohungen rechnen müssen, da die geopolitischen Gegner Europas weitaus besser in der Unterstützung asymmetrischer Player sind, als wir es je sein werden. Allen voran Russland und China, die uns gerade jegliche Unterstützung auf dem afrikanischen Kontinent abgreifen während wir hier wieder so tun als sei es 1988.
Ich kritisiere nicht den neuen Fokus auf Fähigkeiten im LV/BV, ich kritisiere, dass das auf Kosten jeglicher IKM-Fähigkeiten geschieht. Andere Marinen können sich das auf ihren Fregatten leisten, da IKM-Fähigkeiten immer noch per OPV oder Amphib vorgehalten werden können, wir hingegen haben diesen Luxus nicht.
Zumal ich die Grenze zwischen IKM und LV/BV als fließend betrachte. Ein mission bay, dass im IKM RHIBs fasst kann im LV/BV genauso UxV, MCM-Equipment usw fassen.
Zitat:Diese negierst du mit dem Thema Personal. Diese Herleitung ist wenig stichhaltig.
Nein, das ist die rechnerische Konsequenz aus 8x A200DEU und 8x F127.
Zitat:Es ist nicht absehbar wie in 15 Jahren UUV verwendet werden. Ist eine Fregatte das richtige Schiff für die Ausbringung?
Diese Analogie geht in beide Richtungen.
Denn es ist nicht absehbar ob wir in naher oder ferner Zukunft Krieg mit Russland führen. Ist eine Flaggenstock-Fregatte das richtige Schiff für diesen Umstand?
Zitat:PS: was verdrehst du unter Modularsystem und nicht wirklich möglich? Nach meinem Stand kann die Meko durchaus entsprechend ausgestattet werden.
Die MEKO A200 ist in ihren bisherigen Versionen nicht "modular" bestückbar. Die Website spricht zwar von zwei Missionsmodulen, das bezieht sich aber auf das Schleppsonarsystem, dass containerisiert "verbaut" wird. Module wie MCM, EW, SIGINT, SeaSpider, SAR, OSR usw sind auf diesen Schiffen bisher nicht machbar.
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(27.01.2026, 19:20)Leuco schrieb: Wir sind gerade dabei unsere Marine von einer starken Ausrichtung auf IKM umzubauen. Für IKM haben wir vier spezialisierte Fregatten. Diese negierst du mit dem Thema Personal. Diese Herleitung ist wenig stichhaltig. Es ist klar über welche Zeitschienen wir hier sprechen und wie viel Variablen es hier gibt kann sich jeder ausmalen. Daran den Untergang des Abendlandes festzumachen ist schon weit hergeholt.
Ich kann die kritische Einstellung gegenüber der Meko nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht teile. Wir müssen uns aber doch nicht alle möglichen Argumente aus den Fingern saugen um das Thema möglichst kritisch darzustellen. IKM als die große Sorge - ernsthaft?
Nach IKM kräht aktuell keine Hahn. Wir haben hier aber trotzdem 4 Fregatten. Personal kann man aufbauen. Man kann automatisieren. Es ist nicht absehbar wie in 15 Jahren UUV verwendet werden. Ist eine Fregatte das richtige Schiff für die Ausbringung?
Falls wir 8 Mekos anschaffen, muss die weitere Planung dies eben berücksichtigen Evtl. werden wir zusätzliche VLS Träger benötigen. Evtl haben wir in drei Jahren die AAW Fähigkeiten um Grönland, Island, Färöer usw. massiv verbessert und die eingeschränkten AAW Fähigkeiten der Fregatten spielen eine weniger wichtige Rolle.
PS: was verdrehst du unter Modularsystem und nicht wirklich möglich? Nach meinem Stand kann die Meko durchaus entsprechend ausgestattet werden.
Die erwähnten Grünen Abgeordneten gehen in keinem Wort darauf ein, dass A200 (wie hier postuliert), in der Kampfkraft insgesamt gegenüber F-126 mangelhaft wäre (denn genau das würden sie tun, wenn es so wäre und ggf auf Frankreich oder Italien oder UK als stop gap Lösung verweisen)
Nein... Sie werden zitiert mit :
A200 ist eine "ausreichend gute Alternative zu F-126"
Nun... Wie interpretiert man das?
"Ausreichend" und "gut" widersprechen sich!.
Entweder eine Leistung ist (wie in der Schule) Note 2 oder Note 4... Aber nicht beides.
Aber....
Ausreichend gut kann hier im Zusammenhang heißen :
Nur Ausreichend für IKM... Aber Gut für BV ASW mit Selbstschutz AAW.
Politiker sind Juristen... Und deren Aussagen sind NIEMALS eindeutig, damit sie hinterher nie eindeutig in eine Ecke manövriert werden können und immer einen heraus Schlüpf weg finden.
Zwischen den Zeilen gelesen heißt das für mich :
Die angebotene A200 Variante ist in mindestens einen der geforderten Anwendungen suboptimal...
Und wie ich die Grünen kenne, ist es NICHT BV... Denn das ist bei denen einwandfrei Prio 1.
A200 könnte also tatsächlich genügend gute Waffen Systeme für BV ASW mit Selbst Schutz AAW besitzen... Aber eben keine Flex Deck, keine Haft Module, keine Container Stellplätze.... Kurz, es muss auf das verzichten, was für IKM ( und zukünftige Reserven an Aufrüstung) erforderlich wäre.
Das sehe ich aber weniger kritisch.
Denn, wir benötigen Ersatz für K-130 / 1 . Und wer sagt denn im Grünen Statement, dass das NICHT MÖGLICH sei ab 2040?
Es bestehen dazu ja Optionen OHNE ZEITDRUCK! (IKM ist aktuell entbehrlich, BV nicht!)
1) 1* Muse ggf. auch für IKM Missionen einzusetzen... Je nachdem wie bewaffnet die sind, zumindest nicht schlechter als ne K-130 vor Libanon.
2) In 2028 eine neue F-128 als "BV UND IKM 100%" Fregatte "in Ruhe* neu zu konstruieren... In 6 Exemplare Als Ersatz für F-125 ab ca. 2035 möglich.
2040 könnte es dann so aussehen :
6 F-127 (BV only AAW und ASW)
8 A-200 (BV only ASW 3 davon in Ostsee als Ersatz K-130)
6 F-128 (BV "allround" und IKM... Hohe automatisierung, geringe Besatzung)
5 K-130 / 2 (OPV Infrastruktur Schutz und Ostsee BV)
Auf die 20 Fregatten passen dann auch zufällig fast perfekt unsere 30 Sea Tiger....
Wenn Besatzungen gebraucht werden, werden eben die relativ schlecht bewaffnete K-130/2 deaktiviert und eingemottet... Die sind an ehesten entbehrlich. (Als OPV und Infrastruktur Schutz ersetzt durch Land gesteuerte Drohnen Schiffe ab 2035)
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(27.01.2026, 19:41)LuisDa schrieb: Ich lese das sehr wohl so, dass die F126 als ganzes zu ersetzen gefordert wird Es geht mir um die Stückzahl. Man kann die F-126 komplett streichen und dann entweder 8x MEKO-A200DEU beschaffen oder z.B. nur 3-4x MEKO-A200DEU und danach dann noch 4-6x F128 auf Basis MEKO A300/400. Beide Varianten wäre im Rahmen dieser Erklärung möglich und nur Ersteres wäre ein Problem.
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Ich sehe das wie Broensen, erstmal sehe ich da noch nicht die Gefahr, dass die A200 die einzige Alternative bleibt, sondern die erste Alternative. Der F126 in Damen-Form würde ich jetzt wahrlich nicht nachtrauern.
Nur mal so als reinen Spaß bei euren Flottenplänen gefragt: was passiert eigentlich, wenn wir 16 Fregatten übersteigen? Ich mein', eventuell können wir mit Mallorca noch auf 17 kommen, aber danach müssen wir wieder auf alte Admiräle umsteigen.
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Mal ganz ehrlich, aus Sicht der reinen Kampfkraft ist eine A-200 einer F126 nicht mal wirklich unterlegen, oder?
Ja, ich weiß, die A-200G hat nur eine Insel mit Radar, darunter dürfte die Standkraft ziemlich identisch mit einer F126 sein, soweit es die Schiffstechnik angeht.
Der A-200 fehlt bei den Effektoren ein RAM, ansonsten hat sie auch 16 Zellen für Mk 41. Da man ohnehin nur ESSM Block 2 schießen wird, ist das fehlen von APAR durch Nutzung der ARH-Modes des ESSM Block 2 faktisch zu verschmerzen.
Dafür hat die A-200 wieder Torpedorohrsätze und im Gegensatz zu F126 auch ein Bugsonar neben dem Schleppsonar.
Sprich, in der reinen Schlagkraft ersetzt eine A-200 die F126 komplett. Eine A-200 kann bis zu 16 RBS15 tragen, die F126 hat nur 8 NSM.
Eine Sea Giraffe 4A in der rotierenden Variante hat zudem eine größere Reichweite als die TRS-4D/NR, dafür die üblichen anderen Nachteile.
Man könnte hier noch viel Quartett spielen, traurige Wahrheit ist und bleibt: Die F126 ist bei näherer Betrachtung unter Weglassung der IKM "Softskills" eigentlich nur eine auf 11.000 t aufgeblasene A-200, sofern es die Schlagkraft angeht.
Über den einen "fehlenden" NH90 kann man wieder vortrefflich streiten, die von TKMS angegebene Option auf 1 x 11 t BHS (NH90) zzgl. zwei UAV (wenn damit ein VSR-700 von der Größe her gemeint ist) fände ich sehr charmant.
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(27.01.2026, 20:49)DeltaR95 schrieb: Mal ganz ehrlich, aus Sicht der reinen Kampfkraft ist eine A-200 einer F126 nicht mal wirklich unterlegen, oder? 
Ja, ich weiß, die A-200G hat nur eine Insel mit Radar, darunter dürfte die Standkraft ziemlich identisch mit einer F126 sein, soweit es die Schiffstechnik angeht.
Der A-200 fehlt bei den Effektoren ein RAM, ansonsten hat sie auch 16 Zellen für Mk 41. Da man ohnehin nur ESSM Block 2 schießen wird, ist das fehlen von APAR durch Nutzung der ARH-Modes des ESSM Block 2 faktisch zu verschmerzen.
Dafür hat die A-200 wieder Torpedorohrsätze und im Gegensatz zu F126 auch ein Bugsonar neben dem Schleppsonar.
Sprich, in der reinen Schlagkraft ersetzt eine A-200 die F126 komplett. Eine A-200 kann bis zu 16 RBS15 tragen, die F126 hat nur 8 NSM.
Eine Sea Giraffe 4A in der rotierenden Variante hat zudem eine größere Reichweite als die TRS-4D/NR, dafür die üblichen anderen Nachteile.
Man könnte hier noch viel Quartett spielen, traurige Wahrheit ist und bleibt: Die F126 ist bei näherer Betrachtung unter Weglassung der IKM "Softskills" eigentlich nur eine auf 11.000 t aufgeblasene A-200, sofern es die Schlagkraft angeht.
Über den einen "fehlenden" NH90 kann man wieder vortrefflich streiten, die von TKMS angegebene Option auf 1 x 11 t BHS (NH90) zzgl. zwei UAV (wenn damit ein VSR-700 von der Größe her gemeint ist) fände ich sehr charmant.
Das ist korrekt…
Gegenfrage… wie fertig entwickelt war die MEKO A300 PL ?!
die könnte den Preis von 1 Mrd € pro Ersatz Fregatte erklären…
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(27.01.2026, 20:49)DeltaR95 schrieb: die von TKMS angegebene Option auf 1 x 11 t BHS (NH90) zzgl. zwei UAV (wenn damit ein VSR-700 von der Größe her gemeint ist) fände ich sehr charmant. IIRC war das mal eine entweder/oder-Aussage bzgl. der A200: Entweder 1x11t-BHS oder 2x5to-BHS oder UAVs.
(27.01.2026, 21:28)ObiBiber schrieb: Gegenfrage… wie fertig entwickelt war die MEKO A300 PL ?! Jetzt hier keine falschen Hoffnungen wecken!
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(27.01.2026, 20:36)DrKartoffelsalat schrieb: Nur mal so als reinen Spaß bei euren Flottenplänen gefragt: was passiert eigentlich, wenn wir 16 Fregatten übersteigen? Ich mein', eventuell können wir mit Mallorca noch auf 17 kommen, aber danach müssen wir wieder auf alte Admiräle umsteigen.
Ohne klugscheißern zu wollen, haben wir das Problem eigentlich schon bei der 16. Fregatte, da einer der EGV's schon nach Berlin benannt ist
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(27.01.2026, 21:30)Broensen schrieb: IIRC war das mal eine entweder/oder-Aussage bzgl. der A200: Entweder 1x11t-BHS oder 2x5to-BHS oder UAVs.
https://www.tkmsgroup.com/surface-vessel...meko-a-200
Zitat:Helicopters 2 x 6-ton or 1 x 11-ton + 2 x UAVs
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(27.01.2026, 20:49)DeltaR95 schrieb: Man könnte hier noch viel Quartett spielen, traurige Wahrheit ist und bleibt: Die F126 ist bei näherer Betrachtung unter Weglassung der IKM "Softskills" eigentlich nur eine auf 11.000 t aufgeblasene A-200, sofern es die Schlagkraft angeht. Das sehe ich persönlich anders.
Was die Effektoren angeht, nehmen sich beide Schiffe wenig, da stimme ich dir grundsätzlich zu. Zwar gehe ich davon aus, dass die F126 als VLS-Aufwuchsreserve im Bug besitzt, da das aber nicht bestätigt ist, sagen wir einfach mal, dass beide Schiffe mit 2x8 Mk41 VLS ausgestattet werden können. Bei RWS siehts ähnlich aus.
Was ich allerdings für einen durchaus kritischen Unterschied halte, ist das vermeintliche Fehlen des bugseitigen RAM-Werfers auf der A200. Wenn sich die DM hier an den ägyptischen und algerischen Typvertretern orientiert und die Schiffe mit einer OTO127/64LW ausstattet, fehlt es den Schiffen an bugseitiger Nahbereichsverteidigung.
Zwar verfügt die A200 über Torpedowerfer, die halte ich in heutigen Zeiten allerdings persönlich für komplett vernachlässigbar. Das möchte ich sehen wie man ein U-Boot damit noch bekämpfen möchte.
Bei der Sensorik gibt es für mich ein für und wieder.
Auf der einen Seite verfügt die F126 für ihr angedachtes luftseitiges Wirkspektrum über die deutlich geeignetere Radarsuite. Wenn wir hier wirklich nur von Effektoren im ESSM-Bereich ausgehen, ist die TRS-4D + APAR b2 Kombination mehr als ausreichend. Gegen asymmetrische und kleine Bedrohungen wie Drohnen dürften die Schiffe dank APAR vermutlich sogar besser ausgerüstet sein, als es eine A200 wäre. Zwar kommt SeaGiraffe 4A weiter, hat als S-Band System alleine aber natürlich Nachteile.
Bei der seeseitigen Sensorik bin ich hingegen bei dir, da ist die A200 mit Bug- und Schleppsonar deutlich besser ausgestattet, als die F126.
In Bezug auf die Powerplant ist es hingegen wieder andersherum, hier dürft die CODLAD-Konfiguration der F126 der CODAG-WARP-Konfiguration der A200 für ASW deutlich besser geeignet sein. Nach meinem Verständnis führt der Waterjet der A200 zwar zu mehr Agilität, wirkt sich von Treibstoffverbrauch über akustische Signaturen bis zum Wartungsaufwand aber sonst durchweg negativ aus.
Seezielflugkörper wäre vielleicht noch ein Punkt, da es sich dabei aber um bolt-on Systeme handelt, dürfte das bei beiden Schiffen zu ähnlich viel maximal mitführbarer Kapazität führen.
Was ich aber viel problematischer finde ist der ganze "Schnickschnack" der im ersten Moment nicht nach viel klingt aber praktisch ne Menge ausmacht. Die F126 verfügt über Hangarkapazität für 2x NH90 und 2x UaV. Die Schiffe verfügen über 3x SOLAS unabhängige Bootsbuchten, zwei davon in der Bordwand und ein davon im Heck, die für RHIBs, UUV, USV usw genutzt werden können. Soweit ich weiß sind die Schiffe bereits auf die spätere Integration von DEWs befähigt. Sie verfügen über Command & Control Infrastruktur um komplexere Operationen eigenständig leiten zu können, dazu kommt Intensivnutzbarkeit und lange Stehzeiten. Und das alles gibt es mit einer Standartbesatzung von 114x + Platz für weitere 84x.
Das alles hat die A200 nicht. Nichts davon. Die A200 ist einfach nur "günstiger", kleiner, älter und weniger leistungsfähig.
Ich war mit der Damen F126 nicht glücklich. Die VLS-Kapazität war nicht toll, fehlendes Bugsonar war nicht toll, Modularität war nicht richtig durchgezogen. Aber im Vergleich zur A200 ist diese Klasse nahezu futuristische Zukunftstechnik. Der Unterschied bemisst sich nicht auf Jahre, der bemisst sich auf Epochen. (Was nebenbei gesagt auch gar nicht so unwahr ist, wie gesagt stammt das A200 Design design aus den späten 90ern und entsprechend viel 90er-DNA wird da noch drin stecken).
Die A200 wäre mEn eine völlig valide budget-Option für das dünne Portmonee gewesen... wenn wir 2016 hätten. Denn damals war von UxV, Mission Bays usw nicht wirklich eine Rede. Ein solches Schiff aber in heutigen Zeiten zu beschaffen, halte ich in unserer Situation für vollkommen inakzeptabel. Und das einfach nur, weil man sich nicht eingestehen will, dass der deutsche Schiffbau eine Industrie der Maßanfertigungen ist, nicht des Effizienten bauens. Und dass das Ausland aktuell im Marktsegment kleine Schiffchen einfach die deutlich besseren Schiffe für besseres Geld und bessere Zeit baut. Mehr ist die A200DEU nicht, Aktionismus und Industriepolitik.
Ich versuche gerade wirklich mit aller Kraft das Positive in diesen Schiffen zu sehen. Ich war schon soweit Pinterest nach Bildern dieser Einheiten zu durchsuchen im ne Perspektive zu finden, in denen diese Schiffe nicht hässlich sind, sodass wenigstens das visuelle für diese Einheiten spricht. Man macht es mir aber zugegebenermaßen sehr schwer, Augenweiden sind sie nicht.
Vielleicht kann man diese Schiffe mit coolen Features ausrüsten. Vielleicht kriegt man auf dem Bug doppelte 76mm als RAM-Ersatz untergebracht oder sowas, ähnlich wie auf den Huitfeldts. Da muss dann allerdings noch gucken, ob man dort noch parallel die beiden Mk41 Module untergebracht bekommt oder nicht.
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(27.01.2026, 21:41)DopePopeUrban schrieb: Das sehe ich persönlich anders.
Das war klar, aber du stützt deine Bewertung rein auf die "Soft Skills" der Plattform, sprich die Standkraft.
Kampfkraft ist definiert als Schlagkraft + Standkraft und über die Schlagkraft habe ich gesprochen.
Wenn wir hier diskutieren, dann bitte auf belegbaren Fakten und nicht auf der "Vermutung", dass CODAG-WARP eine schlechtere Unterwasserschiffsignatur hat. Im Endeffekt wird der Treibstoffverbrauch zwischen A-200 und F126 ziemlich marginal im Unterschied sein.
https://www.navylookout.com/in-focus-the...candidate/
Unter dem Begriff "nicht belegte Fakten" subsummiere ich auch Intensivnutzbarkeit und Stehtzeit. Auch eine FREMM hat schon mehr als ein Jahr im Einsatzgebiet gestanden und einen Besatzungstausch erfolgreich durchgeführt. Unsere Marine ist hier mal wieder bei Fregatten nicht die erste
Wenn ich für den Preis von 6 x F126 angenommen mal 12 x A-200 im Bestand habe, ist die Intensivnutzbarkeit und zweijährige Stehzeit im Einsatzgebiet plötzlich nicht mehr so wichtig, dann mache ich das über Rotation.
Das Argument mit der geringen Besatzung bei F126 lasse ich nicht gelten. Warum? Weil es schon bei F125 nicht funktioniert hat und bei einer noch größeren Plattform mit mehr Fähigkeiten erst recht nicht funktionieren wird. Auch eine F126 wird bei den 160 Mann landen, wie die F125 jetzt auch - eher mehr.
Eine A-200 könnte man - bei vernünftiger Nutzung von Automation im Einsatzsystem und bedingt durch ihre geringe Größe sicherlich mit 80 bis 90 Mann zur See fahren.
Es gibt Marinen auf der Welt, die fahren ihre OPZ mit 8 Mann über alle Warfare Areas, sprich 16 Mann für den Kriegsmarsch. Wenn man will, geht das.
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(27.01.2026, 21:41)DopePopeUrban schrieb: Ich versuche gerade wirklich mit aller Kraft das Positive in diesen Schiffen zu sehen. Ich war schon soweit Pinterest nach Bildern dieser Einheiten zu durchsuchen im ne Perspektive zu finden, in denen diese Schiffe nicht hässlich sind, sodass wenigstens das visuelle für diese Einheiten spricht. Man macht es mir aber zugegebenermaßen sehr schwer, Augenweiden sind sie nicht.
Vielleicht kann man diese Schiffe mit coolen Features ausrüsten. Vielleicht kriegt man auf dem Bug doppelte 76mm als RAM-Ersatz untergebracht oder sowas, ähnlich wie auf den Huitfeldts. Da muss dann allerdings noch gucken, ob man dort noch parallel die beiden Mk41 Module untergebracht bekommt oder nicht. Für die Schönheit haben wir ja die F125. Denn schön sind sie!
Die doppelten 76mm der Horizon-Klasse haben optisch auch ihren Reiz.
Aber wenn man schon so anfängt zu argumentieren merkt man, dass etwas schief läuft.
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(27.01.2026, 21:51)DeltaR95 schrieb: Das war klar, aber du stützt deine Bewertung rein auf die "Soft Skills" der Plattform, sprich die Standkraft.
Kampfkraft ist definiert als Schlagkraft + Standkraft und über die Schlagkraft habe ich gesprochen. Da "Soft Skills" wie ein zweiter BHS, UxV, DEWs, Radarauflösung usw direkt in die Krampfkraft einer Plattform einspielen, verstehe ich nicht, was du damit meinst. Das alles hat nichts mit Standkraft zu tun.
Zitat:Wenn wir hier diskutieren, dann bitte auf belegbaren Fakten und nicht auf der "Vermutung", dass CODAG-WARP eine schlechtere Unterwasserschiffsignatur hat. Im Endeffekt wird der Treibstoffverbrauch zwischen A-200 und F126 ziemlich marginal im Unterschied sein.
Müssen wir jetzt darüber diskutieren, dass eine CODLAD-Powerplant, Combined diesel-electric and diesel, die in niedrigen Fahrgeschwindigkeiten auf E-Motoren läuft, leiser ist als eine CODAG-WARP-Powerplant?
Können wir zwar machen, dass wird sich aber immer nur auf einer theoretischen Ebene bewegen. Mir sind noch keine Direktvergleiche mit empirischen Daten begegnet, würde mich auch wundern, wenn die einfach so im Internet herumfliegen.
Was man hingegen definitiv sagen kann ist, dass moderne ASW-Fregatten meist mit CODLAD oder CODLAG/CODLOG angetrieben werden. Das gilt für die ASWF, das gilt für die Type 26, das gilt für die CSC, das gilt für die FREMMs sowie für die F110. Und eben auch die F126.
Zitat:Wenn ich für den Preis von 6 x F126 angenommen mal 12 x A-200 im Bestand habe, ist die Intensivnutzbarkeit und zweijährige Stehzeit im Einsatzgebiet plötzlich nicht mehr so wichtig, dann mache ich das über Rotation.
Also laut meinem letzten Stand von 2024 kostete eine F126 rund 1.45mrd Euro pro Stück. Hartpunkt spricht in seinen Beiträgen von rund 1mrd Euro pro A200. Selbst wenn die Werte für die F126 zu niedrig und die für die A200 zu hoch sind, steht das wohl kaum in einem Verhältnis zueinander.
Zumal wir auch keine 12x A200 beschaffen, bisher ist rede von maximal 8x.
Zitat:Eine A-200 könnte man - bei vernünftiger Nutzung von Automation im Einsatzsystem und bedingt durch ihre geringe Größe sicherlich mit 80 bis 90 Mann zur See fahren.
Ich weiß nicht, ob man das könnte. Alle A200 Typvertreter benötigen aktuell 120x Besatzungsmitglieder. Da scheint sich seit 1997 nicht viel getan zu haben, jedenfalls was Automatisierung betrifft.
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C-152 schrieb:Die doppelten 76mm der Horizon-Klasse haben optisch auch ihren Reiz.
Aber wenn man schon so anfängt zu argumentieren merkt man, dass etwas schief läuft. Ich dachte da mehr an sowas
https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/t...e=697F064B
Steht und fällt damit, ob sich entsprechender Platz dafür finden lässt. Dafür wäre es auch erstmal gut zu wissen, warum ein RAM-Werfer angeblich nicht auf dem Vorderkastell installiert werden kann. Also ob es an dem Gewicht liegt, oder an der Nähe zu den Fenstern. Denn wenn ein RAM-Werfer aufgrund der Nähe zu den Fenstern ausfällt, könnte man diesen durch eine zweite 76mm mit DART ersetzen. Ist aber mehr so ein Gedankenspiel.
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(27.01.2026, 21:32)Justus_MH schrieb: Ohne klugscheißern zu wollen, haben wir das Problem eigentlich schon bei der 16. Fregatte, da einer der EGV's schon nach Berlin benannt ist  Findest du etwa " Land Berlin" unpassend für ein Schiff?
Wir können auch aus den Doppelnamen-Ländern noch fünf Fregatten mehr raus quetschen.
(27.01.2026, 21:39)DeltaR95 schrieb: https://www.tkmsgroup.com/surface-vessel...meko-a-200 Oh... Okay.
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(27.01.2026, 21:32)Justus_MH schrieb: Ohne klugscheißern zu wollen, haben wir das Problem eigentlich schon bei der 16. Fregatte, da einer der EGV's schon nach Berlin benannt ist 
Bundesländer sind dann weg.
Bleiben nur noch weitere Städte, was aber die großen Fregatten (F-127 = Zerstörer) "degradiert"
Eine bislang nicht vorgesehene Lösung dafür kann ich mir vorstellen... Wäre wie bei der Flugbereitschaft :
F-127/1 = Konrad Adenauer
F-127/2 = Gustav Heinemann
F-127/3 = Kurt Schumacher
...
Gibt genug Geschichts trächtige Namen, auch aus der Weimarer Republik, dafür....Kanzler /Präsidenten.
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