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(Gestern, 15:43)DopePopeUrban schrieb: Diese 4x Schiffe werden in der DM als teil der "seegehenden" Fregattenflotte vorgehalten bis im Rahmen der Neustrukturierung der Flotte die eigentlichen Fregatten, die dann Maßanfertigungen sein werden, zulaufen. Dabei werden die FDIs Teil der Einsatzflottille 2 sein bis etwa Ende der 2030er.
Ohne auf nähere Details einzugehen (da dazu im Wunschkonzert noch was kommen wird wenn die Entwürfe fertig sind und weils nicht hier hin gehört) werden diese Einheiten folgendermaßen Skizziert:- Ein Einheitsklasse in zwei Versionen, identische Rümpfe und Sensorik, Unterschiede in Bewaffnungstiefe und Modularität (Flottenweites standartisiertes Modularsystem)
- Beschafft werden 15x Einheiten, davon 6x AAW-Version, 9x ASW-Version
- Grundsätzliche Volldimensionalität, d.h. Fähigkeiten zu U-Jagd, Verbandsflugabwehr und BMD-Eigenschutz auf beiden Versionen
- Dimension Einheitsrumpf: ~150m x ~20m
- Tonnage je nach Version zwischen 8.000-10.000t
- Kombinierte Radaranlage, SeaFire (28 Module, 500km+ Reichweite) + TRS-4D fixed (C-Band, für den Nahbereich)
- Bug- und Schleppsonarsystem von ATLAS
- CMS Saab 9LV oder 9LV Basis als Standard-CMS
- Lfk-Bewaffnung auf Basis von IRIS-T SLM, ASTER 30 B1NT, HYDEF via SYLVER A50NG und A70NG + RAM-Nachfolger (national/europäisch)
- AShM/LACM auf Basis von NSM/Tyrfing sowie Stratus/MdCN
- Rohrwaffen auf Basis von 127/64LW oder/und 76mm SR + qNFMLG
- usw...
(Liste repräsentativ, kein Anspruch auf Vollständigkeit)
Bis diese aber fertig sind, brauch es noch etwas. Die erste dieser Einheiten würde vermutlich erst ab Mitte der 2030er in Dienst gestellt werden.
Das ist alles ein tolles Wunschkonzert dem ich gerne beipflichten würde, aber realistisch kommen wird sowas halt in meinen Augen nicht. Insofern orientiere ich mich eher an dem was realistisch möglich ist, teils beschlossen ist, und absehbar passieren kann:
- F127 kommt wie geplant (aber natürlich sicher auch verspätet)
- F126 vermute ich wird von NVL als nicht tragbar deklariert, wenn man irgendwann mit prüfen fertig ist, man wird versuchen die GMF120 als "neue F126" schmackhaft zu machen, mit Verzögerungen bis Mitte der 30er ist hier also definitiv zu rechnen
- F124 wird nicht mehr geupdated, ist also gegen Mitte der 30er ausgelutscht
- F125 wird nur behelfsmäßig befähigt kann aber mit F123B im Verband passabel im Nordmeer ASW betreiben
Eine F126 auf GMF120 Basis (angenommen, ein aufgeräumteres Konzept dafür wird tatsächlich vorgeschlagen) ist definitiv voller dimensioniert und würde gut zur Verband-AAW beitragen, Kernaufgabe ASW. Diese könnte Aufgaben der F123B und F124 übernehmen, insbesondere bis F127 eintrudelt.
Eine Stop-Gap würde kurzfristig natürlich absolut nichts fixen bis Mitte der 30er, wenn man nicht das ganze Konzept, wie von dir vorgeschlagen, umwirft. Aber ich sehe da absolut keine politisch oder industrielle Perspektive dafür. Ich würde es auch begrüßen, aber ich sehe es halt nicht kommen. Eine A200 Stop-Gap würde in Anbetracht allen dessen auch nicht sonderlich viel ändern, außer das sich F123B+F125 vollends auf Aufgaben Nordmeer konzentrieren können, während A200 Nord- und Ostsee-Aufgaben deckt, so wie etwaige internationale Einsätze wo deren Befähigung reicht.
Die Idee, dass wir vor 2035 unser AAW-Problem in den Griff bekommen, sehe ich halt einfach nicht kommen.
Mit diesem Hintergrund sieht meine Flotte sieht Zielbild 2035 so aus:
4x F125 (mit IRIS-T SLM "Provisorium" und limitierter ASW-Befähigung)
6x F126 (GMF120)
3-6x Stop-Gap A200 (als schwere Korvette)
5x K130 Los 2
+ langfristig bis die eintrudeln: 6x F127
(und natürlich der ganze unbemannte Kram, aber ich halte das Zielbild Marine da für etwas optimistisch was den Zeitplan angeht)
Das ist natürlich noch eine sehr amerikanisch-abhängige Flotte (ESSM, SM2, SM6, PAC-3 MSE, Tomahawk, Radare, etc.) - aber es kann bei all diesen Einheiten zumindest künftig versucht werden, mehr europäische Flugkörper integrieren (IRIS-T SLM/SLX, HYDEF, CAMM/-ER/-MR, Tyrfing, etc.). Für viele dieser Flugkörper ist zumindest die Integration in Mk41 bereits in Arbeit oder zumindest geplant. Natürlich gehört zur Integration noch mehr, aber, allesamt haben zumindest kein SARH - was die nachträgliche Integration in diverse Führungssysteme und Radar-Kombinationen ja zumindest ein bisschen vereinfachen sollte (zugegeben, das kann gut naives Denken meinerseits sein).
Mein Gedanke K130 Los 1 durch die Stop-Gap A200 zu ersetzen kommt daher, das bei dem Los 1 so lange rumgeiert wurde. Gleichziehen auf Los 2 ist ja mittlerweile vom Tisch, und gegen Ende 30er wären die allmählich eh am Ende. Wieso also nicht durch etwas fähigeres ersetzen.
Das ist kein Wunschkonzert von mir, das ist alles nicht ideal, aber ich denke zumindest das ist realistischer, als sämtliche bestehende Planungen/Bestellungen ganzheitlich umzuwerfen, von politischer und industrieller Seite.
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(Gestern, 17:47)Broensen schrieb: Ich habe mit deiner Tier-Einteilung so ein bisschen meine Schwierigkeiten, bzw. fehlt mir etwas Verständnis für die Einsatzkonzepte dahinter:
Tier 1 ist in Ordnung so.
Tier 2 ist schon schwierig, weil A200 und F125(MLU) vielleicht im LV/BV ähnliche Leistungen bieten können, für dieses "Tier" so aber gar kein klarer Bedarf erkennbar ist und eigentlich auch die F123B und die "post-SM2-F124" in die gleiche Kategorie fallen dürften.
Tier 3 hingegen umfasst erstmal nur eine Klasse, die eigentlich gar keinem Einsatzkonzept für LV/BV gerecht wird.
In meinem Verständnis wäre insbesondere eine als StopGap beschaffte Tier 2 eine Zwischenlösung, die beide anderen Kategorien unterstützen kann. Während Tier 3 im Prinzip alles ohne VLS wäre, was gar nicht ohne Hilfe anderer operieren kann.
Eine A200 wäre für die Tier-2-Aufgaben mMn jedoch schlecht geeignet, da sie weder für einen Tier-1-Verband einen echten Mehrwert bietet, noch einen Tier-3-Verband effektiv schützen kann. Tier 2 Ist sowohl:
-eine Unterstützungseinheit für Tier 1 schiffe, sei es als Ergänzung einer Task Force oder zur Abdeckung von mehr Fläche
-Ein Flagschiff für Tier 3 Einheiten(Korvetten), das ihnen auch ein zusätzliches AAW Layer gibt, aber selber auch keine 3 AAW Layer hat, da es entweder nicht Benötigt wird wegen der Bedrohungslage oder von land aus Sichergestellt (Ostsee)
- Weniger Teure Schiffe(im Unterhalt und Beschaffung), die aber auch als Einzelfahrer in niedrigen und mittleren Gefährdungsgraden unterwegs sein können.(Thema Präsenz und Abschreckung)
Weitere Erklärung da aber unter dem Begriff light frigate ab Minute 30: https://www.youtube.com/watch?v=wr1msc44fgE&t=17s() (ist zwar auf UK und T31 bezogen passt aber für uns genauso)
Und all das kann eine A-200.
Tier 3 sind Korvetten.
(Gestern, 17:47)Broensen schrieb: Die A200 sind auch nur dafür geeignet. Zwar besser als die K130, aber mehr auch nicht. Die Aufgaben der DM außerhalb von Nord- und Ostsee sind entweder IKM, wozu eine A200 suboptimal ist, da sie nicht für lang andauernde Einsätze taugt und auch keine dafür sinnvolle Ausrüstung aufnehmen kann. Oder ASW im Nordmeer, wozu sie allerdings keinen Beitrag leisten kann, der sich von denen der Bestandsflotte positiv abgrenzen würde. In beiden Fällen wäre eine A210 das absolute Minimum.
Daher bemisst sich der Mehrwert einer A200 für die Flotte ausschließlich in Flaggenstöcken.
Du redest hier als würde man F123 und F124 nach Zulauf der F126 und F127 einfach weiter betreiben können, was man aber das geht nicht rein vom Alter der Rümpfe, Maschinen und Elektrik. Eine A-200 wäre ein Ersatz dieser Schiffe in der ASW Rolle.
Ganz abgesehen von der Personaleinsparung durch eine Halbierung der Besatzungsgröße gegenüber F123 und F124.
Aber ja mehr Flaggstöcke zu haben ist auch wertvoll und ich bestreite nicht das A-200 zusätzlich zu F126 und F127 wertvoll für die Flotte sein würde um zur Gleichen zeit an mehr orten sein zu können.
(Gestern, 17:47)Broensen schrieb: Nur dass die A200 weder für ihre Übergangsrolle, noch für die Endverwendung die richtige Lösung wären. Ihr einziger Vorteil ist der vermeintlich schnelle Zulauf. Also muss man die Auswahl damit begründen, mit ihrem Mehrwert in den frühen 30ern, im Vergleich zu anderen Lösungen, insbesondere den alternativ möglichen MLUs von F124 und F125.
Bei der Entscheidung müssen dann natürlich auch Werftkapazitäten mit einbezogen werden: Wie viele F124-MLUs kann ich mit den Kapazitäten zum Neubau einer A200 erledigen? Insofern wäre aus der Perspektive des schnellen Aufwuchses ein Import eigentlich geboten, denn dann könnten unsere Werften so lange modernisieren.
Wieso sollte eine A200 weder für ihre Übergangsrolle, noch für die Endverwendung die richtige Lösung sein? Sie kann eigentlich alles was man von einer Leichten Fregatte/Tier 2 Schiff haben will.
Sie ist eine Entlastung unser Bestehenden Einheiten (die mit der Belastung nicht klar kommen wie ich schon beschrieben habe) und ein Upgrade gegenüber den Fähigkeiten der Korvetten, die sie letztendlich ersetzen, ohne zu groß und wertvoll für die Ostsee zu sein.
Wir haben in Deutschland kein Problem mit Werftkapazität, da wir noch eine Vergleichsweise große Werftenindustrie haben, vor allem was Wartung und Refits angeht.
(25.12.2025, 17:52)Leuco schrieb: Wie sieht es mit TRS-4D LR aus welches auf die F124 sollte. Hier scheinen ja sowieso noch drei Systeme bestellt zu sein, bei welchem nicht definiert ist was wir hiermit anfangen sollen. Wäre eine Fregatte ähnlich F125/126 mit einem 32er VLS mit so einem Radar ein Gewinn? Einschränkungen mit der Rotation sind definitiv vorhanden. Die Risiken bei der Beschaffung aber gering.
(Gestern, 17:51)DrKartoffelsalat schrieb: Das ist alles ein tolles Wunschkonzert dem ich gerne beipflichten würde, aber realistisch kommen wird sowas halt in meinen Augen nicht. Insofern orientiere ich mich eher an dem was realistisch möglich ist, teils beschlossen ist, und absehbar passieren kann:
- F127 kommt wie geplant (aber natürlich sicher auch verspätet)
- F126 vermute ich wird von NVL als nicht tragbar deklariert, wenn man irgendwann mit prüfen fertig ist, man wird versuchen die GMF120 als "neue F126" schmackhaft zu machen, mit Verzögerungen bis Mitte der 30er ist hier also definitiv zu rechnen
- F124 wird nicht mehr geupdated, ist also gegen Mitte der 30er ausgelutscht
- F125 wird nur behelfsmäßig befähigt kann aber mit F123B im Verband passabel im Nordmeer ASW betreiben
Eine F126 auf GMF120 Basis (angenommen, ein aufgeräumteres Konzept dafür wird tatsächlich vorgeschlagen) ist definitiv voller dimensioniert und würde gut zur Verband-AAW beitragen, Kernaufgabe ASW. Diese könnte Aufgaben der F123B und F124 übernehmen, insbesondere bis F127 eintrudelt.
Eine Stop-Gap würde kurzfristig natürlich absolut nichts fixen bis Mitte der 30er, wenn man nicht das ganze Konzept, wie von dir vorgeschlagen, umwirft. Aber ich sehe da absolut keine politisch oder industrielle Perspektive dafür. Ich würde es auch begrüßen, aber ich sehe es halt nicht kommen. Eine A200 Stop-Gap würde in Anbetracht allen dessen auch nicht sonderlich viel ändern, außer das sich F123B+F125 vollends auf Aufgaben Nordmeer konzentrieren können, während A200 Nord- und Ostsee-Aufgaben deckt, so wie etwaige internationale Einsätze wo deren Befähigung reicht.
Die Idee, dass wir vor 2035 unser AAW-Problem in den Griff bekommen, sehe ich halt einfach nicht kommen.
Mit diesem Hintergrund sieht meine Flotte sieht Zielbild 2035 so aus:
4x F125 (mit IRIS-T SLM "Provisorium" und limitierter ASW-Befähigung)
6x F126 (GMF120)
3-6x Stop-Gap A200 (als schwere Korvette)
5x K130 Los 2
+ langfristig bis die eintrudeln: 6x F127
(und natürlich der ganze unbemannte Kram, aber ich halte das Zielbild Marine da für etwas optimistisch was den Zeitplan angeht)
Das ist natürlich noch eine sehr amerikanisch-abhängige Flotte (ESSM, SM2, SM6, PAC-3 MSE, Tomahawk, Radare, etc.) - aber es kann bei all diesen Einheiten zumindest künftig versucht werden, mehr europäische Flugkörper integrieren (IRIS-T SLM/SLX, HYDEF, CAMM/-ER/-MR, Tyrfing, etc.). Für viele dieser Flugkörper ist zumindest die Integration in Mk41 bereits in Arbeit oder zumindest geplant. Natürlich gehört zur Integration noch mehr, aber, allesamt haben zumindest kein SARH - was die nachträgliche Integration in diverse Führungssysteme und Radar-Kombinationen ja zumindest ein bisschen vereinfachen sollte (zugegeben, das kann gut naives Denken meinerseits sein).
Mein Gedanke K130 Los 1 durch die Stop-Gap A200 zu ersetzen kommt daher, das bei dem Los 1 so lange rumgeiert wurde. Gleichziehen auf Los 2 ist ja mittlerweile vom Tisch, und gegen Ende 30er wären die allmählich eh am Ende. Wieso also nicht durch etwas fähigeres ersetzen.
Das ist kein Wunschkonzert von mir, das ist alles nicht ideal, aber ich denke zumindest das ist realistischer, als sämtliche bestehende Planungen/Bestellungen ganzheitlich umzuwerfen, von politischer und industrieller Seite.
Danke , dem kann ich nur beipflichten, auch wenn ich die GMF120 nicht als F126 Ersatz sehe, das wird Größer werden (ca.F126 Größe)
PS: Es werden 8 F127 und ich schätze, das die parallel mit F126 Ersatz zulaufen.
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(Gestern, 17:51)DrKartoffelsalat schrieb: Das ist alles ein tolles Wunschkonzert dem ich gerne beipflichten würde, aber realistisch kommen wird sowas halt in meinen Augen nicht. Insofern orientiere ich mich eher an dem was realistisch möglich ist, teils beschlossen ist, und absehbar passieren kann Das führt dann halt nur nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.
Aber das ist natürlich grundsätzlich ein Problem für diese Diskussionen: Wie weit können Planungsänderungen vom aktuellen Stand abweichen, was ist noch realistisch?
In diesem Strang gibt es halt beides: "Was-wäre-richtig" und "Was-wäre-weniger-falsch".
Zitat:Eine F126 auf GMF120 Basis (angenommen, ein aufgeräumteres Konzept dafür wird tatsächlich vorgeschlagen) ist definitiv voller dimensioniert und würde gut zur Verband-AAW beitragen, Kernaufgabe ASW. Diese könnte Aufgaben der F123B und F124 übernehmen, insbesondere bis F127 eintrudelt.
Eine deutsche GMF120 wird nicht relevant früher zulaufen als die F127. Dementsprechend kann man die dann getrost in direkter Kombination bewerten. Und daran scheitert sie mMn. Warum sollte ausgerechnet eine GMF120 eine sinnvoller Ergänzung der F127 werden? Die GMF120 ist der Versuch, möglichst viel Kampfkraft über alle Dimensionen in eine kompakte Fregatte zu quetschen, um kleineren Marinen eine größere Flottenstärke zu ermöglichen. Das wäre also im Rahmen unserer Diskussion hier eher eine Alternative zur A200 bzw. FDI, wenn sie denn ähnlich kurzfristig realisierbar wäre. Für das, was ich gegenüber Roomsim gerade als Tier-2 benannt habe, läge die GMF hinsichtlich ihrer Eignung irgendwo zwischen diesen beiden Alternativen. Das würde allerdings das Flottengefüge erheblich ändern, da die F127 als Tier-1 dann alleine da stünde.
Zitat:Das ist natürlich noch eine sehr amerikanisch-abhängige Flotte (ESSM, SM2, SM6, PAC-3 MSE, Tomahawk, Radare, etc.) - aber es kann bei all diesen Einheiten zumindest künftig versucht werden, mehr europäische Flugkörper integrieren (IRIS-T SLM/SLX, HYDEF, CAMM/-ER/-MR, Tyrfing, etc.).
Wenn ich bis zum Hals im Wasser stehe, bringt mich ein Regenschirm auch nicht mehr sonderlich weiter.
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(Gestern, 19:12)Broensen schrieb: Eine deutsche GMF120 wird nicht relevant früher zulaufen als die F127. Dementsprechend kann man die dann getrost in direkter Kombination bewerten. Und daran scheitert sie mMn. Warum sollte ausgerechnet eine GMF120 eine sinnvoller Ergänzung der F127 werden? Die GMF120 ist der Versuch, möglichst viel Kampfkraft über alle Dimensionen in eine kompakte Fregatte zu quetschen, um kleineren Marinen eine größere Flottenstärke zu ermöglichen. Das wäre also im Rahmen unserer Diskussion hier eher eine Alternative zur A200 bzw. FDI, wenn sie denn ähnlich kurzfristig realisierbar wäre. Für das, was ich gegenüber Roomsim gerade als Tier-2 benannt habe, läge die GMF hinsichtlich ihrer Eignung irgendwo zwischen diesen beiden Alternativen. Das würde allerdings das Flottengefüge erheblich ändern, da die F127 als Tier-1 dann alleine da stünde.
Oh, ich bin absolut nicht der Meinung, dass eine GMF120 eine ideale Lösung wäre - nur, dass ich stark davon ausgehe, dass diese Idee von NVL kommen wird. Es würde mich schon stark überraschen, wenn NVL das Damen-Konzept weiter verfolgt. Und was ich von der aktuellen F126 in Richtung Design und Befähigung halte, ist ja auch bekannt. Da muss ich sagen, sagt mir eine GFM120 doch mehr zu, ähnlich befähigt, weniger Übergewicht. Und bei F127 bin ich was Zeitplan angeht ziemlich pessimistisch. Eine Menge für die DM neuer Kram, das kann nur große Verzögerungen bringen, mit denen rechne ich eher gegen Ende der 30er.
Meine favorisierte, neu-definierte F126 als Wunschkonzert haben wir ja schon durchgekaut: ca. 10.000t wie das aktuelle Konzept, 48x Mk41-Zellen, irgendwas im mittleren AAW-Bereich, also SM2 oder vllt. halt mit Abstrichen andere Alternativen aber halt realistisch dennoch nicht PAAMS/Sylver - längerfristig ggf. SLX/HYDEF, mittelfristig vllt. CAMM-MR wie bei den Polen? Und das ganze ASW-Gedöns, und möglw. ASROC.
Wie du schon sagst, ich denke hier eher Richtung "Was-wäre-weniger-falsch", auch wegen unserer chaotischen Beschaffungsmechanismen sowie Politik und Industrie.
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Hier auch passend
https://esut.de/2026/01/meldungen/66942/...-bedeutet/
Viele der US Systeme können realistisch nur sehr langfristig ersetzt werden…
bis dahin muss man parallel US und EU Systeme nutzen und schrittweise umbauen…
Flugkörper und Radare und LINK16 sind die Hauptprobleme …
für die Marine wäre es ein erster Schritt wenn man die Flugkörper nach und nach ersetzt…
also Iris-t SLM/X beginnen… zunächst in MK41… später in eigene Launcher…
Das Nachfolge EU System kann man ja vom Sizing usw ja so auslegen dass man ggf MK41 tauschen kann…
ESSM und RAM sind multinational … also weniger problematisch…
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(Gestern, 19:03)roomsim schrieb: Du redest hier als würde man F123 und F124 nach Zulauf der F126 und F127 einfach weiter betreiben können, was man aber das geht nicht rein vom Alter der Rümpfe, Maschinen und Elektrik.
Bevor man sowas postuliert, sollte man auch Belege dafür beifügen. Wenn man die Rümpfe und Systeme pflegt bzw. rechtzeitig ersetzt oder überholt, fährt der schiffbauliche Körper mit Maschinenanlage 50 Jahre und länger. Allein die Einmalkosten sind halt exorbitant, liegen aber vermutlich immer noch weit unter einem Neubau.
(Gestern, 19:03)roomsim schrieb: Ganz abgesehen von der Personaleinsparung durch eine Halbierung der Besatzungsgröße gegenüber F123 und F124.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man hier in Deutschland davon ausgeht, etwas umgesetzt zu bekommen, woran andere gescheitert sind - und man selber auch.
Eine F123 hat je nach Einsatz 190 bis 236 Mann Besatzung.
Die französische Marine hat gerade auf den Aquitaine nach den Erfahrungen von ASPIDES die Besatzungsstärke von rund 123 auf 160 erhöht. Warum sollte das der F126 bzw. F127 anders ergehen?
Die F125 hat ihre Lektion schon gelernt und ist von 120 auf 160 Personen hochgefahren worden.
Sprich, dieses "aus einer F123 mach' zwei F125/F126/F127" ist schon lange vom Tisch und wenn man der Schiffstechnik der F123 etwas liebe angedeihen lässt und die Vorzüge eines modernen Einsatzsystems auszunutzen weiß, kann man auf den F123 garantiert noch mal 20 bis 30 Mann wegstreichen. Von sowas wie Digitalisierung der Büroarbeit mal ganz zu schweigen.
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@DrKartoffelsalat
Zitat:Das ist alles ein tolles Wunschkonzert dem ich gerne beipflichten würde, aber realistisch kommen wird sowas halt in meinen Augen nicht. Insofern orientiere ich mich eher an dem was realistisch möglich ist, teils beschlossen ist, und absehbar passieren kann: [...]
Das ist kein Wunschkonzert von mir, das ist alles nicht ideal, aber ich denke zumindest das ist realistischer, als sämtliche bestehende Planungen/Bestellungen ganzheitlich umzuwerfen, von politischer und industrieller Seite.
Da stoßen eben unterschiedliche Philosophien aufeinander.
Ineffiziente Strukturen und nachteilige Entscheidungsprozesse sind in meinen Augen grundsätzlich nicht hinnehmbar, jedenfalls nicht in diesen Dimensionen.
Sämtliche dieser Probleme sind menschengemacht und können mit dem richtigen Input behoben, sofern die dafür entsprechenden Schritte getan werden. So etwas wie unveränderliche Strukturen gibt es nicht und jedes einzelne dieser Projekte ist veränderlich wenn man will.
Und sofern die Beteiligten das nicht von selbst wollen, muss man ausreichend "Schaden" anrichten, dass sie zu Veränderungen gezwungen werden. Die Bundeswehr tauscht gerade sämtliche ihrer Sturmgewehre wegen ein paar bösen Zeitungsberichten und dem daraus entstandenen Imageschaden aus, "folded under zero pressure". Der Laden ist gegen medialen Fallout kein bisschen gewappnet und wird wieder einknicken wenn es nochmal passiert. Und wenn das bis zum Ende des Jahres nicht schon passiert ist, helfe ich im Zweifel halt selber nach...
Ich finde es zudem interessant, dass die bisherigen Projekte der Bundeswehr und derer Natur hier so als gegeben und unverrückbar angesehen werden. Man diskutiert in Politikkreisen gerade darüber, ob es Bundeswehrsoldaten in Grönland braucht um die Vereinigten Staaten abzuschrecken. Es war vollkommen klar, dass das amerikanisch-europäische Verhältnis mit dem Amtsantritt Trumps massiv belastet wird und es irgendwann richtig knallt.
Glaubt hier ernsthaft irgendjemand, dass wenn die Grönlandsache schief geht, die Bundeswehr weiter fröhlich in den USA shoppen gehen dürfen wird?
Zitat:Da muss ich sagen, sagt mir eine GFM120 doch mehr zu, mehr/gleich befähigt, weniger Übergewicht.
Die GMF120 wird inhärent übergewichtig sein. Das sind vermutlich über 5.000t auf 121x19m, in die Höhe gebaut bis zum geht nicht mehr.
https://www.hartpunkt.de/daenischer-freg...-anbieten/
Zitat:halt mit Abstrichen andere Alternativen aber halt realistisch dennoch nicht PAAMS/Sylver - längerfristig ggf. SLX/HYDEF, mittelfristig vllt.
Hast du da einen konkreten Grund für?
----------
@ObiBiber
Zitat:Viele der US Systeme können realistisch nur sehr langfristig ersetzt werden…
Das ist auf den maritimen Bereich schlicht nicht zutreffend. Möge doch nur der Tag kommen, an dem sich dieses Gerücht in Luft auflößt.
Ist übrigens auch wieder eines dieser fanatisch deutschen Sichtweisen, kaum jemand in Europa denkt so. Diejenigen die schon längst unabhängig sind, sowieso nicht.
Zitat:bis dahin muss man parallel US und EU Systeme nutzen und schrittweise umbauen…
Was in unserer Situation nicht möglich sein wird.
Zitat:für die Marine wäre es ein erster Schritt wenn man die Flugkörper nach und nach ersetzt…
also Iris-t SLM/X beginnen… zunächst in MK41… später in eigene Launcher…
... oder man greift auf die Systeme zurück, die alle unsere Partner schon verwenden, also ASTER und SYLVER + die eigenen IRI-T Lfk und HYDEF? 
Aber dafür müsste natürlich auch einsehen, dass MBDA kein französisches Unternehmen ist und daran scheitert es hier ja bekanntlich schon.
Zitat:ESSM und RAM sind multinational … also weniger problematisch…
Das ist tatsächlich leider völlig egal. Beide Systeme werden in den Vereinigten Staaten hergestellt, entweder ganz oder teilweise. Das bricht im Falle eines Zerwürfnisses ebenfalls weg.
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Eine Frage habe ich.
A200 ist UNBESTRITTEN MEKO.
Das bedeutet laut TKMS, dass der KUNDE einen Basis Rumpf (mit beschränkten Antriebs Optionen) brkommt.
Sowie bautechnisch nur einen Hangar für NH90 Größe.
Aber :
Innerhalb des Rumpfes (VLS, Sonar, Konsolen, Elektronik) und in den Aufbauten (Radar, EM, Kanonen) Komponenten wählen kann.
Daraus ergebrn sich jede Menge Optionen
Bei standardisierter BAUZEIT!!
Sind folgende Skizzen zum neuesten A200 Rumpf Design noch aktuell???
(sollten mal offizielle gewesen sein, finde bei TKMS ist nicht sehr auskunftsfreudig auf seiner Homepage)
https://img.buffl.co/5255a930-8f73-11ed-...61891b.png
Dann sollten zumindest folgende Komponenten integriert werden können...mit sofort Bau Beginn... Waffen und Sensoren Verfügbarkeit vorausgesetzt:
- MK 41VLS... Bug und/oder mittig
- jede Leonardo Kanone ( 76/127)
- 1x oder sogar 2x RAM an Bug odrr
- 1x RAM vorne und 35mm Rheinmetall am Heck
- diverse Geschütze
- SSM Module... Also sicher auch NSM Oder RBS15.
Auch folgendes sollte möglich sein :
- 4 face 3 D Radar vorne Aufbau (ggf SAAB 4A mit Kunststoff Aufbau von SAAB).
- sekundär AAW Radar hinten Aufbau (Modell? Ggf SAAB 1x)
(Wie bei F-123 nur vkrbe/hinten umgekehrt... und mit fix 4A statt 1A Rot)
Bug und Heck Sonar sind keine Module... Aber gehören selbstverständlich dazu.
Also :
Entweder es ist wörtlich MEKO.. oder nicht...
Und wenn ja, dann gibt es kein "NUR DAS GEHT BIS 2030 MODELL... UND NIX ANDERES"
Und... TKMS (wenig involviert in F-126) hatte jetzt ca. 15 Monate Zeit (seit den ersten intern bekannten Problemen mit der F-126 CAD Geschichte) der Marine etwas als Ersatz zu präsentieren.... Auf MEKO (=MODULAR!) Basis.
Falls die Marine jetzt ein Ägypten Minderwertig Modell kauft, wäre das für mich enttäuschend.. Und sicherlich auch für für viele Admirale der deutschen Marine...lächerlich für NATO Nord.
Zudem wäre ne 0815 Ägypten A200 auch kein 50% besserer Ersatz für K130...Denn das muss es sein.
Ich werde das Gefühl nicht los, TKMS hat was vernünftiges.... sofort BAUFÄHIG... in petto...
Der Aktien Kurs steigt seit 3 Tagen um 10%...Vermutlich nicht nur wegen des GNY werft Übernahme Angebot (das bringt keine Aufträge)
Und bei Beibehaltung des F-126 unter NVL Führung... Bekommt TKMS auch nix neues rein.
F-127 kommt erst im Sommer 2026 und ist bei TKMS gesetzt... Also sprkulizds keiner ab der Börse mehr.
Nur Aufträge bringen Umsatz, Gewinn und Dividende.
Bei u Booten ist nix neues (Indien ist auch bereits fast eingetütet)
...bleiben noch DK für neue Fregatten... Und Deutschland... für Ersatz F-126.
Bin gespannt...
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(Gestern, 19:03)roomsim schrieb: Tier 2 Ist sowohl:
-eine Unterstützungseinheit für Tier 1 schiffe, sei es als Picked Ship einer Task Force oder zur Abdeckung von mehr Fläche Ja, nur müssen auch Ausdauer und Standkraft halbwegs zusammen passen, wenn die Schiffe im Verband agieren müssen und da ist der Unterscheid zwischen A200 und F127 schon enorm. Um das zu lösen, bräuchte man entsprechende Einsatzkonzepte, in denen Einheiten rotieren oder lokal abgestützt werden können. Gleiche Seeausdauer in Tagen heißt halt noch nicht auch gleiche Standzeit im Einsatz.
Zitat:-Ein Flagschiff für Tier 3 Einheiten(Korvetten), das ihnen auch ein zusätzliches AAW Layer gibt, aber selber auch keine 3 AAW Layer hat, da es entweder nicht Benötigt wird wegen der Bedrohungslage oder von land aus Sichergestellt (Ostsee)
Ich würde es nicht als Flaggschiff bezeichnen, dafür fehlen Führungs- und Unterstützungskapazitäten, außerdem übernehmen die Rolle andere. Ich würde von Verbands-/Geleitschutz für Tier-3-Bootsgruppen sprechen.
Zitat:- Weniger Teure Schiffe(im Unterhalt und Beschaffung), die aber auch als Einzelfahrer in niedrigen und mittleren Gefährdungsgraden unterwegs sein können.(Thema Präsenz und Abschreckung)
Ja, stimme ich zu.
Zitat:Und all das kann eine A-200.
Würde ich anzweifeln, bzw. unterschreitet sie mMn das absolute Minimum dessen, was ein Tier-2-Kombattant können muss.
Zitat:Tier 3 sind Korvetten.
Ja, wobei mit Blick auf den Ostseeraum für mich auch eine moderne MCM-Einheit im Tier-3 zu verorten wäre.
Zitat:Du redest hier als würde man F123 und F124 nach Zulauf der F126 und F127 einfach weiter betreiben können, was man aber das geht nicht rein vom Alter der Rümpfe, Maschinen und Elektrik. Eine A-200 wäre ein Ersatz dieser Schiffe in der ASW Rolle.
Dann kam das falsch rüber. Natürlich verlassen F123+124 die Flotte ab Mitte der 30er, also mit Zulauf der F126+F127. Das sind halt deren Nachfolger und sie übernehmen auch deren Aufgaben in der Flotte. Warum sollte eine A200 dann noch ASW machen, wenn die "richtige" ASW-Plattform F126 erstmal da ist?
Zitat:Aber ja mehr Flaggstöcke zu haben ist auch wertvoll und ich bestreite nicht das A-200 zusätzlich zu F126 und F127 wertvoll für die Flotte sein würde um zur Gleichen zeit an mehr orten sein zu können.
Haben ist besser als brauchen, aber das macht die A200 halt nicht geeigneter für ihre möglichen Aufgaben in der DM.
Ich bestreite ja nicht die Rolle, die du diesen Schiffen zugedenkst, sondern deren Eignung dafür. Ich sehe dafür halt eher eine A210, GMF120, PPA oder FDI. Nur halt eben keine A200, schon gar nicht MOTS, was A200EN bedeuten würde. Und wenn man sich eine A200 selbst anpasst, dann kann man eben auch eine der besseren Lösungen wählen, weil der Zeitvorteil verloren geht.
Zitat:Wieso sollte eine A200 weder für ihre Übergangsrolle, noch für die Endverwendung die richtige Lösung sein? Sie kann eigentlich alles was man von einer Leichten Fregatte/Tier 2 Schiff haben will.
Die (MOTS-verfügbare) A200 hat folgende Ausstattung:
Thales NS-110 4D AESA air/surface surveillance radar
towed sonar (Modell unbekannt)
Thales SCORPION 2 ECM & ESM
Leonardo WASS C310 decoy launchers
4 × Rheinmetall MASS decoy launchers
1 × Otobreda 127/64 gun
2 × Oerlikon Searanger 20 RWS
2 × 4 Exocet MM40 Block 3 SSM launchers
32 × VL MICA NG VLS cells
2 × 2 324 mm torpedo tubes for MU90 & DM2A4
Das ist für mein Verständnis kein hinreichender AAW-Schirm, um Geleitschutzaufgaben zu übernehmen, das ist low-intensity-selfdefence.
Über die Leistungsfähigkeit des Sonars kann ich nicht viel sagen, aber allein aufgrund der schwachen Bewaffnung in den anderen Dimensionen, würde ich die Schiffe ungern als Sensorträger in einem großräumigen ASW-Verbund einsetzen wollen, da sie dort permanentem Schutz durch größere Einheiten bedürfen. Dann kann man auch auf XL-USV/UUV setzen, die brauchen auch viel weniger Personal.
Zitat:Sie ist eine Entlastung unser Bestehenden Einheiten (die mit der Belastung nicht klar kommen wie ich schon beschrieben habe) und ein Upgrade gegenüber den Fähigkeiten der Korvetten, die sie letztendlich ersetzen, ohne zu groß und wertvoll für die Ostsee zu sein.
Das stimmt zwar, aber sie ist mMn nicht der Tier-3-Kombattant, den wir in der Ostsee brauchen, aber das geht hier zu weit vom Thema weg. Also würde ich sie halt eben in der Ostsee ausschließlich als Geleitschutzeinheiten sehen und nicht als Korvetten-Nachfolger, weil sie für deren Aufgaben dort entweder nicht richtig ausgestattet oder einfach nicht effizient wären. Man braucht dort keine x-kto-Fregatte, um ein Sonar ins Wasser zu bekommen.
Zitat:Wir haben in Deutschland kein Problem mit Werftkapazität, da wir noch eine Vergleichsweise große Werftenindustrie haben, vor allem was Wartung und Refits angeht.
Erzähl' das mal der Marine.....
Zitat:..., auch wenn ich die GMF120 nicht als F126 Ersatz sehe, das wird Größer werden (ca.F126 Größe)
PS: Es werden 8 F127 und ich schätze, das die parallel mit F126 Ersatz zulaufen.
Da kann ich dir jedoch zustimmen.
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(Gestern, 19:57)Broensen schrieb: Die (MOTS-verfügbare) A200 hat folgende Ausstattung:
Thales NS-110 4D AESA air/surface surveillance radar
towed sonar (Modell unbekannt)
Thales SCORPION 2 ECM & ESM
Leonardo WASS C310 decoy launchers
4 × Rheinmetall MASS decoy launchers
1 × Otobreda 127/64 gun
2 × Oerlikon Searanger 20 RWS
2 × 4 Exocet MM40 Block 3 SSM launchers
32 × VL MICA NG VLS cells
2 × 2 324 mm torpedo tubes for MU90 & DM2A4
Das ist für mein Verständnis kein hinreichender AAW-Schirm, um Geleitschutzaufgaben zu übernehmen, das ist low-intensity-selfdefence.
Das ist immer abhängig vom Zieltyp. Wenn wir über Seaskimmer reden, die man erst bei Übergang des Radarhorizontes auffassen und bekämpfen kann, ist es egal, ob man ESSM, MICA NG oder Umkhonto im Silo stecken hat.
Die F126 oder A-200G soll kein Area AAW betreiben und sollte sie Geleitschutzaufgaben übernehmen, wird der Geleitzug oder Verband halt eng gestaffelt. Jene Einheiten mit so einer AAW-Suite stehen außen und im Kern ein MAD. Im Zweifel braucht es nicht einmal den, die anfliegende Bedrohung muss ja erst durch den Screen durch.
Solange hier nicht das operative Szenar eindeutig definiert wird, sprich welcher Gegnertyp in welcher Zahl mit welchem Wirkmittel, ist und bleibt das hier ein "Kaffeeklatsch"
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(Gestern, 19:55)DopePopeUrban schrieb: Hast du da einen konkreten Grund für?
Ein Paar, teils natürlich komplett behebbare und teils irrationale:
1. Ein neues Projekt mit französischer Beteiligung wird bei einigen in der Politik aufgrund diverser (teils unsinniger) Probleme bei verschiedenen Projekten in den letzten Jahren möglicherweise Unwohl bereiten.
2. Der Zeitpunkt für die Einführung eines neues Systems (sowohl VLS als auch zumindest mittelfristig Flugkörper) ist ziemlich bescheiden. Nicht nur, was die etwaige Probleme und Verzögerungen bei der Indienststellung angeht, sondern auch vom komplexeren logistischen Aufwand, solange nicht die ganze Flotte im neuen Ökosystem läuft.
3. Gibt es noch eine gewisse Annahme bei einigen, dass fortwährendes, zumindest teilweises setzen auf US-Systeme (mit kontinuierlicher mittel- bis langfristiger) Reduktion bspw. im Bereich Flugkörper zumindest politisch noch recht unproblematisch ist, und ggf. sogar weniger problematisch als der potentielle Fallout bei komplettem Verzicht auf das US-Waffengeschäft. Quasi "Good-will" kaufen, in dem man zumindest noch ein bisschen das Export-Geschäft der Amis unterstützt.
4. Diesbezüglich finde ich es auch interessant, dass die Briten bei allen neuen geplanten Einheiten sich auch aus dem Sylver/PAAMS Ökosystem wieder verabschieden, und auf allen diesen Einheiten wieder Mk41 verbauen (zumindest nach aktuellen Berichten/Gerüchten). Mag erstmal nicht wie ein guter Grund klingen, aber für das dann nur noch französisch-italienische (+ Exportkunden) Konstrukt ist das nicht optimal wenn es um die Kommunalität und Logistik im Norden geht. Im Mittelmeer mit Frankreich, Italien, Griechenland, etc. mag das passen.
Ich teile nicht alle dieser Gründe, aber das sind zumindest ein Paar, die ich im Gesamten an dem sehe, insbesondere mit Hinblick auf verschiedene Interessen in Politik und Industrie.
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(Gestern, 19:33)DrKartoffelsalat schrieb: Oh, ich bin absolut nicht der Meinung, dass eine GMF120 eine ideale Lösung wäre Tatsächlich könnte sie eine gute Lösung sein für das, was hier als Langfristperspektive für eine StopGap-Lösung diskutiert wird, also einen Tier-2-Kombattant zwischen F126/127 und den Korvetten. Nur erfüllt sie halt den gebotenen Zeitfaktor nicht.
(Gestern, 19:57)Milspec_1967 schrieb: A200 ist UNBESTRITTEN MEKO.
Das bedeutet laut TKMS, dass der KUNDE einen Basis Rumpf (mit beschränkten Antriebs Optionen) brkommt.
Sowie bautechnisch nur einen Hangar für NH90 Größe.
Aber :
Innerhalb des Rumpfes (VLS, Sonar, Konsolen, Elektronik) und in den Aufbauten (Radar, EM, Kanonen) Komponenten wählen kann.
Daraus ergebrn sich jede Menge Optionen
Bei standardisierter BAUZEIT!! Was verleitet dich zu der Annahme?
Baukastensysteme ermöglichen meist die vergleichsweise einfache Anpassung an unterschiedliche Anforderungen durch Austausch genormter Komponenten. Das beinhaltet aber nicht zwingend eine plug&play-Funktionalität. So steht dann auch unter der von dir verlinkten Grafik "MEKO Flexibility through Standardised Dimensions and Interfaces", es geht also um vereinheitlichte Abmessungen und Anschlüsse, mehr nicht. D.h. du kannst zwar ein anderes Modul einsetzen und anschließen, deshalb ist aber noch lange nicht gesagt, dass es auch funktioniert. Dafür braucht es dann immer ein weitere Ausplanung und Anpassung. Z.B. muss das jeweilige Modul in der ausgewählten Version auch mit dem verbauten CMS zusammenarbeiten. Außerdem haben unterschiedlich schwere module (z.B. 76 vs. 127mm) auch Auswirkungen auf die Gesamtstabilität des Schiffes, die berücksichtigt und überprüft werden müssen. So kann es z.B. sein, dass man in einem fertigen Entwurf zwar die 76er durch eine 127er technisch recht einfach ersetzen kann, das aber Rückwirkungen auf andere Bereiche des Schiffes hat, die erst überprüft werden müssen und ggf. weitere Änderungen bedingen.
Für eine definierte Reihe wie A200 sind dabei einige Vorarbeiten sicher schon gemacht, die das alles vereinfachen, aber eben nicht unnötig machen.
Zitat:Und... TKMS (wenig involviert in F-126) hatte jetzt ca. 15 Monate Zeit (seit den ersten intern bekannten Problemen mit der F-126 CAD Geschichte) der Marine etwas als Ersatz zu präsentieren.... Auf MEKO (=MODULAR!) Basis. ...
Ich werde das Gefühl nicht los, TKMS hat was vernünftiges.... sofort BAUFÄHIG... in petto...
Denkbar ist es, dass sie ein angepasstes Angebot im Hintergrund vorbereiten, aber ich würde nicht damit rechnen, dass sie es auch "baureif" durchplanen ohne Auftrag.
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(Gestern, 20:25)Broensen schrieb: .
Denkbar ist es, dass sie ein angepasstes Angebot im Hintergrund vorbereiten, aber ich würde nicht damit rechnen, dass sie es auch "baureif" durchplanen ohne Auftrag.
Warum nicht baureif durchplanen auf eigene Kosten... Und Firmen intern Geheim.... Nur der Marine bekannt.
- TKMS hat frisches Kapital von der Börse und Aufträge bis 2045...Geld ist kein Problem, weil...
-... TKMS hat breuts Planung Sicherheit bei Fregatten durch F-127 Monopol... Dutzende Milliarden Euro sicher bis 2040 mindestens.
Für A 200 benötigt man nur zusätzlich Werft Kapazität.... Und GNY würde dies unter TKMS Kontrolle bieten.... Denn F-126 lauft ja ggf weiter.... Nur verspätet.
- F-126 Ersatz Entwurf basiert zumindest auf MEKO Bestandteilen... Die Baureife eiiner A200 "G" mit Marine Std Waffen und Sensoren zu ermöglichen, erfordert wesentlich geringere Mann Stunden als eine F-127 Neu Konstruktion.
- GNY Werft kauf bringt auch ggf. neue Design ingenieure ins Haus... Da kann mehr in kürzerer Zeit in den Entwürfen geleistet werden.
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(Gestern, 19:57)Broensen schrieb: Die (MOTS-verfügbare) A200 hat folgende Ausstattung:
Thales NS-110 4D AESA air/surface surveillance radar
towed sonar (Modell unbekannt)
Thales SCORPION 2 ECM & ESM
Leonardo WASS C310 decoy launchers
4 × Rheinmetall MASS decoy launchers
1 × Otobreda 127/64 gun
2 × Oerlikon Searanger 20 RWS
2 × 4 Exocet MM40 Block 3 SSM launchers
32 × VL MICA NG VLS cells
2 × 2 324 mm torpedo tubes for MU90 & DM2A4
Das ist für mein Verständnis kein hinreichender AAW-Schirm, um Geleitschutzaufgaben zu übernehmen, das ist low-intensity-selfdefence.
Sorry, das ich mich nicht klarer ausgedrückt habe. Die A-200 über die ich die Aussagen getroffen habe wäre in mit annähernd der Sensor-Waffenkombi der F123B ausgestattet.
Das sind von den Fähigkeiten her grundlegend andere Schiffe.
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(Gestern, 20:20)DeltaR95 schrieb: Das ist immer abhängig vom Zieltyp. Wenn wir über Seaskimmer reden, die man erst bei Übergang des Radarhorizontes auffassen und bekämpfen kann, ist es egal, ob man ESSM, MICA NG oder Umkhonto im Silo stecken hat.
Die F126 oder A-200G soll kein Area AAW betreiben und sollte sie Geleitschutzaufgaben übernehmen, wird der Geleitzug oder Verband halt eng gestaffelt. Jene Einheiten mit so einer AAW-Suite stehen außen und im Kern ein MAD. Im Zweifel braucht es nicht einmal den, die anfliegende Bedrohung muss ja erst durch den Screen durch. Ich denke, man kann das schon recht gut eingrenzen. Denn wenn die meisten unserer Überlegungen hier etwas gemeinsam haben, dann wohl den Ansatz, dass eine mittlere Einheit zukünftig in der Ostsee die Aufgaben oberhalb der derzeitigen K130 übernehmen soll, während die stärkeren Einheiten außerhalb der Ostsee eingesetzt werden.
D.h. für das leistungsbestimmende Szenario, dass dieses Schiff in der Lage sein muss, die landgestützte Flugabwehr in der Ostsee durch eine seegestützte zu ergänzen, um mindestens sich selbst und den anderen in der Ostsee aktiven Einheiten das dortige Operieren zu ermöglichen. Die notwendige AAW-Bewaffnung leitet sich also aus der zu erwartenden Bedrohungslage in der Ostsee ab, wenn dort keine stärkeren Einheiten wie bspw. ein MAD verfügbar sind.
Und meiner persönlichen Ansicht nach, besteht dabei außerhalb der Küstendeckung eine Bedrohung, der man nicht mit 32xMICA begegnen sollte. Zumal die Schiffe ja auch kein zusätzliches Mk.49 mit RAM besitzen.
Zitat:Solange hier nicht das operative Szenar eindeutig definiert wird, sprich welcher Gegnertyp in welcher Zahl mit welchem Wirkmittel, ist und bleibt das hier ein "Kaffeeklatsch" 
Sollten wir nicht ob des maritimen Kontextes eher auf Tee oder Grog ausweichen?
(Gestern, 20:20)DrKartoffelsalat schrieb: 1. Ein neues Projekt mit französischer Beteiligung wird bei einigen in der Politik aufgrund diverser (teils unsinniger) Probleme bei verschiedenen Projekten in den letzten Jahren möglicherweise Unwohl bereiten. Könnte man auch genau anders herum sehen, insofern, dass man eben auf eine andere Art an die Kooperation herangeht und eben nicht die politisch gewollte D/F-Kooperation aufgibt, sondern auf eine neue, praktikablere Grundlage stellt, weil man eben keine Leuchtturmprojekte mehr verkündet, sondern pragmatische Lösungen anhand von konkretem Bedarf umsetzt.
Zitat:2. Der Zeitpunkt für die Einführung eines neues Systems (sowohl VLS als auch zumindest mittelfristig Flugkörper) ist ziemlich bescheiden. Nicht nur, was die etwaige Probleme und Verzögerungen bei der Indienststellung angeht, sondern auch vom komplexeren logistischen Aufwand, solange nicht die ganze Flotte im neuen Ökosystem läuft.
Der Zeitpunkt wird nie wieder besser sein, er wird sogar zunehmend schlechter, mit jeder getätigten Bestellung.
Wir sind auf einem Tiefpunkt was die Munitionsbevorratung angeht, wollen massiv Bestände und Produktionskapazitäten erhöhen und müssen zugleich innerhalb einer Dekade quasi die gesamte Flotte austauschen.
Wann wenn nicht jetzt sollten wird die Bewaffnung wechseln?
Zitat:3. Gibt es noch eine gewisse Annahme bei einigen, dass fortwährendes, zumindest teilweises setzen auf US-Systeme (mit kontinuierlicher mittel- bis langfristiger) Reduktion bspw. im Bereich Flugkörper zumindest politisch noch recht unproblematisch ist, und ggf. sogar weniger problematisch als der potentielle Fallout bei komplettem Verzicht auf das US-Waffengeschäft. Quasi "Good-will" kaufen, in dem man zumindest noch ein bisschen das Export-Geschäft der Amis unterstützt.
Ich würde polit-psychologisch immer dazu tendieren, dass der Bully nicht seinen Willen bekommen sollte. Also wenn Trump uns zu mehr Ausgaben nötigt, in der Hoffnung, die kämen ihm zugute, dann sollten wir mehr ausgeben, nur halt explizit nicht bei ihm.
"Stimmt Donald, du hast Recht: Wir müssen mehr für für die Verteidigung investieren. Es reicht einfach nicht mehr, ein paar Aegis-Schiffe zu kaufen, wir werden daher im große Stil eigene Waffen entwickeln und produzieren, danke dass du uns darauf gebracht hast."
Zitat:4. Diesbezüglich finde ich es auch interessant, dass die Briten bei allen neuen geplanten Einheiten sich auch aus dem Sylver/PAAMS Ökosystem wieder verabschieden, und auf allen diesen Einheiten wieder Mk41 verbauen (zumindest nach aktuellen Berichten/Gerüchten). Mag erstmal nicht wie ein guter Grund klingen, aber für das dann nur noch französisch-italienische (+ Exportkunden) Konstrukt ist das nicht optimal wenn es um die Kommunalität und Logistik im Norden geht. Im Mittelmeer mit Frankreich, Italien, Griechenland, etc. mag das passen.
Da weiß ich nicht so ganz, was ich davon halten soll, bzw. ob das mehr das gegen Sylver oder gegen die Briten spricht. Also ob die Entscheidung sinnvoll begründet getroffen wurde und auch Bestand haben würde, wenn wir und einige andere vom Mk41 abkommen würden.
(Gestern, 20:42)Milspec_1967 schrieb: Warum nicht baureif durchplanen auf eigene Kosten... Weil das finanzielle Risiko zu groß wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass die BW ein Schiff ohne eigene Anforderungen "von der Stange" kauft, ist extrem gering. Und ein für die BW optimiertes, von dieser aber nicht eingeführtes Schiff hat kaum Exportpotential. Das Risiko ist es einfach nicht Wert, zumal man ja sowieso einfach behaupten kann, der Entwurf sei quasi baufertig, passiert doch eh nichts, wenn er sich dann doch um Jahre verzögert, weil das gar nicht so war....
Zitat:Für A 200 benötigt man nur zusätzlich Werft Kapazität.... Und GNY würde dies unter TKMS Kontrolle bieten....
Die Kapazitäten sind ja anscheinend knapp, deshalb will man ja GNYK kaufen und arbeitet auch mit Subunternehmern wie Stahlbau Nord. Ich denke nicht, dass man über gesicherte Slots für ein paar Fregatten in 2-3 Jahren verfügt.
Zitat:F-126 Ersatz Entwurf basiert zumindest auf MEKO Bestandteilen...
Wie meinen?
"F126-Ersatz Entwurf" ist entweder von NVL, (also GMF120) ein Import oder eben eine MEKO, dann aber richtig und nicht nur in Teilen.
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