(See) Fregatte F126 (ex MKS 180)
Ganz grundsätzlich, es ergibt keinen Sinn die allgemeine Inflationsrate für ein spezielles Produkt bzw. eine spezielle Produktkategorie anzusetzen. Zum Beispiel stieg der allgemeine Stahlpreis in Deutschland von 2020 auf 2021 um über 100 Prozent, um seitdem kontinuierlich zu sinken (und sich damit gegen die Inflation zu entwickeln). Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Meldung selbst und der Frage, welche Leistungen bereits erbracht wurden, bringt es wenig irgendwelche konkreten Motive für tatsächliche oder vermeintliche Kostensteigerungen zu suchen, sondern eher die grundsätzliche Plausibilität zu diskutieren.
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(06.05.2026, 19:29)Broensen schrieb: Ist das so zu verstehen, dass bisher 2 Mrd. bereits an Damen geflossen sind, zu denen jetzt 12 Mrd. an Rheinmetall hinzu kämen?
Wo lagen denn die zuletzt unter Damen-Regie kolportierten Gesamtkosten?

Korrekt. In dem FT-Artikel steht, dass RHM 12 Mrd. EUR für den Auftrag verlangt, inklusive einer Inflationsklausel, die den Preis an das Auslieferungsdatum knüpft.

Die 2 Mrd. EUR an Damen kommen für den deutschen Steuerzahler dazu.

RHM geht von einer ersten Auslieferung 2032 aus, H2 2031 wenn Abnahme schneller als üblich.

Angeblich, laut FT, soll TKMS animiert werden eine Option für 4+4 Meko A-200 anzubieten, um Druck auf RHM auszuüben. Der Plan kann nicht so geheim sein, wenn er in der Zeitung steht.

Anmerkung: Helios hat natürlich recht, aber Preisanpassungsklauseln gibt es schon, damit Kostensteigerungen von Material, Energie oder Zulieferern weitergereicht werden können. Ich habe mit einem Manager von TKMS gesprochen und der sagt, dass sie an dem Türkei-Deal Meko 200 Mid-Life-Update nichts verdienen, da früher keine Inflationsklausel durchsetzbar waren. In neuen TKMS Verträgen sind Preisanpassungsklauseln enthalten.
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(Gestern, 08:34)Helios schrieb: Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Meldung selbst und der Frage, welche Leistungen bereits erbracht wurden, bringt es wenig irgendwelche konkreten Motive für tatsächliche oder vermeintliche Kostensteigerungen zu suchen, sondern eher die grundsätzliche Plausibilität zu diskutieren.
Auch der veranschlagte Zeitraum ist fragwürdig. Gewisse Vorarbeiten sind doch bereits erledigt, die Materialien teilweise beschafft. Das erste Schiff wurde vor zwei Jahren auf Kiel gelegt. Und nun soll es wahrscheinlich 2032 zugehen, bestenfalls etwas früher? Warum? Welche Veränderungen sollen am Entwurf vorgenommen werden, oder welchen Backlog hat der Anbieter, dass jetzt noch fünf, sechs Jahre gebaut werden soll?

Es schrillen wirklich überall die Alarmglocken. Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten mehrere Großprojekte versemmelt, aber nirgends scheint mir das Projektrisiko so groß gewesen zu sein wie hier.
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(Gestern, 11:18)muck schrieb: Auch der veranschlagte Zeitraum ist fragwürdig. Gewisse Vorarbeiten sind doch bereits erledigt, die Materialien teilweise beschafft.

Um einschätzen zu können ob der Zeitraum fragwürdig ist müsste klar sein, welche Vorarbeiten übernehmbar erledigt sind und welches Material übernehmbar beschafft wurde. Mir ist das in Gänze nicht bekannt, und erfahrungsgemäß fange ich da keine Spekulationen an (ich kenne da so einige Stilblüten aus ähnlichen Verträgen und halte daher vieles für möglich). Und schau dir an, wie lange andere Bauprogramme (gerade auch außerhalb Deutschlands, damit der Bezugsrahmen nicht durcheinander kommt) brauchen/brauchten. Natürlich gibt es auch extreme Positiv-, allerdings auch etliche Negativbeispiele insbesondere auch bei gedanklichen Konkurrenten (bspw. Type 26). Damit das besser geht, braucht es mehr als nur eine andere industrielle Herangehensweise.
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