(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
(22.04.2026, 23:42)DopePopeUrban schrieb: Stimmt auch aber das reine Fehlen eines High Performance Luftüberlegenheitsjägers bedeutet ja nicht, dass dieses Fehlen auch ein Problem ist. Wenn es einen Bedarf geben würde, hätte dieser seit Ende des kalten Krieges ja mit entsprechenden Plattformen gedeckt werden können. Das sehen wir so mEn aber nicht, stattdessen findet man Mehrrollenfähigkeit wohin das Auge reicht. Selbst beim EF dem man noch am ehesten die Luftüberlegenheitsrolle anhängen kann.

Wenn der EF eins ist, dann ein Luftüberlegenheitsjäger, der im Nachhinein Mehrrollenfähigkeit bekommen hat.

Alleine der Arbeitstitel Jäger 90 sagt schon alles, er war ursprünglich als Luftüberlegenheitsjäger und Ergänzung zum Tornado konzipiert und hat die Luft Boden Fähigkeiten erst im Nachhineinbekommen, was man auch noch in der Tranche 1 sehr stark in den Befähigungen sieht.
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https://www.handelsblatt.com/politik/int...18847.html

Die Fristverlängerung bis zum 28.4.2026 wurde laut Handelsblatt einseitig von der französischen Seite initiiert.

Mediator Haun soll nicht eingeweiht gewesen sein.
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Was soll man noch dazu sagen? Ich glaube es wäre besser Fcas in jedem Fall zu beenden, selbst wenn man einen neuen Flieger mit den Franzosen bauen möchte.
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Alles sehr traurig. In Moskau kriegt man sich wahrscheinlich nicht mehr ein vor Lachen.
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(23.04.2026, 10:28)Aegrotare schrieb: Was soll man noch dazu sagen? Ich glaube es wäre besser Fcas in jedem Fall zu beenden, selbst wenn man einen neuen Flieger mit den Franzosen bauen möchte.

Es sind nicht die Franzosen generell, die hier Probleme machen.

Es ist Trappier.

Airbus, egal ob zivil oder militärisch, hat bei Projekten ohne Dassault nie große Probleme gehabt, wenn es um Kompetenz oder Arbeitsanteil ging. Man hat immer einen Weg gefunden.

Siehe A400M, oder die zivilen Flugzeuge, oder auch die Helikopter.

Problem hier ist, dass man von Anfang an Airbus Defense die Führung für alle Länder hätte geben müssen und nicht einem der Lieferanten beim Kampfflugzeug.

Und das wäre möglich gewesen, da Airbus Defense and Space in allen Mitgliedsländern von FCAS existiert
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Laut SPIEGEL geht es weiter

SPIEGEL: Macron hält Kampfjet-Projekt FCAS nicht für gescheitert

Zitat:Trotz monatelanger Spannungen: Frankreichs Präsident erklärt nach Gesprächen mit dem Bundeskanzler, das milliardenschwere Luftkampfprojekt FCAS sei keineswegs vom Tisch. Merz äußerte sich indes nicht.
Deutschland und Frankreich ringen weiter um die Umsetzung des milliardenschweren Luftkampfprojekts FCAS. Auf die Frage, ob das gemeinsame Vorhaben gescheitert sei, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Nikosia: »Nein, überhaupt nicht.« Er habe ein gutes Gespräch dazu mit Bundeskanzler Friedrich Merz gehabt. Man habe die Verteidigungsministerien beauftragt, in den kommenden Wochen an verschiedenen Achsen und unterschiedlichen Themen zu arbeiten. Dabei gehe es nicht nur um das Kampfjet-Projekt. Macron betonte: »Europa hat Einigkeit, mehr Unabhängigkeit und mehr Souveränität nie so sehr gebraucht wie jetzt.« Merz äußerte sich nach dem Gespräch nicht.
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(24.04.2026, 11:30)Gecktron schrieb: Laut SPIEGEL geht es weiter

SPIEGEL: Macron hält Kampfjet-Projekt FCAS nicht für gescheitert

Merz kann sich keine einzige Schwäche mehr leisten, sonst sind die Unterstützung seiner CDU Anhänger sowie die Wahlen in Ostdeutschland komplett vorn A....
(Sehe bereits die AfD Propaganda :
"Merz opfert Zukunft der deutschen Luftfahrt Industrie französischem Marine Träumen ...bezahlt mit deutschen Euros.)
Pistorius muss die Skill Zukunft der Airbus Standorte im Norden und Söder im Süden sichern
...für Jahrzehnte !

Mit Trappier ist das nicht machbar !

FCAS kann nur gerettet werden, wenn Trappier geht und das gesamte Projekt Airbus International komplett übertragen wird und Dassault nur einer von vielen Beteiligten Subfirmen wird und Arbeitspakete bekommt...mehr nicht.
Die gesamten Design Patente MÜSSEN ALLEN GEHÖREN !!!

Aber...Merz hat ja keine Eier !
Der wird wieder zusammenbrechen...
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„Bairbus“ schrieb:Problem hier ist, dass man von Anfang an Airbus Defense die Führung für alle Länder hätte geben müssen und nicht einem der Lieferanten beim Kampfflugzeug.

Und das wäre möglich gewesen, da Airbus Defense and Space in allen Mitgliedsländern von FCAS existiert
Ich glaube das Problem ist viel mehr, dass man FCAS als industriepolitische und nicht als politische Partnerschaft aufgesetzt hat und führt. So sind die beteiligten Unternehmen im Tender-Modus und versuchen möglichst viel für sich und möglichst wenig für die Konkurrenz zu erreichen, da die Streitmasse variabel ist. Und ausgesprochen dumme Politiker auf niedrigeren Ebenen stellen sich dann auch noch auf allen drei Seiten hinter die jeweiligen Unternehmen, anstatt unter sich eine Lösung zu finden und den beteiligten Firmen das Ergebnis einfach nur mitzuteilen.

Dass sowas nicht funktionieren kann und auch niemals wird, sollte jetzt keine komplexe Schlussfolgerung sein. Das würde unter Führung von Airbus DaS nicht anders aussehen, da Airbus selber eigene Interessen in diesem Projekt verfolgt und durch seine Produktionsstandorte ebenfalls unter politischem Einfluss steht. Die OCCAR hätte man in einer solchen Koordinatorrolle einsetzen können, aber nicht Airbus.
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„Milspec_1967“ schrieb:Die gesamten Design Patente MÜSSEN ALLEN GEHÖREN !!!
Den Zustand gibt es so in so gut wie keinem multinationalen Rüstungsprojekt, ist auch beim EF und Tornado so nicht der Fall. Muss es aber auch nicht, IP kümmert hier keinen der beteiligten Player. Das ist genauso wie das Fähigkeitsspektrum nur ein Vorwand, es geht um direkte Industriebeteiligung. Bzw. nennen wir das Kind mal beim Namen, es geht um semi-staatlichen Industrielobbyismus.
Zitat:Aber...Merz hat ja keine Eier !
Der wird wieder zusammenbrechen...
Der bricht nicht zusammen, der gibt nur nicht viel auf solche Projekte. Das Parlament im übrigen zum Großteil auch nicht, das sieht Rüstungsbeschaffungen immer noch hauptsächlich durch die betriebswirtschaftliche Linse. Inzwischen will man das BMVg ja schon dazu zwingen, OCCAR-Projekte außereuropäisch ausschreiben zu lassen damits auch ja der günstigste Anbieter wird.
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(24.04.2026, 11:53)Milspec_1967 schrieb: ...
Der wird wieder zusammenbrechen...

FCAS ist jetzt kein kleines Projekt, nicht einmal nur die Fighter Komponente.

Bevor Merz das Aus (der Fighter Komp.) bekannt geben wird, wenn es kommt, wird man im Hintergrund alles klären wie es weitergehen soll.
Da müssen Absprachen getroffen werden (Spanien, Schweden, Unternehmen etc.).
Ich glaube das wird noch eine Zeit lang dauern, bis WIR erfahren wohin die Reise geht.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass bis zu den FR Wahlen offiziell nichts bekannt gegeben wird, Macron offiziell immer noch von dem gemeinsamen FCAS Projekt reden kann, aber in Wirklichkeit schon an einem getrennten Fighter gearbeitet wird.

Meine Persönliche Meinung ist, dass wir irgendwie versuchen sollten, aus dem ganzen für möglichst alle Beteiligte das maximal mögliche herausholen.
Soll Frankreich den Träger-Jet bauen, Deutschland, Spanien, evtl. Schweden den Jäger-Jet aber gemeinsam die oder in unterschiedlichen Gruppen die anderen FCAS Komponenten.
Als Unterstützung für Frankreich würde ich eine EU-Träger Gruppe planen, ein rein FR-Träger, ein Deutsch/NL/DK Träger und evtl. noch ein EU-Träger (DE/NOR/etc.) Alles PANG-Träger aus Frankreich mit FCAS-Träger-Jets.
Dafür könnte Frankreich wiederum sogar FCAS-Jäger beschaffen...
Ja ich weiß, ist weit hergeholt...
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Aus welchem Grund sollte man da französische Träger beschaffen wäre das erste was kommt.
Mal abgesehen das es für so etwas überhaupt keinen Bedarf gibt.
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Der Streit besteht ja unteranderem da Deutschland Kampflugzeuge größerer Reichweite benötigt für die Ostflanke, da ist die Idee sich an Finanzierungen für weitere französische Flugzeugträger zu beteiligen doch absolut absurd.
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(24.04.2026, 18:14)Pmichael schrieb: Der Streit besteht ja unteranderem da Deutschland Kampflugzeuge größerer Reichweite benötigt für die Ostflanke […]
Wieso sollte das für Frankreich nicht gelten? Das letzte mal als ich einen Blick in den Atlas geworfen hab, befand sich Frankreich westlich von uns. Entsprechend ist deren Weg bis an die Front im Osten auch länger als unserer, ergo müssten es auch die Reichweitenanforderungen von französischer Seite sein. Frankreichs Luftwaffe beschränkt sich nicht nur auf den Träger…
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(24.04.2026, 18:37)DopePopeUrban schrieb: Wieso sollte das für Frankreich nicht gelten? Das letzte mal als ich einen Blick in den Atlas geworfen hab, befand sich Frankreich westlich von uns. Entsprechend ist deren Weg bis an die Front im Osten auch länger als unserer, ergo müssten es auch die Reichweitenanforderungen von französischer Seite sein. Frankreichs Luftwaffe beschränkt sich nicht nur auf den Träger…

Das ist ziemlich einfach, die Katapullte und Fangseile auf ihren Träger sind Energie beschränkt. Außerdem ist FCAS für Frankreich ein primäres Exportprodukt, Dassault hat Angst das ein Flugzeug mit den von Deutschland geforderten Eigenschaften sich nicht so gut verkauft wie die Rafale.
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@DopePopeUrban

Ich sehe außer Airbus kein Konstrukt, was FCAS zurück in sicheres Fahrwasser bringen kann.
Die Liste der erfolgreichen internationalen Kooperationen ist im Vergleich zu Dassault endlos.

Es klappt beim EF, beim A400M, bei den Helikoptern, bei ATR, den zivilen Airbussen, dass man zusammenarbeitet.

Wo hat es nicht geklappt?

Bei der EuroDrohne. Beim Nachfolger der P-3 und Atlantique, bei FCAS.

Wer war da jeweils der französische Partner...?
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(24.04.2026, 18:37)DopePopeUrban schrieb: Wieso sollte das für Frankreich nicht gelten? Das letzte mal als ich einen Blick in den Atlas geworfen hab, befand sich Frankreich westlich von uns. Entsprechend ist deren Weg bis an die Front im Osten auch länger als unserer, ergo müssten es auch die Reichweitenanforderungen von französischer Seite sein. Frankreichs Luftwaffe beschränkt sich nicht nur auf den Träger…

Natürlich wäre ein solches Flugzeug für Frankreich rein militärisch sinnvoll, da aber die zentrale französische Forderung an das Kampfflugzeug die Trägerfähigkeit ist, ergeben sich hier massive Einschränkungen hinsichtlich Gewicht, Größe und andere Träger spezifische Anforderungen.
Hier kann man sich auch die Unterschiede zwischen Rafale und Eurofighter anschauen, die zwar beide Deltaflügler sind aber aerodynamisch doch sehr unterschiedlich sind.
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