Islamische NATO? Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei (Somalia ...)
#1
(30.01.2026, 21:29)Skywalker schrieb: Türkiye Deploys F-16 Jets to Somalia
Ankara has stationed F-16 fighter jets in Mogadishu as it moves to safeguard energy and infrastructure projects, according to Middle East Eye.
January 29, 2026Clash Report

https://clashreport.com/defense/articles...h3gd4lqkaq
ich möchte Deinen Beitrag zu SOMALIA in einen größeren Kontext stellen, und dazu eine .Analyse von TELEPOLIS zitieren:
Zitat:Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei auf der einen Seite ... (der Gegenseite mit VAE, Indien und Israel (Somaliland ...) ist hier ein Beitrag gewidmet)

In Westasien formieren sich zwei konkurrierende Militärbündnisse, deren Rivalität die südasiatischen Staaten Pakistan und Indien einbezieht. Die wirken ihrerseits zunehmend auf afrikanische Stellvertreterkonflikte ein.

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan gegen …
Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichneten im September 2025 ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen. Darin verpflichten sich beide Staaten, einen Angriff auf einen als Angriff auf beide zu behandeln. Das Nato-Mitglied Türkei befindet sich nach Angaben von Bloomberg in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Beitritt zu diesem Pakt.

Diese Allianz bündelt komplementäre Ressourcen: Saudi-Arabien bringt finanzielle Macht ein, Pakistan verfügt über Atomwaffen und ballistische Raketen, und die Türkei stellt militärische Erfahrung sowie eine entwickelte Rüstungsindustrie bereit.
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Bloomberg berichtete am 16. Januar, dass auch Saudi-Arabien kurz davor stehe, eine "neue Militärkoalition" mit Somalia und Ägypten zu einzugehen, ...

Die Rivalität zwischen der Türkei und Saudi-Arabien einerseits ... manifestiert sich denn auch zunehmend in den afrikanischen Konflikten. In Somalia unterstützt die saudisch geführte Allianz die Zentralregierung in Mogadischu gegen ... Somaliland.

Parallel zu seinen Bemühungen am Horn von Afrika arbeitet Saudi-Arabien daran, seine Zusammenarbeit mit Ägypten auszubauen. Dabei geht es vor allem darum, den Einfluss von Kahlifa Haftar in Libyen zurückzudrängen. Zusammen mit den VAE unterstützt Haftar die sogenannten Rapid Support Forces (RSF), die Krieg gegen die Zentralregierung des Sudan führen und einen schwunghaften Goldhandel betreiben.

Pakistan
Bei alldem spielt Pakistan eine wachsende Rolle. Islamabad steht kurz davor, ein Waffengeschäft im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar mit dem Sudan abzuschließen. Im Vormonat hatte Reuters bereits über ein 4-Milliarden-Dollar-Geschäft zur Lieferung von Waffen an libysche Streitkräfte berichtet.

Dabei folgt Pakistan einem Muster: Es schließt Sicherheitsabkommen mit Drittstaaten wie Aserbaidschan, Somalia und nun Libyen kurz nachdem Ankara dies getan hat. Im Sudan geht es um die Unterstützung der Zentralregierung, in Libyen um die Schwächung von Haftar.

Zudem verfügt auch Pakistan seit August 2025 über ein militärisches Abkommen mit Somalia.

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Zudem fällt auf, dass Saudi-Arabien sich nach immer mehr Seiten verbindlich abzusichern sucht und dabei zu einem neuen sicherheitspolitischen Zentrum in Westasien heranwächst.
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Und wird Pakistan der Türkei erneut folgen und ebenfalls eine strategische Zusammenarbeit mit Nigeria vereinbaren?
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eine spannende Entwicklung
wobei ich das "Dreieck" Ankara - Riad -Kairo noch etwas sekeptisch sehe.
Die Türkei steht eindeutig auf der Seite der "Muslimbrüder", die in Ägypten absolut unerwünscht sind - und beide Staaten rivalisieren untereinander, aber auch mit Saudi-Arabien, um die Vorherrschaft im (sunnitischen) Islam. Ob die gemeinsamen Interessen diese innere Konkurrenz dauerhaft überdecken können?
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#2
Die Konturen werden deutlicher. Wie die Tagesschau berichtet, bahnt sich zunehmend ein Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien um den Zugang zum Roten Meer an. Und auch Eritrea sucht und findet Verbündete:
Zitat:"Das sudanesische Militär hat sich hinter Eritrea gestellt. Die sudanesische RSF-Miliz hingegen unterstützt Abiy Ahmed. Dann sind da Ägypten, Somalia und so weiter, die ebenfalls Eritrea unterstützen - und es gibt eine deutliche Unterstützung aus den Vereinten Arabischen Emiraten für das äthiopische Militär.
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#3
hier noch eine Meinung zum saudisch-pakistanischen Verteidigungsabkommen
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/we...cb88&ei=79
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#4
Zitat:Rainer Hermann, langjähriger Korrespondent der FAZ für den Nahen Osten und Autor des neuen Buchs „Die Zerstörung des Nahen Ostens“, sagte der Berliner Zeitung: „Trump droht, nun selbst eine Blockade der Straße von Hormus durchzusetzen, damit keine iranischen Öltanker mehr die Meerenge passieren. Beunruhigend dürfte sein, dass Pakistan im Rahmen seines Verteidigungsabkommens mit Saudi-Arabien Kampfflugzeuge ins Königreich verlegt.“

Ein pakistanisches Militärkontingent, bestehend aus rund 13.000 Soldaten sowie 10 bis 18 Flugzeugen, ist im Rahmen eines im vergangenen Jahr unterzeichneten gemeinsamen strategischen Verteidigungsabkommens in Saudi-Arabien eingetroffen, teilte Saudi-Arabien am Samstag mit.
Quelle
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#5
(06.04.2026, 12:00)Kongo Erich schrieb: Die Konturen werden deutlicher. Wie die Tagesschau berichtet, bahnt sich zunehmend ein Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien um den Zugang zum Roten Meer an. Und auch Eritrea sucht und findet Verbündete:
in diesem Kontext ist interessant, dass sich die USA wohl an Eritrea heran machen
Zitat:Israel benennt Botschafter für Somaliland, USA wollen offenbar Beziehungen zu Eritrea wiederbeleben
Weil Iran über die Huthis im Jemen seine Macht bis ins Rote Meer ausdehnt, haben erst Benjamin Netanyahu und nun wohl auch Donald Trump die Region im Visier. Sie suchen: Küstenstaaten – als Außen- und Horchposten.
26.04.2026, 17.49 Uhr
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Wie das »Wall Street Journal« berichtet , überlegt die Regierung von Donald Trump, ob sie ihre Beziehungen zu Eritrea neu aufsetzt. Das Land ist eine Diktatur, wird zuweilen als »Nordkorea« bezeichnet. Für die Vereinigten Staaten hätte ein diplomatischer Reset große geopolitische Vorteile. Der Grund: Die mit mehr als 1000 Kilometern extrem lange Rotmeerküste.
Die USA und Israel arrangieren sich da in zwei getrennten Blöcken:
Eritrea wird wie gemeldet u.a. von Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei unterstützt, genauso wie Somalia.
Das abtrünnige Somaliland findet sich dagegen im Lager um die Arabischen Emirate (VAR), Indien und Israel, wobei die VAR auch Äthiopien unterstützen.
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#6
Dazu auch die WELT:
Zitat:Enttäuschung über Trump – Saudi-Arabien greift Iran an und geht seinen eigenen Weg

Stand: 17:20 Uhr

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Während die Emirate näher an Israel und die USA heranrücken, geht Saudi-Arabien einen anderen Weg. Pakistan ist derzeit in aller Munde. Und dies nicht nur, weil das islamische Land als einziges einen Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und Iran vermitteln konnte, der zu bröckeln droht, sondern auch als strategischer Partner der Zukunft.

Im September unterzeichneten Riad und Islamabad ein Beistandsabkommen, das eine Sicherheitszusammenarbeit zum Inhalt hat.
Bisher haben sich die USA für die Sicherheit Saudi-Arabiens verbürgt.

Doch die ausgebliebenen Reaktionen seitens Washingtons auf die verstärkten Angriffe der Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf saudische Ölförderanlagen haben offenbar zu einem Umdenken geführt. Die Atommacht Pakistan steht nun bereit, Saudi-Arabien zu schützen, und hat dort erste Soldaten und Kampfjets stationiert. Wird einer angegriffen, hilft der andere. So steht es in dem beschlossenen Abkommen.
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#7
Das Handelsblatt schreibt in einem Gastkommentar – Global Challenges
Zitat:Der Irankrieg verändert die Golfregion – Europa muss handeln
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11.06.2026 - 04:03 Uhr

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Die Machtbalance am Golf verschiebt sich
Größere Verschiebungen zeichnen sich bei den geopolitischen und geoökonomischen Orientierungen in der Region ab. Die arabischen Golfstaaten sind sowohl Teheran als auch Washington gegenüber misstrauischer geworden – sind sie doch von beiden in einen Krieg gezogen worden, den sie zu vermeiden versucht hatten.

Die Golfmonarchien werden deshalb massiv in den Ausbau ihrer militärischen Fähigkeiten und ihrer eigenen Rüstungsproduktion investieren. Washington bleibt der wichtigste sicherheitspolitische Partner der arabischen Golfstaaten.

Das ambitionierte Ziel der Golfstaaten aber ist, ein militärisches Gegengewicht zu Iran zu schaffen, ohne allein von den USA abhängig zu sein. Deshalb bemühen sie sich gleichzeitig um Diversifizierung und intensivere Zusammenarbeit mit Staaten wie Pakistan, der Türkei, der Ukraine und China, nicht zuletzt bei Rüstungsimporten.

Riad wird zudem versuchen, eine hegemoniale Stellung Israels in der Region zu verhindern. Das schafft, temporär zumindest, Übereinstimmung mit Kairo und Ankara. Eine mögliche Normalisierung der saudisch-israelischen Beziehungen tritt noch weiter in den Hintergrund als zuvor.

Der Irankrieg hat die Golfmonarchien gemeinsam herausgefordert, sie aber politisch nicht geeint. Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Oman werden nach Kriegsende die Beziehungen zu Teheran normalisieren – saudische Diplomaten sprechen sogar von einem Nichtangriffspakt nach dem Vorbild der KSZE-Schlussakte von Helsinki.

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Die Beziehungen zwischen Riad und Abu Dhabi sind überdies durch Differenzen über den Umgang mit Jemen, Sudan oder Somalia belastet. Der Austritt der VAE aus der Opec stellt eine Herausforderung für die Führungsposition Saudi-Arabiens dar und dürfte den Golfkooperationsrat und die Arabische Liga weiter schwächen.

Was das für Europa bedeutet
Geoökonomisch bemühen sich alle Golfstaaten um neue, sichere Handelsrouten, um Engpässe wie die Straße von Hormus, das Rote Meer und den Suezkanal zu umgehen. Irak arbeitet an einer „Development Road“ in und durch die Türkei sowie Pipelines nach Jordanien und an Syriens Mittelmeerküste. Kuwait, Katar und Saudi-Arabien setzen auf neue Verbindungen durch Jordanien und Syrien.

Diese Vorhaben stärken die Verbindungen der arabischen Golfanrainer mit der Türkei, schwächen weiter den Einfluss Irans und bringen Syrien als zweifachen Verbindungsweg nach Europa ins Spiel – über die Türkei und über das Mittelmeer.
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Saudi Arabien hat da die geostrategischen "Trümpfe" in der Hand. Mit Ausnahme von Irak, Kuwait, Syrien und Jordanien müssen alle Staaten der arabischen Halbinsel saudisches Territorium queren, wenn sie zum Mittelmeer hin orientierten Handel betreiben - und dabei den Golf vermeiden wollen.
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#8
Der FOCUS berichtet in einem Gastbeitrag von Shams Ul Haq
Zitat:Der schwindende US-Schutz zwingt den Golf zum Kurswechsel:

Donnerstag, 25.06.2026, 13:45
Zwischen Iran, USA und neuen Partnern wächst am Golf der Druck, eine eigenständige Sicherheitsarchitektur aufzubauen.
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Von der Sicherheitsillusion zur Zielscheibe
Die Golfstaaten halten sich grundsätzlich aus Konflikten zwischen den USA/Israel und dem Iran heraus. Man bewahrt Neutralität, fürchtet einen instabilen Iran und schätzt das fragile Gleichgewicht.

So setzt Saudi-Arabien auf eine Initiative für einen gemeinsamen Nichtangriffspakt, um die 2023 von China vermittelte Annäherung zum Iran zu pflegen, während die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) pragmatische Kontakte unterhalten und der Oman auf Vermittlung setzt. Selbst wenn Misstrauen vorhanden ist, nutzt man diplomatische Kanäle, wie Katar sie unterhält.

US-Stützpunkte machen neutrale Golfstaaten zu Angriffszielen

Die gemeinsame Bedrohungslage schuf jedoch eine neue Lage, denn die lokalen US-Militäreinrichtungen machten die Golfstaaten zu Zielscheiben. Der Iran gab an, insgesamt Anschläge auf 16 US-Einrichtungen in acht Ländern ausgeführt zu haben.
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Die Brücke zum Westen bildet die Türkei als Waffenhändler, Ausbilder und beim Aufbau von Sicherheitsinfrastruktur.

China und Russland nutzen Amerikas Vertrauensverlust

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Bereits auf der Dubai Airshow im November 2025 berichtete der russische Leiter für militärisch-technische Zusammenarbeit, Dmitry Shugaev, von den Fortschritten in der Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien.
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Doch bloße Waffenkäufe fördern eben nicht automatisch die Verteidigungsfähigkeit.
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#9
die zwei großen Frankfurter Zeitungen nehmen sich dem geänderten Machtgefüge nach dem Golfkrieg an.

Die Frankfurter Rundschau schreibt:
Zitat:Naher Osten im Umbruch: US-Iran-Krieg verschiebt geopolitische Machtverhältnisse
Stand:27.06.2026, 21:29 Uhr

Washington D. C. – Während die Vereinigten Staaten und Iran auf ein dauerhaftes Friedensabkommen hinarbeiten, haben der Verlauf des fast vier Monate andauernden Konflikts und die anschließenden Bemühungen, ihn zu beenden, bereits tiefgreifende Auswirkungen auf die geopolitischen Bruchlinien des Nahen Ostens. Die bisherigen Entwicklungen verändern nicht nur bestehende Frontlinien, sondern zwingen auch alte Rivalen und Partner dazu, ihre strategischen Positionen neu zu überdenken.

Die Region befindet sich seit Langem in einem Zustand des Wandels. Die Kaskade von Konflikten, in die Israel in Gaza, im Libanon und zuletzt im Iran verwickelt ist, hat die traditionellen Ausrichtungen der wichtigsten Akteure zusätzlich herausgefordert und bestehende Sicherheitsarrangements brüchig erscheinen lassen. Dadurch geraten jahrzehntealte Bündnisse unter Druck und neue Konstellationen gewinnen an Bedeutung.

Krieg mit dem Iran treibt Neuordnung regionaler Machtblöcke im Nahen Osten voran

Während sich die entstehenden Blöcke noch in Bewegung befinden und unvorhersehbaren Verschiebungen unterliegen, lässt sich bislang zumindest eine Konsolidierung von drei groben Koalitionen erkennen. Sie gründen sich auf das Zusammenfinden von Staaten, die in einem höchst volatilen Moment für den Nahen Osten ihre unmittelbaren Interessen stärker zur Geltung bringen wollen und dabei zunehmend selbstbestimmt agieren.

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Saudi-Arabien, die größte Volkswirtschaft und traditionelle Machtzentrale im GCC, versucht, seinen Einfluss wieder zu festigen, während die VAE ihre Präsenz in mehreren Konflikträumen ausweiten. Zwischen beiden Staaten hat sich ein subtiler Wettbewerb um Führungsrollen entwickelt, auch wenn dies öffentlich oft heruntergespielt wird.

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Für Riad ... verschiebe sich die Strategie des Königreichs „hin zu regionaler Führungsrolle in wirtschaftlicher, diplomatischer und sicherheitspolitischer Hinsicht bei gleichzeitiger Verfolgung einer Politik des Absicherns statt der Expansion“, so Al Hammad. Saudi-Arabien sucht demnach Einfluss, ohne sich zu sehr in kostspielige Konflikte hineinziehen zu lassen.
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Dazu zählen wachsende Beziehungen zur Türkei, die einst als regionaler Rivale Saudi-Arabiens galt. Das einzige NATO-Mitglied im Nahen Osten hat seine Präsenz in der Region ausgeweitet, darunter Partnerschaften mit Libyen, Katar und der syrischen Regierung, die den langjährigen Präsidenten Baschar al-Assad im Dezember 2024 stürzte.

Der saudische Schwenk umfasst zudem ein Sicherheitsabkommen mit Pakistan, das wenige Monate vor dem US-israelischen Krieg gegen den Iran und unmittelbar nach Israels Angriff auf Katar im vergangenen September geschlossen wurde. Pakistan ist der einzige muslimische Staat mit Atomwaffen und hat – mit maßgeblicher Unterstützung Katars – die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran beherbergt.

Da der noch ungewisse Ausgang dieser Gespräche Zweifel an der künftigen Verlässlichkeit der US-Sicherheitsgarantien für die Region schürt, könnten solche ausländischen Partnerschaften weiter an strategischem Gewicht gewinnen. Viele Golfstaaten sehen in ihnen eine Versicherung gegen plötzliche Kurswechsel in Washington.

Sicherheitsvakuum im Nahen Osten fördert Schattenkriege und verschärft den Machtkampf
„Dies schafft ein relatives Vakuum in der Sicherheitsführung, das regionale Mächte – Saudi-Arabien, die Türkei, die VAE und den Iran – potenziell zu größerer Autonomie und einem verschärften Wettbewerb um indirekten Einfluss treibt“, sagte Al Hammad. Die Folge sei eine stärker fragmentierte, aber zugleich dynamischere Ordnung.
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Sicherheitsvakuum im Nahen Osten fördert Schattenkriege und verschärft den Machtkampf
„Dies schafft ein relatives Vakuum in der Sicherheitsführung, das regionale Mächte – Saudi-Arabien, die Türkei, die VAE und den Iran – potenziell zu größerer Autonomie und einem verschärften Wettbewerb um indirekten Einfluss treibt“, sagte Al Hammad. Die Folge sei eine stärker fragmentierte, aber zugleich dynamischere Ordnung.
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Dazu auch die FAZ:
Saudi-Arabiens Streben nach regionaler Hegemonie am 18.06.2026,
Wie sich die Kräfte in Nahost verschoben haben - Ein Kommentar von Christoph Ehrhardt am 25.06.2026, 20:13
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#10
In dem Kontext ist vielleicht ein erweiterter Blick in den Nahen Osten angebracht.

Mit Saudi-Arabien, der Türkei und dem mit den Saudis inzwischen enger liierten Ägypten zeichnet sich ein zunehmend harmonisierender Block aller historischen sunnitischen Machtzentren ab.
= Saudi Arabien als Schutzmacht von zwei der drei Heiligen Stätten des Islam (Religion)
= Türkei als Nachfolger des letzten Sultans (weltliche Herrschaft) und
= Ägypten mit der wichtigsten islamischen Hochschule, der ⁠Al-Azhar-Universität (Wissenschaft).
= Dazu kommt Pakistan als bislang einzige islamische Atommacht.

Die Türkei hat inzwischen den Iran weitestgehend aus Syrien verdrängt. Türkische Streitkräfte sind in Syrien dauerhaft stationiert.
Die Türkei fängt an, die Stellung der Syrer im Libanon einzunehmen. Der Sultan macht durch seine verbalen Ausfälle in Sachen "Hamas" (Gazah) und "Hisbollah" (Libanon) gegenüber Israels Premier deutlich, wo auch türkische Interessen gesehen werden.

Jordanien wird sich dem "Zangeneinfluss" durch die Saudis im Süden und die Türken im Norden nicht dauerhaft und erst recht nicht vollständig entziehen können.
Und der Irak - der jetzt schon immer wieder türkische Militäraktionen im Norden hinnehmen muss - hat lediglich durch seinen östlichen Nachbarn die Möglichkeit, eine halbwegs neutrale und unabhängige Stellung beizubehalten.
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#11
Zum "geänderten Machtgefüge" ein Kommentar der FAZ:
Zitat:Trump verspielt das Vertrauen seiner Partner am Golf

Donald Trumps Vorgehen im Irankrieg schadet dem Ansehen der Vereinigten Staaten bei ihren Partnern in der Region. Die Berichte über das Zerwürfnis mit Saudi-Arabien sprechen Bände.


Es wird immer deutlicher, wie groß der politische Schaden ist, den Donald Trump im Zuge seines erfolgsarmen Kriegs gegen Iran angerichtet hat. Die Berichte über das Zerwürfnis mit Saudi-Arabien, dem wichtigsten arabischen Alliierten der Vereinigten Staaten, werfen ein Schlaglicht darauf, wie stark die Supermacht an Vertrauen und Ansehen in der Region eingebüßt hat.
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#12
Im folgenden Bericht geht es erst mal um das zunehmende Zerwürfnis zwischen den Saudis und den VAE:
Zitat:Geheimer Pakt der Erzfeinde gegen die USA: Warum sich Saudi-Arabien und Iran jetzt verbrüdern
Stand:12.07.2026, 12:25 Uhr

Saudi-Arabien und Iran arbeiten hinter den Kulissen an einem Nichtangriffspakt. Trumps Eskalation nach dem NATO-Gipfel bringt das fragile Vorhaben ins Rutschen. Eine Analyse.

Der jüngste NATO-Gipfel hat die globale Sicherheitsarchitektur nicht neu geordnet, sondern vollends zertrümmert. Als Antwort auf die Frage einer Reporterin hat US-Präsident Donald Trump das ohnehin fragile Memorandum of Understanding (MOU) mit dem Iran in einer Pressekonferenz im Zuge des NATO-Gipfels in Ankara aufgekündigt. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft und die globalen Energiemärkte sind verheerend: ....

Es bleibt das unveränderte Credo Washingtons, dass Teheran diese maritime Lebensader unter keinen Umständen kontrollieren darf. Dabei wird in der Darstellung der Trump-Administration unterschlagen, dass der schiitische Gottesstaat seine heutige Vormachtstellung an diesem Nadelöhr des Welthandels erst durch jenen Krieg errungen hat, den die USA und Israel vom Zaun gebrochen haben. Übrigens völlig un-überraschend: Sicherheitsexperten, sowohl demokratischer als auch republikanisch geführter US-Regierungen, erklären seit Jahrzehnten, dass Teheran die Straße von Hormuz dicht machen würde, sollte ein Krieg mit den USA ausbrechen.
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Diese anhaltende Instabilität hat bereits zu historischen Verwerfungen innerhalb des arabisch-sprachigen, sunnitischen Länder geführt. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind aus der OPEC ausgetreten, um ihre Förderquoten und Ölpreise unabhängig zu diktieren. Abu Dhabi verfolgt nun die Strategie, so schnell und so viel Rohöl wie möglich auf den Markt zu werfen, bevor man durch den Konflikt noch mehr Schaden nimmt. Denn Emiratische Anlagen waren in der Vergangenheit vermehrt Ziel iranischer Attacken.

Dieser strategische Alleingang der Emirate stößt bei Saudi-Arabien auf beträchtlichen Widerstand, was bereits erste Maßnahmen wirtschaftlicher Natur nach sich zieht: Wie die Financial Times berichtet, verlangsamt Riad gezielt den bilateralen Zahlungsverkehr mit den VAE. Finanztransaktionen für Handelsgüter dauern entweder quälend lang oder werden nach Tagen unbearbeitet zurückgewiesen.
...
und jetzt kommt etwas sehr bemerkenswertes:
Zitat: ... Die saudische Nervosität angesichts der fließenden Entwicklung in der Region rührt aus einem weit größeren, diplomatischen Wagnis her: Riad hatte sich in den vergangenen Monaten an Teheran angenähert. Die beiden Regionalmächte, die sich als Herzkammern des sunnitischen und des schiitischen Islams als Erzfeinde gegenüberstehen, arbeiteten hinter den Kulissen an einem Nichtangriffspakt, der nach dem historischen Vorbild der Helsinki-Akte im Kalten Krieg funktionieren soll.
....
Dass die Gespräche nicht abgebrochen sein können, belegt unter anderem die Tatsache, dass der Botschafter des Iran im saudi-arabischen Königreich öffentlich die Pläne der Mullahs für eine künftige Sicherheitsarchitektur in der Region prominent in den Medien vorstellen durfte. Ein Vorgang, der bis dato alles andere als Gang und Gäbe war. ...
ein "Nichtangriffspakt" ist noch lange kein Bündnis - aber eine entscheidende Grundlage für ein "reibungsarmes Miteinander".
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#13
Ich setz das mal hierhin, weil die Türkei und ihr neuer Protege Syrien gleich namentlich genannt werden, und über Syrien dann die Bahnstrecke nach Jordanien und Saudi Arabien "vorprogrammiert" ist - und damit ein infrastrukturelles "Rückgrat" des Bündnisses geschaffen:
Zitat:Bahnstrecken sollen die Straße von Hormus ersetzen
Von Rainer Hermann
16.07.2026, 06:50

Mit dem Wiederaufflammen der Kämpfe an der Straße von Hormus werden neue Handelsrouten dringlicher. Vor allem die Türkei und Syrien profitieren geoökonomisch von zwei Projekten. Das Nachsehen hätte Israel.

Kurzfristig bringen sie keine Entlastung, auf lange Frist jedoch können sie im neuen Nahen Osten zentrale Handelskorridore werden. Die Rede ist von den historischen Strecken der Hedschasbahn und der Bagdadbahn. Denn die Wiederbelebung der zwei Eisenbahnlinien des Osmanischen Reichs soll mehr als ein Jahrhundert nach dessen Untergang dazu beitragen, die Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu reduzieren und die Vielfalt der Handelskorridore zu erweitern.

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#14
Bereits seit einziger Zeit ist zu beobachten, dass sich Jordanien an dem neuen Bündnis interessiert zeigt.
Jordan, Pakistan Sign 28th Defense Cooperation Protocol
Zitat:06.08.2025
A defense cooperation protocol between the Jordan Armed Forces (JAF) and the Pakistani Armed Forces was signed on Tuesday at the General Command of JAF.

The agreement, titled the 28th Jordanian-Pakistani Defense Cooperation Protocol, was signed by the Director of Planning and Organization on behalf of JAF, and by the Director of the Military Cooperation Program on behalf of the Pakistani Armed Forces.
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So meldete die Jerusalem Post am 16 NOVEMBER 2025 00:12:
Zitat:Jordan's King Abdullah arrives in Pakistan for high-level talks to expand bilateral ties
Pakistani officials said the visit represents the first trip by a Jordanian monarch in more than two decades.
,,,,

In dem Kontext ist anzumerken, dass Jordanien auch mit Aserbaidschan - einem Partner der Türkei und damit einem weiteren Mitglied der neuen "Islamischen NATO" - zunehmend engere Beziehungen pflegt.

Je mehr man sich in dieses Bündnis vertieft, desto mehr findet man - z.B. diese Meldung:
Zitat:Nach Israels Angriff in Katar
Pakistan stellt Saudi-Arabien nuklearen Schutz in Aussicht
Die Golfstaaten sind misstrauisch: Welchen Schutz bieten die USA der Region noch? Saudi-Arabien rückt enger mit der Atommacht Pakistan zusammen.

19.9.2025, 16:35 Uhr

(dpa) | – Die Atommacht Pakistan will Saudi-Arabien nach eigenen Angaben im Rahmen eines neuen Verteidigungspakts auch ihre nuklearen „Fähigkeiten“ zur Verfügung stellen. Das sagte der pakistanische Verteidigungsministers Khawaja Mohammad Asif dem Fernsehsender Geo TV. „Was wir haben und welche Fähigkeiten wir besitzen, das wird Saudi-Arabien im Rahmen dieses Pakts zur Verfügung stehen“, sagte Asif am Donnerstagabend. Niemand solle daran Zweifel haben, betonte er und verwies zugleich auf Pakistans „verantwortungsvolle“ Rolle als Atommacht.

Saudi-Arabien und Pakistan unterschrieben am Mittwochabend ein Verteidigungsabkommen. Demnach wird jeder Angriff auf einen der beiden Staaten als Angriff auf beide Länder gewertet, erklärten die Länder gemeinsam. Asif sprach von einer rein defensiven Vereinbarung. Saudi-Arabien verfügt selbst nicht über Atomwaffen.

Israel hatte vergangene Woche erstmals im Golfemirat Katar einen direkten Angriff durchgeführt, um dort die Führungsspitze der islamistischen Hamas zu treffen. Katar ist ein wichtiger US-Verbündeter am Golf. Weil die USA den israelischen Angriff nicht abwehren wollten oder konnten, stehen Katar und weitere Golfstaaten vor der Frage, welchen Schutz die USA ihnen noch garantieren.

Pakistan und das Königreich Saudi-Arabien, beides sunnitisch-muslimische Länder, pflegen seit langem enge Wirtschafts- und Verteidigungsbeziehungen.
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#15
Während Pakistan noch als Vermittler auftrat, solange der Iran lediglich die US-Stützpunkte in Saudi Arabien attackiert hat, ist mit dem Eintritt der Huthi in die Auseinandersetzung (Blockade von Schiffen aus oder nach saudischen Häfen) offenbar der Bündnisfall tangiert:
Zitat:Plötzlich droht Pakistan mit Kriegseintritt
22.07.2026, 13:42 Uhr

Die Straße von Hormus ist für Schiffe bereits so gut wie unpassierbar. Dass nun auch noch die Huthi-Rebellen das sogenannte Tor der Tränen (Bab al-Mandab) blockieren wollen, ruft das eng mit Saudi-Arabien verbündete Pakistan auf den Plan. Beide unterhalten ein weitreichendes Militärbündnis. Pakistan droht den Huthis nun mit einem Militäreinsatz.
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