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(10.03.2026, 23:35)DopePopeUrban schrieb: In Anbetracht dessen, dass mein eigener Standpunkt hier hauptsächlich auf Vermutungen baut, die ebenfalls kaum belegbar sind, würde ich ein "ich weiß dass [...]" für ausreichend halten.
Entschuldige bitte meine späte Antwort, leider war ich die letzten Tage verhindert und auch aktuell habe ich leider nicht so viel Zeit. Was die konkrete Weiterentwicklung angeht gab es beispielsweise zwischen der A-200SAN und der A-200EN eine Steigerung der Energieversorgung um über 25%, zudem kann durch Optimierungen bei der Anordnung für zukünftige Klassen eine weitere Steigerung vergleichsweise einfach umgesetzt werden. Damit konnte die Aufwuchsreserve bei der A-200EN gegenüber den ursprünglichen etwa 20% noch weiter ausgebaut werden, trotz höherer ausrüstungsspezifischer Anforderungen. Aus dem Grund und weil die A-200 mit flexiblen Infrastrukturvorbereitungen (bspw. für die weitere Integration von Systemen an Deck) ausgestattet ist hatte mich auch deine Aussage bezüglich des fehlenden Potenzials zur Einrüstung anderer Systeme irritiert. Die größte Schwierigkeit meiner Ansicht nach (und das ist kein Wissen sondern eine Spekulation meinerseits) liegt nicht bei Energie oder Kühlung oder grundsätzliche Positionierungsmöglichkeiten, sondern primär beim Gewicht und der Verteilung der entsprechenden Komponenten. Die ursprüngliche Aufwuchsreserve ist im Laufe der Zeit bereits geschrumpft, es gibt zwar noch weiteres Potenzial, aber irgendwann und vor allem je nach Positionierung kann sich das meines Erachtens am ehesten erschöpfen. Die Grenzen des Potenzials werden meines Erachtens nicht durch das Alter des Grundentwurfs, sondern durch die Größe der Schiffe selbst bestimmt.
Zitat:Rein aus Interesse, was für A-200 „DNA“ wurden denn in der A-100 Mk.III übernommen und warum?
Damit meinte ich primär die Anordnung von Infrastrukturkomponenten, deren Verbindungen, usw. Ich möchte da nicht weiter ins Detail gehen.
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(19.03.2026, 21:49)Leuco schrieb: Das fällt für mich unter die Taube auf dem Dach. Natürlich nicht uninteressant. Wenn man aber sieht wie lange Entwicklungen bis zur Einführung insgesamt, aber auch insbesondere bei uns dauern, schaudert es mir vor so etwas. Ich denke aktuell ist die Prio des Hauptgeschützes die Luftverteidigung. Es sollte das System kommen, welches nach aktuellem Stand hier am potentesten (da werden sich die Geister scheiden, da die Bedarfe ggf. unterschiedlich gesehen werden) und marktverfügbar ist. Ich kann nicht beurteilen welches System das ist, denke aber dass wir hier über 76 oder 57 mm sprechen.
Sehe ich auch so. Wollte es nur mal im Zusammenhang mit 127mm schreiben, nicht nur für die MEKO A-200DEU sondern generell, dass es da durchaus Möglichkeiten gibt, die langfristig event. sogar potenter sind. Aber für das Kurzzeitprojekt MEKO A-200DEU ist das keine Option über die man nachdenken sollte.
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Mal komplett abgesehen von persönlichen Vorstellungen, Flottenstruktur, potentieller BMD-Bedrohung, Rüstungssouveränität etc. kann man doch eigentlich eine mehr oder weniger konsensuale Untergrenze für die Bewaffnung einer U-Jagd-Fregatte im Bereich vergleichbar der F123B festhalten:
- Hauptgeschütz
- 2xNebengeschütz
- 8xAShM
- 32-64xESSM o.ä.
- 2xRAM
Alles darüber ist für eine A200 Wunschdenken, alles darunter ist schlechter Kompromiss. Und ich habe die Vermutung, dass es seitens der Marine da jetzt keinen schlechten Kompromiss dieser Art geben wird und man diese Grundbewaffnung nicht zugunsten eines schnellen Zulaufs unterschreiten wird.
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(19.03.2026, 17:18)Pmichael schrieb: Wir lassen uns nicht nur beschießen!
Davon abgesehen möchte ich sehen wie Russland es schafft hunderte Seeflugkörper nur für die deutsche Schiffe in der Ostsee und Nordatlantik aufzubringen.
Die Russen nicht... Aber die Chinesen... Die haben tausende SSM... Und sind zukünftig der größere Feind.
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(19.03.2026, 22:26)Broensen schrieb: Mal komplett abgesehen von persönlichen Vorstellungen, Flottenstruktur, potentieller BMD-Bedrohung, Rüstungssouveränität etc. kann man doch eigentlich eine mehr oder weniger konsensuale Untergrenze für die Bewaffnung einer U-Jagd-Fregatte im Bereich vergleichbar der F123B festhalten:
- Hauptgeschütz
- 2xNebengeschütz
- 8xAShM
- 32-64xESSM o.ä.
- 2xRAM
Alles darüber ist für eine A200 Wunschdenken, alles darunter ist schlechter Kompromiss. Und ich habe die Vermutung, dass es seitens der Marine da jetzt keinen schlechten Kompromiss dieser Art geben wird und man diese Grundbewaffnung nicht zugunsten eines schnellen Zulaufs unterschreiten wird.
Prinzipiell trifft das den Nagel ziemlich auf den Kopf. Es ist aber so dass das geringfügig darunter oder darüber bzw. die genaue Ausgestaltung die Schiffe massiv verschlechtern oder verbessern. Je nachdem sprechen wir über sehr unterschiedlich potente Schiffe.
Ein Beispiel:
- 127 mm
- 1 x 30 mm
- 64 ESSM
- 1 RAM
- 8 RBS15
Zweites Beispiel:
- 76 oder 57 mm
- 2 x 30 mm
- Perspektivisch 24 ESSM (Quad), 12 SLX (Dual), 4 Torpedoflugkörper
- 2 RAM
- 16 RBS15
- 2x3 Leichtgewichtstorpedos
Das sind vermutlich die extremen. Man wird irgendwo dazwischen landen. Die Anmerkung von Helios bezüglich Gewicht gibt Hoffnung dass das 127er ggf. wegen des Gewichts verworfen wird. Das macht die 16 Seezielflugkörper aber auch unwahrscheinlicher - welche aber auch nicht die höchste Relevanz haben.
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(19.03.2026, 22:26)Broensen schrieb: Mal komplett abgesehen von persönlichen Vorstellungen, Flottenstruktur, potentieller BMD-Bedrohung, Rüstungssouveränität etc. kann man doch eigentlich eine mehr oder weniger konsensuale Untergrenze für die Bewaffnung einer U-Jagd-Fregatte im Bereich vergleichbar der F123B festhalten:
- Hauptgeschütz
- 2xNebengeschütz
- 8xAShM
- 32-64xESSM o.ä.
- 2xRAM
Alles darüber ist für eine A200 Wunschdenken, alles darunter ist schlechter Kompromiss. Und ich habe die Vermutung, dass es seitens der Marine da jetzt keinen schlechten Kompromiss dieser Art geben wird und man diese Grundbewaffnung nicht zugunsten eines schnellen Zulaufs unterschreiten wird.
Was die Gewichtsverteilung betrifft :
Mica VLS (Ägypten A200) sind in der Fläche ähnlich MK41., aber ggf leichter, da nur 4m lang statt 6,7m
Vom Gewicht her sind somit 16 mk41 vermutlich ähnlich 32 mica.... Aber Bei geringerer Fläche für MK41 , die man für den RAM Vorderbau am Brückenblick
in Größe und Gewicht nutzen könnte. (denn RAM baut nicht sehr tief ist aber schwerer als das kleine Geschütz auf A200 Ägypten)
Bofirs 57mm wird es nicht geben, da nicht in der Marine eingeführt = Zeitfaktor... und Logistik Alptraum (57mm gibt nirgendwo in der BW)
Es macht somit nur 76mm Sinn... Nimmt deutlich weniger Gewicht ein, als die 127mm auf dem Ägypten Schiff.
Dann reicht es ggf vorne sogar für :
- 76mm + 16 MK 41+ RAM = Gewicht (!) ähnlich wie
- 127mm + mica32 + klein Geschütz (Ägypten)
RAM hinten kommt auf den Hangar, das wird gehen ohne große Konstruktion Änderung, ist ggf bereits Design im Portfolio.
2x 30mm MLG ist mittig möglich, ggf wird dafür auf 2x4er SSM verzichtet.
Allerdings bleibt immer noch die Frage der Sensoren:
Angeblich soll es ja F-123B ähnlich werden.
Ich bleibe dabei... Was, auf den Finnland Korvetten mit GfK Bauweise geht, geht auch auf A200 :
- Sea Giraffe 4 A fixed am Quader Gehäuse unten .. Darüber ein ELOKA Ring/Mast... Auf Giraffe 1x wird verzichtet.
- Oder... Sea Giraffe 4A + ELOKA Mast vorn und Sea Giraffe 1x hinten offen auf den sekundär Mast. (1x ist sehr leicht!)
N100, Sea Fire etc schließe ich aus... Ist nicht eingeführt in der Marine und wird es nie.
Und darum geht es auch : Sensoren und Waffen auf A200 einführen, die wir kennen oder zumindest gerade kennen lernen (SAAB)
Nur dann ist Dezember 2029 als Auslieferung Erstschiff zur Erprobung halbwegs zu halten.
(Ich rechne eher mit Typschiff Erprobung im Oktober 2030 für A200 und Ende 2031 für F-126)
ASW geht Bug Sonar plus TAS, plus Torpedo Rohr das ist A200 Standard... Hoffentlich auch für die Deutsche Marine.
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(19.03.2026, 23:59)Leuco schrieb: Es ist aber so dass das geringfügig darunter oder darüber bzw. die genaue Ausgestaltung die Schiffe massiv verschlechtern oder verbessern. Absolut. Bei "darunter" wird es mMn sehr auf die Kombination der Geschütze ankommen, ob es vertretbar ist. Ein "Darüber" wird nur dann wirklich relevant, wenn ein weiterer FK hinzu kommt.
(Gestern, 00:14)Milspec_1967 schrieb: Was die Gewichtsverteilung betrifft :
Mica VLS (Ägypten A200) sind in der Fläche ähnlich MK41., aber ggf leichter, da nur 4m lang statt 6,7m Nicht zu vernachlässigen ist der dadurch andere Schwerpunkt. Normalerweise lässt sich ein Mk-41 in so einer kleinen Fregatte nicht komplett unter dem Hauptdeck unterbringen, so dass es ein Deckshaus dafür braucht. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt nach oben, was man so gar nicht gut gebrauchen kann.
Zitat:Bofirs 57mm wird es nicht geben, da nicht in der Marine eingeführt = Zeitfaktor... und Logistik Alptraum (57mm gibt nirgendwo in der BW)
... N100, Sea Fire etc schließe ich aus... Ist nicht eingeführt in der Marine und wird es nie.
Und darum geht es auch : Sensoren und Waffen auf A200 einführen, die wir kennen oder zumindest gerade kennen lernen (SAAB)
Nur dann ist Dezember 2029 als Auslieferung Erstschiff zur Erprobung halbwegs zu halten.
Wieso ist "kennen wir nicht" ein Argument gegen eine zeitgerechte Auslieferung? Das bringt natürlich Mehraufwand mit sich, aber es verzögert doch nicht den Bau und die Indienststellung der Schiffe.
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(Gestern, 02:29)Broensen schrieb: Absolut. Bei "darunter" wird es mMn sehr auf die Kombination der Geschütze ankommen, ob es vertretbar ist. Ein "Darüber" wird nur dann wirklich relevant, wenn ein weiterer FK hinzu kommt.
Nicht zu vernachlässigen ist der dadurch andere Schwerpunkt. Normalerweise lässt sich ein Mk-41 in so einer kleinen Fregatte nicht komplett unter dem Hauptdeck unterbringen, so dass es ein Deckshaus dafür braucht. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt nach oben, was man so gar nicht gut gebrauchen kann.
Wieso ist "kennen wir nicht" ein Argument gegen eine zeitgerechte Auslieferung? Das bringt natürlich Mehraufwand mit sich, aber es verzögert doch nicht den Bau und die Indienststellung der Schiffe.
Die Abnahme dauert um einiges länger, da es für BW Prototyp Installationen wären.
76mm.,MK41, RAM ist Standard.... Hatte man schon.
76mm und MK41 tactical müssten allerdings erst bestellt werden.... Das könnte tatsächlich eng werden.
Wobei Leonardo 76mm recht schnell produziert (Std Produkt) und tactical MK41 ggf auch besser zu kriegen ist, da außer uns das keiner kauft.
Beim SAAB Sensoren package liegen wir irgendwo dazwischen... Je nachdem wie weit F-123B tatsächlich ist.
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Theoretisch gibt es 57mm auf der Potsdam-Klasse. Ich würde da aus logistischen gründen aber auch bei 76mm bleiben. Zumal beide Systeme mit 7,5t angegeben werden. 76mm brauchen unter Deck sicherlich mehr Platz, aber ich denke beim Gewicht ist der unterschied nicht sehr groß.
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(Gestern, 00:14)Milspec_1967 schrieb: Was die Gewichtsverteilung betrifft :
Mica VLS (Ägypten A200) sind in der Fläche ähnlich MK41., aber ggf leichter, da nur 4m lang statt 6,7m
Vom Gewicht her sind somit 16 mk41 vermutlich ähnlich 32 mica.... Aber Bei geringerer Fläche für MK41 , die man für den RAM Vorderbau am Brückenblick
in Größe und Gewicht nutzen könnte. (denn RAM baut nicht sehr tief ist aber schwerer als das kleine Geschütz auf A200 Ägypten)
Bofirs 57mm wird es nicht geben, da nicht in der Marine eingeführt = Zeitfaktor... und Logistik Alptraum (57mm gibt nirgendwo in der BW)
Es macht somit nur 76mm Sinn... Nimmt deutlich weniger Gewicht ein, als die 127mm auf dem Ägypten Schiff.
Dann reicht es ggf vorne sogar für :
- 76mm + 16 MK 41+ RAM = Gewicht (!) ähnlich wie
- 127mm + mica32 + klein Geschütz (Ägypten)
RAM hinten kommt auf den Hangar, das wird gehen ohne große Konstruktion Änderung, ist ggf bereits Design im Portfolio.
2x 30mm MLG ist mittig möglich, ggf wird dafür auf 2x4er SSM verzichtet.
Allerdings bleibt immer noch die Frage der Sensoren:
Angeblich soll es ja F-123B ähnlich werden.
Ich bleibe dabei... Was, auf den Finnland Korvetten mit GfK Bauweise geht, geht auch auf A200 :
- Sea Giraffe 4 A fixed am Quader Gehäuse unten .. Darüber ein ELOKA Ring/Mast... Auf Giraffe 1x wird verzichtet.
- Oder... Sea Giraffe 4A + ELOKA Mast vorn und Sea Giraffe 1x hinten offen auf den sekundär Mast. (1x ist sehr leicht!)
N100, Sea Fire etc schließe ich aus... Ist nicht eingeführt in der Marine und wird es nie.
Und darum geht es auch : Sensoren und Waffen auf A200 einführen, die wir kennen oder zumindest gerade kennen lernen (SAAB)
Nur dann ist Dezember 2029 als Auslieferung Erstschiff zur Erprobung halbwegs zu halten.
(Ich rechne eher mit Typschiff Erprobung im Oktober 2030 für A200 und Ende 2031 für F-126)
ASW geht Bug Sonar plus TAS, plus Torpedo Rohr das ist A200 Standard... Hoffentlich auch für die Deutsche Marine.
Ich denke so wird es laufen…
bzgl SSM vllt noch die Frage ob man auf RBS15 MK4 oder NSM setzen wird… die NSM wiegen ca die Hälfte…
beides dürfte gehen…
bei NSM würde ich vllt eher auf 12-16 SSM gehen
bei RBS15 MK4 eher 8-12 SSM…
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(Gestern, 02:39)Milspec_1967 schrieb: Die Abnahme dauert um einiges länger, da es für BW Prototyp Installationen wären. Mag sein, aber ich denke trotzdem, dass die Herausforderungen bei der Integration größer sind als bei der Abnahme. Dementsprechend ist es für den Zeitfaktor mMn wichtiger, dass die Systemintegration bereits gegeben ist, als dass die Marine sich mit dem System auskennt.
(Gestern, 07:57)Kul14 schrieb: Ich würde da aus logistischen gründen aber auch bei 76mm bleiben. Zumal beide Systeme mit 7,5t angegeben werden. 76mm brauchen unter Deck sicherlich mehr Platz, aber ich denke beim Gewicht ist der unterschied nicht sehr groß. Für mich ist es primär eine Frage des Gesamtgefüges an Waffen auf dem Schiff, welches Hauptgeschütz sinnvoller ist, da ich bei diesem Schiff die FlaK-Fähigkeiten im Vordergrund sehe. Und die hängen vor allem von der konkret einzusetzenden Munition in Abstimmung mit den Sensoren und anderen Effektoren zusammen.
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Ich hoffe, dass man sich Gedanken darüber macht, welche Rolle die MEKO A-200DEU kurzfristig, vor allem aber mittel- bis langfristig spielen soll.
Davon muss man m.E. auch die Ausrüstung und Bewaffnung abhängig machen.
Als temporärer (Teil)Ersatz für die F126 (und das ist schon nicht das, was ich mir als ASW-Einheit vorstelle) soll die A200DEU in der ASW-Rolle wirken. Hier könnte man mit bewusst zurückhaltender Beladung von nur sechs bis acht NSM Gewicht sparen.
Wenn man die A-200DEU dann später als leichte Mehrzweckfregatte nutzt, oder als Teilersatz für die K130, dann könnte man immer noch nachrüsten.
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(Gestern, 09:59)DorJur schrieb: Ich hoffe, dass man sich Gedanken darüber macht, welche Rolle die MEKO A-200DEU kurzfristig, vor allem aber mittel- bis langfristig spielen soll.
Davon muss man m.E. auch die Ausrüstung und Bewaffnung abhängig machen.
Als temporärer (Teil)Ersatz für die F126 (und das ist schon nicht das, was ich mir als ASW-Einheit vorstelle) soll die A200DEU in der ASW-Rolle wirken. Hier könnte man mit bewusst zurückhaltender Beladung von nur sechs bis acht NSM Gewicht sparen.
Wenn man die A-200DEU dann später als leichte Mehrzweckfregatte nutzt, oder als Teilersatz für die K130, dann könnte man immer noch nachrüsten.
Ich denke mal mit den 4 Meko200DEU, will man die 18 Fregatten (Nato Vorgabe) zukünftig erreichen:
-8 F127
-6 F126
-4 Meko200DEU
Sicherlich besser als bis 2050 mit der F125 zu planen. Dennoch ist meiner Meinung nach der Leitsungsunterschied zwischen F127 und F126/Meko200 zu groß.
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Helios schrieb:Entschuldige bitte meine späte Antwort, leider war ich die letzten Tage verhindert und auch aktuell habe ich leider nicht so viel Zeit. Was die konkrete Weiterentwicklung angeht gab es beispielsweise zwischen der A-200SAN und der A-200EN eine Steigerung der Energieversorgung um über 25%, zudem kann durch Optimierungen bei der Anordnung für zukünftige Klassen eine weitere Steigerung vergleichsweise einfach umgesetzt werden. [...] Ach kein Problem, manchmal ist das Leben so.
Danke erstmal für den Hintergrundeinblick. Damit dürften sich meine Sorgen bezüglich der technischen Aktualität des Designs erledigt haben.
Inwiefern zeichnen sich diese "flexiblen Infrastrukturvorbereitungen" denn aus? Sind damit bspw vorgelegte Anschlussmöglichkeiten gemeint die eine flexiblere/positionsunabhängigere Integration von Komponenten ermöglichen oder geht es dabei nur um die einfacherer Integration an den dafür vorgesehen stellen? Unabhängig des Zeitfaktors steht ja auch die Frage im Raum, ob bspw Mk49 und RWS unabhängig voneinander auf dem Entwurf umsetzbar sind.
Zitat:Damit meinte ich primär die Anordnung von Infrastrukturkomponenten, deren Verbindungen, usw. Ich möchte da nicht weiter ins Detail gehen.
Verstehe, trotzdem danke 
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Broensen schrieb:Alles darüber ist für eine A200 Wunschdenken, alles darunter ist schlechter Kompromiss. Und ich habe die Vermutung, dass es seitens der Marine da jetzt keinen schlechten Kompromiss dieser Art geben wird und man diese Grundbewaffnung nicht zugunsten eines schnellen Zulaufs unterschreiten wird. Davon gehe ich ebenfalls aus, worauf sich zum Teil auch meine Ablehnung gegenüber dieses Beschaffungsvorhabens begründet.
Als reine Interimsbeschaffung die man nachher wieder los wird, wäre diese Plattform mEn akzeptabel, aber das würde sie hier wohl kaum sein. Wie du schon sagst wird man seitens der Marine keine "schlechten Kompromisse" eingehen.
Mit allerlei Anpassungen werden diese Einheiten meiner Vermutung nach nicht rechtzeitig kommen um als Interimslösung Mehrwert zu bieten, gleichzeitig werden sie bei den kommunizierten Stückpreisen auch deutlich zu teuer sein um als "Wegwerfprodukt" behandelt werden zu können. Auf diesen Einheiten würden wir sitzen bleiben und dabei belegen sie (vor allem personaltechnische) Ressourcen, die dann nicht an fähigere oder auf die Bedürfnisse der DM zugeschnittene Einheiten verwendet werden können. Zeigt sich ja alleine schon in den Fachdiskussionen um das Thema, Stichwort K130-Ersatz.
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Milspec_1967 schrieb:Bofirs 57mm wird es nicht geben, da nicht in der Marine eingeführt = Zeitfaktor... und Logistik Alptraum Zitat:Die Abnahme dauert um einiges länger, da es für BW Prototyp Installationen wären.
Das scheint mir ein wenig zu selektiv zu sein wenn ich ehrlich bin. Unabhängig des letztendlichen fits würden eine Menge Komponenten auf der A-200DEU eingeführt, die vorher nicht im Bestand der Marine wären. Selbst wenn man dabei nur auf Bestandskomponenten zurückgreift, das schiffseigenen Komponenten werden auch nicht alle schon auf anderen Einheiten eingeführt sein. Ein gewisser logistischer Mehraufwand dürfte grundsätzlich zu erwarten sein, alleine schon weil es eine neue Schiffsklasse ist. Das würde vermutlich wirklich nur durch entweder sehr eng verwandte oder identische Klasse nicht der Fall sein.
Logistik halte ich generell aber auch für die geringere Hürde hier. Der Faktor Zeit dürfte bei der Beschaffung von Komponenten der wesentlich größere sein.
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DorJur schrieb:Ich hoffe, dass man sich Gedanken darüber macht, welche Rolle die MEKO A-200DEU kurzfristig, vor allem aber mittel- bis langfristig spielen soll. Sofern es zu einer Beschaffung kommt sollte man sich erst einmal Gedanken machen, woher man überhaupt die Personalressourcen hernimmt um diese auch einsetzen zu können. Idealerweise bevor es zu einer Beschaffung kommt.
Zitat:Wenn man die A-200DEU dann später als leichte Mehrzweckfregatte nutzt, oder als Teilersatz für die K130, dann könnte man immer noch nachrüsten.
MMn ist das vom falschen Ende her gedacht.
Vor einer Beschaffung darf die Frage nicht sein "wir haben jetzt Schiff X, was machen wir damit?"
Vor einer Beschaffung muss die Frage sein "Wir haben Aufgabenprofil X, welches Schiff brauchen wir dafür?"
Es ist ein Problem, wenn man eine Einheit nimmt und dann erst guckt, welches Auftragsprofil man ihr denn "hinzudichten" könnte. Viele kritisieren ja die ständigen Goldrandlösungen der Marine, vom reinen Prozess her betrachtet ist es aber der richtige Ansatz, auch wenn man sich über die konkrete Ausführung streiten kann.
Man kann durchaus der Ansicht sein, dass eine A-200 ein fähiger Ersatz der K130 wäre (Personal etc mal ausgeblendet) weil sie überlebensfähiger ist und darüber kann man sich ebenfalls streiten, Fakt ist aber, dass eine K130 Fähigkeitstechnisch deutlich mehr ist als ihre 76mm und RAM-Starter ist. Angerissen sind diese Einheiten umfassend befähigte Aufklärungsplattformen, verfügen über SIGINT und IMINT, können umfangreich im R-ECM wirken, feindliche Kommunikation stören, verfügen über eine umfassende Befähigung zum Minenlegen und sind teilwiese auch gegen Cyberangriffe gehärtet. Mir persönlich kommen Fähigkeiten zur bspw Verbandsflugabwehr hier auch zu kurz, aber so einfach ist es eben nicht.
Da sollte man sich Fragen ob eine A-200 a) ebenfalls dazu befähigt werden kann und b) ob sie dazu befähigt werden sollte, immerhin ist das Einsatzkonzept nicht unbedingt äquivalent.
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fabian schrieb:Ich denke mal mit den 4 Meko200DEU, will man die 18 Fregatten (Nato Vorgabe) zukünftig erreichen: Nur als kurzer Einschub, die Marine hat der NATO keine Fregattenanzahl x zugesagt, Vorgaben dafür gibt es nicht. Zwar erfolgt durchaus eine Abstimmung der Bestände zwischen den einzelnen NATO-Partnern, aber es gibt keine Vorgaben x Anzahl Fregatten zu Datum x vorzuhalten. Das ist freiwillig und nicht-bindend, dient lediglich der Koordination für bspw SNMGs und Manöver.
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Registriert seit: Jul 2003
(Gestern, 09:59)DorJur schrieb: Ich hoffe, dass man sich Gedanken darüber macht, welche Rolle die MEKO A-200DEU kurzfristig, vor allem aber mittel- bis langfristig spielen soll.
Wenn die A-200DEU annähernd mit der Ausstattung kommt, wie sie hier gewünscht wird (auch wenn mir der Fokus in den Betrachtungen hier zu sehr auf Effektoren liegt), dann werden das vernünftige, vielseitig einsetzbare Mehrzweckfregatten mit ASW-Schwerpunkt sein. Und das wird kurzfristig (als Ergänzung der F123 zum "Wiederaufbau moderner ASW-Fähigkeiten") genauso wie langfristig und selbst bei einem Zulauf der F126 benötigt bzw. ist sinnvoll einsetzbar.
(Gestern, 13:03)DopePopeUrban schrieb: Inwiefern zeichnen sich diese "flexiblen Infrastrukturvorbereitungen" denn aus? Sind damit bspw vorgelegte Anschlussmöglichkeiten gemeint die eine flexiblere/positionsunabhängigere Integration von Komponenten ermöglichen oder geht es dabei nur um die einfacherer Integration an den dafür vorgesehen stellen?
Sowohl als auch, wobei "vorgesehene Stellen" einen falschen Eindruck erzeugt. Denn was da beispielsweise in den Grafiken gezeigt wird ist das grundlegende Prinzip von MEKO mit Funktionseinheiten. Das ergibt im historischen Kontext und gerade bei größeren Systemen mit Installationen über und unter Deck auch weiterhin Sinn, für Systeme zur Montage auf Deck und mit keinen (relevanten) bzw. gegebenenfalls Dislozierten Komponenten unter Deck aber nur bedingt, weil hier die Möglichkeiten weniger von fest definierten Standorten (mit entsprechendem Einbauaufwand) und mehr von den zur Verfügung stehenden Anschlüssen (Energie, Kühlung, Steuerung) sowie gerade im Bereich der heutigen EM-Anforderungen konkreten Positionierungen untereinander abhängig ist. Darauf sind moderne Entwürfe der bekannten Werften üblicherweise ausgelegt, meines Wissens nach zumindest (und natürlich fehlt mir hier ein ganzheitlicher Einblick), bei der A-200 ist das definitiv so. Wie das konkret umgesetzt wird mit bereits integrierten Verteilern, verfüllten Leerrohren (sowie das zur Brandsicherheit überhaupt möglich ist, da habe ich wenig bis keinen Einblick, mein Wissen beschränkt sich da auf meine früheren Aufgaben auf der Brandschutzrolle), usw., da kann ich nichts zu sagen. Aber ich habe keine großen Zweifel daran, dass sich beispielsweise eine relativ unkomplexe RWS ziemlich flexibel integrieren lässt.
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