Sicherung des Seeverkehrs im Nahen und Mittleren Osten
#16
Hormuz disruptions Rolleyes

[Video: https://youtu.be/fOXgrG0Ea44]
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#17
Chris Wright berichtete über erfolgreiche Hormus-Eskorte eines Öltankers durch US-Marine +++ US-Geheimdienst sieht offenbar Anzeichen für Vorbereitung von Minen in Hormus-Straße +++ Der Newsblog des Handelsblattes:
Zitat: ...
10.03.2026 – 20:23 Uhr
Alisa Swoboda

US-Medien: US-Geheimdienst sieht Anzeichen für Vorbereitung von Minen
Die US-Geheimdienste verzeichnen laut Journalisten des Senders CBS News Anzeichen dafür, dass der Iran Vorbereitungen zur Verlegung von Minen in der Straße von Hormus treffe. Eine Bestätigung des auf dem Kurznachrichtendienst X verbreiteten Berichts liegt zunächst nicht vor.
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#18
aus einem französischen Forum
Gepostet vor 20 Stunden
Zitat:Wenn man der folgenden (wirklich werbenden) Nachricht Glauben schenkt, hat das elektronische Kriegssystem einer griechischen Fregatte vier Drohnen vom Typ Shaed in der Nähe von Zypern zerstört – automatische Übersetzung aus dem Englischen –:
https://www.facebook.com/share/p/18VZSchxRt/
In den frühen Morgenstunden des 8. März 2026 fand im östlichen Mittelmeer eine stille Schlacht statt, die möglicherweise endlich die „Abnutzungsrechnung” des modernen Drohnenkriegs durchbrochen hat. Die griechische Fregatte der Hydra-Klasse HS Psara (F454), die im Rahmen einer Schnellreaktionsgruppe für Zypern im Einsatz war, gelang es, einen Schwarm iranischer Streumunition abzufangen. Im Gegensatz zu den viel beachteten Raketenabwehrmanövern, die den Konflikt von 2026 geprägt haben, setzte die Psara jedoch keinen einzigen Abfangjäger ein.

Stattdessen setzte das Schiff das Anti-Drohnen-System Centaurus (oder Kentavros) ein, eine in Griechenland entwickelte elektronische Kriegsführungssuite, um die ankommenden Drohnen durch Störung des Hochleistungssignals direkt ins Meer zu „werfen”.

Die Psara patrouillierte westlich von Zypern, nachdem eine Reihe von iranischen Drohnenalarmen kürzlich zur Evakuierung des internationalen Flughafens von Paphos geführt hatte.

Der Schwarm: Die Radarsysteme der benachbarten FDI-Fregatte Kimon orteten eine Formation von vier Drohnen vom Typ „Shahed”, die sich in geringer Höhe näherten.

Der Einsatz des Centaur: Anstatt ESSM- oder Aster-30-Raketen zu verschießen, die zwischen 1 und 2 Millionen Dollar pro Schuss kosten, aktivierte die Psara ihr Centaurus-System.

Passive Zerstörung: Das System nutzte passive Erkennung, um die Befehls- und Kontrollfrequenzen (C2) zu sperren. Durch die Überflutung dieser spezifischen Kanäle mit gezielten Störsignalen unterbrach Centaurus die Verbindung zwischen den Drohnen und ihren Satelliten-/Bodensteuerungen. Ohne Steuerung stürzten drei der Drohnen ins Mittelmeer, während die vierte angeblich eine automatische „Kurve” flog, bevor sie kilometerweit entfernt abstürzte.

Das von Hellenic Aerospace Industry (HAI) entwickelte Centaurus wurde schnell zum „Goldstandard” für eine kostengünstige Drohnenabwehr im Einsatzgebiet 2026.

Fernsicht: Das System kann UAVs in einer Entfernung von 150 Kilometern mithilfe seines passiven Sensornetzwerks erkennen, sodass das Schiff Bedrohungen verfolgen kann, ohne ein Radarsignal auszusenden, das von Anti-Radar-Raketen ins Visier genommen werden könnte.

Präzisionsstörung: Im Gegensatz zu „Flächenstörern”, die alle Kommunikationen in einem bestimmten Umkreis blockieren (einschließlich befreundeter Signale), nutzt Centaurus „gezielte Störung”, um die Navigations- und GPS-Module einer bestimmten Drohne in einem Umkreis von bis zu 25 Kilometern zu neutralisieren.

Kampf-Pedigree: Die Psara hat diese Technologie erstmals bei den Missionen im Roten Meer 2024-2025 gegen die Houthi-Rebellen unter Beweis gestellt. Der Einsatz am 8. März im Mittelmeer festigt ihren Ruf als einziges in Europa hergestelltes EW-System, das iranische Drohnenschwärme im aktiven Kampf stets besiegt hat.

Der Erfolg der griechischen Fregatte Psara unterstreicht die entscheidende Rolle der elektronischen Kriegsführung (EW) bei der Veränderung des wirtschaftlichen Ungleichgewichts im „Sättigungskrieg”, in dem die niedrigen Kosten von Drohnen in der Regel eine „Kostenfalle” für traditionelle Verteidigungssysteme darstellen. Während die Herstellung einer iranischen Shahed-Munition etwa 30.000 US-Dollar kostet, ist ihr Abfangen mit einer 2 Millionen US-Dollar teuren Rakete ein Geschäft, das die Staatskassen und Vertikalabschussmagazine schnell erschöpft.

Im Gegensatz dazu bietet das von Griechenland entwickelte Centaurus-EW-System ein „unendliches Magazin“, das Drohnen durch sanfte Störsignale neutralisieren kann, solange das Schiff mit Strom versorgt wird. Durch die interne Entwicklung dieser kampferprobten Technologie hat sich Griechenland von einem Importeur teurer ausländischer Munition zu einem strategischen Exporteur hochwertiger elektronischer Lösungen entwickelt und sich damit operative Autonomie und die Fähigkeit gesichert, massiven Drohnenschwärmen ohne Zusammenbruchgefahr entgegenzutreten.

Der „Centaurus-Schild” hat die Psara effektiv in eine Festung verwandelt, die nicht allein durch zahlenmäßige Überlegenheit überwältigt werden kann. Während die alliierten Marinen Mühe haben, mit der Produktion iranischer Drohnen Schritt zu halten, bietet das griechische Modell den einzig gangbaren Weg: Den Feind zu blenden ist nicht nur billiger als ihn abzuschießen, es ist auch die einzige Möglichkeit, einen Sättigungskrieg zu gewinnen.
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#19
Es werden nicht nur Schiffe angegriffen, die zu passieren versuchen.

[Video: https://www.youtube.com/watch?v=zenHFm60xKM]
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#20
„Das war vollständig absehbar“ - der Iran wird es mit der Hormus-Blockade nicht bewenden lassen. Zumindest alle Schiffe der gegen den Iran kriegführenden Staaten sind in einer unmittelbaren Gefahr. Und das sind zwangsläufig auch die Schiffe der Staaten, die Israel und den USA entsprechende Stützpunkte für den Überfall auf den Iran zur Verfügung gestellt haben.
Zitat:Hormus-Blockade offenbart Trumps fatale Fehlkalkulation im Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat Irans Fähigkeit, die globalen Öllieferungen abzuwürgen, grob fehlkalkuliert und damit einen „vollkommen vorhersehbaren“ Preisschock ausgelöst, sagen Kritiker. Irans Schließung der Straße von Hormus – einer zwei Meilen breiten Schiffspassage, durch die 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden – hat seit Beginn des Konflikts zu einem explosionsartigen Anstieg der Energiepreise geführt.
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#21
(14.03.2026, 09:20)Quintus Fabius schrieb: ...
Man droht aber damit die Ölinfrastruktur zu zerstören, sollte der Iran die Straße von Hormuz weiter sperren.

Zudem gibt es jede Menge Gerüchte darüber, dass US Sondereinheiten und Verbände der 82nd Airborne die Insel einnehmen könnten.

Das würde Sinn machen, um Verhandlungsmasse zu schaffen. Wenn der Iran aber ein irrationaler Spieler ist, der von einer Weltuntergangssekte geführt wird, würde ich an seiner Stelle die Insel einfach jetzt selbst in die Luft jagen, behaupten die Amis wären es gewesen und die Straße weiter sperren. ...
kurz: Rational agiert jeder nur aus seiner Sichtweise. Was für den einen rational ist, kann für den anderen mit anderen Informationen irrational sein. Es sind solche Foren wie hier, mit denen unterschiedliche Informationen und Sichtweisen eingebracht und diskutiert werden können.
Und weiter:
Zitat:...Dort in Stücke schießen einschließlich Ölkatastrophe die dann Dubai, Katar, usw. die Strände mit Öl vollseucht und die USA beschuldigen.
Treibende Wracks von Tankern in der Straße einschließlich Ölteppich zuzuüglich Treibminen zuzüglich Torpedominen die man aus unterseeischen Tunneln abschießt müssten genügen um die Straße für Monate zu sperren. Zudem könnte man natürlich auch von solchen Tankern aus jede Menge Minen absetzen.
Tatsächlich schadet die aktuelle Sperre schon jetzt den Golfstaaten massiv. Die Golfstaaten fordern jetzt Hilfe der Europäer, damit die Schifffahrt wieder aufgenommen werden kann. (woraus geschlossen werden könnte, dass die USA dazu nicht in der Lage sind) Der Ruf findet auch in Berliner Regierungskreisen ein Echo. Allerdings würde das in letzter Konsequenz die Gefahr einer direkten Konfrontation von EU-Geleitschiffen mit iranischen Einheiten mit sich bringen. Und dafür gibt es nicht nur moralische und rechtliche Bedenken.
Man muss vor allem im Hinterkopf haben, dass das kein "symetrischer Krieg zwischen regulären Streitkräften" wäre. Der Iran hat sich seit Jahren auf eine solche Konfrontation vorbereitet, und die Revolutionsgarden für den asymetrischen Einsatz ausgestattet und trainiert. Minen (nicht unbedingt aus Tunneln), und Flugkörper aus extrem kurzer Distanz, unbemannte Boote (damit haben die Ukrainer die russische Schwarzmeerflotte ausgeschaltet), das iranische "nicht zwingend reguläre" Arsenal scheint unendlich.

(14.03.2026, 09:20)Quintus Fabius schrieb: ...Wäre der Iran richtig klug gewesen, hätte er den Houthis zudem seit Jahren die Kapazität gegeben das Rote Meer zu sperren.
Das ist richtig. Und ich denke, der Iran war klug. Wer sagt aber nun, dass das nicht noch kommt? Der Iran hat immer noch diese Steigerungsmöglichkeit.
Zitat:Bab al-Mandab: Irans zweites Nadelöhr neben der Straße von Hormus

Während die Welt auf die Straße von Hormus blickt, deutet Teheran bereits an, dass Bab al-Mandab das nächste Ziel sein könnte.
In einem Interview mit Al Jazeera warnte ein iranischer Militärvertreter, sein Land könne seine Kampagne auf eine weitere Meerenge ausweiten, ....
Teheran verfüge weiterhin über militärische Pläne, die sich systematisch und schrittweise umsetzen ließen. Auch wenn der Militärvertreter Bab al-Mandab nicht ausdrücklich nannte, drängt sich diese lebenswichtige Wasserstraße zwischen Jemen und Dschibuti sofort auf, der südliche Zugang zum Roten Meer.
Die Huthis, Verbündete Teherans, können diese Passage kontrollieren, da der Jemen an sie grenzt. Sollte die Gruppe mit grünem Licht aus Teheran dort eingreifen, wäre das ein schwerer Schlag für die internationale Schifffahrt, da es einer der letzten Seewege wäre, über die die Golfstaaten ihr Öl exportieren können. ...
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Das setzt aber voraus, dass genug Transportkapazitäten zwischen dem Golf und dem Roten Meer vorhanden sind. Und daran dürfte eine massive Umleitung von Öl- und Gastransporten der Golfstaaten über Saudi Arabien zum Roten Meer scheitern. Es gibt zwar Pipelines. Die Saudis haben aber nur geringe Kapazitäten für die eigenen Förderungen geschaffen.

Wobei es primär darum geht, die Ausfahrt der beladenen Tanker aus dem Roten Meer zu blockieren. Denn der Suez-Kanal ist für die richtig großen Schiffe zu klein. Die europäischen Versorger müssen also - wie bisher auch - um Afrika herum schippern. Und dazu müssen sie die schmale Passage zwischen dem Jemen und Djibouti von Norden her passieren.
Da wäre der Seeweg für die Europäer sogar etwas kürzer, für Indien dagegen etwas länger als aus dem Golf.
(14.03.2026, 09:20)Quintus Fabius schrieb: ...
Da Schneemann geschrieben hat, die Iraner hätten ja gar nicht so viele Tanker usw. Es sind gar nicht wenige iranische und chinesische Schiffe die letzten Tage durch die Straße gefahren. Darunter auch richtig große Tanker.
Tatsächlich sind die iranischen Ölexporte durch die Straße seit der Krieg angefangen hat gestiegen:
https://www.youtube.com/watch?v=IMboplUN6Wg
Gutman vom CBS liegt im Ergebnis richtig: Iran exportiert seit Kriegsbeginn deutlich mehr Öl, mehr als eine Million Barrel täglich - aber (Zitat):
Zitat:Der Handelsverkehr durch die Straße von Hormus ist seit Kriegsbeginn nahezu vollständig zusammengebrochen. Es sind nur einzelne iranische und chinesische Schiffe die diese Meerenge weiterhin passierten .

Das bringt mehrere Schlussfolgerungen mit sich:
=> Die Sperre der Straße von Hormuz schadet den US-Verbündeten deutlich mehr als dem Iran.
=> Der Iran ist in der Lage, die Straße gezielt zu sperren und für andere zu öffnen.

Es erlaubt aber nicht den (unterschwelligen) Schluss, der Iran sei für seine Ölexporte ausschließlich auf den Seeweg durch die Straße angewiesen.
=> Der Iran verfügt über eine lange Landgrenze nach Zentralasien und die Möglichkeit, das kaspische Meer zu nutzen.

Beispielhaft aufgeführt:
a) Die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, auch BTC-Pipeline oder Transkaukasische Pipeline, führt nicht nur von Aserbaidschan in die Türkei, sondern hat auch einen Anschluss bis Täbris im Iran.
b) Der Iran ist seit Jahren über Zentralasien mit dem russischen und chinesischen Pipeline-Netz verbunden.
[Bild: https://datawrapper.dwcdn.net/Z6lW4/full.png]
[Bild: https://www.top-energy-news.de/wp-conten...istan-.jpg]

Diese Verbindungen sind in den letzten Jahren weiter ausgebaut worden.

Selbst eine Totalsperre der Straße von Hormuz, etwa durch aktive Kriegshandlungen, Treibminen u.ä, bedingt, wird den Iran also nicht vollständig seiner Exportmöglichkeiten berauben.

Hier noch ein Bild mit der Verbindung zwischen dem iranischen und dem zentralasiatischen Pipeline-Netz:
[Bild: https://www.bpb.de/cache/images/9/156469....jpg?FFEA1]
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung - Öl und Gas in der Kaspischen Region
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#22
Da alle nur über das Öl reden:

Hochreiner Schwefel und Dünger sind auch Stoffe, die durch die Sperrung der Straße verknappt werden, und zwar noch mehr als das Öl.
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#23
Stimmt - und das belastet insbesondere auch die Landwirtschaft im "globalen Süden".
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#24
Ich bin mir nicht sicher, ob es - ohne ein Abkommen mit dem Iran - gelingen wird, die Straße von Hormus wieder gefahrlos und ohne Bedrohungslage passierbar zu machen.
Das sieht derzeit nicht gut aus:
Zitat:15.03.2026 – 02:02 Uhr

Trump: Nicht bereit für Abkommen mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten derzeit nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. „Der Iran will ein Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind“, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage des Senders, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: „Das möchte ich Ihnen nicht sagen.“ ...
Trump bestätigt damit also, dass seine (welche?) Kriegsziele noch nicht erreicht sind. Sonst wären die "Bedingungen für ein Abkommen wohl ausreichend" - und der Iran hat ja schon vorher erklärt, dass er nicht daran denkt, die Straße passierbar zu halten, solange das Land von Israel und den USA weiter bombardiert wird.
Die Schiffspassage durch die Straße von Hormus ist also weiterhin bedroht.
Mit den Auswirkungen auf die Versorgung mit fossilen Energieträgern befasst sich die Wirtschaftswoche:
Zitat:Wie schlimm wird diese Ölkrise noch?
Im Flaschenhals der Straße von Hormus droht die Weltkonjunktur zu ersticken.
Gibt es ein Zurück bei Öl- und Gaspreisen? Und was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Anscheinend hat "Donald der Leibhaftige" diese Auswirkungen wirklich nicht berücksichtigt. Sonst würde er jetzt nicht um Unterstützung für Geleitzugoperationen betteln - sondern er hätte schon vorher entsprechende Vorsorge getroffen.
Zitat:15.03.2026 – 08:19 Uhr

Trump fordert Kriegsschiffe anderer Staaten in Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt - ohne konkret zu werden.
Dass er Kriegsschiffe anderer Staaten braucht ist im Übrigen auch bezeichnend für die chaotische Politik des GröPaZ. Die US-Minensucher, die bis vor kurzem noch in der Region waren, sind zur Verschrottung abgezogen worden.

Das Marineforum mach nach nunmehr zwei Wochen Krieg eine erste Zwischenbilanz aus maritimer Sicht auf:
Zitat: ...
Die maritimen Fähigkeiten des Iran sind durch Beschuss der Küsteninfrastruktur (Radar, Startrampen, U-Boot-Bunker) und Versenkung aller größeren und mittlerweile auch kleineren Einheiten und Plattformen der regulären Marine (Artesh) und der Revolutionsgarden (IRGC) sowie durch Ausschalten der Führungsriegen bis auf einen Restbestand an raketenbewaffneten Speedboote reduziert. Diese in unbekannter Zahl noch verbleibenden Kleinst-Seekriegsmittel sowie an Land verbunkerte Batterien schließen weiterhin unkoordinierte „Nadelstich-Optionen“ nicht aus und stellen durchaus noch eine reale Restgefahr für den Schiffsverkehr im Gesamtgebiet dar.
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Sicherung Straße von Hormus

So unklar wie die Erkenntnisse über verbunkerte Lagerorte sind, so unsicher sind die Bestandsübersichten zu iranischen Seeminen: Militärische Quellen gehen von anfänglich über 2.000 bis 6.000 Seeminen unterschiedlichsten Technologiestandes aus – iranische Kräfte sollten also noch über einen durchaus relevantes Arsenal verfügen. Viele dieser Typen ließen sich mit kleinen, schwer erfassbaren Booten, mit jeweils weniger als einer Handvoll Minen beladen, quer über den Persischen Golf verbringen. Da von hier aus nicht einschätzbar ist, wieviele Boote und Munitionsvorräte tatsächlich noch einsatzfähig sind, ist ein Bedrohungspotenzial nicht von der Hand zu weisen. Diese Unsicherheit einzugrenzen gelänge durch das Erringen der Kontrolle über die zahlreich dem Iran vorgelagerten Inseln und ein reaktionsschnelles, landseitiges Überwachen eines Großteils der iranischen Küstenlinie. So weit ist es aber noch nicht!

Daher vertrat die US-Navy gegenüber der Schifffahrt bisher den Standpunkt, dass regelmäßige Eskorten unter aktueller Bedrohungslage aus Minen, Raketen, Drohnen und Schnellbooten „derzeit nicht möglich“ seien. Allerdings deuten Information des Pentagon und der US-Navy darauf hin, dass sich eine Hormuz Surface Action Group (SAG) auf die „Operation Epic Escort“ (Arbeitstitel?) als Geleitschutz für den Seeverkehr in der Meerenge vorbereitet, bestehend aus USS Carney (DDG 64) als Führungsschiff, dazu die Arleigh Burke-Zerstörer USS Mitscher (DDG 57) und USS "Michael Murphy" (DDG 112), sowie zur Minenabwehr die Littoral Combat Ships USS Tulsa (LCS 16) und USS Canberra (LCS 30) (Independence-Klasse). Diese Einheiten stehen jedoch noch nicht im Seegebiet und müssen erst herangeführt werden!

Raketen-Mathematik und Kosten-Falle

Zahlen in einem kriegerischen Konflikt sind schwierig, weil sie immer nur aus einem Blickwinkel generiert sind und sich laufend verändern. Einige Zahlen sind aber dennoch bemerkenswert und sollen daher hier genannt werden – sie stehen allerdings für sich alleine und ohne Gewähr.

Offensivpotenzial IRN: Sechs Tage nach Beginn verfügte der Iran von ursprünglich rund 400 Launchern (Anfang März) nur noch über rund 70 bis 100 einsatzfähige Systeme (JINSA - Jewish Institute for National Security of America).

Für die ersten zehn Kriegstage erfasste die türkische Tageszeitung Yeni Şafak in einer Infografik insgesamt 3.100 iranische Raketen- und UAV-Angriffe auf sieben arabische Staaten. Für den 10. März (11. Tag) melden die VAE seit Beginn der Angriffe 262 ballistische Raketen und 1.475 Drohnen (Gültigkeitsbereich unbekannt). Wenn auch die Zahlenangaben divergieren und nicht aufdatiert sind, lassen sie dennoch die Folgerung zu, dass der Iran seine Fähigkeit zu nennenswerten Raketenangriffen auf Israel und die Region innerhalb überschaubarer Zeit (etwa 10 Tage) verlieren könnte, während die Möglichkeit begrenzter Kurzstreckenangriffe vor allem mit Drohnen gegen Ziele in der gesamten Golfregion noch länger bestehen bleibt.
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Zusammengefasst

Folgen richtig kalkuliert?


Militärisch ist die amerikanisch-israelische Koalition dem Iran zwar weit überlegen, wirtschaftlich und industriell aber frisst der Schutz gegen noch nicht vollends vernichtete Raketen, Drohnen und maritime Störpotenziale Irans die eigenen militärischen Bestände und finanziellen Budgets rasant auf. Dazu beziffert das Pentagon die Kosten allein der ersten sechs Kriegstage – in denen über 800 Patriot-Raketen verschossen wurden – auf mehr als 11 Milliarden US-Dollar.

Laut NYT ging die Trump-Administration vor Kriegsbeginn davon aus, dass mögliche Energie- und Schifffahrtsstörungen kurzfristig und beherrschbar wären. Inzwischen zeigen die weltweiten Auswirkungen, dass sich die bestehende Störung als Dreh- und Angelpunkt der Weltwirtschaft erweist. Und es zeigt sich, dass Washington für die sichere Wiederöffnung der Meerenge von Hormus keinen kurzfristig erkennbaren Plan hat.

Kollateralschäden

Der Krieg gegen Iran entwickelt sich über die militärische Ebene hinaus zu einem Test politischer Belastbarkeit. In den USA verschiebt sich innenpolitisch der Schwerpunkt auf Kriegsvollmachten, Kongresskontrolle, Zustimmungswerte und wirtschaftliche Folgen.
In der EU wächst der Druck, transatlantische Solidarität gegen eigene Sicherheits-, Energie- und Stabilitäts-Interessen abzuwägen.

Gleichzeitig wird eine Belastungsprobe für die Bündnisstabilität und Rüstungsindustrie sichtbar: NATO und EU müssen mittlerweile ihre begrenzt vorhandenen Luftverteidigungs-, Seeziel- und Präzisions-Munitionsbestände mindestens für zwei aktive Kriegsschauplätze (Ukraine und Iran) vorhalten.

Für die arabischen Staaten, vor allem die Golfmonarchien, werden äußere Verwundbarkeit und innere Regimestabilität zu Grundsatzfragen. Obwohl selbst zum Ziel iranischer Angriffe geworden, scheuen sie wegen gesellschaftlicher Spannungen, wirtschaftlicher Risiken und begrenzten Vertrauens in die Trump-Administration eine wahrnehmbare Eskalation gegenüber dem Iran.

Im Globalen Süden verstärkt der Krieg Debatten über Souveränität, internationales Recht und westliche Doppelstandards. China und Russland nutzen die Lage, um sich diplomatisch als Gegenpol zum Westen zu inszenieren – und nicht zuletzt aus der Instabilität ökonomische Gewinne zu ziehen. Die ASEAN-Region reagiert vor allem mit Appellen zur Deeskalation und Einhaltung des Völkerrechts in der Sorge um den Schutz eigener Staatsangehöriger im Krisenraum. Australien bleibt politisch auf westlicher Linie.

Ausblick

Der Konflikt tritt in eine neue Phase ein. Der rasche Regime-Wechsel im Iran hat sich nicht realisieren lassen. Die Neutralisierung der iranischen Urananreicherungs-Kapazitäten ist nicht vollständig gesichert. Allerdings scheint eine großformatige Raketenoffensive des Iran weitgehend unterbunden. Seinerseits geht der Iran über zu einer Guerilla-Kriegführung zur See. Seine nadelstichartigen Angriffe gegen den Seeverkehr zielen darauf ab, die Risiken unkalkulierbar zu machen, Versicherungsraten in unbezahlbare Höhen zu treiben und vor allem die globalen Warenströme zu lähmen. Die „Westlichen Kräfte“ stehen vor der Herausforderung einer Geleit- und Sicherungs-Operation für die zivile Schifffahrt, damit ein Abreißen der weltweiten Lieferketten am Hormus die Weltwirtschaft nicht auf einen Schlingerkurs führt.

Strategisch ist die Lage offener, als das Kräfteverhältnis auf den ersten Blick vermuten lässt: Der Seeweg durch Hormus bleibt unterbrochen, der weltweite See- und Energie-Handel ist gestört, die Golfstaaten stehen unter Druck, und die westliche Munitionsverbrauchs- und Kosten-Kurve steigt weiter an. Womit zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur weniges auf eine entscheidende und zeitnahe Beendigung, aber vieles auf einen fatalen, weil andauernden und asymmetrischen Abnutzungskrieg ohne Gewinner hinweist. Es darf aber bitteschön auch alles ganz anders kommen!
kurz und prägnant meine Bewertung
Militärisch machbar - trotz nicht berücksichtigter, aber leicht erwartbarer Reaktionen des überfallenen Iran.
Politisch ein Fiasko. Chaotische Vorbereitung, chaotische Ergebnisse. Stärkung der falschen Spieler ...
Wirtschaftlich auf ganzer Linie desolat.

peinlich
Zitat: dpa
Trump drängt auf Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormus

Palm Beach/Teheran (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt - ohne konkret zu werden. «Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten», schrieb er auf der Plattform Truth Social. Die iranische Führung verspottete dies als Hilferuf.

Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.

Trump droht weitere Angriffe auf iranischer Öl-Insel an

Trump drohte derweil in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit weiteren Angriffen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg. Das US-Militär hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel Militäranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.
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ich bin versucht zu sagen, die Suppe, die er versalzen hat, sollte er auch selbst auslöffeln.

Aber ganz emotionslos:
Solange GröPaZ weitere Angriffe durchführt oder auch nur androht, hat es gar keinen Sinn, die Kastanien aus dem Feuer zu holen.
Und wenn bzw. sobald die Verhältnisse beruhigt genug sind, braucht es diese Hilfe nicht mehr.
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#25
Südkorea prüft offenbar die Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung von Hormuz:
Zitat:South Korea considering sending warships to the Strait of Hormuz [...]

"We are closely monitoring President Trump's remarks on social media and will carefully consider the matter in close consultation with the United States," a South Korean presidential official told AFP. Seoul was "comprehensively considering and exploring various measures... to ensure the safety of energy transport routes", the official said.
https://www.middleeasteye.net/live-blog/...ait-hormuz

Schneemann
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#26
"Prüfen" ist noch keine Zusage.
Die Trump-Forderung stößt vielmehr weltweit auf Zurückhaltung
Zitat:13:27 Uhr: Die Reaktionen sind zurückhaltend.
Mit seiner Forderung, andere Staaten sollten im Iran-Krieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern, ist US-Präsident Donald Trump auf zurückhaltende Reaktionen gestoßen.
...
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte am Freitag am Rande eines Besuchs in Norwegen ausgeschlossen, dass die Bundeswehr sich an einer Mission in der Straße von Hormus beteiligen könnte.
Auch der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), warnte vor der Beteiligung Deutschlands. ...
Zitat:14:35 Uhr: Zusagen bekam Trump bislang keine, stattdessen auffällige Zurückhaltung. Wichtig sei nun, "den Konflikt zu deeskalieren", sagte der britische Minister für Energiesicherheit, Ed Miliband, mit Blick auf Trumps Forderung. Ein japanischer Regierungsvertreter erklärte, die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Entsendung japanischer Marineschiffe seien "extrem hoch".

Auch aus dem südkoreanischen Präsidialamt kam eine ausweichende Reaktion: Seoul verfolge Trumps Äußerungen genau und werde "das Thema in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten gründlich betrachten", hieß es. (afp/bearbeitet von phs)
Zitat:14:50 Uhr
Miliband: "In Kontakt mit Verbündeten" zu Straße von Hormus
Großbritannien prüft nach Angaben von Energieminister Ed Miliband einen Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus. Auf die Frage, ob Großbritannien erwäge, Minensuchboote oder Seedrohnen in die strategisch wichtige Wasserstraße zu entsenden, um den Schiffsverkehr zu sichern, sagte Miliband dem Sender Sky News, die britische Regierung stehe in Kontakt mit ihren Verbündeten.
Der BBC sagte er außerdem, alle Optionen, die dazu beitragen könnten, die Meerenge wieder zu öffnen, würden geprüft. Der sicherste und beste Weg sei es aber, den Konflikt zu beenden, so Miliband.
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#27
Laut der Regierungssprecherin im Weißen Haus, Leavitt, hat sich das Pentagon jahrzehntelang damit befasst, was zu tun ist, wenn der Fall eintritt, dass der Iran die Straße von Hormus sperrt. War eine der Optionen "Wir zetteln einen Krieg an und lassen andere die Kartoffeln aus dem Feuer holen!"?
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#28
@KGB32
Zitat:War eine der Optionen "Wir zetteln einen Krieg an und lassen andere die Kartoffeln aus dem Feuer holen!"?
Wo findet sich diese Aussage? Bitte eine Quelle.

@Allgemein

Ich möchte bitte um etwas mehr Sachlichkeit ersuchen, das gilt generell. Denn wenn eher provokante Thesen aufgestellt oder polemisierende Aussagen getätigt werden (was durchaus auch einmal erlaubt ist, aber bitte eben nicht dauernd), egal ob nun absichtlich oder unabsichtlich, denen Links als vermeintliche Belege beigefügt werden, welche jedoch dann bei der Durchsicht derselbigen Links die Thesen oder Aussagen nicht bestätigen, dann empfinde ich dies als nicht zielführend für den Diskurs und teils auch als ärgerlich ob der Zeitverschwendung.

Insofern: Gerne diskutiert konträre Aspekte, aber ich bitte nun explizit um mehr Sachlichkeit und v. a. auch eine sorgsamere Quellenkritik. Danke.


Schneemann
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#29
@Schneemann:
KBG32 (nicht KGB - ein freudscher Verschreiber ?) nimmt meine Aussage von vor 10 Stunden auf und versieht sie mit einem Fragezeichen.
Insofern richtet sich da seine Frage an mich, die ich mit einem Link beantworten müsste.
Ich hatte geschrieben:
"Solange GröPaZ weitere Angriffe durchführt oder auch nur androht, hat es gar keinen Sinn, die Kastanien aus dem Feuer zu holen."

Tatsächlich beziehe ich mich auf die Äusserung von ntv-USA-Korrespondent Peter Kleim über die US-Taktik in Nahost
Zitat:"Trump ist am Ende seines Lateins"
15.03.2026, 12:54 Uhr
Die Eskalation im Nahen Osten stellt die USA zunehmend vor Probleme. Weil die Amerikaner nicht weiterwissen, nachdem sie den Konflikt "vom Zaun gebrochen haben", bitten sie jetzt andere um Hilfe, schätzt ntv-USA-Korrespondent Peter Kleim die Lage ein.
Und das lässt nur zwei Begründungen zu:
=> Entweder, da wurde von Anfang an nicht einmal das Offensichtliche abgewogen und berücksichtigt, sondern "blind drauf los gebombt" ohne sich weiter Gedanken zu machen [„Et hätt noch immer jot jejange“ (hochdeutsch: „Es ist bisher noch immer gut gegangen“) ist der 3. Artikel des Kölschen Grundgesetzes]
=> Oder aber, man hat sich drauf verlassen, dass dann schon noch andere die "Kastanien aus dem Feuer holen" wenn es doch nicht "jot jejange" ist.

Letztendlich bin ich dann auch der Auffassung, dass der schnellste und effektivste Weg, die Sicherheit an der Straße zu gewährleisten, ein Ende der Bombardements durch die USA und Israel wäre.
Und wenn die Golfstaaten noch mehr an Sicherheit drauf geben wollen, dann müssten sie dafür sorgen, dass die US-Stützpunkte, von denen aus der Iran bombardiert wird, zumindest damit aufhören - oder die Stützpunkte sogar dauerhaft geschlossen werden.
Denn ansonsten könnte es immer wieder zu Vergeltungsschlägen des Iran kommen.
Zitat:Vergeltung des Iran? Drohne setzt Ölhafen in Brand
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#30
(15.03.2026, 13:07)Schneemann schrieb: Südkorea prüft offenbar die Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung von Hormuz:...
Schneemann
und
(15.03.2026, 16:44)Kongo Erich schrieb: "Prüfen" ist noch keine Zusage.
Die Trump-Forderung stößt vielmehr weltweit auf Zurückhaltung
inzwischen berichtet u.a. das Handelsblatt, dass Donald der Leibhaftige die Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus drängt - und dabei vor Drohungen nicht zurückschreckt.
Zitat: ...Die Nato werde vor einer „sehr schlechten“ Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der „Financial Times“. Sollte es „keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein“, wurde Trump zitiert. ...
Wie ich schon einmal feststellte: irgendwer muss ihm erklären, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis ist. Und die USA als NATO-Partner wurden nicht vom Iran angegriffen, sondern umgekehrt. Und die NATO dient nicht dazu, irgendwelche Hegemonialpositionen außerhalb des NATO-Gebietes blindwütig zu unterstützen. Den Begriff "Nibelungentreue" hatte ich an anderer Stelle bereits eingebracht.
Darüber hinaus braucht er wohl Geographie-Unterricht. Schließlich liegt die Straße von Hormuz außerhalb des NATO-Gebietes. Das östliche Mittelmeer - als "Randmeer des Nordatlantiks" und das "Schwarze Meer" als "Randmeer des Randmeeres" kann man gerne als NATO-Gebiet ansehen, zumal mit der Türkei und Griechenland (bzw. Bulgarien und Rumänien) jeweils mindestens zwei NATO-Mitglieder direkt an diesen Meeren anliegen. Aber die Straße von Hormuz ist da ganz weit weg.

Ich bin daher auch etwas unglücklich darüber, dass der Thread von Anfang an sowohl den Nahen wie auch den Mittleren Osten einbezogen hat. Die Bedingungen sind in beiden Regionen völlig unterschiedlich, sowohl was die beteiligten Staaten als auch was die geographischen und materiellen Umstände betrifft.

Was es nun mit den unterstützenden Staaten auf sich hat, berichtet darüber hinaus dann konkret auch n-tv.
Zitat:"Rechtlich schwierig"
Trump will Nato-Unterstützung in der Straße von Hormus - und kassiert Absagen
16.03.2026, 08:13 Uhr

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Folgende Staaten sagen ab:

Deutschland
Die Bundesregierung schloss eine deutsche Beteiligung bereits am Freitag aus. Für Kanzler Friedrich Merz gebe es im Augenblick "keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken", sagte der CDU-Vorsitzende. Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs, "und wir wollen es auch nicht werden", betonte er. "Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden." Am Sonntag sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul in der ARD, für eine deutsche Beteiligung an einem Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus sehe er zum jetzigen Zeitpunkt keine "unmittelbare Notwendigkeit". Der Minister forderte von den USA und Israel mehr Informationen über die Kriegsziele und die weiteren Planungen im Krieg gegen den Iran.

Japan
"In der derzeitigen Situation im Iran erwägen wir im Moment nicht, einen maritimen Sicherheitseinsatz anzuordnen", sagte Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi vor dem Parlament in Tokio. Die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi erklärte, jeder maritime Sicherheitseinsatz wäre "rechtlich außerordentlich schwierig". Der Einsatz der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte im Ausland ist im offiziell pazifistischen Japan politisch heikel.

Australien
Die australische Regierung lehnte eine Beteiligung ebenfalls ab. "Wir werden kein Schiff in die Straße von Hormus schicken", sagte Australiens Verkehrsministerin Catherine King dem australischen Sender ABC. "Wir wissen, wie unglaublich wichtig das ist, aber das ist nichts, worum wir gebeten wurden oder zu dem wir beitragen", fügte sie hinzu.

In diesen Ländern laufen Beratungen zu dem US-Hilfsgesuch:

Frankreich
Paris hat selbst einen Begleitschutz für Handelsschiffe ins Spiel gebracht. ...

Großbritannien
Der britische Energieminister Ed Miliband sagte dem Sender Sky News, die Regierung werde mit ihren Verbündeten - darunter den USA - zusammenarbeiten, um dafür zu sorgen, dass die Straße von Hormus wieder befahrbar wird. ....

Südkorea
Das Präsidialamt in Seoul teilte am Sonntag mit, es werde seine Reaktion auf Trumps Bitte in enger Abstimmung mit Washington sorgfältig prüfen. ...

China hält sich zurück, Iran droht
Aus Peking gibt es noch keine Reaktion auf Trumps Ankündigung, dass neben den USA auch andere Staaten Kriegsschiffe entsenden könnten, um die Straße von Hormus offenzuhalten und abzusichern. Im Tagesverlauf kommen die Außenminister der EU-Staaten zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs zu einem persönlichen Treffen in Brüssel zusammen. Da könnten Trumps Forderungen auch Thema sein.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte nach Trumps erster Aufforderung, andere Länder sollten Kriegsschiffe zum Schutz der Handelsroute entsenden, vor Maßnahmen, die zu einer Ausweitung des Kriegs seines Landes gegen die USA und Israel führen könnten. ...
es gibt also noch keine einzige definitive Zusage.
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