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(17.12.2025, 17:10)DeltaR95 schrieb: Zeitdruck scheint man ja irgendwie nicht zu haben? 
(17.12.2025, 17:39)DopePopeUrban schrieb: Man selber ja, die Industrie nicht. Hatte sie nie und wird sie nie haben.
Ich lehne mich auch mal aus dem Fenster und sag, die Industrie wird im März sagen, dass das Projekt nicht zu retten ist und man doch bitte Schiffe der eigenen Produktpalette beschafft, am besten zum doppelten Preis.
Mal gucken was zuerst zuläuft, die F126 oder die F127? 
Ja sicher es ist ja auch so einfach ein Konstruktionsprojekt dieser Größe unter Kontrolle zu bringen. Wahrscheinlich prüft man was noch neu zu konstruieren ist und wenn nötigen Konstruktionszeiten in Mannjahren ausdrücken lassen, dann fehlt einfach die Kapazität um da zeitnah wieder in die Spur zu kommen. Wäre ich der Verantwortliche, egal ob AG oder AN, ich würde da genau wissen wollen wo man steht.
Also einfach mal ruhig bleiben.
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@DeltaR95
Zitat:Och, hätten die schon, wenn der Bund mal ernsthaft in ein laufendes Projekt im Ausland einsteigen würde Einfach mal Druck machen...
Das wäre vermutlich ernsthaft die sinnvollere Entscheidung gewesen. Die MBVs hätte man bspw gut im Ausland bestellen und bauen können. Dass der Verbesserungsdrang bei Unternehmen, die sich sicher sein können, dass, egal wie viel Mist sie schon verzapft haben (Grüße gehen raus an NVL), sie trotzdem weiterhin das Exklusivprivileg für Aufträge der Marine innehalten, entsprechend gering sein dürfte, ist ja nicht von der Hand zu weisen.
Und von selber passiert nichts, im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Dann eben mit der Brechstange, wenn’s sein muss.
—————
@ede144
Ich behaupte ja keinesfalls, dass man in so kurzer Zeit eine vernünftige roadmap auf die Beine stellen kann um so ein Projekt zu retten aber man sollte mittlerweile zumindest einen Eindruck gewonnen haben, ob sich diese Möglichkeit im Raum des machbaren bewegt oder nicht. Das Projekt läuft seit 2023, man startet hier nicht bei 0.
Nach meinem Verständnis reden wir hier nach wie vor von dem grundsätzlichen Machbarkeitsgutachten. Im April 2026 bekommen wir keine Baufortsetzung sondern nur eine Einordnung, ob sowas grundsätzlich machbar ist. Alles weitere, sei es eine alternative Lösung oder die Fortsetzung des Projekts unter deutscher Leitung, beginnt ja erst dann. Bis da der Bau wieder (oder erneut) läuft, haben wir locker 2027. Da blicken wir auf eine Indienststellung ab 2032, vielleicht.
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(17.12.2025, 20:56)ede144 schrieb: Ja sicher es ist ja auch so einfach ein Konstruktionsprojekt dieser Größe unter Kontrolle zu bringen. Wahrscheinlich prüft man was noch neu zu konstruieren ist und wenn nötigen Konstruktionszeiten in Mannjahren ausdrücken lassen, dann fehlt einfach die Kapazität um da zeitnah wieder in die Spur zu kommen. Wäre ich der Verantwortliche, egal ob AG oder AN, ich würde da genau wissen wollen wo man steht.
Also einfach mal ruhig bleiben.
Dieses Argument kann wohl nicht für ein Projekt gelten, in dem der Auftraggeber großspurig verkündet hat, es hätte bereits seit Vertragsschluss im Juni 2020 ein "gläsernes Projektbüro" gegeben und jeder Projektbeteiligte hätte so vollste Einsicht in den aktuellen Baufortschritt
Im Ernst, seit Sommer 2024 kursieren die Gerüchte über die Konstruktionsprobleme in den Medien. Dann zahlen wir Damen enden 2025 über 30 Mio. EUR dafür, dass man uns Unterlagen gibt, die eigentlich dem Auftraggeber per ausschließlichem oder nicht ausschließlichem Nutzungsrecht sowieso zustehen.
Jetzt benötigt NVL, die von Anfang am im Projekt dabei sind, bis April 2026 um zu bewerten, ob die das allein stemmen können?
Das ergibt alles hinten und vorne keinen Sinn - es sei denn, dass "gläserne Projektbüro" hat man so interpretiert, dass halt alle im selben Raum sitzen und nicht miteinander reden.
Von der "Stop-Gap-Lösung" MEKO A200G hört man ja scheinbar auch nichts mehr.
Was wir hier gerade sehen, ist ein Auftraggeber, der scheinbar kein Lagebild hat und mit all seinen "Experten" nicht in der Lage ist zu bewerten, ob das Projekt noch fortgeführt werden kann oder nicht, ohne sich hier mal wieder einer Consulting Agentur und einer weiteren zivilen Werft zu bedienen.
Die Bundeswehr hat vor kurzem eine Werft gekauft, die auf Neubauten spezialisiert war. Wo ist denn das ganze Personal aus deren Konstruktion hin? Die hätten ad hoc in der Lage sein müssen zu bewerten, ob ein anderer Auftragnehmer das Projekt auf Grundlage der verfügbaren Daten fortführen kann.
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https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...atten.html
Marinerüstung
Naval Vessels Lürssen übernimmt Bau neuer deutscher Fregatten
Autorenprofilbild von Olaf Preuß
Von Olaf PreußWirtschaftsreporter
Stand: 11:49 UhrLesedauer: 3 Minuten 28.01.2026
ie Deutsche Marine braucht die sechs neuen Fregatten des Typs F126 in den kommenden Jahren dringend. Doch das niederländische Unternehmen Damen Naval in Vlissingen, Generalunternehmer für den Bau der Großkampfschiffe, war mit der Fertigung überfordert. Speziell auch die Übertragung der komplexen Konstruktionsdaten in die Bauwerften funktionierte nicht.
Nach langen Verhandlungen übernimm nun Naval Vessels Lürssen (NVL) den Bau der F126, es ist das bislang größte Beschaffungsprojekt der Deutschen Marine mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro. „NVL arbeitet mit Hochdruck daran, das F126-Projekt in wenigen Wochen als Generalunternehmer zu übernehmen“, teilte NVL am Mittwoch mit. „Die Weichen für einen erfolgreichen Abschluss sind gestellt: Unserem Team ist es gelungen, den Gordischen Knoten zu lösen und die Konstruktionsdaten der niederländischen Damen erfolgreich ins eigene System zu übertragen. Damit haben wir die Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung geschlossen und gemeinsam mit Damen den Weg freigemacht für einen beschleunigten Hochlauf der Produktion in den Werfthallen.“
Tim Wagner, Geschäftsführer von NVL, sagte: „Das war eine echte Herausforderung und wahrscheinlich der kritischste Meilenstein für eine mögliche Übernahme.“ Parallel dazu seien weitere bereits Arbeiten an dem Projekt F126 realisiert worden, sagte Wagner: „Bereits Mitte Januar konnten wir die Sektionsmontage eines Großblocks bei unserem Kieler Fertigungspartner German Naval Yards starten, weitere Sektionsmontagen sind in der Vorbereitung. Auch die Rohrfertigung wurde am Standort Blohm+Voss bereits hochgefahren.“
Die F126 ist auf die U‑Boot‑Jagd und die dreidimensionale Seekriegsführung – unter Wasser, auf See, in der Luft – spezialisiert. Sie soll die Fregatten F123 der „Brandenburg-Klasse“ bei der Deutschen Marine ablösen. Ursprünglich sollten die F126 von 2028 an bei der Deutschen Marine in Dienst gestellt werden. Nach aktuellem Stand dürfte die Ablieferung nun erst im Jahr 2031 beginnen.
Von April an, teilte NVL mit, „werden auf der Peene-Werft Fortschritte im Stahlschiffbau und dem Setzen von Großgeräten wie dem Getriebe sichtbar sein. Auf Basis des bisherigen Prüfverfahrens und der konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren Partnern und dem Öffentlichen Auftraggeber gehen wir davon aus, die Projektübernahme in wenigen Wochen erfolgreich abzuschließen.“
NVL-Chef Wagner sagte: „Die geopolitische Lage zeigt einmal mehr: Wir brauchen diese hochmodernen, kampfstarken und vor allem nordatlantiktauglichen Schiffe dringend. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das laufende Prüfverfahren erfolgreich abschließen und das wichtige Beschaffungsvorhaben zum Erfolg führen können.“
Das Baukastensystem mit der Beteiligung mehrerer Werften von NVL und German Naval Yards war von Beginn an Teil des Projektes unter der bisherigen Leitung von Damen Naval. Die bei German Yards in Kiel gefertigten Vorschiffe und auf der Peene Werft in Wolgast gefertigten Hinterschiffe der Fregatten werden bei German Naval Yards per „Hochzeitsstoß“ zusammengeführt. Endausgestattet werden die Fregatten dann bei Blohm+Voss in Hamburg, die Werft gehört ebenfalls zu NVL.
Naval Vessels Lürssen wiederum mit insgesamt vier Werften an Nordsee, Ostsee und in Hamburg soll im ersten Quartal dieses Jahres an Deutschlands größten Rüstungskonzern Rheinmetall verkauft werden. Der Bau von Überwasser-Marineschiffen und von unbemannten Marinefahrzeugen soll in diesem Umfeld deutlich ausgebaut und gestärkt werden. U-Boote für Deutschland und für die Marinen anderer Länder wieder fertigt das inzwischen börsennotierte Unternehmen TKMS in Kiel, das mehrheitlich dem Konzern ThyssenKrupp gehört. Zum Portofolio von TKMS gehören auch Überwasser-Marineschiffe. In Deutschland ist TKMS der wichtigste Kooperationspartner für NVL. Zitate Ende
Ich schrieb ja schon, Rheinmetall läßt sich doch nicht die Butter vom Brot nehmen.
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(28.01.2026, 13:12)Seafire schrieb: Speziell auch die Übertragung der komplexen Konstruktionsdaten in die Bauwerften funktionierte nicht.
Nach langen Verhandlungen übernimm nun Naval Vessels Lürssen (NVL) den Bau der F126, es ist das bislang größte Beschaffungsprojekt der Deutschen Marine mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro. „NVL arbeitet mit Hochdruck daran, das F126-Projekt in wenigen Wochen als Generalunternehmer zu übernehmen“, teilte NVL am Mittwoch mit. „Die Weichen für einen erfolgreichen Abschluss sind gestellt: Unserem Team ist es gelungen, den Gordischen Knoten zu lösen und die Konstruktionsdaten der niederländischen Damen erfolgreich ins eigene System zu übertragen. Damit haben wir die Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung geschlossen und gemeinsam mit Damen den Weg freigemacht für einen beschleunigten Hochlauf der Produktion in den Werfthallen.“
Wenn es jetzt scheinbar ja doch möglich ist, die Konstruktionsdaten von Damen maschinenlesbar an NVL zu übertragen, warum kann Damen dann nicht den gegenwärtigen Vertrag erfüllen?
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Ich hoffe das die Meldung wahr ist und wir hier nicht gerade einen Betrugsvorgang erleben. Es geht um gigantische Summen und nun zaubert man etwas aus dem Hut?
Falls die Öffentlichkeit hier richtig informiert wurde und es mit dem Vorhaben weiter geht, müssen Updates am Entwurf durchgeführt werden. Wir können uns keine Halbgaren Schiffe für 10 Mrd. in den Hafen stellen. 32 VLS ist das naheliegenste.
Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen?
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(28.01.2026, 17:59)Leuco schrieb: Ich hoffe das die Meldung wahr ist und wir hier nicht gerade einen Betrugsvorgang erleben. Es geht um gigantische Summen und nun zaubert man etwas aus dem Hut?
Falls die Öffentlichkeit hier richtig informiert wurde und es mit dem Vorhaben weiter geht, müssen Updates am Entwurf durchgeführt werden. Wir können uns keine Halbgaren Schiffe für 10 Mrd. in den Hafen stellen. 32 VLS ist das naheliegenste.
Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen?
Da wird nix am Design geändert. Wo kämen wir denn da hin? /s Das werden horrend teure Fregatten die alles andere als kampftauglich sind. Aber dafür mit Gefängnismodul für bisschen Piratenjagd vor Somalia. Machste nix.
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(28.01.2026, 17:59)Leuco schrieb: Ich hoffe das die Meldung wahr ist und wir hier nicht gerade einen Betrugsvorgang erleben. Es geht um gigantische Summen und nun zaubert man etwas aus dem Hut?
Falls die Öffentlichkeit hier richtig informiert wurde und es mit dem Vorhaben weiter geht, müssen Updates am Entwurf durchgeführt werden. Wir können uns keine Halbgaren Schiffe für 10 Mrd. in den Hafen stellen. 32 VLS ist das naheliegenste.
Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen?
Was die F126 neben mehr Zellen für das Mk 41 braucht sind Flugkörper mit größerer Reichweite.
Prio 1 für mich: Integration SM-2 Block IIIAZ
Prio 2 für mich: Integration weiterer 16 Zellen Mk 41
Prio 3 für mich: TRS-4D/NR runter und dafür entweder eine rotierende TRS-4D/LR (F124) oder ein fester Einbau dieser
Damit wäre die F126 im Bereich AAW so befähigt wie eine F124 und man könnte letztere direkt verschrotten, ohne noch mehr Geld darin zu versenken.
Die F126 hat schon APAR Block 2, schneller kommt man wohl nicht an die SM-2 Block IIIAZ Fähigkeit ran.
Die F126 hat schon zwei Mastmodule. Bei 11.000 t wird man garantiert eine Anordnung wie bei F124 hinbekommen, sprich APAR vorne und TRS-4D/LR ROT achtern.
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(28.01.2026, 17:59)Leuco schrieb: Falls die Öffentlichkeit hier richtig informiert wurde und es mit dem Vorhaben weiter geht, müssen Updates am Entwurf durchgeführt werden. Wir können uns keine Halbgaren Schiffe für 10 Mrd. in den Hafen stellen. 32 VLS ist das naheliegenste.
Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen?
Die wahrscheinlich wichtigste Änderung ist auch die am leichtesten umzusetzende: Ein U-Jagd-Modul für alle bestellen Schiffe. Immerhin wird das in Zeiten von Landes- und Bündnisverteidigung die wichtigste Aufgabe. Andere Module können gerne bestellt werden, bleiben aber im Lager, solange ein Schiff nicht zu einer Mission ausläuft, die explizit ein solches Modul benötigt. Im Normalfall bleibt das U-Jagt-Modul installiert.
32 VLS-Zellen sind auf den ersten Blick ein notwendiges Upgrade, da die Schiffe mit 16 Zellen für ihre Größe nur zu leicht bewaffnet sind. Allerdings sind VLS-Zellen kein Selbstzweck, sondern müssen mit Raketen befüllt werden. Und das könnte schwierig werden. - SM2 dürfte nicht möglich sein, weil das TRS-4D-Radar nur Raketen bis zur Klasse der ESSM oder SLX sinnvoll unterstützen kann.Somit könnte eine SM2 ihr theoretisches Potential nicht ausschöpfen. Die Einrüstung eines anderen Radars dürfte das Projekt wohl auch ausgeschlossen sein, da die notwendigen Änderungen den Zeitplan endgültig soweit nach hinten fallen ließen, dass eine F127-Light auch nicht später kommen würde.
- Für Landziel-Marschflügkörper bräuchte es die 7m-Variante vom Mk41. Und diese dürfte wohl noch schwieriger zu integrieren sein als zusätzliche 5m-Module.
- Bleibt als sinnvolle Bestückung nur VL-ASROC. Denkbare Alternativen wie Type 07 oder Red Shark brauchen 7m-Module oder sind (noch) nicht ins MK41 integriert und fallen daher weg.
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(28.01.2026, 17:59)Leuco schrieb: Ich hoffe das die Meldung wahr ist und wir hier nicht gerade einen Betrugsvorgang erleben. Es geht um gigantische Summen und nun zaubert man etwas aus dem Hut?
Falls die Öffentlichkeit hier richtig informiert wurde und es mit dem Vorhaben weiter geht, müssen Updates am Entwurf durchgeführt werden. Wir können uns keine Halbgaren Schiffe für 10 Mrd. in den Hafen stellen. 32 VLS ist das naheliegenste.
Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen?
16-32 VLS mehr und 8 AShM mehr.
So oder ähnlich: https://www.directupload.eu/file/d/9178/...q5_png.htm
(28.01.2026, 19:17)DarthHelmchen schrieb: Die wahrscheinlich wichtigste Änderung ist auch die am leichtesten umzusetzende: Ein U-Jagd-Modul für alle bestellen Schiffe. Immerhin wird das in Zeiten von Landes- und Bündnisverteidigung die wichtigste Aufgabe. Andere Module können gerne bestellt werden, bleiben aber im Lager, solange ein Schiff nicht zu einer Mission ausläuft, die explizit ein solches Modul benötigt. Im Normalfall bleibt das U-Jagt-Modul installiert.
32 VLS-Zellen sind auf den ersten Blick ein notwendiges Upgrade, da die Schiffe mit 16 Zellen für ihre Größe nur zu leicht bewaffnet sind. Allerdings sind VLS-Zellen kein Selbstzweck, sondern müssen mit Raketen befüllt werden. Und das könnte schwierig werden.- SM2 dürfte nicht möglich sein, weil das TRS-4D-Radar nur Raketen bis zur Klasse der ESSM oder SLX sinnvoll unterstützen kann.Somit könnte eine SM2 ihr theoretisches Potential nicht ausschöpfen. Die Einrüstung eines anderen Radars dürfte das Projekt wohl auch ausgeschlossen sein, da die notwendigen Änderungen den Zeitplan endgültig soweit nach hinten fallen ließen, dass eine F127-Light auch nicht später kommen würde.
- Für Landziel-Marschflügkörper bräuchte es die 7m-Variante vom Mk41. Und diese dürfte wohl noch schwieriger zu integrieren sein als zusätzliche 5m-Module.
- Bleibt als sinnvolle Bestückung nur VL-ASROC. Denkbare Alternativen wie Type 07 oder Red Shark brauchen 7m-Module oder sind (noch) nicht ins MK41 integriert und fallen daher weg.
Hat die F126 nicht Strike length mk41?
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(28.01.2026, 19:17)DarthHelmchen schrieb: SM2 dürfte nicht möglich sein, weil das TRS-4D-Radar nur Raketen bis zur Klasse der ESSM oder SLX sinnvoll unterstützen kann.Somit könnte eine SM2 ihr theoretisches Potential nicht ausschöpfen.
Die SM-2 hat eine (vermutlich) maximale Einsatzreichweite von 92 nm oder rund 170 km - der operativ verwertbare Einsatzradius dürfte deutlich darunter liegen. Die Feuereröffnungsreichweite liegt auch nicht bei 170 km.
Das TRS-4D/NR wird mit < 110 km Detektionsreichweite für Fighter Aircraft angegeben. Sprich, dies deckt sich nach meiner Bewertung gut mit dem operativen Einsatzradius der SM-2 gegen solche Ziele.
Optimal ist es nicht, aber auch kein "Killer" für die SM-2.
(28.01.2026, 19:19)roomsim schrieb: Hat die F126 nicht Strike length mk41?
Ja, hat sie.
https://www.damen.com/insights-center/ne...26-project
Zitat:The Lockheed Martin scope of supply and services includes the production and delivery of two 8-cell strike length MK 41 VLS Evolved Sea Sparrow Missile Block 2 capable modules for each of four ships plus associated engineering efforts and ancillary hardware
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https://www.bild.de/geld/wirtschaft/freg...80c72ddc7e
Hier sieht man einen Teil der Fregatte 126 und zwei Teile, die wie Boote aussehen.
Vielleicht kann jemand mit Ahnung erklären, was man hier sieht und wieviel Prozent vom Rumpf schon gebaut sind? Ungefähr, eher 10% oder mehr?
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(28.01.2026, 19:40)DeltaR95 schrieb: ...
Danke für die Aufklärung. Da haben mir wohl entscheidende Infos gefehlt. Damit wären SM2, VL-ASROC (oder Type 07) und theoretisch aus Marschflugkörper möglich.
Die sinnvollste Kombination von Waffen wäre wohl die für die Constellation-Klasse geplante VLS-Bestückung: 32 oder 48 ESSM, 16 oder 12 SM2 und 8 VL-ASROC
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(28.01.2026, 17:59)Leuco schrieb: Welche Änderungen würdet ihr euch wünschen ohne den Entwurf komplett auf den Kopf zu stellen? Insgesamt bin ich mit den Schiffen relativ zufrieden. Klar, perfekt ist etwas anderes aber vorerst kann man damit gut arbeiten. Um den Zeitplan nicht noch weiter zu gefährden würde ich diese Einheiten vorerst empfangen wie sie sind. Änderungen und Zusatzbefähigungen wären eher etwas für spätere Refits oder Ertüchtigungen, die im Rahmen der Flottenkommunalisierung früher oder später sowieso erforderlich sind.
Diese würden sich nach dem Konzept richten, dass ich bei so ziemlich sämtlichen Vorschlägen verfolge. Sie würden primär auf die volldimensionale Befähigung mit Fokus auf Area-ASW sowie die Europäisierung dieser Schiffe abzielen.
Wenn man dabei oberflächlich bleiben möchte, sähe das wie folgt aus:
Zum einen natürlich der Ersatz der 2x8 Strike Length Mk41 durch 3x8, idealerweise (sofern machbar), 4x8 SYLVER A50NG (je nach dem auch A70NG). Wenn wir von 3x Modulen ausgehen würden wir dabei von 32x SLM (1x8 quadpack) und 32x SLX (2x8 dualpack) sprechen. Das halte ich für die maximal umsetzbare Befähigung ohne direkt an der Radaranlage herumfummeln zu müssen. Eventuell wäre es auch später eine Möglichkeit, Diehl mit einer leichten Evolution des Systems zu beauftragen, dass Mehrleistung erbringt aber noch in den bestehenden Proportionen und Faktoren des "legacy" TRS-4Ds existiert, aber da will ich nicht zu tief ins Detail gehen.
So wären die Schiffe zumindest auf absehbare Zeit zu abgeschwächtem Territorial Air Defense sowie zur Einzelfahrt im Hochrisikogebiet befähigt, etwas was sie aktuell, genauso wie eine A200, nicht könnten.
Des weiteren sollte TACTICOS bei Zeiten durch ein europäisches Standard-CMS ersetzt werden, idealerweise durch das Saab 9LV. Auch die Integration von SeaSpider sollte bei dieser Gelegenheit erfolgen, sofern das base design damit nicht bereits inhärent ausgerüstet ist.
Bis dahin würde ich mich eher mit der Modulseite beschäftigen. Die Einführung eines einheitlichen Modulsystems auf Basis des CUBE-Systems von SH Defence fordere ich ja schon länger und obgleich es der F126 mMn an einem "perfekten" Mission Bay fehlt, kann man mit den drei Bays die man hat (2x 12m Seite und 1x 12m Heck) sowie den Positionen des Schleppsonarsystems und den Containerstellplätzen auf dem Wetterdeck gut arbeiten. Zu den Modulen die ich gerne umgesetzt sehen würde gehören: - ASW (übernommen)
- Gewahrsam (übernommen)
- MCM und Minenlegen
- SIGINT
- ASW-Lfk (gibts per CUBE im Container, so bleibt VLS-Kapazität für AAW erhalten)
- NDRO Module (bspw Medical, zusätzliche Einschiffungskapazität, etc)
- OSR Module (Oil Spill Recovery)
Idealerweise sollten die drei RHIB-Bays auch zur Mitnahmen von USV/UUV befähigt werden. Die Heckschleppe ist dafür zu einem späteren Zeitpunkt allerdings eventuell anzupassen, sofern die 12m-Rampe nicht ausreicht.
Zu Modulen könnt ihr euch auch gerne die Liste auf Seite 21 durchlesen. Ich halte die Einführung dieses Systems auf den Einheiten der DM für einen unfassbar großen Fähigkeitsgewinn.
https://shdefence.com/wp-content/uploads...24_web.pdf
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Was jetzt vielleicht ein Hot Take sein dürfte ist, dass ich gerne mehr als nur diese 6x Schiffe hätte. Sofern das unser Mehrrollen-Arbeitspferd und Universaltalent wird, würde ich den Flottenschwerpunkt auf dieser Klasse auslegen und 9x beschaffen.
Zwar wäre mein Idealfall immer noch die Einheitsklasse aus 15x Fregatten mit einem 9/6 Split von ASW/IKM und AAW und die F126 ist ein Kompromiss für ersteres, aber dafür in meinen Augen keinesfalls ungeeignet. Daher 9x F126 und 6x europäisierte F127.
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DeltaR95 schrieb:Optimal ist es nicht, aber auch kein "Killer" für die SM-2. Ich würde mich hier glaube ich eher an dem Realbeispiel der italienischen FREMMs orientieren.
Die sind unter anderem mit der ASTER 30 B0 & B1 ausgestattet (Reichweite >120km) und greifen dabei ebenfalls auf ein C-Band System zurück, das Kronos Grand Naval, das laut Broschüre eine IR-Reichweite von >300km hat.
So groß ist der Abstand zum TRS-4D also gar nicht, aber dessen Leistungsgrenze dürfte so "ungünstig" gelegen sein, dass für die letzten 20-30km fehlen dürften.
Track Range ist nicht das selbe wie Detection Range und je nachdem wie gut das Verarbeitungssystem damit klarkommt, könnte ein Softwareupdate vielleicht schon für ausreichend Mehrleistung sorgen um das TRS-4D dazu zu befähigen. Thales verfolgt ja den selben Ansatz, wobei ich jetzt nicht weiß, ob deren Systeme schon speziell auf diese Updates auslegt sind oder nicht.
Das stelle ich mir zumindest realistisch vor, wenn man auf Biegen und Brechen beim TRS-4D bleiben will. Ansonsten wäre ein Wechsel auf bspw SeaFire oder DualBand die bessere Wahl.
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Frank353 schrieb:Vielleicht kann jemand mit Ahnung erklären, was man hier sieht und wieviel Prozent vom Rumpf schon gebaut sind? Ungefähr, eher 10% oder mehr? DopePopeUrban schrieb:Dafür, dass der Bau angeblich still stehen würde, ist man ganz schön weit. Auch Dinge wie bspw Halterungen für Generatoren, Getriebe und Wellen sind schon zu sehen, die ohne abgeschlossene (und erhaltene) Werks- und Detailplanung nicht baubar sind. https://www.forum-sicherheitspolitik.org...1&page=114
Grundlegend sei gesagt, dass der Baufortschritt hier nicht "oberflächlich" ist. Wenn man dabei ist, entsprechende Halterungen für bspw Wellen einzurüsten, ist man schon voll dabei.
Mit Prozenten werde ich nicht dienen können, da wir hier nur die Arbeiten am Standort Wolgast sehen. Bug und Montage finden bei GNYK in Kiel statt, was wir bis jetzt noch nicht gesehen haben.
Wenn GNYK aber, wie WELT berichtete, schon seit Mitte Januar mit der Montage der Sektionen beschäftigt ist, sind die im Bauprozess ganz schön weit. Denn damit das stattfinden kann, muss das ganze Großequipment was im Rumpf liegt, also Motoren, Getriebe, Ruderanlage etc, schon eingebaut sein. Damit wäre der Großteil der Stahlarbeiten durch und man geht schon eher aufs Outfitting zu, also Verkabelung, installieren von kleineren Systemen usw.
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(28.01.2026, 20:18)DarthHelmchen schrieb: Danke für die Aufklärung. Da haben mir wohl entscheidende Infos gefehlt. Damit wären SM2, VL-ASROC (oder Type 07) und theoretisch aus Marschflugkörper möglich.
Die sinnvollste Kombination von Waffen wäre wohl die für die Constellation-Klasse geplante VLS-Bestückung: 32 oder 48 ESSM, 16 oder 12 SM2 und 8 VL-ASROC
Wenn ich träumen dürfte:  (48 VLS)
64 ESSM oder IRIS-T SLM Standard immer dabei
und zwei von 3 Loadout "Module":
AAW: 16 SM-2 III AZ oder Aster 30 (falls integriert wird)
ASW: 16 Type 07 oder LRAW
Strike: 16 Tomahawk oder Tyrfing
Bei 32 VLS:
entweder so wie bei dir, oder:
64 ESSM oder IRIS-T SLM und eins der 3 von mir genannten Loadout "Module"
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