Beiträge: 381
Themen: 4
Registriert seit: Feb 2025
(18.06.2025, 13:15)Wittgenstein schrieb: Diehl Defence und POLARIS wollen Iris-T-Flugkörper auf Polaris-Gleiter integrieren
https://www.hartpunkt.de/diehl-defence-u...tegrieren/
Das Projekt ist verwirrend. Warum packt man IRIS-T auf einen Hyperschallflugkörper?
Hab ich mich zuerst auch gefragt. Aber der Artikel führt das ja noch weiter aus:
Zitat:Durch die Kombination eines flugerprobten und wiederverwendbaren Trägersystems mit den herausragenden Fähigkeiten des einsatzerprobten Lenkflugkörpers IRIS-T entsteht eine kostengünstige, Multi-Domain-Operation-fähige Lösung, die die aktuellen Herausforderungen im Bereich bodengebundener Luftverteidigung mit einem innovativen Konzept beantwortet. Auch eine Einbettung in das Future Combat Air System oder eine maritime Umgebung ist möglich, schreibt der Überlinger Rüstungskonzern in seiner Mitteilung.
AirLAS soll mit seinem hohem Potential für zukünftige Anwendungen, inklusive des möglichen Einsatzes im Bereich von hyperschallfähigen Systemen mit großer Reichweite, offenbar auch die Grundlage für innovative Lösungen von Diehl Defence und POLARIS bilden.
Der Standard IRIS-T Flugkörper sieht hier mehr nach einem Proof of Concept aus. Man schaut wie es mit der Integration klappt und baut dass dann weiter in Richtung immer größerer Flugkörper aus.
Polaris selbst ist ja noch am wachsen, und Diehl arbeitet ja selber noch an IRIS-T SLX und HYDEF.
Wenn alle Komponenten bereit sind kann ich mir gut vorstellen, dass man Polaris praktisch als wiederverwentbare Boosterstufe für HYDEF benutzt.
Polaris als eine Art Loyal Wingman Drohne für andere Luftfahrzeuge könnte auch einen Mehrwert bieten. Könnte ist hier das Stichwort. Noch ist das alles sehr experimentell. Aber hier zusammenzuarbeiten und zu schauen was geht kann nicht schaden.
Beiträge: 225
Themen: 2
Registriert seit: May 2025
Ich bin ja großer Fan dieses Projektes. Die Meldung fand ich dennoch verwirrend.
Nun gut, sollen die mal forschen und wenn solche Artikel helfen mehr Fördergelder zu bekommen, von mir aus.
Vielleicht bekommen wir am Ende tatsächlich einen orbitalen Hyperschallabfängjäger.
Beiträge: 3
Themen: 0
Registriert seit: May 2015
Verstehe ich zwar nicht so richtig aber ein Wasys einrüsten geht in die richtige Richtung. Als nächstes bitte Kinetische Wiedereintrittskörper.
Beiträge: 41
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2021
Wenn die künftigen HYDEF Abfangeinheiten auf eine schwere POLARIS Einheit montiert werden können, wie dieses alte Konzept für die EF, dann kann Europa über sein eigenes Golden Dome System nachdenken.
Das Abfangen in der Startphase ist meiner Meinung nach die praktikabelste Lösung für das Problem der Abwehr ballistischer Raketen.
Natürlich müssen sie noch in der Lage sein, eine große Anzahl von Satelliten zu erschwinglichen Kosten zu starten, ähnlich wie es SpaceX heute kann, es liegt also noch ein sehr langer Weg vor ihnen.
https://www.airpower.at/news03/1108_paris/index.html
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/user/2...ii344d.jpg]
Beiträge: 8.049
Themen: 1.073
Registriert seit: Sep 2020
Das deutsche Verteidigungsministerium startet die Entwicklung eines wiederverwendbaren Hyperschallflugzeugs
OPEX360 (französisch)
von Laurent Lagneau · 27. Januar 2026
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploa...260127.jpg]
....
Aber es ist zweifellos Deutschland, das in Europa über eine solche Kapazität verfügen wird. Im Jahr 2021 meldete das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen bescheidenen Auftrag im Wert von 250.000 Euro an das Unternehmen Polaris Raumflugzeuge, um im Rahmen seines RDRS-Programms (Rapid Deployable Reconnaissance System) die Anwendungen und das Potenzial eines Raumflugzeugs für Aufklärungsmissionen zu evaluieren.
Zu dieser Zeit arbeitete Polaris Raumflugzeuge, ein Ableger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), an dem Konzept eines Raumflugzeugs mit Aerospike-Antrieb namens Aurora.
„Aurora ist für den Start und die Landung auf herkömmlichen Pisten überall auf der Welt ausgelegt […]. Seine Hauptaufgabe ist der Start von Satelliten mit einem Gewicht von 800 bis 1.000 kg, was eine erhebliche Senkung der Startkosten im Vergleich zu herkömmlichen Trägerraketen ermöglicht und gleichzeitig die Flexibilität, Verfügbarkeit und Sicherheit grundlegend erhöht“, erklärte das Unternehmen.
Nach zufriedenstellenden Tests erhielt Polaris Raumflugzeuge im vergangenen Jahr einen weiteren Auftrag vom BAAIBw, diesmal zur Erforschung eines „wiederverwendbaren zweistufigen Hyperschall-Forschungsfahrzeugs“.
Nun geht es jedoch darum, den nächsten Schritt zu tun. Über das soziale Netzwerk LinkedIn gab Polaris Raumflugzeuge bekannt, dass die BAAINBw ihm gerade einen neuen Auftrag für die „Herstellung und den Betrieb eines zweistufigen, horizontal startenden und vollständig wiederverwendbaren Hyperschall-Forschungsfahrzeugs“ erteilt habe.
„Das Konzept des HYTEV [Hypersonic Test and Experimentation Vehicle] wurde im Rahmen der Vorarbeiten in den Jahren 2024 und 2025 entwickelt”, erklärte das deutsche Unternehmen zunächst. „ Dieses System, dessen Größe und Startgewicht mit denen eines Kampfflugzeugs vergleichbar sind, wird bis Ende 2027 einsatzbereit sein”, versprach das Unternehmen anschließend.
Die erste Stufe dieser Maschine besteht aus zwei Zweikreis-Turbostrahltriebwerken und einem linearen Aerospike-Raketentriebwerk AS-1 LOX, während die zweite Stufe auf einem einzigen Raketentriebwerk basiert.
„Unseres Wissens wurde noch nie zuvor ein Auftrag für ein vergleichbares System an ein Unternehmen in Europa oder sogar weltweit vergeben. Wir freuen uns auf dieses spannende und sehr ehrgeizige Projekt!”, kommentierte Polaris Raumflugzeuge. „Wir sind sehr stolz auf das Vertrauen, das uns die Bundeswehr weiterhin entgegenbringt”, schloss sie.
Beiträge: 381
Themen: 4
Registriert seit: Feb 2025
2027 klingt sehr ambitioniert für ein "Kampfjet-großes" Weltraumflugzeug. Sollte es aber erfolgreich sein, dann sind das gute Nachrichten. An Aerospike Engines wird ja schon seit Jahrzehnten getüftelt, ein Erfolg hier birgt viel Potential.
Beiträge: 190
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2025
Polaris werkelt ja schon eine ganze Weile, recht abseits der Öffentlichen Wahrnehmung rum. Tatsächlich haben bisherige runterskalierte Demonstratoren (noch ohne das Kernelement Triebwerk) aber recht vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Aber das Triebwerk wird dennoch hier der Knackpunkt bleiben. Der aktuelle Demonstrator (Nova) wird mit Turbinen-Strahl- sowie erstmal traditionellem Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerk geplant. Bezüglich des Entwicklungstands des finalen Aerospike-Triebwerks hat man bisher noch nahezu gar nichts gehört. Das würde mich hier bei den doch sehr ambitionierten Zeitplänen etwas stutzig machen.
Aber dennoch, zumindest Aerodynamik- und Avionik-Entwicklung ist bisher, für so ein ambitioniertes nationales Projekt, eigentlich ziemlich gut gelaufen, wie man immer mal wieder hörte. Es ist zumindest mal gut zu hören, dass die Entwicklung weiter verfolgt und finanziert wird.
Beiträge: 2.252
Themen: 5
Registriert seit: Mar 2024
(27.01.2026, 21:13)DrKartoffelsalat schrieb: Polaris werkelt ja schon eine ganze Weile, recht abseits der Öffentlichen Wahrnehmung rum. Tatsächlich haben bisherige runterskalierte Demonstratoren (noch ohne das Kernelement Triebwerk) aber recht vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Aber das Triebwerk wird dennoch hier der Knackpunkt bleiben. Der aktuelle Demonstrator (Nova) wird mit Turbinen-Strahl- sowie erstmal traditionellem Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerk geplant. Bezüglich des Entwicklungstands des finalen Aerospike-Triebwerks hat man bisher noch nahezu gar nichts gehört. Das würde mich hier bei den doch sehr ambitionierten Zeitplänen etwas stutzig machen.
Aber dennoch, zumindest Aerodynamik- und Avionik-Entwicklung ist bisher, für so ein ambitioniertes nationales Projekt, eigentlich ziemlich gut gelaufen, wie man immer mal wieder hörte. Es ist zumindest mal gut zu hören, dass die Entwicklung weiter verfolgt und finanziert wird.
Ich frage mich aber, was genau man damit machen will, was eine konventionelle, wiederverwendbare (!), Rakete nicht könnte... Und weniger technische Entwicklungen erfordert. (Musk macht es vor) und dadurch insgesamt zuverlässiger und billiger ist.
Beiträge: 660
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2023
(27.01.2026, 21:13)DrKartoffelsalat schrieb: Polaris werkelt ja schon eine ganze Weile, recht abseits der Öffentlichen Wahrnehmung rum. Tatsächlich haben bisherige runterskalierte Demonstratoren (noch ohne das Kernelement Triebwerk) aber recht vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Aber das Triebwerk wird dennoch hier der Knackpunkt bleiben. Der aktuelle Demonstrator (Nova) wird mit Turbinen-Strahl- sowie erstmal traditionellem Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerk geplant. Bezüglich des Entwicklungstands des finalen Aerospike-Triebwerks hat man bisher noch nahezu gar nichts gehört. Das würde mich hier bei den doch sehr ambitionierten Zeitplänen etwas stutzig machen.
Aber dennoch, zumindest Aerodynamik- und Avionik-Entwicklung ist bisher, für so ein ambitioniertes nationales Projekt, eigentlich ziemlich gut gelaufen, wie man immer mal wieder hörte. Es ist zumindest mal gut zu hören, dass die Entwicklung weiter verfolgt und finanziert wird.
Also das Aerospike ist schon x mal geflogen und wurde auch x mal gezündet.
Beiträge: 190
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2025
(27.01.2026, 22:32)Milspec_1967 schrieb: Ich frage mich aber, was genau man damit machen will, was eine konventionelle, wiederverwendbare (!), Rakete nicht könnte... Und weniger technische Entwicklungen erfordert. (Musk macht es vor) und dadurch insgesamt zuverlässiger und billiger ist.
Erstmal ganz grundlegend, so banal das auch ist, Spaceplanes sind cool. Das muss einfach mal gesagt werden
Aber, mal ernsthafter: Generell sollten SSTO-Weltraumflugzeuge (Single-Stage-to-Orbit) noch mal ein Stück bessere Wiederverwendbarkeit aufzeigen, auch wenn zunächst (wie mit den ersten wiederverwendeten Falcon 9 Boostern) erstmal wahrscheinlich Verlässlichkeit und Vertrauen aufgebaut muss.
Bei Spaceplanes gibt es aber auch noch andere Faktoren, wieso die Amerikaner bspw. noch eins betreiben mit der X-37, ESA mit Space Rider auch so etwas verfolgt:
- Wiedereintritt ist gemächlicher und kontrollierter als Kapseln, was für viele Forschungs-Nutzlasten von Vorteilen ist
- Landung auf Landebahnen ist schlichtweg einfacher, auch in Hinsicht auf Wiederverwendbarkeit, SpaceX hat die Punktlandung zwar mittlerweile echt perfektioniert, aber muss bei Falcon 9 halt immer noch wirklich punktgenau treffen, da die Triebwerke nicht tief genug drosseln können. Hier hat Blue Origin tatsächlich etwas Vorteile, New Glenn kann schweben
- Handling und "Abfertigung" ist auch in der Theorie einfacher
Jetzt natürlich noch zu dem speziellen Fall eines SSTO (also nicht wie X-37B oder Space Rider auf einer Rakete hochgeschossen) kommt dazu, dass es Flexibilität bezüglich der Startmöglichkeiten gibt. Jede ausreichend lange Startbahn, die einen Hangar hat, der zur "Abfertigungshalle" provisorisch umfunktioniert werden kann, erlaubt Missionen. Ein dedizierter Weltraumhafen ist zwar nützlich, aber gerade für militärische Zwecke nicht nötig.
Wieso gerade dieses Projekt auch sehr interessant ist, ist die Möglichkeit sub-orbitale Hyperschallflüge zu unternehmen. Interessant für Forschung, aber auch... ähm... um Nutzlast ausliefern... um das mal freundlich auszudrücken.
Der oft beworbene Punkt für günstige Satellitenstarts ist hier eher sekundär in meinen Augen, aber die anderen Nutzen sind schon breit gefächert und nützlich in meinen Augen. Von Forschung, über Aufklärung bis zu... strategischen Möglichkeiten.
(27.01.2026, 22:45)HansPeters123 schrieb: Also das Aerospike ist schon x mal geflogen und wurde auch x mal gezündet.
Das ist interessant. Ist wohl an mir vorbei gegangen.
Beiträge: 2.252
Themen: 5
Registriert seit: Mar 2024
(27.01.2026, 23:01)DrKartoffelsalat schrieb: Erstmal ganz grundlegend, so banal das auch ist, Spaceplanes sind cool. Das muss einfach mal gesagt werden 
Aber, mal ernsthafter: Generell sollten SSTO-Weltraumflugzeuge (Single-Stage-to-Orbit) noch mal ein Stück bessere Wiederverwendbarkeit aufzeigen, auch wenn zunächst (wie mit den ersten wiederverwendeten Falcon 9 Boostern) erstmal wahrscheinlich Verlässlichkeit und Vertrauen aufgebaut muss.
Bei Spaceplanes gibt es aber auch noch andere Faktoren, wieso die Amerikaner bspw. noch eins betreiben mit der X-37, ESA mit Space Rider auch so etwas verfolgt:
- Wiedereintritt ist gemächlicher und kontrollierter als Kapseln, was für viele Forschungs-Nutzlasten von Vorteilen ist
- Landung auf Landebahnen ist schlichtweg einfacher, auch in Hinsicht auf Wiederverwendbarkeit, SpaceX hat die Punktlandung zwar mittlerweile echt perfektioniert, aber muss bei Falcon 9 halt immer noch wirklich punktgenau treffen, da die Triebwerke nicht tief genug drosseln können. Hier hat Blue Origin tatsächlich etwas Vorteile, New Glenn kann schweben
- Handling und "Abfertigung" ist auch in der Theorie einfacher
Jetzt natürlich noch zu dem speziellen Fall eines SSTO (also nicht wie X-37B oder Space Rider auf einer Rakete hochgeschossen) kommt dazu, dass es Flexibilität bezüglich der Startmöglichkeiten gibt. Jede ausreichend lange Startbahn, die einen Hangar hat, der zur "Abfertigungshalle" provisorisch umfunktioniert werden kann, erlaubt Missionen. Ein dedizierter Weltraumhafen ist zwar nützlich, aber gerade für militärische Zwecke nicht nötig.
Wieso gerade dieses Projekt auch sehr interessant ist, ist die Möglichkeit sub-orbitale Hyperschallflüge zu unternehmen. Interessant für Forschung, aber auch... ähm... um Nutzlast ausliefern... um das mal freundlich auszudrücken.
Der oft beworbene Punkt für günstige Satellitenstarts ist hier eher sekundär in meinen Augen, aber die anderen Nutzen sind schon breit gefächert und nützlich in meinen Augen. Von Forschung, über Aufklärung bis zu... strategischen Möglichkeiten.
Das ist interessant. Ist wohl an mir vorbei gegangen.
Hmm... Aber so ein polaris bzw seine "Angriffs Nutzlast" wäre doch durch russische Aufklärung satelliten frühzeitig erkennbar und durch deren BMD leicht zerstörbar...???
Es fliegt schließlich nicht mit 10.000den km/h wie MIRV's...
Beiträge: 190
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2025
(28.01.2026, 00:25)Milspec_1967 schrieb: Hmm... Aber so ein polaris bzw seine "Angriffs Nutzlast" wäre doch durch russische Aufklärung satelliten frühzeitig erkennbar und durch deren BMD leicht zerstörbar...???
Es fliegt schließlich nicht mit 10.000den km/h wie MIRV's...
Leicht? Im Vergleich zu einer klassischen ballistischen Rakete? Naja, weiß ich nicht. Es gibt ja auch Gründe, wieso künftig viele Nutzlasten selbst als Hyperschallgleiter gestaltet werden sollen, eben weil diese nicht mehr nur ballistisch sind. Geschwindigkeit und Stealthfähigkeiten kommen noch dazu. Ich bin aber auch nicht wirklich im Bilde, was Russlands Fähigkeiten zur Aufklärung und Bekämpfung für hyperschallfähige, manövrierte Fluggeräte in der Thermosphäre sind.
Ohne die entsprechende Nutzlast und den Willen diese zu beschaffen ist es sowieso nicht wert drüber zu sprechen, die wirklichen realistischen Nutzen wie Forschung und Aufklärung bleiben ja davon unberührt. Sicher kann man darüber streiten, ob (weltraumfähige) strategische Bomber noch Sinn machen und funktionieren, aber ich glaube selbst für die BW ist das nur ein glücklicher potentieller Nebennutzen.
Ich persönlich würde auch diese Idee lieber gar nicht haben, ich finde die Anwendungen für Forschung, Aufklärung, Satellitenverbringung, Point-to-Point Transport und langfristig auch bemannte Raumfahrt viel interessanter, aber der Hersteller hat ja selbst sogar die Idee eingebracht, deshalb wollte ich es nicht weglassen.
Ich muss aber eine Korrektur vornehmen: für Satellitenverbringung ist eine zweite Stufe vorgesehen, daher auch die Nutzlastreduzierung von 10t auf 1t für orbitale Nutzlast, also ist das kein SSTO, mein Fehler. Der Hersteller gibt die geplanten Parameter mit Dienstgipfelhöhe über 100km und Geschwindigkeit über Mach 10 an.
https://polaris-raumflugzeuge.de/Product...ane-AURORA
Beiträge: 8.728
Themen: 352
Registriert seit: Jul 2003
Ich habe das neue Thema zu HYTEV mit dem bestehenden Thema zu Polaris Aurora zusammengeführt, da es zusammenhängende Entwicklungen sind.
(27.01.2026, 20:49)Gecktron schrieb: 2027 klingt sehr ambitioniert für ein "Kampfjet-großes" Weltraumflugzeug.
Ambitioniert ist das ganze Projekt definitiv, in Anbetracht der bisherigen Erfolge erscheint mir der Zeitplan aber nicht unmöglich. Dieses Jahr soll mit der Nova der letzte Demonstrator (8,5 m Länge) fliegen, die ersten Prototypen befinden sich bereits in der Fertigung, das kann schon funktionieren. Und wenn nicht 2027, dann eben etwas später. In meinen Augen aktuell das aufregendste Projekt.
(27.01.2026, 22:32)Milspec_1967 schrieb: Ich frage mich aber, was genau man damit machen will, was eine konventionelle, wiederverwendbare (!), Rakete nicht könnte... Und weniger technische Entwicklungen erfordert. (Musk macht es vor) und dadurch insgesamt zuverlässiger und billiger ist.
Wieso sollte eine konventionelle, wiederverwendbare Rakete von Grund auf neu entwickelt weniger Aufwand bedeuten? Und warum sollte diese zuverlässiger und billiger sein? Sofern die für das Raumflugzeug entwickelte Technologie serienreife erlangt, ist eher zu erwarten, dass dieses Verfahren gegenüber konventionellen Raketen aufgrund der Auslegung effizienter ist. Hinzu kommt, dass es flexibler ist, da das System von jedem Flughafen starten kann und somit ein aufwändiger Transport von der Produktionsanlage zur Startrampe entfällt. Letzteres ist in der Gesamtbetrachtung vor allem ein zeitlicher Aspekt, insbesondere auch wenn es um militärische Nutzlasten geht. Für diese ist es auch sinnvoll, wenn die Startanlage kein "Punktziel" darstellt. Nachteilig bei solchen Raumflugzeugen ist die Skalierbarkeit, aber mit ausreichender Effizienz wird die auch weniger wichtig.
(28.01.2026, 00:42)DrKartoffelsalat schrieb: also ist das kein SSTO
Ein SSTO ist zwar eine lyrisch reizvolle Idee, aber trotz aller technologischer Fortschritte vermutlich noch immer praktisch sinnlos.
Beiträge: 190
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2025
(28.01.2026, 08:00)Helios schrieb: Ein SSTO ist zwar eine lyrisch reizvolle Idee, aber trotz aller technologischer Fortschritte vermutlich noch immer praktisch sinnlos. 
Ja, die Raketengrundgleichung ist eines fieses Monster dahingehend.
Aber wie du schon sagst, das ist eines der interessantesten Projekte, weil es, so sehr ich beispielsweise Isar Aerospace und RFA auch interessant finde, und nicht nur den Schulterschluss zu vorgestern bringt, sondern deutsche und europäische Raumfahrt zumindest aus technischer Sicht wieder wirklich aufschließen lassen kann. Nach ganz vorne sage ich mal nicht, denn ähnliche Projekte gibt es durchaus - nämlich Dawn Aerospace Aurora - nur damit es komplett verwirrend wird mit der Namensgebung.
Beiträge: 8.728
Themen: 352
Registriert seit: Jul 2003
(28.01.2026, 10:43)DrKartoffelsalat schrieb: Nach ganz vorne sage ich mal nicht, denn ähnliche Projekte gibt es durchaus - nämlich Dawn Aerospace Aurora - nur damit es komplett verwirrend wird mit der Namensgebung.
Auf den ersten Blick mag das ähnlich sein, aber der Kern bei Polaris bildet meiner Ansicht nach die Entwicklung des Aerospike-Triebwerks. Zumindest sehe ich da die größte Herausforderung aber auch den eigentlichen Sinn, ganz unabhängig davon, ob jemals ein Raumflugzeug damit fliegt (und langfristiges Ziel ist tatsächlich SSTO). Und da ist die weltweit erste erfolgreiche Zündung im Flug durchaus ein Meilenstein. Dawn Aerospace ist da wesentlich konventioneller mit einem klassischen Raketenantrieb unterwegs.
|