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Ice-proteste: US-Regierung schickt weitere Beamte nach Minnesota
Zitat:Am Wochenende hatten in den USA Zehntausende gegen das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE und gegen die Tötung einer 37-Jährigen in Minneapolis protestiert.
...
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bis jetzt spielt sich alles noch im demokratisch-rechtsstaatlichen Rahmen ab:
ICE-Einsätze
Minnesota verklagt Trump-Regierung
https://web.de/magazine/politik/us-polit...g-41777986
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ob's dem GröPaZ juckt?
Zitat:Grönland-Strategie schadet Trump in Wahlumfragen
Ein US-Militäreinsatz auf Grönland wäre für amerikanische Wähler unpopulär – selbst bei Republikanern. Allerdings hat für die meisten Wähler ein anderes Thema viel größere Bedeutung.
...
Der Fokus auf Grönland birgt für Trump nur zehn Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen im Herbst noch ein anderes Risiko: Ablenkung von den Themen, die für die amerikanischen Wähler wirklich wichtig sind. Und das ist nicht die Außenpolitik: Das wichtigste Thema für US-Wähler ist mit Abstand die Wirtschaft.
...
dazu müsste er ja auch eine fulminante Kehrwende bei seinem Lieblingsthema "Zölle" vollziehen. Und so viel trau ich ihm einfach nicht mehr zu. Die Eleganz für eine Pirouette bringt der Egomane nicht auf.
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Gibt auch andere Werte (Umfragen halt):
Zitat:Morning Consult - Trump Approval
Approve: 46% [+1]
Disapprove: 51% [-2]
——
Trump's net approval on key issues
🟢 National Security: +9
🟢 Immigration: +5 (was +1 last week)
🟢 Taxes: +2
🟢 Energy: +1
🟤 Economy: -3 (was -7)
🟤 Healthcare: -8
——
1/16-18 | 2,201 RV
https://x.com/IAPolls2022/status/2013321999498559515
Grundsätzlich darf man die Relevanz des Themas Grönland nicht überbewerten. Bei den Midterms im November wird das nur eine marginale bis keine Rolle spielen sofern es nicht komplett eskaliert (wonach es absolut nicht aussieht).
Zu erwarten ist hingegen, dass sich der Fokus im Frühjahr und in den Sommer hinein viel stärker auf innenpolitische Themen richten wird. Das erwarten die Wähler schließlich auch:
Zitat:CBS POLL: Trump admin's focus on events overseas is...
Too much - 53%
Right amount - 35%
Not enough - 12%
——
74% say not enough focus on lowering prices
76% say their income isn't keeping up with inflation
——
Most important issues
1. Economy/Jobs - 21%
2. Immigration - 20%
3. Inflation - 19%
4. Gov't spending - 10%
5. International/events overseas - 9%
6. Crime - 6%
https://x.com/IAPolls2022/status/2012948202442440803
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Es hat den nächsten Toten durch ICE-Schüsse gegeben:
[Video: https://www.youtube.com/watch?v=xsJhg3q11Qo]
Soll wohl eine 9mm gehabt haben.
Dazu der SPIEGEL:
Zitat:Bundesbeamte erschießen Mann in Minneapolis
Bundesbeamte haben in Minneapolis in Zusammenhang mit dem harten Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderer erneut einen Menschen erschossen. Wie der Chef der Polizei von Minneapolis, Brian O'Hara, bei einer Pressekonferenz bekannt gab, handelt es sich bei dem Toten wahrscheinlich um einen 37 Jahre alten, weißen Mann aus Minneapolis, einen US-Staatsbürger. Er habe mehrere Schussverletzungen erlitten und sei an ihnen gestorben. Die Nachrichtenagentur AP hatte vorher von einem 51-Jährigen berichtet.
...
Das US-Heimatschutzministerium schrieb bei X, die Person sei bewaffnet gewesen. Sie habe sich den Beamten genährt, die gerade eine »gezielte Operation gegen einen illegal eingereisten Ausländer, der wegen eines gewaltsamen Angriffs gesucht wurde« durchgeführt hätten. Die Beamten hätten versucht, den Verdächtigen zu entwaffnen, doch dieser habe »heftigen Widerstand« geleistet, so berichtet das Heimatschutzministerium. Aus »Angst um sein Leben und die Sicherheit seiner Kollegen« habe ein Beamter geschossen.
Weitere Perspektive: https://files.catbox.moe/sp296e.mp4
Zu erkennen ist, wer zuerst schießt und dass die anderen eher überrascht davon sind. Eine Veränderung der Lage des Getöteten vor dem Schuss scheint nicht vorgelegen zu haben, es sieht nicht aus, als wäre er dabei gewesen, sich zu befreien.
Allerdings weiterhin kann man nicht erkennen, wo sich die Waffe des Getöteten befand und ob von dieser eine erkennbare Gefahr für die Agents ausging.
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Die Waffe hat ein anderer Agent schon an sich genommen gehabt als es zur Schussabgabe kam. Ist aber belanglos, der Schütze konnte dies in der Situation nicht erkennen und reagierte augenscheinlich auf den Ruf 'Gun' und den erheblichen Widerstand des Betroffenen.
Aber auch hier wird weder der genaue Hergang noch eine rechtliche Einordnung relevant für die weitere Entwicklung der Lage sein.
Was da passiert ist völlig entgrenzt. Seit wann ist es legitim Bundesbeamte bei der Ausführung ihres Dienstes systematisch auf den Füßen rumzutrampeln? Bzw wie jetzt geschehen Finger abzubeißen?
Wie bekloppt muss man sein, sich in dieser aufgeladenen Situation bewaffnet mit überforderten udn gereizten Beamten eine Schlägerei liefern tzu wollen? Was ist von einem Gouverneur zu haltem, der bis über beide Ohren in einem gigantischen Betrugsskandal steckt und nichts besseren zu tun hat, als die Situation noch rhetorisch anzuheizen?
Recht muss durchgesetzt werden. Es ist völlig indiskutabel, dass die linke Seite des politischen Spektrums meint, es sei legitim dagegen auf der Straße Widerstand zu leisten.
Da muss endlich durchgegriffen werden - und zwar auf allen Ebenen.
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Wenn das "Durchsetzen des Rechts" aber nicht in der US-üblichen Art legitimiert ist (richterliche Beschlüsse etc), dann besteht doch durch die US-Verfassung durchaus auch eine Art der Aufforderung zum "Zivilen Ungehorsam", bzw. dem Widerstand dagegen, oder interpretiere ich da etwas falsch?
Zumindest habe ich einige Aussagen von "echten" Polizeibeamten der USA gelesen und gesehen, die besagen, dass das Vorgehen von ICE nicht dem legalen Vorgehen entspricht. Vom AUsbildungsstand ganz zu schweigen.
Gerüchteweise wurde die Ausbildungszeit für ICE-Beamte auf 4 Wochen verkürzt, ohne Waffenausbildung.
Das ist imA selbst für US-Verhältnisse...Trump-esk.
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Der Vorfall ist inakzeptabel. Man sieht auf dem Video, wie die betreffende Person bereits regungslos auf dem Bauch liegt (sie wird nicht mehr von anderen Beamten festgehalten) und ein Beamter völlig unnötig dann, soweit ich es sehe, aus ca. 1,5 m Entfernung zwei- oder dreimal auf die Person bzw. dieser in den Rücken feuert.
Ich schätze, dieses Vorgehen wird nicht mehr lange toleriert werden. Einerseits ist damit zu rechnen, dass sich ein wirklich gewaltsamer Widerstand gegen ICE und Co. formt - was dann weitere Gewaltspiralen in Gang setzen könnte - und andererseits scheint auch die republikanische Front allmählich zu bröckeln. Zumindest mehren sich auch in prorepublikanischen Medien die Unmutsbekundungen.
Zitat:GOP Sen. Cassidy breaks with Trump over deadly shooting by Border Patrol agent in Minneapolis [...]
Sen. Bill Cassidy, R-La., called for a full investigation after a federal agent fatally shot a man who was allegedly armed in Minneapolis on Saturday, calling the incident "incredibly disturbing."
Cassidy joined a chorus of Democratic lawmakers raising questions following the shooting death of 37-year-old Minneapolis resident Alex J. Pretti, who was killed by a Border Patrol agent on Saturday. Pretti allegedly confronted officers during a Department of Homeland Security operation in south Minneapolis and was carrying a gun, according to the agency. "The events in Minneapolis are incredibly disturbing," Cassidy said in a post on X. "The credibility of ICE and DHS are at stake. There must be a full joint federal and state investigation." [...]
https://www.foxnews.com/politics/gop-sen...inneapolis
Ferner:
Zitat:Chaotic moment federal officer reached for gun revealed in close-up analysis of Minneapolis armed anti-ICE protester shooting [...]
Close-up videos of the fatal Minneapolis shooting showed protester Alex Jeffrey Pretti was armed with a gun — with the agent who fired the more than a dozen shots clearly reacting to something that alarmed him amid the chaos. [...] In various videos,the agent who fired the fatal shots could be seen shooting the armed protester at close range, then pumping at least 9 more rounds into his body as Pretti lay motionless on the ground. [...]
Moments before the fatal incident, one video showed Pretti gripping his phone while helping a woman who was pushed to the ground by an immigration agent, who relentlessly sprayed the pair with tear gas.
https://nypost.com/2026/01/24/us-news/mo...-shooting/
Schneemann
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(Gestern, 09:48)Grolanner schrieb: Wenn das "Durchsetzen des Rechts" aber nicht in der US-üblichen Art legitimiert ist (richterliche Beschlüsse etc), dann besteht doch durch die US-Verfassung durchaus auch eine Art der Aufforderung zum "Zivilen Ungehorsam", bzw. dem Widerstand dagegen, oder interpretiere ich da etwas falsch? Nein, das gibt es schlicht nicht. Und umgekehrt wird ein Schuh draus: Wäre das Vorgehen der Bundesbehörden illegitim steht der Rechtsweg offen und ein Heer politisch geeneigter Richter bereit, dem Ganzen einen Riegel vorzuschieben.
Der Umstand, dass dies nicht geschieht sagt alles was dazu gesagt werden muss.
Schneemann schrieb:Der Vorfall ist inakzeptabel. Man sieht auf dem Video, wie die betreffende Person bereits regungslos auf dem Bauch liegt (sie wird nicht mehr von anderen Beamten festgehalten) und ein Beamter völlig unnötig dann, soweit ich es sehe, aus ca. 1,5 m Entfernung zwei- oder dreimal auf die Person bzw. dieser in den Rücken feuert. Das ist schlicht nicht korrekt. Der Getötete befand sich in dem Moment als der erste Schuss fällt in einer Knienden Position und versucht sich gegen zwei Beamte zu wehren, die in zu Boden drücken wollen.
Es ist in meinen Augen aber nicht mal klar wer den ersten Schuss abgegeben hat bevor der Agent dreimal auf den Getöteten feuert. Womöglich war es auch der Schütze, womöglich löste sich auch ein Schuss aus der gerade entfernten Waffe des Getöteten.
Diese Interpretation lausiger Videos findet sich etwa hier: https://x.com/realchasegeiser/status/201...0968584320
Wenn es sich so verhält wäre die Tötung folge einer tragischen Fehlinterpreation der Situation aber rechtlich einwandfrei.
Wenn der erste Schuss vom Schützen selber abgebene wurde:
Aus der Wahrnehmung des Schützen in der Situation - was auch in diesem Fall wieder die einzig relevante Perspektive sein wird, nicht die Frame by Frame Nachbetrachtung aus irgendwelchen Handy-Videos - hat er womöglich schlicht das leere Holster gesehen und den Ruf gehört, dass da eine Waffe sei. Nach US-Recht sollte dann die Entscheidung zur Schussabgabe rechtzufertigen sein, zumal der Getötete in dem Moment sehr aktiv Widerstand leistete. Der Schütze ist in dem Moment dann schlicht davon ausgegangen, dass der Getötete die Waffe in der Hand hat. Tatsächlich scheint er ein Smartphone in der Hand zu halten, was in den Sekundenbruchteilen der Schussentscheidung auch verwechsel werden kann.
Alles sehr unschön und wahrscheinlich nicht so eindeutig wie bei der Tötung der Frau im Auto, aber wer das vermeiden will begibt sich einfach nicht bewaffnete in eine solche Situation mit gestressten und überforderten Beamten.
___
Zu Mythos ICE würde sich hier in demokratischen Staaten und insbesondere Minnensota besonders austoben:
[Bild: https://pbs.twimg.com/media/G_dsOx-XAAA3...ame=medium]
und zu den Zuständen in Minnesota:
https://x.com/DefiyantlyFree/status/2015145015580750236
https://x.com/CynicalPublius/status/2015139558510457146
https://x.com/camhigby/status/2015093523733733474
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(Vor 11 Stunden)Nightwatch schrieb: Das ist schlicht nicht korrekt. Der Getötete befand sich in dem Moment als der erste Schuss fällt in einer Knienden Position und versucht sich gegen zwei Beamte zu wehren, die in zu Boden drücken wollen. Umgekehrt, bzw. irgendwo dazwischen: Die kniende Position hatte er erst beim zweiten Schuss. Er lag beim ersten schuss noch auf dem Bauch und versuchte sich gegen die stümperhaften Fixierungsversuche zu wehren, indem er sich hoch drückte. Als bei der ersten Schussabgabe die ihn sichernden Agents zurückschreckten, konnte er sich dann deshalb kurz auf die Knie aufrichten, bevor ihn die weiteren Schüsse niederstreckten.
Zitat:Es ist in meinen Augen aber nicht mal klar wer den ersten Schuss abgegeben hat bevor der Agent dreimal auf den Getöteten feuert.
Doch, das ist klar zu erkennen in dem Video, das von der selben Straßenseite her gefilmt wurde. Da sieht man ganz klar, dass links ein Agent die Waffe sehr plötzlich zieht und sofort schießt. Das könnte also durchaus darin begründet liegen, dass er in dem Moment eine Schusswaffe erkannt hat, aber es gab ganz sicher keine vorhergehende Schussabgabe.
Zitat:Nach US-Recht sollte dann die Entscheidung zur Schussabgabe rechtzufertigen sein ...
Alles sehr unschön und wahrscheinlich nicht so eindeutig wie bei der Tötung der Frau im Auto, aber wer das vermeiden will begibt sich einfach nicht bewaffnete in eine solche Situation mit gestressten und überforderten Beamten.
Is schon toll, wie leicht es doch in den USA geworden ist, ungestraft Menschen zu töten, wenn man sich nur selbst zuvor dumm genug anstellt.
Zitat:Zu Mythos ICE würde sich hier in demokratischen Staaten und insbesondere Minnensota besonders austoben
Die Grafik zeigt doch - wenn ich das richtig verstehe - das Verhältnis zwischen illegalem Aufenthalt und Abschiebung. Da wundert es kaum, dass in Staaten, die ohnehin als "unfreundlich" gegenüber Illegalen gelten und in denen die Ausländerbehörden eine hohe Unterstützung in der Bevölkerung genießen, dieses Verhältnis recht hoch ist. Wenig Illegale -> Hohe Abschiebequote. Aufschlussreicher wäre die Zahl der eingesetzten Beamten in den Staaten im Verhältnis zur Bevölkerung. Denn es geht hier ja darum, dass ICE gezielt dort eingesetzt wird, wo Illegale Einwanderer ansonsten eben weniger verfolgt werden, weswegen dort auch sehr viel mehr davon leben.
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(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Umgekehrt, bzw. irgendwo dazwischen: Die kniende Position hatte er erst beim zweiten Schuss. Er lag beim ersten schuss noch auf dem Bauch und versuchte sich gegen die stümperhaften Fixierungsversuche zu wehren, indem er sich hoch drückte. Als bei der ersten Schussabgabe die ihn sichernden Agents zurückschreckten, konnte er sich dann deshalb kurz auf die Knie aufrichten, bevor ihn die weiteren Schüsse niederstreckten. Ich frage mich manchmal echt, ob wir in diesem Forum aus parallelen Universen aufeinandertreffen.
Der Getötete lag nicht auf dem Bauch. Nicht als der Schütze hinzutritt, nicht als der Schütze die Waffe zieht, nicht als der zweite Agent die Waffe des Getöteten an sich nimmt, nicht als der Schütze neben den Getöteten tritt, nicht als der erste Schuss zu hören ist, nicht als der Schütze dreimal abdrückt.
Der Getötete hockt da in einer knienden Position und wehrt sich rabiat gegen die Versuche von drei Beamten ihn unter Kontrolle zu bringen.
Nachdem der erste Schuss gefallen ist (von wem aus immer) gelingt es ihm sogar noch sich soweit zu befreien, dass er im Begriff ist aufzustehen während der Agenten um ihn herum nach der ersten Schussabgabe zurückweichen. Dann wird ihm dreimal in den Rücken geschossen.
Zu sehen sehr gut in diesem Video: https://x.com/IanFrisch/status/2015213578320593149
(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Doch, das ist klar zu erkennen in dem Video, das von der selben Straßenseite her gefilmt wurde. Da sieht man ganz klar, dass links ein Agent die Waffe sehr plötzlich zieht und sofort schießt. Das könnte also durchaus darin begründet liegen, dass er in dem Moment eine Schusswaffe erkannt hat, aber es gab ganz sicher keine vorhergehende Schussabgabe. Mir ist kein Video bekannt, dass zeigt das der Schütze den ersten zu hörenden Schuss abgegeben hat. Auch die Perspektive der Passantin von der selben Straßenseite (siehe oben) zeigt dies nicht.
Dagegen zeigt diese Perspektive in meinen Augen doch ziemlich deutlich, dass sich aus der Waffe, die der Beamte in der Grauen Jacke entfernt hat, im gleichen Moment als man den ersten Schuss hört auch ein Schuss zu lösen scheint:
https://x.com/Landeur/status/2015191223900803407
https://x.com/sonofabonde/status/2015357808049377675
https://x.com/mask_bastard/status/2015280206366294456
Wie gesagt, keine Ahnung wie es sich genau verhält. Für mich scheint das aber die momentan naheliegende Interpretation des Ereignisses zu sein. Chaotische Situation, tragische Fehlinterpretation einer Schussabgabe.
(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Is schon toll, wie leicht es doch in den USA geworden ist, ungestraft Menschen zu töten, wenn man sich nur selbst zuvor dumm genug anstellt. Ich finde es tatsächlich auch toll, dass die US-Justiz von Polizeibeamten regelmäßig keine übermenschlichen und hellseherischen Fähigkeiten abverlangt.
(Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Die Grafik zeigt doch - wenn ich das richtig verstehe - das Verhältnis zwischen illegalem Aufenthalt und Abschiebung. Dei Grafik zeigt, dass sich Demokratisch regierte Staaten geltendes Recht nicht umsetzen und es daher völlig vertretbar ist, dass der Bund hier auf den Plan tritt.
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Das hier ganz andere Motive vorliegen, ist doch schon anhand der letzten Forderungen von Pam Blondi klar:
Zitat:Bondi erwartet von Walz, den Widerstand gegen ICE-Aktivitäten aufzugeben und sämtliche Programme zum Schutz von Zuwanderern zu beenden. Zudem fordert sie die Herausgabe sensibler Daten: etwa Informationen zur Krankenversicherung Medicaid der Bürger, vor allem aber sämtliche Wählerdaten des Bundesstaates.
Was für eine wirre Verkettung von Themen, ein Schelm wer Böses denkt.
https://www.spiegel.de/ausland/minnesota...beaa138040
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(Vor 9 Stunden)Nightwatch schrieb: Der Getötete lag nicht auf dem Bauch. ... Wir sehen da das gleiche, beschreiben es nur unterschiedlich. Er lag nicht flach auf dem Bauch, er kniete aber auch nicht aufrecht. Es war etwas dazwischen. Er hatte mit Händen/Armen sowie Knien Kontakt mit dem Boden und drückte sich so hoch, gegen die Fixierungsversuche. Man sieht ihn nach dem ersten Schuss kurz aufrecht, nachdem der Agent, der vorher seinen Oberkörper unten gehalten hatte, zurück gewichen war.
Das ist aber auch nicht wirklich entscheidend. Der Getötete befand sich am Boden in einer Widerstandshandlung. Das ist unstrittig.
Zitat:Mir ist kein Video bekannt, dass zeigt das der Schütze den ersten zu hörenden Schuss abgegeben hat.
Es ist kein Mündungsfeuer, Rückstoß o.ä. zu erkennen, das stimmt. Man kann es lediglich aus der Bewegungsabfolge schließen, was natürlich keine 100%ige Gewissheit und erst recht keinen verwertbaren Beweis darstellt.
Aber wie wir inzwischen gelernt haben, sind Beweise ja eh irrelevant, da US-Gesetzesverteter grundsätzlich Bürger erschießen dürfen, sofern die Situation eine Interpretation erlaubt, in der sie sich in irgendeiner Form gefährdet gefühlt haben könnten. Dabei ist es auch gänzlich irrelevant, ob sie diese Situation selbst herbeigeführt haben.
(Offtopic: Übrigens ein lustiger Widerspruch in der rechten Gedankenwelt: Für die Tötung eines Menschen genügt es, wenn man sich subjektiv gefährdet fühlt, sich als ein anderes Geschlecht zu identifizieren hingegen, ist absolut verwerflich.)
Zitat:Dagegen zeigt diese Perspektive in meinen Augen doch ziemlich deutlich, dass sich aus der Waffe, die der Beamte in der Grauen Jacke entfernt hat, im gleichen Moment als man den ersten Schuss hört auch ein Schuss zu lösen scheint
Kann ich so überhaupt nicht erkennen. Allerdings sieht man in den verlinkten Videos tatsächlich mal klar erkennbar die Waffe des Getöteten. Und zugleich auch, dass diese nicht mehr in seinem Zugriff war, als der erste Schuss viel.
Zitat:Wie gesagt, keine Ahnung wie es sich genau verhält.
In diesem Fall gibt es auch wirklich nur schlechte Aufnahmen und der ganze Ablauf war chaotisch.
Zitat:Chaotische Situation, tragische Fehlinterpretation einer Schussabgabe.
Letzterem kann ich nicht zustimmen, der erste Schuss eines Agents war mMn keine Reaktion auf einen Schuss, sondern auf das Auffinden der Waffe.
Und das zeigt halt ein große Problematik auf, die aus der Kombination der Vorgehensweise von ICE&Co. mit dem Recht von US-Bürgern auf das Tragen von Waffen einhergeht. Denn es werden so Leute dafür erschossen, dass sie ihre verfassungsmäßigen Rechte ausüben. (Es ist nirgendwo bisher erkennbar, dass er versucht hätte, die Waffe zu ziehen oder gar einzusetzen.)
Zitat:Ich finde es tatsächlich auch toll, dass die US-Justiz von Polizeibeamten regelmäßig keine übermenschlichen und hellseherischen Fähigkeiten abverlangt.
Da werden wir nie zusammen finden, weil du offenbar Menschen sehr viel weniger professionelle Auffassungs- und Einschätzungsgabe zutraust als ich. Was du als hellseherische Fähigkeiten ansiehst, sind für mich Grundvoraussetzungen für die Eignung als bewaffneter Gesetzesvertreter.
Zitat:Dei Grafik zeigt, dass sich Demokratisch regierte Staaten geltendes Recht nicht umsetzen und es daher völlig vertretbar ist, dass der Bund hier auf den Plan tritt.
Das war aber doch nicht deine Intention, du wolltest aufzeigen, dass ICE sich eben nicht "in demokratischen Staaten und insbesondere Minnensota besonders austoben" würde. Und das belegt diese Grafik aber eben nicht.
Dass in einigen demokratisch regierten Bundesstaaten illegale Einwanderer geduldet werden, bestreitet ja niemand, das wird ja offen kommuniziert. Und sicherlich kann man dann auch damit erklären, dass die ICE-Operationen vermehrt in diesen Bundesstaaten stattfinden. Aber es behauptet ja auch niemand ernsthaft, dass es da keinen Zusammenhang gäbe.
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(Vor 8 Stunden)Broensen schrieb: Aber wie wir inzwischen gelernt haben, sind Beweise ja eh irrelevant, da US-Gesetzesverteter grundsätzlich Bürger erschießen dürfen, sofern die Situation eine Interpretation erlaubt, in der sie sich in irgendeiner Form gefährdet gefühlt haben könnten. Dabei ist es auch gänzlich irrelevant, ob sie diese Situation selbst herbeigeführt haben. Zu zugespitzt. Der tatsächliche Standard ist 'objective reasonableness' nach Graham v. Connor, 490 U.S. 386 von 1989.
(Vor 8 Stunden)Broensen schrieb: Kann ich so überhaupt nicht erkennen. Schau dir nochmal das dritte Video an, sieht für mich sehr eindeutig danach aus, als ob aus der Sig ein Schuss fällt.
Das Ding ist übrigens berüchtigt für dieses Problem: https://x.com/giggitygreg/status/2015300758204297555
(Vor 8 Stunden)Broensen schrieb: Und das zeigt halt ein große Problematik auf, die aus der Kombination der Vorgehensweise von ICE&Co. mit dem Recht von US-Bürgern auf das Tragen von Waffen einhergeht. Denn es werden so Leute dafür erschossen, dass sie ihre verfassungsmäßigen Rechte ausüben. (Es ist nirgendwo bisher erkennbar, dass er versucht hätte, die Waffe zu ziehen oder gar einzusetzen.) Nö werden sie nicht. Sie werden evtl. dann erschossen, wenn sie sich in eine gewalttätige Konfrontation mit dem Law Enforcement begeben und dann die Waffe auftaucht.
Unglücklich vielleicht, aber Gleichzeitig im höchsten Maße bekloppt. Als Waffenträger trägt man nicht nur eine Waffe, sondern ein hohes Maß an Verantwortung für sich und andere durch die Gegend. Wenn man da trotzdem meint mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu müssen (hier: Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) wirkt eine mitgeführte legale (!) Waffe auch sehr schnell strafverschärfend oder wie in dieser Situation halt sehr schnell tödlich.
Was wäre das richtige Vorgehen gewesen? Die Konfrontation überhaupt nicht suchen. Keine wie auch immer geartete Rangelei mit den Beamten. Nullkommanull Widerstand bei einem Gewahrsam nähme. In 99.9999% alle Fälle passiert dann nichts und wäre hier auch nichts passiert. Aber der Typ meinte halt er müsse Widerstand leisten und nach Lage der Dinge kam es dann entweder a) durch das lösen einen Schusses aus der Sig zu einer tragischen Fehlinterpretation (das halte ich momentan für wahrscheinlich) oder b) zu einer faktischen, wenn auch wahrscheinlich nicht rechtlichen Überreaktion eines Beamten.
Völlig unnötig aber im momentanen Klima die logische Konsequenz der Agitation von Links.
Zitat:Da werden wir nie zusammenfinden, weil du offenbar Menschen sehr viel weniger professionelle Auffassungs- und Einschätzungsgabe zutraust als ich. Was du als hellseherische Fähigkeiten ansiehst, sind für mich Grundvoraussetzungen für die Eignung als bewaffneter Gesetzesvertreter.
Schön, aber ich würde behaupten, dass meine Haltung hier wesentlich näher an Jahrzehnten der US Rechtssprechung ist als deine diesbezüglichen Anforderungen.
Schau, natürlich ist die Situation von A bis Z mehr als bescheiden und beide Seiten bauen hier eine Menge Mist. Aber das hat a) keinen Einfluss auf die rechtliche Würdigung der Aktion des Schützen und b) passiert alles nicht in einem Vakuum.
In einer besseren Welt gäbe es keinen Widerstand gegen US-Bundesbeamte bei der Ausführung ihres Dienstes. Es gäbe kein NGOs die diesen Widerstand fast schon militärisch organisieren zur Durchsetzung politischer Ziele einsetzen wollen. Es gäbe keine Demokratische Partei deren Mittelbau in diese Machenschaften direkt involviert ist und deren Führung mehr als bereit ist das Ganze politisch auszuschlachten und auch noch Öl ins Feuer gießt.
Auf der anderen Seite gäbe es in einer besseren Welt keine Barbie-Figuren an der Spitze des DHS die irgendeinen Blödsinn verkünden, keine ICE-Chefs die im Stile eines SS Sturmbannführers durch die Straßen ziehen (wobei der berüchtigte Mantel tatsächlich ein offiziell zugelassenes Kleidungsstück ist), man wäre kompetent genug mit ausreichenden und besser ausgebildeten Kräften in Problem-Spots zu agieren usw usf.
Das sehe ich durchaus alles. Aber am Ende ist es für mich eindeutig, das hier eine Seite ganz bewusst ihre Ideologie über das Recht stellt und Gewalt einsetzt um ihre politischen Ziele zu erreichen.
Zitat:Das war aber doch nicht deine Intention, du wolltest aufzeigen, dass ICE sich eben nicht "in demokratischen Staaten und insbesondere Minnensota besonders austoben" würde. Und das belegt diese Grafik aber eben nicht.
Die Grafik belegt, dass ICE aus republikanischen Staaten bezogen auf die Zahl der illegalen Einwanderer deutlich mehr abschiebt. In Demokratischen Staaten gibt es mehr illegale Einwanderer von denen weniger abgeschoben werden. Eigentlich müsste es umgekehrt sein, eine große Zahl an Einwanderern bedeutet auch, dass es viele Low Hanging Fruits gibt, die man einsammeln und abschieben könnte. Dagegen ist es schwerer, aus einer geringeren Zahl an Einwanderern Menschen abzuschieben.
Die Grafik zeigt, dass dies Trotzdem geschieht. Republikanische Staaten schieben durch ICE noch mehr der wenigeren illegalen Einwanderer ab während sich die Demokratischen Staaten der Durchsetzung des Rechts entziehen und ICE dort längst nicht so aktiv ist wie es sein müsste um an das Niveau der Abschiebungen in den Republikanischen Staaten ranzukommen.
Zitat:Aber es behauptet ja auch niemand ernsthaft, dass es da keinen Zusammenhang gäbe.
Tatsächlich behauptet das progressive Lager in Amerika, dass Trump ICE ganz bewusst in Demokratischen Staaten einsetzt um dort Terror zu verbreiten, während die Republikanischen Staaten geschont werden.
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