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Zitat: Schon heftig, man müsste sich mal vorstellen, was in einem anderen Land los wäre, wenn es eine drittelmilionen Soldaten für nichts und wieder nichts dahinrafft.
Das waren nur im 2.wk die Zahlen von wenigen Monaten , oder wie lange haben die huthis in Ruanda gebraucht , mehrere Wochen. Im Vergleich zum 2. Wkstehen sich aber auch bedeutend weniger Soldaten gegenüber .
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(11.01.2026, 19:48)alphall31 schrieb: Das waren nur im 2.wk die Zahlen von wenigen Monaten , oder wie lange haben die huthis in Ruanda gebraucht , mehrere Wochen. Im Vergleich zum 2. Wkstehen sich aber auch bedeutend weniger Soldaten gegenüber .
Ruanda ist doch eine vollkommen andere Situation. Absolut nicht vergleichbar.
Der 2. Weltkrieg ist ebenfalls etwas völlig anderes, damals waren die Sowjets selbst die Überfallenen und man hatte dementsprechend einen guten Grund bzw. keine andere Wahl, als zu kämpfen. Dann sind solche Opferzahlen durchaus vertretbar.
Der Bevölkerung diesen Schwachsinnskrieg als notwendig zu verkaufen, das ist tatsächlich eine erstaunliche Leistung des Kreml.
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Zur geopolitischen Lage:
Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des französischen Auslandsgeheimdiensts DGSE hat im französischen Fernsehen behauptet, dass die Ukrainer 2025 auf der Suche nach einem Informationsleck absichtlich verfälschte Geheimdienstberichte an die USA geliefert hätten—diese Informationen seien daraufhin in russischen Geheimdienst-Briefings aufgetaucht. Kyjiw teile sensible Daten jetzt nur noch selektiv. ( Quelle)
Zur Lage der Ukraine:
Dem 'Kyiv Independent' zufolge beträgt die Zahl der ukrainischen Soldaten, die sich unerlaubt von ihrer Einheit entfernt haben, nun gut 200.000. Die monatlichen Abgänge belaufen sich 2025 in der Spitze auf 21.600, seitdem werden die Zahlen nicht mehr aktualisiert.
Die ukrainische Militärstaatsanwaltschaft unterscheidet zwischen unerlaubter Entfernung und Fahnenflucht, weil ein Teil der Soldaten das unerlaubte Entfernen für Kurzurlaube oder den "unbürokratischen Übertritt" in eine andere Einheit nutzt.
Allerdings mehren sich auch Fälle von Fahnenflucht durch Berufssoldaten, die im Gespräch mit der Zeitung die Planlosigkeit der militärischen Führung und die zunehmende Indifferenz ihrer unmittelbaren Vorgesetzten kritisieren.
Die Krise wird dadurch verschärft, dass Fahnenflüchtige aus politischen Gründen ("Freiheitskampf durch Freiwillige") fast keine Konsequenzen zu befürchten haben, viele leben offen an ihrem alten Wohnort und gehen einer geregelten Arbeit nach. ( Quelle)
Zur Lage der Ukraine, part deux:
Nach ukrainischen Angaben haben die russischen Streitkräfte seit Kriegsbeginn 149.000 Angriffsdrohnen sowie 13.000 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. ( Quelle)
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Die russische Justiz hat versehentlich bestätigt, dass der Kreuzer Moskwa von der ukrainischen Marine versenkt wurde, nicht—wie offiziell verlautbart—infolge eines Unfalls verloren ging. Das geht aus einer inzwischen gelöschten Presseerklärung hervor. An gleicher Stelle bestätigt wurde ein Treffer auf die Fregatte Admiral Essen.
Wegen beider Vorfälle verurteilte ein Militärgericht des Zentralen Militärbezirks den Kommandeur der ukrainischen 406. Küstenartilleriebrigade, Oberst Andrij Schubin, in absentia zu lebenslanger Haft. Schubin wurde außerdem dazu verurteilt, ₽2,2 Mrd. (ca. €24,75 Mio.) Entschädigung zu leisten.
Dem Gerichtsurteil zufolge kostete der Verlust der Moskwa 28 Seeleute das Leben (davon 8 vermisst), 20 wurden verwundet. Auf der Admiral Essen wurde ein Matrose verwundet. Die Erklärung wurde kurz nach der Veröffentlichung gelöscht, vorher aber vielfach geteilt. ( Quelle)
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Wir sollten uns echt mal einige unserer Europäischen Freunde zur Brust nehmen anstatt uns lediglich an Trump abzuarbeiten. Die Lastenverweigerung der franzosen etwa geht auf keine Kuhhaut.
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sind die Beteiligungen der einzelnen europäischen Länder (z.B. Deutschland) zusätzlich zu denen der EU-Institutionen ?
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Ja. Die Rohdaten: https://www.kielinstitut.de/de/publikati...ers-11761/
Wenn man das so durchgeht steigt der Blutdruck.
Selbst wenn man die Hilfen auf das GDP runterbricht und die Kosten für Flüchtlinge mit einberechnet leistet Frankreich weniger Hilfen als die USA. Lässt man die Flüchtlingskosten außen vor sieht es teilweise desaströs aus.
Besonders Italien und Spanien stechen hier als große EU-Staaten negativ hervor, gemessen an ihren Möglichkeiten verweigern sich diese Länder komplett.
Kann sich ja mal jeder überlegen wie weit es mit der gelebten europäischen Solidarität her ist wenn es mal ernst wird. Auch im Hinblick auf den gefühlten Zweifrontenkrieg.
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Der Vergleich von Frankreich und den USA ist der von Äpfeln und Zwetschgen.
Wenn, dann muss die gesamte EU (einschließlich der Leistungen der einzelnen Nationalstaaten) mit den gesamten USA vergleichen werden. Und da hatte die EU bereits im August letzten Jahres die USA überholt.
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(Vor 11 Stunden)Nightwatch schrieb: Selbst wenn man die Hilfen auf das GDP runterbricht und die Kosten für Flüchtlinge mit einberechnet leistet Frankreich weniger Hilfen als die USA. Lässt man die Flüchtlingskosten außen vor sieht es teilweise desaströs aus.
Frankreich bekommt doch nicht einmal mehr einen Haushalt auf normalem Weg verabschiedet.
Zitat:Besonders Italien und Spanien stechen hier als große EU-Staaten negativ hervor, gemessen an ihren Möglichkeiten verweigern sich diese Länder komplett.
Auch die beiden Staaten haben die Maastricht-Kriterien schon lange gerissen, reden tut davon keiner mehr. Man hat sich inzwischen daran gewöhnt dass sich kaum noch ein Staat in der EU daran hält.
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(Vor 11 Stunden)Kongo Erich schrieb: Der Vergleich von Frankreich und den USA ist der von Äpfeln und Zwetschgen. Eben nicht wenn man es auf das GDP runterrechnet.
(Vor 11 Stunden)Kongo Erich schrieb: Wenn, dann muss die gesamte EU (einschließlich der Leistungen der einzelnen Nationalstaaten) mit den gesamten USA vergleichen werden. Und da hatte die EU bereits im August letzten Jahres die USA überholt. Auch nur weil die Kreditfinanzierung halt über die EU läuft.
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https://moderndiplomacy.eu/2026/01/02/dr...edictable/
Zitat:John E. Mueller’s 1971 study of the public support level differences between the Korean and Vietnam wars revealed that the relationship between battlefield casualties and public support for the war effort was far more complex than the prevailing conventional wisdom of an arithmetic correlation. In both cases, “While they did weary of the wars, they generally seem to have become hardened to the wars’ costs; they are sensitive to relatively small losses in the early stages, but only to large losses in later stages.” This is in part because of the assertion of a sunk cost fallacy, where political and military leaders call for the need to win to justify the accumulation of deaths.
Je länger der Krieg andauert, desto stärker wird "investiert", und desto größere Opfer ist man bereit, zu bringen, weil ja "sonst alles, was wir bisher getan haben, umsonst und ein Fehler war". Ein rein psychologisches Phänomen. Wurde auch schon im Jahr 2022 in Bezug auf den Ukraine-Krieg als These benutzt, warum Putin nicht einfach sofort den definitiven Rückzug befiehlt à la "sorry guys, ein Versuch war's wert". Aber das wäre ja rationales Verhalten bei einem Krieg mit irrationalem Kriegsgrund.
https://de.wikipedia.org/wiki/Versunkene_Kosten
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(Vor 9 Stunden)Zardo schrieb: https://moderndiplomacy.eu/2026/01/02/dr...edictable/
Je länger der Krieg andauert, desto stärker wird "investiert", und desto größere Opfer ist man bereit, zu bringen, weil ja "sonst alles, was wir bisher getan haben, umsonst und ein Fehler war". Ein rein psychologisches Phänomen. Wurde auch schon im Jahr 2022 in Bezug auf den Ukraine-Krieg als These benutzt, warum Putin nicht einfach sofort den definitiven Rückzug befiehlt à la "sorry guys, ein Versuch war's wert". Aber das wäre ja rationales Verhalten bei einem Krieg mit irrationalem Kriegsgrund.
https://de.wikipedia.org/wiki/Versunkene_Kosten
Wie bei einem Spielsüchtigen der mit immer höheren Einsätzen alles zurückgewinnen will?
Ich denke ein gewichtiger Grund ist dass der "Gesichtsverlust" für Rußland nicht mehr verkraftbar wäre wenn man sich jetzt aus den auf dem Papier schon annektierten Gebieten wieder zurückziehen würde. Der damalige strategische Rückzug aus Cherson war sicher schon kaum zu verwinden, aber komplett meines Erachtens absolut unrealistisch, da führt die russ. Regierung den Krieg lieber noch Jahre weiter.
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(Vor 11 Stunden)Kongo Erich schrieb: Wenn, dann muss die gesamte EU (einschließlich der Leistungen der einzelnen Nationalstaaten) mit den gesamten USA vergleichen werden. Nee, muss man nicht.
Allenfalls könnte man die EU-Zahlungen anhand der nationalen EU-Beiträge auf die Nationen verteilen, wodurch Frankreich, Italien und Spanien deutlich besser dastehen würden, da sie nach Deutschland die größten Einzahler sind. Deutschlands Abstand vor den anderen würde dadurch allerdings auch noch mal steigen und das UK würde mangels EU-Mitgliedschaft zurückfallen.
Trotzdem bleiben die Niederlande und vor allem Dänemark als vorbildlich hervorzuheben.
Dass wir allerdings mit unserem gar nicht mal so großen Beitrag so weit vorne liegen, zeigt, wie wenig der gesamte Westen eigentlich leistet. Da wäre so viel mehr drin, wenn man es mal ernst nehmen würde.
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(Vor 9 Stunden)Zardo schrieb: Wurde auch schon im Jahr 2022 in Bezug auf den Ukraine-Krieg als These benutzt, warum Putin nicht einfach sofort den definitiven Rückzug befiehlt à la "sorry guys, ein Versuch war's wert". Aber das wäre ja rationales Verhalten bei einem Krieg mit irrationalem Kriegsgrund.
Der Kriegsgrund war und ist alles andere als irrational.
Putin führt Krieg, seit er Präsident ist.
Und er glaubt, nur Präsident bleiben zu können, wenn er Krieg führt.
Also tut er genau das. Bis zu seinem Ableben.
Ob dann noch weitere Gründe hinzukommen, wie Imperialismus etc. oder anderes, ist eigentlich nachrangig.
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(Vor 7 Stunden)goschi schrieb: Der Kriegsgrund war und ist alles andere als irrational.
Putin führt Krieg, seit er Präsident ist.
Und er glaubt, nur Präsident bleiben zu können, wenn er Krieg führt.
Mag sein, ist aber kein rationaler Kriegsgrund. Mal abgesehen davon, dass er auch vor 2022 schon 22 Jahre Präsident war (ich zähle die Zeit als Schattenpräsident mit der Medvedev-Puppe dazu), ohne militärische Spezialaktion. Das Regime mag fragil sein, aber nicht so fragil, dass er den Krieg nicht beenden könnte. Schliesslich braucht er die Schuld nur auf die "unfähige Armeeführung" schieben und in deren Reihen nach einem Sündenbock suchen, um das Gesicht halbwegs zu waren.
Entschlossenheit: Festhalten an einem Ziel bis zur Neubewertung (rational)
Unbeirrbarkeit: Festhalten an einem Ziel gegen jede Neubewertung (irrational)
Sein Verhalten streng und unbeirrbar nach einer fixen Idee auszurichten ist allgemein nicht als rational anerkannt, völlig egal ob die fixe Idee selbst rationale Anteile enthält. Die Irrationalität ist in der Unbeirrbarkeit begründet, mit welcher die fixe Idee "allen Unkenrufen zum Trotz" weiterverfolgt wird, ohne Rücksicht auf Kosten.
Die fixe Idee ist der "Zerfall der Sowjetunion als grösste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" in Verbindung mit einer narzisstischen Kränkung seiner und Russlands Rolle auf der Weltbühne durch den Westen TM, was sich in der "Rebellion" gegen die vermeintliche Übervorteilung durch den Westen äussert, insbesondere durch die demokratisch geführte USA, und gegen die in seinem Weltbild nur militärische Stärke hilft, wodurch die jahrelange Aufrüstung erklärbar wird.
Aber das westliche Narrativ schreckt vor der Idee eines irrationalen Ideologen und unterkühlten Beinahe-Fanatikers, der über eine grosse Zahl Nuklearwaffen verfügt, zurück, weil es Angst macht und sämtliche Theorien der Abschreckung gegen einen irrationalen Akteur versagen, auch wäre das MAD-Szenario inkl. Brinkmanship nicht mehr kalkulierbar. Entsprechend wurde er von Biden mit Samthandschuhen angefasst.
Die Weiterführung des Ukrainekriegs ist nicht rational, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis rational nicht gerechtfertigt werden kann. Genauso wie eine Trump'sche Militäraktion gegen Grönland bzw. Dänemark nicht rational zu rechtfertigen wäre (deshalb TACO, was immerhin einer rationale Neubewertung entspricht).
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