Afghanistan vs. Pakistan
#16
Vertreter von Pakistan und Afghanistan treffen sich zu Gesprächen in Katar
AFP berichtet
Zitat:Nach dem Ende einer zweitägigen Waffenruhe zwischen Pakistan und Afghanistan werden Vertreter beider Staaten am Samstag zu Gesprächen in Katar zusammenkommen. Das pakistanische Staatsfernsehen berichtete, Verteidigungsminister Khawaja Asif und Geheimdienstchef General Asim Malik würden "heute zu Gesprächen mit afghanischen Taliban nach Doha" reisen. Pakistan hatte am Freitag mit Luftangriffen auf Ziele in Afghanistan eine zweitägige Waffenruhe beendet.

Die afghanische Taliban-Regierung bestätigte, dass Gespräche stattfinden würden. Eine hochrangige Delegation des "islamischen Emirats, angeführt von Verteidigungsminister Mohammed Jakub", sei nach Doha aufgebrochen, erklärte der Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid.
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#17
So ganz ruhig ist die Lage doch noch nicht:
Zitat:Fünf Tote bei Beschuss zwischen Afghanistan und Pakistan [...]

Bei Beschuss an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan sind trotz laufender Gespräche über eine Waffenruhe nach Krankenhaus-Angaben fünf Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Klinikkreisen im Bezirkskrankenhaus von Spin Boldak in der südafghanischen Provinz Kandahar erfuhr, wurden bei dem Vorfall am Donnerstag fünf Menschen getötet. Sechs weitere wurden demnach verletzt. [...]

Pakistanische Soldaten hätten über die Grenze in Richtung der afghanischen Region Spin Boldak geschossen, sagte ein Sprecher der in Afghanistan herrschenden Taliban. Pakistan wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte Afghanistan. Die Schüsse seien von afghanischer Seite ausgegangen, die pakistanischen Sicherheitskräfte hätten lediglich reagiert, erklärte die Regierung in Islamabad.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausl...69147.html

Schneemann
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#18
Das war es dann wohl erst einmal:
Zitat:Friedensgespräche zwischen Afghanistan und Pakistan gescheitert

Nach den schweren Auseinandersetzungen im vergangenen Monat versuchen Afghanistan und Pakistan, in der Türkei Frieden zu schließen. Die Gespräche führen jedoch zu keinem Ergebnis. Beide Seiten versichern trotzdem, keine erneuten Angriffe starten zu wollen.

Die Friedensgespräche zwischen Afghanistan und Pakistan sind gescheitert. Ein Waffenstillstand zwischen den beiden Nachbarn habe jedoch weiter Bestand, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahed. Die Vereinbarung sei von den Taliban bisher nicht verletzt worden und werde auch weiter eingehalten. [...] Zuvor hatte schon Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif gesagt, die Friedensgespräche in Istanbul seien ohne Einigung beendet worden. Der Waffenstillstand werde jedoch so lange halten, wie es keine Angriffe von afghanischem Boden aus gebe. [...]
https://www.n-tv.de/politik/Friedensgesp...49825.html

Schneemann
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#19
Es donnert am Horizont
Zitat: Taliban kündigen Vergeltung für pakistanische Luftschläge an
25.11.2025, 11:30 Uhr
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#20
Zitat:Pakistanische Armee und afghanische Taliban liefern sich schwere Gefechte
Donald Trump nennt ihn seinen Lieblingsfeldmarschall, seit Donnerstag kommandiert Asim Munir die sechstgrößte Armee der Welt vollumfänglich. Die kämpft seit Freitagabend nun wieder gegen die Taliban in Afghanistan.
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#21
(06.12.2025, 13:22)Kongo Erich schrieb: Kopie hier

In Jiwani haben vermutlich Belutschen ein Sprit-Depot der pak. Armee zerstört. Vor wenigen Tagen hat die pak. Regierung jedwede Ehen unter 18 Jahren in der Provinz Belutschistan verboten und auch rückwirkend annulliert. Seitdem mehreren sich die Angriffe auf die pak. Armee in dem Gebiet und die Rufe nach Unabhängigkeit werden wieder lauter. Indische Kanäle kommentieren die Angriffe der Taliban und der Belutschen wie zu erwarten wohlwollend.
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#22
Im Nachgang ein Artikel von TELEPOLIS:
Zitat:Von Verbündeten zu Feinden: Pakistan und die Taliban im Clinch
Der Artikel ist zwar schon vom 24. Oktober 2025, aber auch im Nachgang recht erhellend:
Zitat:Die Bombardierung Kabuls durch Pakistan eskalierte die Lage im Oktober. Nun verhandeln beide Seiten in Doha, allerdings mit wenig Aussicht auf Erfolg.

Seit die Nato aus Afghanistan abgerückt ist, hat es immer wieder Schwierigkeiten zwischen Islamabad und Kabul gegeben. So hat Pakistan die Durand-Linie in den vergangenen Jahren zunehmend befestigt und afghanische Flüchtlinge zur Rückkehr gezwungen. Doch am zweiten Oktoberwochenende eskalierten beide Länder plötzlich auch militärisch.

Die Gefechte begannen in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 2025, nachdem die afghanischen Taliban – aber nach pakistanischen Angaben auch die von Indien unterstützte Fitna-al-Khawarij – einen Angriff entlang der pakistanisch-afghanischen Grenze gestartet hatten. Laut pakistanischer Darstellung ist dieser Angriff unprovoziert erfolgt.

Fitna-al-Khawarij ist ein Begriff, den Islamabad für Terroristen verwendet, die der verbotenen Tehreek-i-Taliban Pakistan (TTP) angehören, einer paschtunischen Splittergruppe mit engen Verbindungen nach Kabul, während Fitna-al-Hindustan ein Begriff ist, den der Staat für terroristische Organisationen in Belutschistan verwendet.

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Afghanistan hat eine Menge zu verlieren
Vielleicht werden die wirtschaftlichen Realitäten Kabul letztlich zur Einsicht zwingen. Denn als Binnenstaat ist Afghanistan für den Zugang zu den globalen Märkten stark von Pakistans Infrastruktur abhängig. Zudem ist Pakistan der mit Abstand wichtigste Handelspartner Kabuls. Afghanistan bezieht Reis, Obst und Gemüse, pharmazeutische Produkte, verarbeitete Lebensmittel, Zement, Kunststoffe sowie Motorräder und Traktoren aus dem Nachbarland.

Zwar hat Afghanistan bereits in der Vergangenheit nach alternativen Handelswegen gesucht, um seine Abhängigkeit von Pakistan zu verringern, insbesondere über den Iran. Zudem sollen regionale Handelsinitiativen wie das CAREC-Programm die Verbindungen zu den zentralasiatischen Ländern im Norden Afghanistans verbessern helfen und weitere Handelswege eröffnen.
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ich denke, der Iran ist tatsächlich perspektivisch der wichtigere Partner für Afghanistan. Dafür spricht nicht nur der ständige Konflikt von Bevölkerungsgruppen, die auf beiden Seiten der Grenze leben, mit der pakistanischen Regierung - sondern die bis zur Kolonialzeit enge Verbindung und gemeinsame Geschichte und Kultur zwischen Iranern und Afghanen, die immer noch in einer starken Betonung der islamischen Prägung in beiden Ländern (aber mit unterschiedlichen Ausformungen) erkennbar ist.
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