(Asien) Iran - Streitkräfte
Wo soll die herkommen? Die Russen haben 125mm. Warum eine neue Kanone, die nichts an in Besitz befindlicher Munition verwenden kann ? Selbst wenn sie die haben, was soll die im Vergleich mit deutschen oder französischen Modellen in dem Kaliber denn können. Nicht umsonst verwendet alle außer den Franzosen das Rheinmetall Modell.

Viel größeres Problem wäre vor allem die entsprechend leistungsstarke Munition.
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(04.03.2025, 20:03)Falli75 schrieb: Wo soll die herkommen? Die Russen haben 125mm. Warum eine neue Kanone, die nichts an in Besitz befindlicher Munition verwenden kann ? Selbst wenn sie die haben, was soll die im Vergleich mit deutschen oder französischen Modellen in dem Kaliber denn können. Nicht umsonst verwendet alle außer den Franzosen das Rheinmetall Modell.

Viel größeres Problem wäre vor allem die entsprechend leistungsstarke Munition.

Die Glattrohrkanonen von Rheinmetall sind natürlich die Referenz und mit ein paar wenigen Ausnahmen quasi ausschließlich NATO Mitgliedern zugänglich.
Wenn wir den Zusatz "smoothbore" aus der Quelle mal ignorieren, es aber unbedingt 120mm sein sollten, dann würde diese Panzerkanone wohl auf der UK Royal Ordnance L11 120mm (rifled bore) aus den Chieftains basieren. Hierfür produzieren sie zumindest ein wenig Munition. Aber hey, wenn wir out of the box denken, dann könnte man ja auch gleich zur besseren 125mm 2A46 eigener Produktion greifen und kann auch den Turm gleich kleiner bauen. Habe dann aber auch ein komplett neues Layout mit Autolader usw.. Ne.

Nun wissen wir zumindest erstmal, warum diese komische Blende über der Kanone sitzt. Big Grin
Ich persönlich tippe ja auf die bisherige M68 105mm Kanone in technisch und optisch aufgehübscht. Das reicht doch für das Format. Gegen eine größere Kanone spricht der deutlich größere Mehraufwand für einen komplett neuen Turm, der dann erforderlich wäre. Gewicht ist auch so ein Thema, s. bspw. Sabra
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Zitat:‘Devastating and cutting-edge’: Iran says Arash-2 drone will wipe out all threats within 2,000km range
Monday, 07 April 2025 1:47 PM [ Last Update: Tuesday, 08 April 2025 3:58 AM ]
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He explained that the drone enjoys unique specifications and capabilities, and can successfully retrieve information multiple times before it strikes and destroys the designated target.
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https://www.presstv.ir/Detail/2025/04/07...-commander

Die Sprengladung der Arash-2 ist 3-5mal schwerer als bei der Shahed-136 und sie soll zum Datenaustausch befähigt zu sein. Sprich: Andere Drohnen klären ggf. nur auf, übermitteln die Zieldaten an den Arash-2 Schwarm, lese ich daraus. Auch das könnte im Verbund in naher Zukunft aus meiner Sicht teil-autonom funktionieren. Zumindest hinter den Frontlinien. Diese Cruise-Missile-Raketen-Drohne eignet sich ebenso für Massenproduktion und ist ebenfalls eher simpel konstruiert und benötigt für den Start als Minimalanforderung ebenfalls nur einen Booster und eine kleine Rampe auf einem Dreibein.
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Zitat:"Babak Taghvaee" details the operations of the Iranian Armed Forces on the coast of Pasabandar as they took part in the largescale joint exercise Zulfiqar-1403

The Iranian Air Force, Air Defence Force, Army Ground Force, and navy took part in the largest version of their Zulfiqar joint exercise in the southeast of Iran and the Oman Sea between February 22 and 25, 2025. The exercise involved 28 fixed-wing aircraft, 16 helicopters, and a large number of drones belonging to the Islamic Republic of Iran Air Force (IRIAF), Islamic Republic of Iran Army Aviation (IRIAA), and Islamic Republic of Iran Navy Aviation (IRINA). The exercise missions were designed with the key objective of protecting Iranian territorial waters and coastline from coastal invasion by a foreign enemy in the southeast of Iran, with a secondary objective of maintaining the highest level of interoperability of the Iranian armed forces to protect the islands of Abu Musa, Greater Tunb, and Lesser Tunb in the Hormuz Strait.
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Fourteen ships and vessels, along with four submarines of the Iranian Navy, participated in Zulfiqar-1403. Among these, one Ghadirclass submarine, two Sina-Class Fast Attack Crafts (including IRIS Zereh/P235), IRIS Bayandor corvette (IRIS 81), IRIS Jamaran frigate (IRIS 76), and IRIS Alvand frigate (IRIS 71) performed live cannon firing. A patrol boat also fired 107mm unguided rockets at the coastline of Pasabandar, in the southeast of Iran, during the second day of the exercise.
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https://www.key.aero/article/guardians-pasabandar
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Zitat:IRGC Base to Complete Major Railroad Project in SE Iran in Months
April, 30, 2025 - 16:08 Economy news

TEHRAN (Tasnim) – A top military commander forecasted that a large railroad project linking the capital of Iran’s southeastern province of Sistan and Balouchestan to the Chabahar port will be completed by the Khatam al-Anbia Construction Base by March 2026.
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The major project is being carried out by the Khatam al-Anbia Construction Base, a conglomerate belonging to the IRGC.

Describing the railroad as one of Iran’s most complicated technical projects, the IRGC commander said the route is 730 kilometers long, passes through vast and difficult terrain, and includes tens of bridges and tunnels.
https://www.tasnimnews.com/en/news/2025/...-in-months

Zitat:a lot of flying wing drone are just dumped at Kashan airport. Could be Saeghe type
https://x.com/benreuter_IMINT/status/191...6744867025
Aus der Luft betrachtet, würde ich ebenfalls auf ausgemusterte Shahed 191 (bzw. Varianten 171, 181, 161, 197, ..) tippen. Dabei handelt es sich um verkleinerte und technisch vereinfachte Nachbauten der US RQ-170 und die werden in Kashan am Flughafen wohl abgestellt und evtl. recycelt.
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Es wird immer deutlicher, dass China und Russland den Iran in seinem Abwehrkampf gegen den Überfall Israels und der USA auch militärisch unterstützen.
Bekannt sind einige - wenige - Lieferungen von Kampfflugzeugen und Kampfhubschraubern im letzten Jahr sowie aktuell von Drohnen und Geheimdienstinformationen (Zieldaten) aus Russland.
Was da von chinesischer Seite geliefert wird, muss sich noch heraus stellen.
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Wir haben ja schon vor Monaten auf ein mehr inoffizielles Bündnis verwiesen, das allerdings gegenwärtig in einer zunehmend klarer erscheinenden Kooperationsphase steckt:
(16.03.2026, 22:16)Kongo Erich schrieb: Es wird immer deutlicher, dass China und Russland den Iran in seinem Abwehrkampf gegen den Überfall Israels ...

Während aktuell Irans Außenminister bei den Verbündeten anklopft
Zitat:...
+++ 12:20 Irans Außenminister reist zum größten Handelspartner des Landes: China +++

Inmitten des andauernden Konflikts mit den USA reist Irans Außenminister Abbas Araghtschi heute nach China. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim mitteilt, will Araghtschi mit seinem chinesischen Amtskollegen über Entwicklungen in der Region sprechen. China ist einer der Hauptabnehmer der iranischen Öl- und Gasproduktion. Die Volksrepublik hat auch die gegen iranische Häfen gerichtete US-Seeblockade in der Straße von Hormus kritisiert. Zuletzt war Araghtschi zu Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg.
...
wir fast gleichzeitig bekannt:
Zitat:+++ 08:39 US-Geheimdienste: Nukleare Kapazitäten des Iran wohl weitgehend unverändert +++

Laut Einschätzungen der US-Geheimdienste hat sich offenbar die Zeit, die der Iran für den Bau einer Atomwaffe benötigen würde, seit dem vergangenen Sommer nicht verändert. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im vergangenen Sommer schätzten Analysten, dass ein Angriff der USA und Israels den Zeitplan um bis zu ein Jahr nach hinten verschoben habe. Dies soll sich auch nach zwei Monaten Irankrieg in diesem Frühjahr nicht verändert haben. Um das iranische Atomprogramm erheblich zu behindern, müssten noch die verbliebenen Bestände an hochangereichertem Uran im Iran vernichtet oder beiseite geschafft werden. Die UN-Atomaufsichtsbehörde geht davon aus, dass der Iran noch auf 60 Prozent angereichertem Uran in einem unterirdischen Tunnelkomplex im Nuklearforschungszentrum Isfahan lagert.
Eigentlich könnte man sagen:
Seit Jahrzehnten nichts Neues.
Denn solange steckt der Iran schon unmittelbar vor der Atombombe (sagt ein israelischer Politiker), und die massiven Zerstörungen, die alle paar Monate wieder durch Bombardements von sich reden machen und die Mordanschläge auf Wissenschaftler, die etwas ändern sollen, ändern daran nichts, bzw. allenfalls für ein paar Tage oder Wochen etwas.
Wie das Kaninchen aus dem Hut sind - schwupps - wieder die alten Zustände hergestellt.

Aber das wird langsam - nun ja, man würde gerne mal was bahnbrechend Neues vermelden.
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Iran verlegt Mini-U-Boote in die Straße von Hormus – Sorge vor neuer Eskalation wächst
Zitat:
Die Spannungen zwischen Iran und den Vereinigte Staaten nehmen weiter zu. Teheran hat nach Angaben von „Bloomberg” mehrere kleine U-Boote der Ghadir-Klasse in der strategisch wichtigen Straße von Hormus stationiert.

Die iranische Marine bestätigte die Verlegung während eines Manövers im Persischen Golf. Konteradmiral Schahram Irani erklärte laut dem polnischen Nachrichtenportal „RMF24”, die Einheiten befänden sich in voller Einsatzbereitschaft. Die Boote gelten als schwer zu orten und sind speziell für flache Gewässer ausgelegt.

Spezial-U-Boote für den Persischen Golf
Die U-Boote der Klasse Ghadir-Klasse sind nur knapp 30 Meter lang und werden von weniger als zehn Soldaten betrieben. Sie können Torpedos, Seeminen und Anti-Schiffs-Raketen transportieren. Das US-amerikanische Finanzportal berichtet zudem, dass die Boote mit chinesischen C-704-Raketen ausgerüstet werden könnten.

Besonders gefährlich sind die kleinen Einheiten in engen Seegebieten wie der Straße von Hormus. Dort liegt die Wassertiefe vielerorts nur zwischen 30 und 100 Metern. Laut dem polnischen Nachrichtenportal können sich die U-Boote sogar auf dem Meeresboden ablegen und dort längere Zeit unbemerkt bleiben, bevor sie angreifen.

Zweifel an der Schlagkraft der Flotte
Militärexperten sehen die iranischen Boote allerdings nicht als unbesiegbare Wunderwaffe: „Bloomberg” berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, dass die Ghadir-U-Boote vergleichsweise laut seien und deshalb schneller entdeckt werden könnten als moderne westliche U-Boote. Auch die Ausbildung der Besatzungen gelte als begrenzt
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(12.05.2026, 22:24)Kongo Erich schrieb: Iran verlegt Mini-U-Boote in die Straße von Hormus – Sorge vor neuer Eskalation wächst
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Wow, diese Selbstbauprojekte sind so langsam (8 bis 10 kts laut Wiki), denen schwimmen sogar die recht gemütlich bewegten Tankschiffe davon.
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Das sind - zweifellos - keine Schnellboote. Die sollen ja auch nix jagen.
Zwei (!) Einsatzmöglichkeiten:

1.
Auf Grund liegen und warten, dass ein feindliches Schiff vorbei kommt - in einer Meerenge nicht all zu problematisch.

2.
Zielbeleuchtung für Drohnen- und Raketenangriffe
dazu
Irans Raketenstellungen sind laut US-Geheimdiensten offenbar größtenteils intakt
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Es handelt sich bei den Ghadirs um dieselelektrische Klein-U-Boote, deren wirklicher Nutzen begrenzt sein dürfte. Da sie nicht mit Brennstoffzellen arbeiten, also nicht außenluftunabhängig sind, müssen sie auftauchen, um mit den Motoren die Batterien aufzuladen, deswegen besitzen sie auch einen Schnorchel. Der Schnorchel jedoch ist mithilfe von Radar recht leicht erkennbar. Das Problem ist zudem, dass sie aufgrund der Größe keine große Seeausdauer haben und auch nicht lange auf Grund liegen können, da der Sauerstoff eben sehr begrenzt ist.

D. h. die Boote, deren Konzept bis in die 1960er Jahre zurückreicht, sind klein, langsam, recht laut, müssen "schnorcheln" und haben eine geringe Tauch- und Seeausdauer. In einem beengten Kampfgebiet wie dem Persischen Golf, das zudem engmaschig überwacht wird und dessen größte Wassertiefe nur bei rund 100 Metern liegt (im Querschnitt um die 35 Meter), ist der Einsatz dieser Boote also nach meinem Empfinden kein "Joker", eher müssen die Crews verdammt tapfer sein bis hin zur Suizidbereitschaft.

Schneemann
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Diesel-elektrische U-Boote sind grundsätzlich leiser als Nuklearboote, bei denen immer irgendwo eine Pumpe klönt. Wer auf dem Grund liegt verbraucht auch keinen Strom für den Antrieb. Da lässt sich die Tauchdauer - an deren Ende die Batterien wieder aufgeladen müssen - schon ziemlich strecken.
Der größte Begrenzungsfaktor ist dann die Atemluft. Auch Pressluftflaschen halten nicht ewig.
Wenn die Schnorchelei zum Luftaustausch dann unmittelbar neben einer harmlosen kleinen Fischerdhau oder direkt neben einer verankerten Boje passiert, dürfte auch die Aufklärung an ihre Grenzen kommen.
Und bei einer durchschnittlichen Wassertriefe von 35 Metern braucht es auch keine große Tauchfähigkeit. Kleinst-U-Boote reichen.

Ich fürchte, wir nehmen diese Röhren genauso auf die "leichte Schulter", wie wir die Massenwirkung der iranischen Drohnen unterschätzt haben.
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Eine schnelle Google-Suche ergibt folgende Lösung für Irans peinliche Sardinenbüchsen:

https://www.defenseadvancement.com/news/...detection/
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@Kongo Erich
Zitat:Diesel-elektrische U-Boote sind grundsätzlich leiser als Nuklearboote...
Das hängt sehr stark von den Umständen ab. Zumindest nur auf Schleichfahrt können Brennstoffzellen-Boote wie auch dieselelektrische Boote der sog. 4. Generation - wenn sie nur mit Elektromotoren fahren - tatsächlich sehr leise sein, aber das betrifft eben v. a. moderne und gut isolierte Boote. Natürlich hütet man diese Details wie ein Augapfel, verständlicherweise, und direkte Angaben findet man dazu kaum, aber man kann für moderne Brennstoffzellen-Boote wohl unter grob 80 bis 90 dB annehmen. Damit bewegen sie sich leicht unterhalb moderner Atom-U-Boote, die geschätzt um die 95 bis 110 dB an Geräuschkulisse erzeugen. (Zum Vgl.: Ein Frachter mit Dieselmotor erzeugt etwa 190 bis 200 dB.)

Allerdings sind die iranische Klein-Boote keine Brennstoffzellen-Boote und eben weder sonderlich modern, noch haben sie aufgrund der geringen Größe allzu viel Platz für Geräuschdämmungen. Bspw. für die russischen, dieselelektrische Boote der Kilo-Klasse (2.300 ts aufgetaucht) werden gemeinhin um die 100 bis 120 dB angenommen, und diese besitzen zumindest nennenswerte Dämmungen, d. h. ich schätze, dass die iranische Klein-Boote irgendwo um die 120 bis 130 dB absondern, womit sie aber immer noch lauter als die schon in die Jahre gekommenen (und 60-mal größeren) US-Atom-U-Boote der Los Angeles-Klasse sind (110 dB auf Schleichfahrt, 125 dB bei mehr als 12 Knoten).

Das sind aber alles sehr vage Werte, da es extrem auf die Geschwindigkeit des Bootes (grob steigt die Geräuschkulisse um 1-2 dB je Knoten Mehrfahrt), die Rumpfform, den Zustand des Rumpfes (selbst Bewuchs wirkt sich aus) und selbst die Wassertemperatur ankommt.

Angesichts der geringen Wassertiefen am Golf sollte man die iranischen Boote mit ein paar Sensorbojen ohne Probleme lokalisieren können.

Schneemann
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