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@Kongo Erich
Zitat:Wenn Du Dir diese Wahlmöglichkeit nimmst, öffnest Du die Büchse der Pandorra.
Vielleicht tue ich es, ja. Aber da ich lange darüber nachgedacht habe - und je länger ich darüber nachdenke, desto weniger erachte ich es als das eigentliche Übel. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht auch irren könnte. Ich hatte ja schon in anderen Strängen, wo wir diskutiert hatten, das jetzige Völkerrecht als überholt angesehen.
Schneemann
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(05.01.2026, 22:38)Schwabo Elite schrieb: Man stelle sich einmal vor, Obama hätte die Aktion in Venezuela angeordnet.
Der Aufschrei wäre wesentlich geringer ausgefallen, wenn nicht völlig entfallen. Wenn Obama das gemacht hätte hätte man ihm zugejubelt.
Trump wurde von den Demokraten noch letztes Jahr kritisiert, dass er sein Versprechen Maduro abzusetzen nicht hat einlösen können. Nun hat er es gemacht und es ist wieder nicht recht. Eine dämliche Politshow.
(05.01.2026, 22:38)Schwabo Elite schrieb: Öl ist eine Achillesferse der Chinesen (Tante Edith meint: wie weiland die der Japaner). Ja aber wie weiland bei den Japanern lässt sich das auch noch im Krieg durch eine Seeblockade des Festlandes ohne größere Schwierigkeiten darstellen. Dazu muss nicht groß strategische Vorarbeit geleistet werden.
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(Gestern, 00:48)Nightwatch schrieb: Ja aber wie weiland bei den Japanern lässt sich das auch noch im Krieg durch eine Seeblockade des Festlandes ohne größere Schwierigkeiten darstellen. Dazu muss nicht groß strategische Vorarbeit geleistet werden.
Nicht wenn es zwei oder drei größere Pipelines aus Russland gibt und die auch noch Öl transportieren.
Die Eindämmung Chinas kann - wenn überhaupt - nur funktionieren, wenn Russland (wieder) westlich wird.
Gut möglich, dass die Trump-Administration hierzu auch eine Teil der Ukraine opfern würde.
Konjunktiv deshalb, weil Russland aus innenpolitischen Gründen keinen Frieden, mit welchem Teil der Ukraine auch immer, haben will.
Schliesslich:
Auch der Iran beliefert China mit Energie.
Deshalb sollten sich die Mullahs wirklich Sorgen machen.
Die stehen definitiv ganz oben auf Trumps Liste.
Und nicht Kuba.
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Ich bin derzeit am überlegen, ob wir das nicht alles in gewisser Weise zu kompliziert denken und trump viel simplere Beweggründe hatte.
Klar, Öl will er für Amerika und seine Firmen haben (Öl ist ja auch anti-grün und damit geeignet, die Dmeokraten zu ärgern oder so) und er kann sich potentiell davon irgendwelche Gefälligkeiten bei seinen Kumpeln in der Industrie sichern.
Aber wenn ich mir so die ganzen Hinweise anhöre, wie toll er sich das alles lvie angeschaut hat und so, könnte ich mir vorstellen, dass das auch einfach wieder einer seiner sprichwörtlichen Schwanzvergleiche mit Obama war. Obama hatte dne Bin ladne Raid und hat dafür viel Zuspruch bekommen. Jetzt wollte Trump halt seinen eigenen tollen Raid, wo er zugucken und sich danach für die Bilder von ihm in der Schaltzentrale feiern kann.
Und aus seinem Umfeld verlautet es ja auch, dass er die venezuelanische Oppositionsführerin nicht unterstützen wolle, weil die den Friedensnobelpreis angenommen habe, der ihm zugestanden hätte.
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(05.01.2026, 23:35)vbole schrieb: Ja, und was glaubst du wie die Amerikaner das Ganze organisiert haben?
Die führen das Land schon. Oder meinst du wirklich das es möglich ist, so eine Aktion ohne Verluste auszuführen?
Mit Hubschraubern die so langsam und niedrig fliegen, dass man diese mit Kalaschnikov runterholen kann?
Die einzigen Toten waren kubanische Leibwächter, amerikaner hatten angeblich nicht einmal verletzte, von der Toten gar nicht zu reden.
Sooo gut können die Amis gar nicht sein, die Leibwächter wurden von innen eliminiert.
Angeblich sollen die US-Hubschrauber (erfolglos) mit Manpads angegriffen worden sein.
Und die "Führung" eines Landes kann ich nicht darin erkennen, dass man womöglich das Umfeld des Entführungsziels infiltriert hat.
Man sieht ja jetzt, dass Trump und seine Berater nur darauf setzen (können/wollen), dass die neue Präsidentin durch weitere US-Drohungen gefügig gemacht wird. Man unterstützt weder die Opposition im Land noch den im Exil lebenden Gewinner der letzten Wahl.
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(05.01.2026, 23:35)vbole schrieb: ...
Sooo gut können die Amis gar nicht sein, die Leibwächter wurden von innen eliminiert. und
(Gestern, 08:19)emjay schrieb: ...
Man sieht ja jetzt, dass Trump und seine Berater nur darauf setzen (können/wollen), dass die neue Präsidentin durch weitere US-Drohungen gefügig gemacht wird. Man unterstützt weder die Opposition im Land noch den im Exil lebenden Gewinner der letzten Wahl. lässt den Verdacht aufkommen, ... „dass US-Geheimdienste infiltriert, manipuliert und bestochen haben“
Und steht diese Nachricht dazu auch noch im Kontext?
Zitat:Chinesische Militärradare haben Venezuela während der US‑Invasion womöglich im Stich gelassen
...
Der Angriff in Caracas könnte einen Imageschaden für Peking bedeuten, da die an Venezuela verkauften mobilen Antistealth‑Radare vom Typ JY‑27A – die als fähig präsentiert wurden, Tarnkappenflugzeuge der fünften Generation wie die US‑F‑22 und F‑35 in mehr als 150 Meilen Entfernung zu orten – Berichten zufolge in dem kritischen Moment keine frühzeitige Warnung gaben.
...
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(Gestern, 12:07)Kongo Erich schrieb: und
lässt den Verdacht aufkommen, ... „dass US-Geheimdienste infiltriert, manipuliert und bestochen haben“
Und steht diese Nachricht dazu auch noch im Kontext?
Hier dürfte sich der Schreiber geirrt haben, die neue Version JY-27V mit der alten JY-27A verwechselt, die ca. 20 Jahre alt ist.
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Über die Präsenz von Chevron in Venezuela:
https://www.wiwo.de/unternehmen/industri...88648.html
Zitat:Bereits 1976 nationalisierte Venezuela seine gesamte Ölindustrie. Das Öl gehörte damit dem venezolanischen Staat und die PDVSA verwaltet es. Ausländische Firmen erhielten Förder-, Betriebs- oder Beteiligungsverträge, keine Eigentumsrechte. In den 1990er-Jahren öffnete Venezuela seinen Ölmarkt. Ausländische Beteiligungen über Joint Ventures waren wieder erlaubt – allerdings oft mit PDVSA-Mehrheit oder Sonderverträgen.
2007 folgte die Kehrtwende. Der damalige Präsident Hugo Chávez forderte, dass alle Joint Ventures in eine PDVSA-Mehrheitsgesellschaft von mindestens 60 Prozent umgewandelt werden. Während die US-Ölgiganten ExxonMobil und ConocoPhillips daraufhin das Land verließen, akzeptierten Chevron, Total und BP die neuen Bedingungen.
2019 griff Donald Trump das Thema wieder auf und nutzte es im Machtkampf um die Ressourcen. Denn bis dahin waren die USA der größte Abnehmer des venezolanischen Öls. Danach brachen sowohl die Ölförderung als auch die Ausfuhren ein.
Das hätte das Ende von Chevrons Venezuela-Geschäft sein können, und so sah es lange auch aus. Doch 2022 erteilte das Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums Chevron eine Ausnahmegenehmigung, um die Rohölexporte aus seinen Joint-Venture-Betrieben in Venezuela wieder aufzunehmen. Im Oktober 2025 bekam Chevron zudem erneut die Erlaubnis, Öl in Venezuela zu fördern.
Grund für die Sondergenehmigung für Chevron ist zum einen Russlands Krieg gegen die Ukraine und der Boykott russischen Erdöls. Zum anderen spielten Wirths jahrelange Bemühungen eine Rolle, Washington davon zu überzeugen, dass Chevron strategisch wichtig sei, weil das Unternehmen verhindere, dass China die Kontrolle über bedeutende Ölfelder übernehme.
Immer wieder suchte der Chevron-Chef das Gespräch mit der US-Regierung. Schließlich drängte Trump seine Berater im Sommer 2025 dazu, einen Deal auszuhandeln, der US-Unternehmen Vorrang beim Zugang zu Venezuelas Ölvorkommen einräumen würde.
Auch anderweitig bewies der Manager Geschick beim Umgang mit dem US-Präsidenten. So gehörte Wirth zu den Ersten, die „den Golf von Amerika“ begrüßten – so hatte Trump den Golf von Mexiko nach seiner Amtseinführung umbenannt. Zudem spendete Chevron zwei Millionen US-Dollar an das Einführungskomitee Trumps. Das war doppelt so viel wie die Konkurrenten Exxon Mobil und Occidental Petroleum.
Chevron, das als einziges großes US-Ölunternehmen noch in Venezuela aktiv ist, hat nun augenscheinlich die beste Ausgangslage, um von einer möglichen Marktöffnung zu profitieren. Das Unternehmen und seine Joint Ventures haben vor Ort bereits eine Infrastruktur und beschäftigen dort rund 3000 Mitarbeiter.
Wollen wir wetten das Trump und seine Familie direkt vor dem Einsatzbefehl eine Menge Chevron Aktien erworben haben 
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Wollen wir. Diese Regierung, die den "Swamp" trockenlegen wollte, ist so korrupt, es ist schon eher belustigend als empörend. Ebenso beeindruckend, mit welcher Geduld die meisten Trumpisten diese Korruption hinnehmen.
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Mal ein Stimmungsbild aus den USA, wie die Absetzung Maduros innerhalb der US-Bevölkerung aufgenommen wurde:
Zitat:A third of Americans support US strike on Venezuela, Reuters/Ipsos poll finds
WASHINGTON, Jan 5 (Reuters) - One in three Americans approves of the U.S. military strike on Venezuela that toppled the country's president and 72% worry the U.S. will become too involved in the South American country, according to a Reuters/Ipsos poll that concluded on Monday. The two-day poll showed 65% of Republicans back the military operation ordered by Republican President Donald Trump, compared to 11% of Democrats and 23% of independents. [...]
https://www.reuters.com/world/americas/o...026-01-05/
Insgesamt zeigt sich eine große Gespaltenheit in der US-Gesellschaft (was aber nicht wirklich neu ist).
Darüber hinaus (im Artikel zu finden):
- 65% der befragten Republikaner sagen, dass Washington Venezuela regieren sollte, bis eine neue Regierung dort gefunden ist;
- 60% der befragten Republikaner sagen, dass notfalls US-Truppen in Venezuela stationiert werden sollten;
- 65% der befragten Republikaner begrüßen die Absetzung Maduros;
- 65% der befragten Demokraten lehnen die Absetzung Maduros ab;
- 72% aller Befragten befürchten jedoch, dass die USA zu tief in die Unbilden in Venezuela verstrickt werden;
- 33% aller Befragten begrüßen die Absetzung, 34% lehnen sie ab, 33% sind unsicher;
- 43% der befragten Republikaner begrüßen eine Hegemonialrolle der USA in der Western Hemisphere (Anm.: Western Hemisphere bezieht sich auf Nord- und Südamerika).
Schneemann
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Es wird immer deutlicher, um was es dem GröPaZ wirklich ging:
Zitat:Fügt sich Caracas US-Forderung?
Trump verkündet großen Öl-Deal mit Venezuela
07.01.2026, 02:34 Uhr
Wenige Tage nach dem Sturz Maduros kommt die venezolanische Übergangsregierung Trumps Forderungen nach. Auf seiner Plattform verkündet der US-Präsident, dass Caracas den USA riesige Mengen sanktionierten Öls liefern werde. Die Erlöse werde er selbst kontrollieren.
Die venezolanische Übergangsregierung wird den USA nach den Worten von US-Präsident Donald Trump bis zu 50 Millionen Barrel Öl liefern. Es handele sich um sanktioniertes Öl, das zum Marktpreis verkauft werde, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Geld werde von ihm als Präsident kontrolliert, "um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten zugutekommt"....
und Zitat:Trump: "Sie fördern fast nichts"
So groß ist der schlummernde Ölschatz Venezuelas
07.01.2026, 10:25 Uhr
Nach der Entführung von Diktator Maduro verspricht Präsident Trump, das Geld werde aus dem Boden Venezuelas sprudeln. Wie groß sind die Ölvorkommen, wie viel wird tatsächlich produziert? Eine Annäherung in Zahlen.
"Angesichts dessen, was sie fördern könnten, fördern sie fast nichts." Das sagte US-Präsident Donald Trump nach gut fünf Minuten seines Berichts über die Ergreifung von Nicolás Maduro. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion entführten US-Spezialkräfte den venezolanischen Diktator. Es war der vorläufige Höhepunkt einer Auseinandersetzung, die die USA seit Monaten unter dem Banner des "Kampfs gegen den Drogenterrorismus" führen. Trump aber ließ schnell erkennen, dass es bei dem Einsatz am Wochenende um mehr ging. Die USA würden Venezuela ab sofort kontrollieren, kündigte er an. Ein Teil seiner Begründung dessen: Das venezolanische Ölgeschäft sei seit langem "völliger Mist".
...
sowie Zitat:Trumps Ölvorhaben in Venezuela ist ein Desaster für Umwelt und Klimaschutz: „Erhebliche Belastung“
07.01.2026, 10:46 Uhr
Die USA wollen die Ölförderung in Venezuela vorantreiben. Doch das könnte schwere Folgen für die Umwelt
haben – Verbände und Experten warnen.
Washington, DC/Caracas – Mit dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Machthaber Nicolás Maduro verspricht sich US-Präsident Donald Trump vor allem eins: Zugriff auf die riesigen Ölreserven des südamerikanischen Landes. Am Mittwoch (7. Januar) schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth-Social: „Ich freue mich, mitteilen zu dürfen, dass die Übergangsregierung in Venezuela zwischen 30 und 50 Millionen Barrel hochwertiges, sanktioniertes Öl an die Vereinigten Staaten von Amerika übergeben werden.“ ...
Stand:07.01.2026, 10:46 Uhr
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Zitat:Trumps Ölvorhaben in Venezuela ist ein Desaster für Umwelt und Klimaschutz: „Erhebliche Belastung“
Also wenn Trump es noch schlimmer machen will, dann muss er sich hinstellen, den Hahn aufdrehen und alles, aber auch wirklich alles ins Meer laufen lassen.
https://phys.org/news/2019-10-lake-marac...black.html
Schneemann
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Die Misswirtschaft inkl. Umweltproblem scheint primär sozialistischer Natur zu sein.
Das Ganze ist seit zwei Jahrzehnten ein failed state.
https://www.arte.tv/de/videos/111397-000...d-das-oel/
auch interessamt: https://www.arte.tv/de/videos/114209-000...achtkampf/
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Zitat:USA bringen russischen Öltanker unter Kontrolle
Zwei Wochen lang verfolgen die USA einen Öltanker, der wohl für Russland fährt. Plötzlich tauchen russische U-Boote und Militärschiffe auf, um den Tanker zu begleiten. Dann schlägt das US-Militär zu: Es entert das Schiff aus der Luft.
Die USA haben nach einer mehr als zweiwöchigen Verfolgungsjagd einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker vor der Küste Islands unter ihre Kontrolle gebracht. Der russische Staatssender RT hatte zuvor berichtet, US-Kräfte hätten offenbar versucht, von einem Hubschrauber aus an Bord des Tankers "Marinera" zu gelangen, und veröffentlichte dazu ein entsprechendes Bild.
Der Tanker sei gesichert, sagte ein US-Beamter der "Washington Post". "US-Bundesbeamte der Strafverfolgungsbehörden befinden sich derzeit an Bord", so der Beamte. Der Frachter "wurde wegen Verstößen gegen US-Sanktionen beschlagnahmt", teilten die Streitkräfte auf X mit. Der Einsatz sei ohne Störungen durch russische Schiffe verlaufen. In der Nähe des Einsatzortes befänden sich ein russisches U-Boot und ein Kriegsschiff, sagten zwei US-Vertreter dem "Wall Street Journal" und Reuters.
www.n-tv.de/politik/USA-bringen-russischen-Oeltanker-unter-Kontrolle-id30213257.html
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