(Asien) Indiens Luftwaffe
Indien bereitet sich darauf vor, eine Großbestellung von SCALP-Marschflugkörpern bei Frankreich aufzugeben
OPEX360 (französisch)
von Laurent Lagneau · 9. Februar 2026
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploa...230511.jpg]
Die Empfehlung der indischen Luftwaffe [IAF], 114 Rafale-Jagdbomber von Dassault Aviation für einen geschätzten Betrag von rund 30 Milliarden Euro zu erwerben, wird in den nächsten Tagen dem Verteidigungsbeschaffungsrat [DAC] vorgelegt.

Anschließend, so India Today unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, „wird das Programm in die Phase der detaillierten technischen und kommerziellen Verhandlungen eintreten. Die endgültigen Konturen des Abkommens dürften sich in den kommenden Monaten abzeichnen“.

In der Zwischenzeit bereitet sich das indische Verteidigungsministerium darauf vor, einen weiteren Auftrag abzuschließen. Nach der Operation Sindoor, die im Mai dieses Jahres gegen in Pakistan untergetauchte Terroristengruppen durchgeführt wurde, muss die IAF ihre Munitionsvorräte wieder auffüllen und sogar aufstocken. Daher beabsichtigt sie, eine neue Charge von SCALP-Marschflugkörpern (Système de croisière conventionnel autonome à longue portée) von MBDA für 300 Millionen Euro zu erwerben.

Da der Stückpreis einer SCALP [nach den letzten bekannten Zahlen] bei 850.000 Euro liegt, würde der indische Auftrag mindestens 300 Exemplare umfassen.

Dieser Auftrag „folgt auf die bewährte Wirksamkeit dieser Raketen während der Operation Sindoor, bei der sie präzise Angriffe auf terroristische Infrastrukturen in Pakistan ermöglichten”, betont die Fachwebsite Indian Defence News.

Darüber hinaus hat der Erfolg der Operation Sindoor dazu geführt, dass aus einer einfachen Nachlieferung eine erhebliche Verstärkung der Fähigkeiten der IAF im Bereich der Tiefenschläge geworden ist.

Auf jeden Fall, so berichtet die indische Presse, „schreiten die Verhandlungen zwischen Neu-Delhi und Paris rasch voran“ und eine Ankündigung könnte anlässlich eines Besuchs eines Regierungsvertreters von Präsident Macron in Indien am 20. Februar erfolgen.

Zur Erinnerung: Mit einer Reichweite zwischen 250 und 400 km trägt die SCALP eine 450 kg schwere Tandem-Hohlsprengladung vom Typ „BROACH”. Als Unterschallrakete fliegt sie in einer Höhe von 30 Metern, bevor sie ihr Ziel erreicht. Sie wird vor allem für Angriffe auf Ziele mit hohem Mehrwert eingesetzt.

Neben den SCALP-Raketen plant das indische Verteidigungsministerium auch die Bestellung von METEOR-Luft-Luft-Raketen mit großer Reichweite, nicht nur für die Rafale-Kampfflugzeuge der IAF, sondern auch für diejenigen, die die indische Marine in drei oder vier Jahren [NdÜ: eher früher] erhalten wird.
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Zitat:114 Rafale für Indien: Der größte Rüstungsvertrag der Geschichte

Der Mega-Deal mit Frankreich soll eine gefährliche Lücke schließen: Zwischen 2030 und 2035 droht der indischen Luftwaffe ein historischer Absturz.


35 Milliarden Dollar für 114 Kampfjets: Indien hat den größten Rüstungsvertrag seiner Geschichte abgeschlossen. Die französische Rafale ersetzt die sowjetische MiG-21, die im September nach sechs Jahrzehnten ausgemustert wurde.

Indien betreibt bereits 36 Rafale, die seit 2020 im Dienst sind und an strategischen Stützpunkten nahe den Grenzen zu Pakistan und China stationiert wurden. Im April 2025 bestellte die indische Marine weitere 26 Rafale für Flugzeugträger. Mit den jetzt genehmigten 114 Maschinen wird die Luftwaffe künftig 150 Rafale betreiben.

Der größte Rüstungsdeal der indischen Geschichte
Die Entscheidung fiel fünf Tage vor dem Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Neu-Delhi, der am 17. Februar zum KI-Gipfel (Artificial Intelligence Impact Summit) erwartet wird.

Von den 114 bestellten Maschinen sollen rund 18 bis 20 flugfertig geliefert werden, die übrigen in Indien produziert werden. Das Verteidigungsministerium erklärte laut Times of India, die Mehrheit der Flugzeuge werde im Land gefertigt, mit einem Anteil von 50 bis 60 Prozent heimischer Komponenten.
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und unterschrieben wird anlässlich der Visite von Macron ?
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Zitat:Dr. Ajayshree Singh Sambyal
@AjayshreeSamby3
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Beim 6. jährlichen Verteidigungsdialog zwischen Indien und Frankreich bekundete Indien seine Absicht, sich an der gemeinsamen Entwicklung und Produktion des FCAS-Programms der 6. Generation zu beteiligen. Indien warb außerdem für den Export von Pinaka nach Frankreich, wobei die potenziellen Verkaufsverhandlungen positiv verliefen.
[Bild: https://pbs.twimg.com/card_img/202867172...name=small]
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Ergänzend:
Zitat:India seeks to join sixth-generation fighter programme [...]

During a parliamentary session in New Delhi with the Standing Committee on Defence on 18 March, the country's Chief of Defence Staff, General Anil Chauhan, explained that “two different consortia are currently working on sixth-generation aircraft”.

“To ensure that we do not lag behind in this regard, we will strive to collaborate with one of these consortia and begin deliberating on sixth-generation fighter aircraft right away,” General Chauhan said, according to the parliamentary report. Gen Chauhan added that “one of these is a consortium comprising the United Kingdom, Italy, and Japan, while the other is a consortium of France and Germany”. The two consortia almost certainly refers to the Global Combat Air Programme (GCAP) under the Edgewing joint venture company and the Future Combat Air System (FCAS) respectively.

According to Gen Chauhan, India's involvement in either the GCAP or the FCAS will be conducted in tandem with India's domestic fifth-generation Advanced Medium Combat Aircraft (AMCA) programme, which is expected to enter service in 2035. “The AMCA design has already been finalised; however, deliberations are currently under way regarding who will undertake its manufacturing,” he said. In a subsequent report tabled that same day, the Standing Committee on Defence said that it recommended to the Indian Ministry of Defence (MoD) that it “chalk out a trajectory” and a “planning process for development and acquisition of sixth-generation aircraft [to] eventually enhance India's air domain capabilities in today's highly air-centric modern warfare”.
https://www.janes.com/osint-insights/def...-programme

So wie ich es verstehe, ist zwar FCAS damit auch ein Thema, es könnte aber auch GCAP werden.

Schneemann
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Dazu berichtet auch der FOCUS:
Zitat:Nicht hinter China zurückfallen - Indien will bei Europas Kampfjet der Zukunft mitmischen

Mittwoch, 25.03.2026, 07:22

Indien will in Europas Projekte für 6.-Generation-Kampfjets einsteigen. Damit reagiert Neu-Delhi auf Chinas Vorsprung und eigene Verzögerungen.
Indien steht vor einer Weichenstellung in der Luftverteidigung. Neu-Delhi prüft offiziell, sich einem der beiden großen europäischen Programme für Kampfjets der sechsten Generation anzuschließen. Damit könnte sich die indische Luftwaffe an der Entwicklung eines der modernsten Kampfflugzeuge der Welt beteiligen - zusätzlich zum eigenen Projekt eines Kampfflugzeugs der fünften Generation (AMCA), so „Times of India“.

GCAP und FCAS: Europas Prestigeprojekte im Visier Neu-Delhis
Im Fokus stehen laut „IsraelDefense“ zwei europäische Großprojekte: das Global Combat Air Programme (GCAP), auch als Tempest-Projekt bekannt, unter Führung von Großbritannien, Italien und Japan sowie das Future Combat Air System (FCAS), das von Frankreich, Deutschland und Spanien getragen wird.

Doch ein Beitritt ist keineswegs garantiert. Der Verteidigungsanalyst Dan Darling glaubt laut „IsraelDefense“, es sei wahrscheinlich, „dass die bestehenden Partnerschaften in beiden Projekten Indien nicht als vollwertigen Partner in den Entwicklungsphasen zulassen werden“, auch wenn ein späterer Kauf der Jets durch Indien willkommen wäre.
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