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DeltaR95 schrieb:Ergo, international ist auf ASW-Plattformen ein Helikopter eher die Regel, als die Ausnahme. Wobei ich da noch differenzieren würde, ob das stets gewollt ist oder einfach durch andere Faktoren bedingt sein kann, bspw durch die Schiffsgröße oder Doktrin. Dass auf eine FDI oder eine französische FREMM jeweils nur 1x NH90 passen bspw, dürfte einfach an der geringen Größe liegen, die italienischen FREMMs werden da schon das maximal machbare an Raumreserven ausreizen müssen um ihren Doppelhangar unterbringen zu können. Gleichsam können Amphibs oder ähnliche Einheiten den Großteil der Helikopter-"Last" im IKM übernehmen, wodurch eine Fregatte natürlich weniger übernehmen muss.
Was allerdings natürlich nicht von der Tatsache ablenkt, dass die meisten dezidierten ASW-Fregatten in Europa "nur" mit einem Helikopter ausgestattet sind. Das wird korrelieren, allerdings sollte man durchaus davon ausgehen, dass 2x BHS mehr Leistung erbringen als 1x BHS. Besonders in einem Kontext außerhalb des klassischen Verbands-ASW, indem man nicht mal eben auf andere BHS zurückgreifen könnte.
Zitat:Die MEKO A-200G hätte nur dann eine Chance, wenn das BMVg per "Erlass von oben" die üblichen "Experten" aus dem Weg räumt - Arbeitsschutz, Umweltschutz, Ergonomie, Informationssicherheit und sonstige "Reiter der Heiligen DIN".
Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, wenn der Verteidigungsminister bzw. das BMVg selber die A-200G nicht will?
Davon gehe ich letztendlich auch aus. Irgendwie wird man sich schon aus diesem Vorhaben herausreden können. Erfrischenderweise allerdings mal nicht unbegründet, da bin ich leise 
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Leuco schrieb:Falls es zu der Option kommt. Würdet ihr die Schiffe lieber mit 32 SLX oder 64 ESSM ausstatten? Ich könnte mir gerade in Ostsee vorstellen dass die SLX mehr Sinn macht (höheres Potential und kurze Wege für das nachladen bezüglich geringerer Magazintiefe). Sofern das sofortige Abwracken dieser Einheiten nach dem Übergang ausfällt, wäre es mMn definitiv die SLX.
Niedrigkarätige Bedrohungen kann man mit hochkarätigen Lfk abfangen, hochkarätige Bedrohungen aber nicht mit niedrigkarätigen Lfk. Und da selbst schon die Raketenboote der russischen Baltikflotte inziwschen über supersonische und in einigen Fällen hypersonische Bedrohungen verfügen, die Landbatterien sowieso, ist das mMn nicht wirklich etwas, dem man mit einer Doktrin gegen subsonische SeaSkimmer, also mit ESSM-Bombern, begegnen kann.
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(03.02.2026, 17:45)DrKartoffelsalat schrieb: Dafür sind die vorgehaltenen Mittel dann aber doch etwas mager, als dass da ernsthaft viel passiert, bis auf möglicherweise die Ausarbeitung des tatsächlichen Designs sowie administrativer Aufwand, bspw. Vorverträge mit Zulieferern. Aber realistisch muss man trotzdem mal mit 3-4 Jahren Bauzeit für die erste Einheit bis Auslieferung ab Baubeginn rechnen, eher sogar mehr, denn Lead-Zeiten für diverse Komponenten bekommt man halt nicht weggezaubert. Und je später da der Auftrag erfolgt, desto abwegiger wird die Begründung des schnellen Zulaufens. Um die vielgenannte 2029 zu halten, hätte das alles eigentlich schon unter Dach und Fach sein müssen. Es geht aber doch weniger um realistische Einschätzungen, als um Zusagen der Beteiligten. Und der Vorvertrag dürfte halt all das beinhalten, was jetzt sofort passieren muss, um die dort hinterlegten Zeitziele erreichen zu können, sofern man auch den Bauvertrag fristgerecht erhält. Was dann später aus dieser Zeitplanung real wird, ist bekanntlich ein ganz anderes Thema, aber wenn ein Vorvertrag das nicht (zumindest im Rahmen des üblichen Spiels von Zusagen-Verzögerungen-Schuldzuweisungen) leisten könnte, wäre er ja sinnlos.
(03.02.2026, 19:52)DeltaR95 schrieb: Die Deutsche Marine will - meine persönliche Meinung - nur deshalb zwei NH90, weil man vorher zwei Sea Lynx hatte. ... Mit zwei NH90 hätte man halt mehr Redundanz Ich würde der Redundanz hier deutlich mehr Bedeutung zusprechen als den BW-typischen Beharrungskräften.
Mit nur einem BHS kommt es halt rein technisch bedingt zu zeitlichen Phasen, in denen kein BHS zur Verfügung steht. Das will die Marine tunlichst vermeiden, was ich auch für sehr nachvollziehbar halte, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass unsere Schiffe keine andere Möglichkeit haben, Torpedos ins Wasser zu bekommen als per BHS.
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Ich habe mich gefragt, wie die A-200 DEU aussieht. Bisher gibt es glaube ich keine Spezifikation.
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Auf Bild sind keine MK 41 VLS. Ich glaube das ist die A-200 EN.
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(03.02.2026, 20:57)Frank353 schrieb: Ich habe mich gefragt, wie die A-200 DEU aussieht. Bisher gibt es glaube ich keine Spezifikation.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...strie.html
Auf Bild sind keine MK 41 VLS. Ich glaube das ist die A-200 EN.
Wär n deutscher Klassiker. Schiffsklasse ohne Kampfkraft #3 nach F125 F126 (falls jemals realisiert).
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(03.02.2026, 20:05)Leuco schrieb: Oder geht es gleich ans neue CMS und deutsches Sensorik? (03.02.2026, 20:35)DeltaR95 schrieb: Die MEKO A-200G hätte nur dann eine Chance, wenn das BMVg per "Erlass von oben" die üblichen "Experten" aus dem Weg räumt - Arbeitsschutz, Umweltschutz, Ergonomie, Informationssicherheit und sonstige "Reiter der Heiligen DIN".
Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, wenn der Verteidigungsminister bzw. das BMVg selber die A-200G nicht will? Mich würde es auch nicht wundern, wenn die Marine verbindlich z.B. CMS330 fordert und dann "leider" die damit verbundene Verzögerung das ganze Vorhaben scheitern lässt.
(03.02.2026, 20:05)Leuco schrieb: Würdet ihr die Schiffe lieber mit 32 SLX oder 64 ESSM ausstatten? Ich halte es für verfrüht, Aussagen über SLX zu treffen, möchte aber auch für nur 16 Zellen eine Mischbeladung ins Spiel bringen. Also bspw. 16+32. Evtl. könnten diese beiden FK auch in einigen Situationen eine gute Kombination für eine Abwehr darstellen, in der von vornherein zwei FK auf eine Bedrohung abgeschossen werden. Außerdem könnten ESSM einer Übersättigung der vmtl. leistungsstärkeren SLX vorbeugen.
(03.02.2026, 20:35)DeltaR95 schrieb: - Bugsonar, Schleppsonar, Schleppsonar (passiv) für Torpedo Detection In dem Fall (3 Sonare) würde ich es bevorzugen, wenn man das "Haupt-"Schleppsonar modular einrüsten könnte, da das mMn für Einsätze außerhalb des ASW, z.B. in der Ostsee, nicht gebraucht würde.
Zitat:- 1 x Sea RAM
Findest du nicht, dass auf einer Einheit, die nur über 1xRAM und 16er VLS verfügt, die reduzierte FK-Anzahl des SeaRAM eher zum Problem wird als das die Radar-Autonomie einen relevanten Vorteil darstellt.
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(03.02.2026, 20:57)Frank353 schrieb: Ich habe mich gefragt, wie die A-200 DEU aussieht. Bisher gibt es glaube ich keine Spezifikation.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/a...strie.html
Auf Bild sind keine MK 41 VLS. Ich glaube das ist die A-200 EN.
Warum denkst du dass das keine Mk.41 sind? Das sind aus dem Winkel für mich nach dem klassischen 8er Split von Mk.41 aus. Zwei 8er Blöcke plus zwei RAM Launchers sieht nach dem aus was bislang kommuniziert wurde.
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(03.02.2026, 21:12)Broensen schrieb: In dem Fall (3 Sonare) würde ich es bevorzugen, wenn man das "Haupt-"Schleppsonar modular einrüsten könnte, da das mMn für Einsätze außerhalb des ASW, z.B. in der Ostsee, nicht gebraucht würde.
Können wir nicht mal bitte ein Schiffe ohne diese "Modul-Gespenst" bauen, bitte?
Warum sollte ich drauf verzichten und bei der richtigen Selektion des Schleppsonars kann man das auch in der Ostsee gebrauchen.
Was mir vorschwebt wäre von TRAPS abgeleitet ( https://geospectrum.ca/catalog/defence/s...ive-sonar/)
Ein TRAPS mit HF für die permanente Torpedo Detection - aktiv und passiv in diesem Fall, sehr gut auch in der Ostsee gegen UUV.
Ein TRAPS mit wechselbarem Sender für VLF, LF und MF. Dann könnte die A-200G von der Ostsee bis in den Atlantik operieren und einfach je nach Seegebiet den richtigen Sender an Bord einsetzen.
(03.02.2026, 21:12)Broensen schrieb: Findest du nicht, dass auf einer Einheit, die nur über 1xRAM und 16er VLS verfügt, die reduzierte FK-Anzahl des SeaRAM eher zum Problem wird als das die Radar-Autonomie einen relevanten Vorteil darstellt.
Nein, weil nur ein taktisches Radar der größte Hemmschuh in der operativen Redudanz ist. Wenn das wegen Schaden, Wartung, Stromausfall (you name it) nicht zur Verfügung steht, bis du faktisch blind. Da wäre ein SeaRAM in Ergänzung der Suchfunktion der beiden CEROS 200 wirklich hilfreich.
(03.02.2026, 21:24)Gecktron schrieb: Warum denkst du dass das keine Mk.41 sind? Das sind aus dem Winkel für mich nach dem klassischen 8er Split von Mk.41 aus. Zwei 8er Blöcke plus zwei RAM Launchers sieht nach dem aus was bislang kommuniziert wurde.
Das Bild oben ist die F126, das Bild unten die A-200 für Ägypten. Erkennbar an der Thales NS110 Radarantenne.
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(03.02.2026, 20:35)DeltaR95 schrieb: Ich würde mich schon "freuen", wenn die MEKO A-200G angelehnt F123B wie folgt aussieht:
[...]
- 2 x 2 Rohrsätze für MU90
Ich stelle immer wieder fest, dass in den Diskussionen hier um ASW - egal ob A200 DEU oder F126 - die Option Anti-Submarine Rocket überhaupt nicht zur Disposition steht. Die Amerikaner haben RUM-139 VL-ASROC zur Verbringung von Mk-46 Torpedos (welche wir auch für P-8A beschaffen). Die Italiener haben MILAS zur Verbringung von MU-90 Torpedos (welche wir für unsere BHS haben). Ist die Möglichkeit zur Ausbringung von Leichtgewichtstorpedos einige 10km von der Bordwand entfernt, auch wenn gerade kein BHS als Dipper startbereit ist, nicht ein enormer Fähigkeitszuwachs, gerade auch im Sinne des Eigenschutzes?
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(03.02.2026, 21:24)DeltaR95 schrieb: Das Bild oben ist die F126, das Bild unten die A-200 für Ägypten. Erkennbar an der Thales NS110 Radarantenne.
Ahhh, danke. Ja, das hab ich davon wenn man die Augen nicht richtig aufmacht. Ja, dann stimme ich dir zu.
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(03.02.2026, 21:24)Gecktron schrieb: Warum denkst du dass das keine Mk.41 sind? Das sind aus dem Winkel für mich nach dem klassischen 8er Split von Mk.41 aus. Zwei 8er Blöcke plus zwei RAM Launchers sieht nach dem aus was bislang kommuniziert wurde.
Verwechselst du gerade F126 mit A-200DEU?
(03.02.2026, 21:27)LuisDa schrieb: Ich stelle immer wieder fest, dass in den Diskussionen hier um ASW - egal ob A200 DEU oder F126 - die Option Anti-Submarine Rocket überhaupt nicht zur Disposition steht. Die Amerikaner haben RUM-139 VL-ASROC zur Verbringung von Mk-46 Torpedos (welche wir auch für P-8A beschaffen). Die Italiener haben MILAS zur Verbringung von MU-90 Torpedos (welche wir für unsere BHS haben). Ist die Möglichkeit zur Ausbringung von Leichtgewichtstorpedos einige 10km von der Bordwand entfernt, auch wenn gerade kein BHS startbereit ist, nicht ein enormer Fähigkeitszuwachs, auch im Sinne des Eigenschutzes? 
Egal wie uneinig wir uns in diesem Forum sind:
Ich glaube jeder hier würde gerne eine VL-ASROC haben...
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(03.02.2026, 21:27)LuisDa schrieb: Ich stelle immer wieder fest, dass in den Diskussionen hier um ASW - egal ob A200 DEU oder F126 - die Option Anti-Submarine Rocket überhaupt nicht zur Disposition steht. Die Amerikaner haben RUM-139 VL-ASROC zur Verbringung von Mk-46 Torpedos (welche wir auch für P-8A beschaffen). Die Italiener haben MILAS zur Verbringung von MU-90 Torpedos (welche wir für unsere BHS haben). Ist die Möglichkeit zur Ausbringung von Leichtgewichtstorpedos einige 10km von der Bordwand entfernt, auch wenn gerade kein BHS startbereit ist, nicht ein enormer Fähigkeitszuwachs, auch im Sinne des Eigenschutzes? 
Die Bestückung des Mk 41 ist für mich nicht schiffbaulich relevant gewesen, daher habe ich die Beladung des Mk 41 nicht aufgezählt.
Konsequent zu Ende gedacht gebe ich dir Recht. Der VL-ASROC hat jedoch eine minimale Einsatzreichweite, daher braucht es die Torpedorohrsätze zusätzlich zum VL-ASROC, wenn man keinen Totsektor haben will.
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(03.02.2026, 21:27)LuisDa schrieb: Ist die Möglichkeit zur Ausbringung von Leichtgewichtstorpedos einige 10km von der Bordwand entfernt, auch wenn gerade kein BHS startbereit ist, nicht ein enormer Fähigkeitszuwachs, auch im Sinne des Eigenschutzes?  Da wir das Thema gerade schon in zwei anderen Strängen offtopic diskutieren, sollten wir das nicht auch hier noch anfangen.
Aber bzgl. VL-ASROC auf A200DEU: Bei nur 16 Zellen Mk41 wäre das problematisch.
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(03.02.2026, 21:31)Broensen schrieb: Aber bzgl. VL-ASROC auf A200DEU: Bei nur 16 Zellen Mk41 wäre das problematisch.
Auf das AShM Deck der A-200 gehen bis zu 16 RBS15. Da passen sicherlich auch 2 x 4 RBS15 und 2 x 2 MILAS drauf
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(03.02.2026, 21:24)Gecktron schrieb: Warum denkst du dass das keine Mk.41 sind? Das sind aus dem Winkel für mich nach dem klassischen 8er Split von Mk.41 aus. Zwei 8er Blöcke plus zwei RAM Launchers sieht nach dem aus was bislang kommuniziert wurde.
Weil es eine ägypt. A-200 mit Mica VL ist.
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(03.02.2026, 21:37)DeltaR95 schrieb: Zitat:Aber bzgl. VL-ASROC auf A200DEU: Bei nur 16 Zellen Mk41 wäre das problematisch.
Auf das AShM Deck der A-200 gehen bis zu 16 RBS15. Da passen sicherlich auch 2 x 4 RBS15 und 2 x 2 MILAS drauf  Aber keine VL-ASROC.
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