USA vs. Venezuela
(Gestern, 00:20)goschi schrieb: Wenn Du glaubst, dass die USA Russland und China als in der gleichen Liga spielend ansehen, täuschst Du Dich.

Die USA werden weder Taiwan den Westaiwanesen überlassen, noch Russland wesentliche Teile der Ukraine.


PS: Aber mich würde wirklich interessieren, mit welchen Gefühlen Putin die Entführung Maduros zur Kenntnis genommen hat.

Die strategische Lage der Staaten ist aber völlig unterschiedlich. China kann Venezuela nicht effektiv unterstützen weil es viel zu weit weg ist. Wäre die Ukraine in der gleichen Lage wäre sie auch schon längst gefallen aber sie kann über eine Landesgrenze von der NATO versorgt werden. Taiwan hingegen wäre ähnlich Venezulea gelagert, nur mit Vorteilen für China, da die USA einen weiten Seeweg bis dahin hat. Allerdings ist Taiwan ein wesentlich härterer Gegner als Venezuela, womit es China wesentlich schwerer haben dürfte.
Zitieren
(Gestern, 01:41)lime schrieb: Die strategische Lage der Staaten ist aber völlig unterschiedlich. China kann Venezuela nicht effektiv unterstützen weil es viel zu weit weg ist. Wäre die Ukraine in der gleichen Lage wäre sie auch schon längst gefallen aber sie kann über eine Landesgrenze von der NATO versorgt werden. Taiwan hingegen wäre ähnlich Venezulea gelagert, nur mit Vorteilen für China, da die USA einen weiten Seeweg bis dahin hat. Allerdings ist Taiwan ein wesentlich härterer Gegner als Venezuela, womit es China wesentlich schwerer haben dürfte.

Der wesentliche Unterschied ist der, dass die USA ihre Ziele unter Trump durch Innenangriffe zu erreichen versuchen.

Das wäre Rotchina niemals möglich.
Die können nur Aussenangriff, wie bspw. in Tibet.
Sie haben einfach kein attraktives Pfund, mit dem sie wuchern können.

Analog dazu Russland.
Attraktivität Null.
Nur Aussenangriff möglich. Siehe Ukraine.

Ob Venezolaner die Gringos letztlich willkommen heissen, nachdem ja schon der Dollar lange offitzielle Zahlungsmittel ist, bleibt abzuwarten.
Zitieren
(03.01.2026, 22:43)lime schrieb: Die SPD steht scheinbar hinter Manduro

https://www.facebook.com/spdbundestagsfraktion
Das steht da nicht. Sie lehnen nur den Militäreinsatz der USA gegen ihn ab. Das ist ein Unterschied.

[Bild: https://i.postimg.cc/C5h7Hf5y/image.png]
Zitieren
Fragt sich ohnehin, was die USA jetzt erreicht haben:
https://www.n-tv.de/politik/Gericht-setz...00833.html

Delcy Rodríguez ist jetzt geschäftsführende Präsidentin Venezuelas, vermutlich bis es Neuwahlen gibt.

Und das, obwohl die USA doch Paul Bremer als Reichsprotektor aus der Rente holen wolltenBig Grin, dass der den Indios mal beibringt, wo der Gringo den Most holt.

Und dass der US-Kongress jetzt für Venezuela zuständig sein soll?
Der ist ja nicht einmal mehr für die USA zuständig.
Zitieren
Was ist der Plan von Donald Trump? Bodenschätze-Deal und Rauswurf Kuba, Russland und China mit dem Regime ohne Invasion? Das wird ja wahrscheinlich nicht funktionieren.
Zitieren
(Gestern, 03:13)Broensen schrieb: Das steht da nicht. Sie lehnen nur den Militäreinsatz der USA gegen ihn ab. Das ist ein Unterschied.

[Bild: https://i.postimg.cc/C5h7Hf5y/image.png]

Laut KI hat Deutschland Maduros Präsidentschaft nicht anerkannt und Juan Guaidó wird offiziell als Übergangspräsident gesehen. Die SPD Fraktion bezeichnet Maduro in obigem Bild trotzdem und obwohl sie Teil der deutschen Regierung ist als Präsidenten, daraus kann man meine Aussage meines Erachtens durchaus ableiten.
Zitieren
1. Ich empfinde es als etwas seltsam, dass hier teils so getan wird, als habe diese Operation der Amerikaner nun die Schleusen der Hölle geöffnet und dass dies in der Folge allen Autokraten, Theokraten oder sonstigen Gewaltherrschern es erlauben würde, ähnlich zu handeln. Nein. Das haben die immer schon getan, es wurde nur nicht immer so nach außen gekehrt.

China verfeinert seit Jahren sein Unterdrückungssystem und droht von Jahr zu Jahr massiver militärisch einerseits Taiwan, andererseits auch teils den anderen Nachbarn - völlig egal, ob nun ein Maduro von einem US-Kommando extrahiert wurde oder nicht. Russland hat die Ukraine überfallen und legt Städte in Schutt und Asche und tötet zigtausende Menschen, seit Jahren - völlig egal, ob nun ein Maduro von einem US-Kommando extrahiert wurde oder nicht. Ähnliches hörte man übrigens schon nach dem Kosovokrieg 1999, auch damals hieß es, dass nun andere Staaten sich über das Völkerrecht hinwegsetzen und ähnliches auch machen können (dürften) - die, die dies leichtfertig von sich geben, sollten sich mal Grosnyj anno 1994 anschauen, hatte übrigens gewisse Ähnlichkeiten mit Mariupol 2022.

Jetzt sich hinzustellen und zu sagen, dass Venezuela mit der Ukraine oder Taiwan verglichen werden könne, ja zu behaupten, dass man überhaupt einen Vergleich herstellen könnte, ist ziemlich sinnentleert. Die Politik Russlands oder Chinas würde die gleiche brutale bleiben, selbst wenn die USA mit Maduro sich freundschaftlich auf irgendeinen Deal geeinigt hätten.

2. Der Vergleich gibt auch keinen Sinn, wenn man sich die Folgen anschaut. Die Amerikaner haben wohl ein halbes Dutzend Radarantennen und ein, zwei SAM-Starter zerstört, um eben die "erzwungene" Ausreise von Maduro mit den Helikoptern absichern zu können. Das war es dann, auch wenn Trump wieder mal in seinem pompösen Stil beinahe einen zweiten D-Day suggerierte. Aber Caracas ist nicht zerschossen wie Pokrowsk oder andere Städte in der Ukraine, und die Verwüstungen sind nicht mal im Ansatz zu vergleichen mit jenen Zerstörungen, die auf Taiwan im Falle einer rotchinesischen Invasion zu erwarten wären.

Der Großteil der Menschen in Venezuela hat nicht mal mitbekommen, dass Maduro überhaupt verhaftet wurde und dass er mitten aus einer Großstadt herausgeholt wurde. Insofern sollte man die Verhältnismäßigkeit schon im Auge behalten.

Schneemann
Zitieren
Schneemann: Ich stimme dir voll zu.

Operation Absolute Resolve zeigt exzellente taktische Umsetzung, aber klare Schwächen auf strategischer Ebene. Bei Erfolg entsteht ein hoher propagandistischer Wert. Es ist gut vorstellbar, dass solche klar begrenzten Operationen künftig häufiger gegen below-peer-Gegner eingesetzt werden.
Zitieren
Wenn man sich darauf einigt, dass Maduro kein vom venezuelanischen Volk legitimierter Souverän mehr war, so war er nur noch "de facto" Souverän. Weil er Kontrolle ausübte über die Streitkräfte, die Polizei und die Geheimdienste, die Gesetzgebung usw., Gerichte, Wahlbehörden...

Jedoch verlor er diese Kontrolle in dem Moment, als man ihn und seine Frau aus dem Schlaf weckte und zu den 160th SOAR geleitete. Die Befehlskette war damit unterbrochen. D.h. ab diesem "Erwecken" war er nicht mehr Souverän über Venezuela.

Entsprechend wurde nicht der Souverän über Venezuela entführt, sondern ein ehemaliger Busfahrer wurde der amerikanischen Gerichtsbarkeit zugeführt.
Zitieren
Zardo:

Oh ja, dass ist auch wundervoll. Big GrinSobald man also jemanden in seiner Gewalt hat, ist er nicht mehr Präsident eines Staates, sondern nur noch Busfahrer.

Wir sollten einfach mal den König von Saudi-Arabien entführen. Dann wäre der nur noch ein Beduine. Und damit kann er dann hier in Deutschland für seine Verbrechen vor Gericht gestellt werden, als einfacher Beduine.

Gibt ja schließlich das Weltrechtsprinzip !
Zitieren
(Gestern, 12:39)Quintus Fabius schrieb: Zardo:

Oh ja, dass ist auch wundervoll. Big GrinSobald man also jemanden in seiner Gewalt hat, ist er nicht mehr Präsident eines Staates, sondern nur noch Busfahrer.

Wir sollten einfach mal den König von Saudi-Arabien entführen. Dann wäre der nur noch ein Beduine. Und damit kann er dann hier in Deutschland für seine Verbrechen vor Gericht gestellt werden, als einfacher Beduine.

Gibt ja schließlich das Weltrechtsprinzip !

Du solltest schon noch den Unterschied machen zwischen "de jure" und "de facto". Ab dem Erwecken hatte er "de facto" keine Kontrolle über Venezuela mehr... de jure war er schon vorher aufgrund der verlorenen Wahl nicht mehr Präsident, und wenn das Venezuelanische Volk ihn nicht zurückhaben will, und man hört, das venez. Militär würde seinetwegen nicht die US Streitkräfte angreifen, was soll dann noch seine Rolle sein?
Zitieren
(Gestern, 10:40)lime schrieb: Laut KI hat Deutschland Maduros Präsidentschaft nicht anerkannt und Juan Guaidó wird offiziell als Übergangspräsident gesehen. Die SPD Fraktion bezeichnet Maduro in obigem Bild trotzdem und obwohl sie Teil der deutschen Regierung ist als Präsidenten, daraus kann man meine Aussage meines Erachtens durchaus ableiten.

Vielleicht hat die SPD-Fraktion sich an Trump orientiert, der in seiner Meldung auch von "Präsident" Maduro sprach. Wink

Abgesehen davon wird Maduro trotz der überwiegend fehlenden Anerkennung in deutschen Medien unterschiedlichster Orientierung, von taz bis FAZ, aber auch in Österreich, der Schweiz oder im Vereinigten Königreich so bezeichnet.

Ich würde den Begriff daher nicht auf die Goldwaage legen.
Zitieren
Quintus Fabius

Venezuela war seit Chavez nicht souverän, und Maduro war in hohem Maße von fremden Mächten abhängig. Das meiste Öl ging mit hohen Abschlägen nach China, landwirtschaftliche Erträge langfristig an Iran, zuvor Öl als „Gegenleistung“ für Gesundheitshilfe an Kuba. Fremde Mächte haben das Land über Jahre ökonomisch ausgeraubt. Der kubanische Geheimdienst hatte scheinbar das Sagen. Wenn du heute die Souveränitätsverletzung durch die USA kritisierst, stellt sich die Frage, warum diese reale @Entsouveränisierung" zuvor kein Thema war. Die Achse Syrien, Russland, Iran, Venezuela, Nordkorea und China wird zu Recht weiter geschwächt.
Zitieren
Interessanter Artikel in der WaPo bezüglich Zugriff.

https://www.washingtonpost.com/national-...side-raid/

Zitat:Under cover of darkness, highly trained Delta Force troops arrived by helicopter and descended into the compound where Maduro, clad in a gray sweatsuit, and his wife, Cilia Flores, were sleeping. They scrambled out of bed to get to a safe room behind steel doors, as Trump watched a live feed from his Florida residence, Mar-a-Lago.

The commandos, armed with blow torches to cut through steel barriers, “bum-rushed” the couple, Trump said, adding that they did not put up much of a fight.

Zitat:U.S. forces trained on a mock-up of Maduro’s compound, similar to preparations 15 years ago leading up to the raid that killed al-Qaeda leader Osama bin Laden. “They actually built a house which was identical to the one they went into with all the safes and all the steel all over the place,” Trump told “Fox & Friends.”
Zitieren
Für DT's Machtgelüste und den vorgesehen Reichskommissar ist der Drops nicht gelutscht:
Zitat:Rodriguez widerspricht Trump
Gericht setzt Venezuelas Vize-Präsidentin als Regierungschefin ein
04.01.2026, 05:07 Uhr

Delcy Rodríguez ist Stellvertreterin des gestürzten Diktators Maduro. Nun soll sie geschäftsführend sein Amt ausüben, beschließt das Oberste Gericht Venezuelas. Diese Entscheidung ist brisant, da US-Präsident Trump die Macht für Washington beansprucht.

Nach der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez örtlichen Medienberichten zufolge geschäftsführend die Führung des Landes. Das habe das Oberste Gerichtshof in Venezuela angeordnet.
...

US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, dass die USA vorübergehend die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen wollen. Vizepräsidentin Rodríguez sei zu einer Zusammenarbeit bereit. "Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach", sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago. Rodríguez gab sich nach Trumps Äußerungen jedoch unbeugsam. "Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros", sagte sie umgeben von Ministern und Militärs bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates.
...
zugleich kommt: Opposition beansprucht Macht
Zitat:US-Regierung wirkt nach Maduro-Sturz planlos
04.01.2026, 10:40 Uhr
Venezuela schwebt nach der Gefangennahme von Präsident Maduro zwischen Himmel und Hölle. Vizepräsidentin Rodriguez ist als Staatschefin eingesprungen. Zugleich fordert Oppositionsführerin Machado das Amt für ihr Lager ein. Dass sie selbst an die Staatsspitze rücken könnte, glaubt US-Präsident Trump hingegen nicht.
,,,
Das sieht erst mal nach einem Machtgerangel aus, das leicht in einen Bürgerkrieg führen könnte
Zitieren


Gehe zu: