28.05.2026, 12:36
Noch eine Buchempfehlung im Kontext dieses Stranges:
https://www.amazon.de/Better-Angels-Our-...002&sr=8-1
Schussendlich nimmt die Gewalt seit der Jungsteinzeit ständig ab.
Prozentual werden immer weniger Menschen mit wirklich massiver Gewalt konfrontiert, nimmt die Zahl der Kriege ab wie auch die Zahl der vom Krieg betroffenen Menschen und dies selbst dann, wenn man Ereignisse wie den 1WK und den 2WK mit einrechnet. Das erscheint auf den ersten Blick völlig paradox und entspricht nicht dem vorherrschenden Bild.
Es ist aber nachweislich so. Wenn muck nun schreibt, dass Krieg im Mittelalter sich um Belagerungen drehten usw. dass Schlachten nur geringe Verluste während des eigentlichen Kampfes erzeugten (außer dann dem folgend beim Verlierer wenn er floh), dann ist das zwar nicht falsch, aber es erzeugt ein falsches Bild über die Gesamtzustände. Es impliziert, dass Menschen früher weniger Gewalt erlebten und dass die Gewalt heute eine höhere Qualität hätte (Schießpulvertheorie für den Anstieg von PTBS).
Tatsächlich war das Ausmaß von Gewalt früher extrem. Und gerade steinzeitliche Gesellschaften (von den Linearbandkeramikern bis zu den Aztekten) führten Kriege, und hatten ein Ausmaß von meist religiös verursachter Gewaltausübung, dass heute für die allermeisten Menschen unvorstellbar ist.
Die Kriege in der Jungsteinzeit waren sehr oft durch extremste Gewaltakte geprägte genozidale Kriege deren Ausmaß heute jede Gesellschaft weit überfordern würde. Zudem konnten sich Psychopathen / Soziapathen / Sadisten usw. in solchen Gesellschaften viel eher austoben als heute. Entsprechend - auch durch die Waffentechnologie, konnten sie sehr viel mehr direkten Schaden anrichten als heute. Ein geübter Krieger der ein Psychopath war, konnte viel Gewalt ausüben, während man sich heute durch Feuerwaffen einer solchen Person viel eher erwehren kann.
Es ist daher faszinierend, dass die Zahl derjenigen welche an Traumatischen Belastungsstörungen erkranken steigt, während die Gewalt und auch die Qualität der Gewalt ständig abnehmen.
Meine These ist, dass beides zusaammen hängt. Gerade eben weil man von Klein auf der Gewalt entwöhnt ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man durch Gewalterfahrung traumatisiert wird. Um es extrem überspitzt zu illustrieren: Was heute Bundeswehrsoldaten erheblich traumatisiert - hätte kein aztektisches Kind auch nur ansatzweise verstört.
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Schussendlich nimmt die Gewalt seit der Jungsteinzeit ständig ab.
Prozentual werden immer weniger Menschen mit wirklich massiver Gewalt konfrontiert, nimmt die Zahl der Kriege ab wie auch die Zahl der vom Krieg betroffenen Menschen und dies selbst dann, wenn man Ereignisse wie den 1WK und den 2WK mit einrechnet. Das erscheint auf den ersten Blick völlig paradox und entspricht nicht dem vorherrschenden Bild.
Es ist aber nachweislich so. Wenn muck nun schreibt, dass Krieg im Mittelalter sich um Belagerungen drehten usw. dass Schlachten nur geringe Verluste während des eigentlichen Kampfes erzeugten (außer dann dem folgend beim Verlierer wenn er floh), dann ist das zwar nicht falsch, aber es erzeugt ein falsches Bild über die Gesamtzustände. Es impliziert, dass Menschen früher weniger Gewalt erlebten und dass die Gewalt heute eine höhere Qualität hätte (Schießpulvertheorie für den Anstieg von PTBS).
Tatsächlich war das Ausmaß von Gewalt früher extrem. Und gerade steinzeitliche Gesellschaften (von den Linearbandkeramikern bis zu den Aztekten) führten Kriege, und hatten ein Ausmaß von meist religiös verursachter Gewaltausübung, dass heute für die allermeisten Menschen unvorstellbar ist.
Die Kriege in der Jungsteinzeit waren sehr oft durch extremste Gewaltakte geprägte genozidale Kriege deren Ausmaß heute jede Gesellschaft weit überfordern würde. Zudem konnten sich Psychopathen / Soziapathen / Sadisten usw. in solchen Gesellschaften viel eher austoben als heute. Entsprechend - auch durch die Waffentechnologie, konnten sie sehr viel mehr direkten Schaden anrichten als heute. Ein geübter Krieger der ein Psychopath war, konnte viel Gewalt ausüben, während man sich heute durch Feuerwaffen einer solchen Person viel eher erwehren kann.
Zitat:Faced with the ceaseless stream of news about war, crime, and terrorism, one could easily think we live in the most violent age ever seen. Yet as New York Times bestselling author Steven Pinker shows in this startling and engaging new work, just the opposite is true: violence has been diminishing for millennia and we may be living in the most peaceful time in our species's existence. For most of history, war, slavery, infanticide, child abuse, assassinations, pogroms, gruesome punishments, deadly quarrels, and genocide were ordinary features of life. But today, Pinker shows (with the help of more than a hundred graphs and maps) all these forms of violence have dwindled and are widely condemned. How has this happened?
Es ist daher faszinierend, dass die Zahl derjenigen welche an Traumatischen Belastungsstörungen erkranken steigt, während die Gewalt und auch die Qualität der Gewalt ständig abnehmen.
Meine These ist, dass beides zusaammen hängt. Gerade eben weil man von Klein auf der Gewalt entwöhnt ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man durch Gewalterfahrung traumatisiert wird. Um es extrem überspitzt zu illustrieren: Was heute Bundeswehrsoldaten erheblich traumatisiert - hätte kein aztektisches Kind auch nur ansatzweise verstört.
