28.03.2026, 15:45
@Schneemann
Das ist eigentlich mehr ein Diskussionsthema im Geschichtsforum. Ich möchte trotzdem kurz meine Auffassung wiedergeben, Du kannst das aber gerne in das Geschichtsforum verschieben:
OT on
Ich bin doch eher der Typ "umfallende Domino-Steine bis zum ersten Stein zurück verfolgen".
Wenn man den "kleinen König" und seine Auseinandersetzung mit der Fatah als Ausgangspunkt nimmt, dann müsste man eigentlich auch den nächsten Schritt zurück gehen und feststellen, dass Jordanien - im Gegensatz zum UN-Teilungsplan von 1947 - keinen palästinensischen Staat akzeptiert hat, sondern das Westjordanland als eigenes Staatsgebiet beanspruchte.
Als dann 1967 die jordanischen Truppen bis zum Jordan vertrieben wurden, waren natürlich auch die vom Westjordanland stammenden Palästinenser im (restlichen) Jordanien. Und mit seiner [i]"durchaus disziplinierten und britisch trainierten Beduinentruppe" auch halbwegs unter Kontrolle.
1970/71 war dann beim Aufstand der Fatah die Machtfrage gestellt - und die hat der Kleine König für sich entschieden.
Politisch schwierig wurde es dann erst recht, als 1994 mit dem Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien den Jordan als Grenze festgelegt wurde - und Jordanien damit faktisch die Palästinenser der israelischen Kontrolle "auslieferte". Die 1993 begonnen Gespräche zwischen Fatah und Israel waren noch nicht so weit, dass die staatliche Unabhängigkeit Palästinas wirklich real war.
Allerdings hat die Fatah seinerzeit auch die Existenzrechts Israels ausdrücklich anerkannt. Und das seinerzeit erreichte wird heute in Palästina zunehmend sabotiert.[/i]
OT out:
Das ist eigentlich mehr ein Diskussionsthema im Geschichtsforum. Ich möchte trotzdem kurz meine Auffassung wiedergeben, Du kannst das aber gerne in das Geschichtsforum verschieben:
OT on
Ich bin doch eher der Typ "umfallende Domino-Steine bis zum ersten Stein zurück verfolgen".
Wenn man den "kleinen König" und seine Auseinandersetzung mit der Fatah als Ausgangspunkt nimmt, dann müsste man eigentlich auch den nächsten Schritt zurück gehen und feststellen, dass Jordanien - im Gegensatz zum UN-Teilungsplan von 1947 - keinen palästinensischen Staat akzeptiert hat, sondern das Westjordanland als eigenes Staatsgebiet beanspruchte.
Als dann 1967 die jordanischen Truppen bis zum Jordan vertrieben wurden, waren natürlich auch die vom Westjordanland stammenden Palästinenser im (restlichen) Jordanien. Und mit seiner [i]"durchaus disziplinierten und britisch trainierten Beduinentruppe" auch halbwegs unter Kontrolle.
1970/71 war dann beim Aufstand der Fatah die Machtfrage gestellt - und die hat der Kleine König für sich entschieden.
Politisch schwierig wurde es dann erst recht, als 1994 mit dem Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien den Jordan als Grenze festgelegt wurde - und Jordanien damit faktisch die Palästinenser der israelischen Kontrolle "auslieferte". Die 1993 begonnen Gespräche zwischen Fatah und Israel waren noch nicht so weit, dass die staatliche Unabhängigkeit Palästinas wirklich real war.
Allerdings hat die Fatah seinerzeit auch die Existenzrechts Israels ausdrücklich anerkannt. Und das seinerzeit erreichte wird heute in Palästina zunehmend sabotiert.[/i]
OT out:
