11.03.2026, 13:05
Es läuft immer mehr auf ein "Zwei Säulen Modell" in der NATO hinaus - die USA und europäische Staaten (EU)
Zitat: Die Rede von Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar stand besonders im Fokus. Wie kam sie bei den Gästen im Studio an?
Markus Lanz: Transatlantische Beziehungen im Fokus
Friedrich Merz präsentierte sich überraschend selbstbewusst und wendete sich in seiner Rede direkt an die Vereinigten Staaten. Die Kernbotschaft: mehr europäisches Selbstbewusstsein und größere Eigenständigkeit, ohne sich dabei von den Vereinigten Staaten zu lösen.
Zudem hob er die klare Zurückweisung der MAGA-Bewegung, sprach sich für freien Handel anstatt Zöllen und Protektionismus und das Festhalten an internationalen Abkommen aus. Außerdem ist für den Bundeskanzler besonders wichtig, dass die Meinungsfreiheit dort ihre Grenze findet, wo Menschenwürde und Grundgesetz verletzt werden.
Ging Friedrich Merz einen Schritt zu weit?
Mit Blick auf Deutschland warf Markus Lanz in den Raum: „Können wir uns so eine Rede von Friedrich Merz überhaupt leisten?“
Franz-Stefan Gady antwortete deutlich: „Ich glaube schon. Friedrich Merz kann sich so eine Rede leisten, da wir nach wie vor die Struktur der NATO haben. Wir haben auch weiterhin ein Eingeständnis der Vereinigten Staaten, dass sie uns im Ernstfall unterstützen. Aber, dass die Unterstützung nicht mehr so ausfallen würde, wie es in der Vergangenheit war.“
Ex-US-General: Klare Aussagen über Friedrich Merz
Dennoch sind es Aussagen von Merz, die in den USA nicht gerade auf besonders starke Zustimmung stoßen dürften. Auf die Frage an Ben Hodges, wie diese Rede in den USA aufgenommen würde, reagierte er ganz anders.
Er geriet plötzlich ins Schwärmen: „Die Vereinigten Staaten brauchen starke Verbündete. Das heißt: Wir brauchen eine Beziehung mit unseren Verbündeten auf Augenhöhe. Das habe ich eben vom Bundeskanzler gehört. Er ist für mich der selbstbewussteste Bundeskanzler, den ich seit langem gehört habe.“
Und fügte hinzu: „Es freut die Leute im Weißen Haus natürlich nicht. Er hat gesagt, dass es keine Scheidung ist. Wir machen das, was wir müssen. Ihr macht das, was ihr müsst. Aber langfristig führt das wahrscheinlich zu einer ausgeglicheneren Beziehung.“ ...
