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US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 24.01.2026 Trump-Regierung veröffentlicht neue Verteidigungsstrategie der USA Aktualisiert am 24.01.2026, 07:16 Uhr Zitat:Die nationale Sicherheitsstrategie von Trumps Regierung hat die europäischen Partner geschockt. Jetzt veröffentlicht sie ihre Verteidigungsstrategie, in der auch Europa vorkommt.ich habe mir noch kein Urteil gebildet. Aber nach der Sicherheitsstrategie sollten wir auch diese neuen Doktrien anschauen und ggf. diskutieren können. RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Nightwatch - 24.01.2026 Muss man das? Diese Papiere werden alle Nase lang geschrieben und die nächsten drei Jahre entscheidet eh Trump nach persönlicher Tagesform und sicher nicht danach, wie irgendwer seine Befindlichkeiten von vor drei Tagen mal interpretiert und zu Papier gebracht hat. RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Zardo - 24.01.2026 Aber das Cover "poppt" https://media.defense.gov/2026/Jan/23/2003864773/-1/-1/0/2026-NATIONAL-DEFENSE-STRATEGY.PDF Zitat:Increase Burden-Sharing with U.S. Allies and Partners. Ours is not a strategy of isolation. Wenn jeder Partner für 3.5% seines GDP bei der USA Waffen einkauft, kann Trump sein GDP selbstverständlich schön ankurbeln. Das wird gleich im nächsten Absatz thematisiert: Zitat:Supercharge the U.S. Defense Industrial Base. President Trump is leading a once-in-a Auf 34 Seiten taucht das Wort "Trump" übrigens insgesamt 47 mal auf und es gibt 4 Abbildungen mit Präsident Trump im Bild. Manches liest sich wie eine Werbebrochüre: Zitat:Taking our nation from the precipice of a world war just a year ago, President RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 24.01.2026 ich glaube nicht, dass nach einem Abtritt von DT die grundsätzliche US-Politik anders wird. Mit Sicherheit ändert sich nichts "zurück", wenn DT von anderen Republikanern wie etwa seinem Vize "beerbt" würde. Selbst, wenn die Demokraten das Ruder übernehmen - der Ton könnte konzilianter werden, nicht aber der Tenor der Politik. Trump ist insofern nur das polternde Gesicht eines generellen Wechsels der politischen Ausrichtung der USA. Und wir müssen uns daran gewöhnen - möglichst frühzeitig - dass wir die europäischen Interessen selbst vertreten und ggf. verteidigen müssen. "Wir müssen unseren Laden selbst in Ordnung bringen. Dann kann der Rest uns mehr oder weniger egal sein." RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 11.03.2026 Es läuft immer mehr auf ein "Zwei Säulen Modell" in der NATO hinaus - die USA und europäische Staaten (EU) Zitat: Die Rede von Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar stand besonders im Fokus. Wie kam sie bei den Gästen im Studio an? RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 13.03.2026 Anscheinend gibt es jenseits von US-Militärs immer noch Kräfte in den USA, die Europa teilen und so beherrschen wollen: Zitat:EU-Topdiplomatin Kaja Kallas: «Die USA wollen Europa spalten»Kopie hier Wenn das passiert, dann brauchen wir gar keine Wahlen zur Selbstbestimmung mehr; es reicht ein in Washington amtierender "regierender Bundeskanzler", um die Direktiven unmittelbar an die Untergebenen in Europa zu erteilen. RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Schneemann - 13.03.2026 Zitat:Es läuft immer mehr auf ein "Zwei Säulen Modell" in der NATO hinaus - die USA und europäische Staaten (EU)Ich könnte nun wieder als alter Skeptiker auftreten und fragen, ob denn selbiger Hinweis wirklich neu wäre? Nein, ist er nicht. Ich hatte hier schon mehrmals angemerkt, dass es im Rahmen der Erneuerung der Zivilisation schlechthin vonnöten ist, dass sich - in enger Verbindung zueinander - die USA im Schwerpunkt auf Asien und die Europäer auf die Konsolidierung des Maghreb, des Nahen Ostens und des Ostraumes zu konzentrieren hätten. Aber ich wurde dafür ja stark gescholten... Schneemann RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 14.03.2026 (13.03.2026, 23:16)Schneemann schrieb: .... Ich hatte hier schon mehrmals angemerkt, dass es ... schlechthin vonnöten ist, dass sich - in enger Verbindung zueinander - die USA im Schwerpunkt auf Asien und die Europäer auf die Konsolidierung des Maghreb, des Nahen Ostens und des Ostraumes zu konzentrieren hätten. Aber ich wurde dafür ja stark gescholten...ich schelte nicht - und das Zwei-Säulen-Modell ist ja auch vor Jahrzehnten schon bei Globaldefence thematisiert worden. Ich frage mich nur, seit wann der Maghreb und der Nahe Osten zum NATO-Gebiet gehören, und ob es nicht regionale Player gibt, die dort - out of aerea - besser geeignet wären. RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Schneemann - 14.03.2026 @Kongo Erich Zitat:Ich frage mich nur, seit wann der Maghreb und der Nahe Osten zum NATO-Gebiet gehören, und ob es nicht regionale Player gibt, die dort - out of aerea - besser geeignet wären.Ich denke schon, dass diese Gebiete sehr wohl zum NATO-Gebiet (besser: zur Einfluss- und Sicherheitszone) gehören sollten. Denn von dort erwarten und erwarteten uns als Europäer immer wieder gewisse Unbilden und Risiken (Bürgerkriege, irrlichternde Diktatoren, Terrorismus, Flüchtlinge etc.) - und die Vorausverteidigung wurde immer auch schon thematisiert, schon in den 1990ern, als in Algerien beinahe die Islamisten die Wahlen gewonnen hatten. Darüber hinaus ist die Zahl der wirklich verlässlichen regionalen Player eher begrenzt. Genau genommen fallen mir nur die Türkei (die ja in der NATO ist), Israel und vielleicht noch Ägypten ein. Und diese Länder haben alle ihre eigenen Baustellen und zugleich Ziele. Schneemann RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 14.03.2026 (14.03.2026, 12:48)Schneemann schrieb: @Kongo Erichlass mich das noch mit Marokko und (mit Einschränkungen ?) Tunesien ergänzen. In diesen und den von Dir genannten Staaten lässt sich durch "Softpower", d.h. massive Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung über Investitionen, schon vorbeugend das von Dir genannte Gefährdungsspektrum minimieren. Im Prinzip würde auch Algerien dazu gehören, das spielt aber momentan noch auf einem anderen Spielfeld, so dass die Unterstützungsmöglichkeiten seitens der EU begrenzt sind. Libyen ist dagegen "dank des Sturzes von Gaddafi" wieder massiv zurück gefallen. RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Schneemann - 14.03.2026 Marokko ist zwar relativ stabil, aber ebenso wie bei Tunesien sehe ich ehrlich gesagt nicht die Kraft, weder wirtschaftlich noch militärisch noch hinsichtlich der Bevölkerungsanzahl, für eine ausreichende Machtprojektion. Und Algerien? Naja, vielleicht, aber ähnlich wie bei Ägypten (das ich ja auch mit "vielleicht" umrissen hatte) muss man die islamistischen Umtriebe im Auge behalten. Ich denke, dass es hier gesellschaftliche Kippelemente gibt, die sehr riskant und für Europa nur schwer kontrollierbar sein könn(t)en. Schneemann RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 14.03.2026 Ich werde Dir gerne weiter und intensiver antworten. Daher erst einmal nur kurz zum Maghreb: Zwischen Marokko und Tunesien wird die gleiche Variante der arabischen Sprache genutzt. Daher bietet es sich an, die drei Staaten auf ein gemeinsames Potential abzuklopfen. Alle diese Staaten haben eine breite und gut gebildete Bevölkerungsschicht mit hoher schulischer Bindung nach Frankreich. Das bietet sich an, um etwa Call-Center. Hotline-Angebote und andere lohnintensive Sparten in diesen Ländern bereit zu stellen. Primäres Problem der Staaten ist, dass die untereinander zerstritten sind. Das Königreich Marokko und die Sozialistische Republik Algerien haben schon ideologisch keine großen Gemeinsamkeiten. Tatsächlich ist Marokko nicht nur (dank der Konzentrierung auf das Königtum unter Abstammung von Mohammed als Begründung für Herrschaftsansprüche) "relativ stabil". Die fehlende Wirtschaftskraft (die ist nötig) kann durch entsprechende Investitionen aus der EU beschafft werden. Perspektivisch ist der kurze Weg über die Straße von Gibraltar z.B. durchaus geeignet, Stromtrassen mit Solarstrom aus dem Süden des Landes aufzunehmen. Dazu kommt die hervorragende geographische Lage, die Tanger zu einem Handels- und Werftzentrum am Schnittpunkt von wichtigen Seefahrtslinien machen könnte. Da ist zum Einen der West-Ost-Verkehr zwischen Mittelmeer (und dem Suezkanal) und Nordamerika, und zum Anderen der Nord-Süd-Verkehr zwischen Europa und dem Südatlantik. Algerien zeichnet sich zunehmend als Energiedrehscheibe für fossile Energielieferungen aus Nordafrika nach Europa ab. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7e/Gas_pipelines_across_Mediterranee_and_Sahara_map-en.svg/500px-Gas_pipelines_across_Mediterranee_and_Sahara_map-en.svg.png Tunesien ist dagegen weitaus mehr als nur der Touristikstandort am Mittelmeer. RE: US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie - Kongo Erich - 15.03.2026 Ich möchte primär zur US-Sicherheits- und Verteidigungsstrategie zurück kommen. Da war ja bisher immer diskutiert = dass die USA immer weniger Rücksicht auf Verbündete nehmen und = dass sich (daher) die NATO strukturell wandelt. Der "Slogan America first" wirkt sich auch auf die transatlantischen Beziehungen einerseits und die Hofierung potentieller Gegner andererseits aus: Auch die Wirtschaftswoche - ideologischen antikapitalistischer Verirrungen sicher unverdächtig - nimmt sich der Trump'schen Russlandpolitik an: Zitat:Wie Donald Trump Milliarden in Putins Kriegskasse spült |